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Das Plantronics RIG 500 im Kurztest

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plantronics rig500 teaserMit dem RIG 500 zeigt Plantronics ein Gaming-Headset der gehobenen Qualitätsklasse. Ob sich der Kauf dieses modularen Headsets lohnt und wie es ansonsten so abschneidet, erfahrt ihr in unserem kurzen Test. Plantronics, ein kalifornisches Unternehmen, ist bereits für hochwertige Sound-Produkte und stellt mit diesem Headset eine Neuheit vor.

RIG 500E Spill screen rgb 22MAY15

Plantronics hat mit dem RIG 500 ein klassisches OnEar-Headset im Programm, das sich vornehmlich an Gamer richtet und mit einem Dolby-7.1-Surround-Modus aufwarten kann. Das Mikrofon ist einzeln ausgeführt und noch nicht mit den Kopfhörern verbunden. Das Besondere an diesem Headset ist, dass es mit zwei verschiedenen Hörmuschelarten ausgeliefert wird. Dadurch hat der Nutzer die Wahl, entweder komplett von der Außenwelt abgeschottet zu werden, oder aber noch Geräusche wahrzunehmen. Erreicht wird dies durch einen Leder- bzw. im anderen Falle einem Stoffbezug.

Besonders stolz ist der Hersteller auf das modulare System des Headsets. Man kann die Ohrmuscheln, das Mikrofon sowie das Polster komplett vom Bügel entfernen, sodass der Transport beispielsweise sicher erfolgen kann. Zudem kann man die Ohrhörer auf drei verschiedenen Höhen befestigen, sodass diese an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.

RIG 500E Open screen rgb 27MAY15

Das Mikrofon wird an den linken Ohrhörer gesteckt und ist frei beweglich. Damit lässt es sich perfekt nach eigenem Gusto vor dem Gesicht positionieren. Wird es nach oben geklappt, stellt sich das Headset automatisch stumm, was beispielsweise sehr praktisch sein kann wenn man mit einer Gruppe in Teamspeak oder Skype spricht.

Insgesamt zeigt sich, dass Plantronics es wie gewohnt schafft, einen ausgewogenen Klang zu generieren. Für Spiele eignet sich die Abstimmung besonders gut. Beispielsweise ist bei Ego-Shootern jeder Schuss, der am digitalen Selbst vorbeirauscht, eindeutig auszumachen und auch die Richtung, aus die der Schuss kam, ist gut zu bestimmen. Das ist vor allem den Surround-Eigenschaften des Headsets zu verdanken. Dieses bietet 7.1 Surround-Sound mit Dolby-Unterstützung. Das ermöglicht es, gezielt Schritte aus verschiedenen Richtungen wahrzunehmen. So gelangt der Sound dann mittels eines 40-mm-Treibers pro Ohr über das abgeschlossene Kopfhörerdesign zum Ohr.

Explosionen, Hauseinstürze, wie sie beispielsweise bei Battlefield 4 zu finden sind, machen so noch mehr Spaß. Der Test mit Thief, welches als einziges Spiel AMDs TrueAudio-Technologie unterstützt, zeigte besonders die Stärken dieses Headsets in Spielen. Es war tatsächlich jede Wache exakt durch das gehörte ortbar und wie die Klänge sich in verschiedenen Räumen anders verhalten haben war interessant mit anzuhören.

Doch auch für Filme ist das Headset sehr gut geeignet und durch das optionale Klinken-Kabel kann man unterwegs sehr gut den ein oder anderen Film genießen, ohne dass die Mitreisenden in Bus oder Bahn gestört werden. Allerdings merkt man die starke Gaming-Ausrichtung des Headsets und die damit einhergehende Überbetonung des Tieftonbereichs, sodass Orchestermusik zwar genießbar, aber eventuell mit einem dafür ausgelegten Kopfhörerset in allen seinen Klangvariationen besser zu erfassen ist. Das Mikrofon bietet einen für ein Headset sehr guten Klang und filtert Störgeräusche wie beispielsweise das Summen des PCs sehr gut heraus. Gespräche über VoIP-Dienste wie beispielsweise Skype konnten so problemlos geführt werden und beim Gegenüber war die Stimme sehr klar wahrzunehmen.

RIG 500E Open Hero Black screen rgb 20MAY15

Fazit

Wer für sich also ein gutes Headset primär für das Spielen von Computerspielen wie beispielsweise Ego-Shootern oder anderen Action-Spielen sucht, sollte das Plantronics RIG 500 in die engere Auswahl nehmen. Allerdings ist die Konkurrenz gerade in diesem Bereich groß, was die Entscheidung nicht unbedingt leichter macht.

Es lässt sich aber sagen, dass das RIG 500 ein sehr solides Headset darstellt und somit dem anspruchsvollen Spieler einen guten Dienst erweisen sollte. Erhältlich ist das Headset inkl. Mikrofon in verschiedenen Variationen im Bereich von 59,99 Euro für die Einsteigervariante mit Stereo-Funktion bis zu 129,99 Euro mit 7.1 Surround-Sound, zwei Ohrmuschel-Sets sowie einem USB-Adapter als auch einem Klinken-Adapter für beispielsweise unterwegs.

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Kommentare (4)

#1
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Registriert seit: 20.11.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1380
Wie man nur auf die Idee kommt bei einem Gaming-Headset auf beidseitige Kabel zu setzen, welche dann auch noch recht dünn und somit anfällig erscheinen?
Da wäre doch auch bei diesem pseudo-modularen Design ein Weg zu finden gewesen, bei dem man das Kabel nur auf der linken Seite hat.
#2
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Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58761
Welches Gerät wurde als Referenz für die Höreindrücke benutzt?
#3
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Registriert seit: 17.12.2002

Miles are my Meditation
Beiträge: 58761
"Allerdings merkt man die starke Gaming-Ausrichtung des Headsets und die damit einhergehende Überbetonung des Tieftonbereichs," Die Aussage wiederspricht dem Satz weiter vorne:

"Insgesamt zeigt sich, dass Plantronics es wie gewohnt schafft, einen ausgewogenen Klang zu generieren." Was denn nun? Ausgewogen oder bassbetont? Eine Bassbetonung eignet sich dann eher nicht besonders gut für Spiele, da dadurch feine Details überdeckt werden.
#4
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Registriert seit: 07.01.2007
D:\NRW\Cologne
Kapitänleutnant
Beiträge: 1933
Madz - ein Hifi-Kenner wie du sollte die Gamingheadsets testen! Leider würdest du fast alles (zurecht) verreissen müssen, was Auftraggeber und Zielgruppe sicher nicht so toll fänden ;)
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