1. Hardwareluxx
  2. >
  3. Tests
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Monitore
  8. >
  9. Arctic Z2-3D im Test - Monitor-Haltearm mit integriertem USB-Hub

Arctic Z2-3D im Test - Monitor-Haltearm mit integriertem USB-Hub

Veröffentlicht am: von

arctic z2 3d teaserArctic hat mit dem Z2-3D einen praktischen Haltearm im Programm, mit dem es möglich ist, zwei Displays platzsparend auf dem eigenen Schreibtisch einzusetzen. Wie gut die Lösung funktioniert und wie einfach der Zusammenbau von der Hand geht, klären wir in diesem Kurztest.

Wer mehrere Monitore auf dem Schreibtisch stehen hat, wird diese in der Regel schlicht nebeneinanderstellen. Das ist natürlich problemlos möglich, gerade bei Modellen mit großen Standfüßen kann so aber schnell eine Menge Platz verloren gehen. Zudem geht es nicht immer ganz einfach von der Hand, die beste Ausrichtung auf dem Schreibtisch zu finden. Soll beispielsweise ein Nebendisplay noch näher an den Nutzer heranrutschen, geht noch mehr Arbeitsfläche auf dem echten Desktop verloren.

Als praktisch kann sich dabei schnell ein Haltearm herausstellen, der es ermöglicht, mehrere Displays an einem einzelnen Punkt zu befestigen. Arctic setzt bei seinem Z2-3D nicht nur auf die Möglichkeit zwei Monitore kompakt zusammenzufassen, sondern möchte dank Gasdruckfedern auch eine komfortable Einstellung erlauben. Damit nicht genug des Komforts wurde auch noch ein USB-Hub mit vier Ports in den Standfuß integriert. Für dieses Paket möchte Arctic rund 110 Euro haben.

Aufbau und Montage

Geliefert wird der Z2-3D in einem kompakten Karton, darin befindet sich, solide verpackt, der Dual-Haltearm, zerlegt in seine Bestandteile. Davon sollte sich aber niemand abschrecken lassen. Wer bereits etwas Erfahrung mit dem Möbelaufbau eines schwedischen Möbelhauses hat, der wird auch noch mit dem Z2-3D schnell zurechtkommen.

Die bebilderte Anleitung ist gut verständlich, da zudem alle Schrauben, sortiert nach Größe eingeschweißt wurden, fällt es recht einfach sich zu orientieren. Auch Werkzeug gehört teils zum Lieferumfang dazu, ist allerdings nicht vollständig. Während Innensechskant-Schlüssel vorhanden sind, fehlt ein Schraubendreher, der sollte in den meisten Haushalten aber vorhanden sein.

Der Arctic Z2-2D unterstützt zwei Displays mit einer maximalen Diagonale von 27 Zoll, wer erst später aufrüsten möchte, kann zunächst problemlos auch erst nur einen Arm montieren. Eine Demontage ist für ein späteres Update nicht mehr nötig, der Arm muss einfach auf das zentrale Halterohr geschoben werden.

Bereits während des eigentlichen Aufbau-Prozesses ist es ratsam, den Arctic Z2-3D am Schreibtisch festzuklemmen, werden alle weiteren Schritte dadurch doch merklich vereinfacht. Während der Montage muss nur ein Punkt berücksichtigt werden: Soll ein Monitor-Arm mit zwei Gelenken genutzt werden oder wird auf ein Zwischenstück verzichtet. Auch wenn es etwas mehr Platz in der Tiefe einnimmt, so macht unseres Erachtens der zweigliedrige Aufbau mehr Sinn, wird doch nur so die volle Flexibilität geboten. 

Wer in Ruhe schrauben möchte, sollte für den Aufbau einen Zeitraum von rund 30 Minuten einplanen. In unserem Test hat das gereicht, um alle Schritte ohne große Hektik durchzuführen. Die einzelnen Schritte haben wir in der untenstehenden Galerie einzeln aufgeführt.

Im Einsatz

Zur Klemmung sei angemerkt, dass Arctic eine massive Schreibtischplatte voraussetzt, eine Platte mit Wabenstruktur darf aus Stabilitätsgründen nicht genutzt werden. Auf der Webseite von Arctic werden hier exemplarisch einige Ikea-Platten genannt.

Die Klemmung ist ausreichend dimensioniert und nimmt im Vergleich zu normalen Monitor-Standfüßen nur einen Bruchteil des Platzes ein, gerade vor dem Hintergrund, dass zwei Displays verbaut werden können. Arctic unterstützt die Vesa-Befestigungsstandards 75 und 100, in dem genutzten Beispielaufbau kam der klassische Vesa-Mount mit 100 x 100 mm zum Einsatz.

In unserem Fall kommen zwei LG 27UD68-W zum Einsatz, zu denen wir zeitnah einen eigenen Test präsentieren. Die beiden 27-Zöller kommen mit der 4K-Auflösung daher und sind dank ihrer schmalen Rahmen wie gemacht für den Multimonitor-Betrieb. Das Gewicht der schlanken Monitore liegt bei rund 4,6 kg, die Belastung für die Haltearme hält sich also durchaus in Grenzen.

In unserem Testaufbau versuchten wir sowohl die Nutzung mit nur einem Haltearm als auch den Einsatz mit zusätzlichem Gelenk. Letzteres war nicht zwingend nötig, wenn die Monitore schlicht auf eine Ebene gebracht werden sollten. Etwas anders sieht es aus, wenn die Monitore flexibler angeordnet werden sollen. Also beispielsweise nur eine gewisse Tiefe des Schreibtisches eingenommen werden soll oder verschiedenste Winkel realisiert werden. Gerade wer die Displays weit von der Vorderkante des Schreibtisches entfernt nutzen möchte, sollte dann aber (je nach Displaybreite) etwas Platz hinter dem Schreibtisch einplanen, denn die ausladenden Arme müssen schließlich untergebracht werden.

Die Gasdruckfedern hielten unsere Test-Displays sicher in Position, der eigentliche Einstellvorgang geht einfach und ohne größere Anstrengung auch in kleinen Veränderungen gut von der Hand – die ergonomischen Einstellmöglichkeiten werden so deutlich erweitert. Die Displays lassen sich beispielsweise um 45° neigen und um 360° drehen, sodass das zweite Display auch an einem gegenüberstehenden Schreibtisch genutzt werden könnte. Besonders praktisch sind diese Möglichkeiten, wenn der eingesetzte Monitor, so wie der von uns genutzte LG 27UD68-W, ohne eigene Höhenverstellung daherkommt. Im Gegenzug kann natürlich auch so argumentiert werden, dass bei der Planung einer neuen Monitor-Lösung direkt ein Standfuß vom Schlage eines Z2-3D eingeplant werden kann und dafür günstigere Displays mit einer abgespeckten Ergonomie-Einheit ebenso in Betracht gezogen werden können.

Dank einer integrierten Kabel-Führung an den Haltearmen, es müssen einfach Kunststoff-Clips gelöst werden, gibt es kein Kabelchaos und die aufgeräumte Optik bleibt gewahrt.

Als recht praktisch erweist sich darüber hinaus der in den Fuß integrierte USB-Hub, der frontseitig drei Ports und eine vierte Schnittstelle angeordnet auf der Oberseite bietet. So können schnell einmal USB-Sticks und externe Festplatten angeschlossen oder ein Smartphone mit Strom versorgt werden. 

Fazit

Alles in allem erweist sich der Arctic Z2-3D als durchdachte Lösung, um mehr Platz auf dem Schreibtisch zu bekommen und die Displays gleichzeitig flexibler anordnen zu können. Der tägliche Gebrauch ist sehr einfach, die Displays werden sicher in Position gehalten, die Verstellung gelingt mit wenig Kraftaufwand und präzise. Der integrierte USB-Hub ist da ein i-Tüpfelchen, das praktisch sein kann, wenn oftmals mit USB-Sticks hantiert wird.

Der eigentliche Zusammenbau geht einfach von der Hand, die beiliegende Bedienungsanleitung ist gut bebildert und verständlich beschrieben. Da kann eigentlich nichts schiefgehen. Einmal aufgebaut hinterlässt der Arcitc Z2-3D einen robusten Eindruck. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass eine stabile Tischplatte vorhanden ist.

Alle die auf der Suche einer geschickten Lösung sind, um mehr Platz auf dem Schreibtisch zu bekommen und gleichzeitig eine flexible Anordnung ihrer Monitore wünschen, sollten sich den Arcitc Z2-3D genauer ansehen.

Social Links

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Das könnte Sie auch interessieren:

  • LG 38GL950G im Test: Mit Nano-IPS und 175 Hz

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/LG_38GL950_TEASER_100

    Der LG 38GL950G-B aus der UltraGear-Serie soll eine große Bilddiagonale mit einer erstklassigen Farbgebung Dank der Nano-IPS-Technik und blitzschnellen Reaktionszeiten kombinieren. Ob es bei dem 38-Zöller dabei zu den gleichen Darstellungsproblemen im Overdrive kommt, die wir bei seinem kleinen... [mehr]

  • Aorus FI27Q-P im Test: Gaming-Display mit umfangreicher Ausstattung

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AORUS_FI27QP_TEASER_100

    Gigabyte kann auf eine lange Historie mit Bereich der Grafikkarten und Mainboards zurückblicken, Monitore bietet der Hersteller aus Taiwan hingegen erst seit Kurzem an. Der Aorus FI27Q-P ist erst das zweite Modell, das wir im Test haben – und das kann erneut mit zahlreichen interessanten... [mehr]

  • Samsung S32R754 im Test: Räumt The Space den Schreibtisch auf?

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_S32R750_TEASER

    An der grundlegenden Konzeption von Monitorgehäusen hat sich schon seit längerem nichts geändert. Samsung versucht mit der The-Space-Reihe hingegen einen ergonomischen und integrativen Neuanfang, der in unserem Test des 32 Zoll großen S32R754 durchaus überzeugen kann, aber auch mit einem... [mehr]

  • LG 27GL850 im Test: High-Speed gibt es nur mit Einschränkungen

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/LG_27GL850_TEASER_100

    Mit dem LG 27GL850 möchte der Monitorspezialist beweisen, dass auch IPS-Panels wirklich schnell sein und mit einer tatsächlichen Reaktionszeit von 1 ms eine direkte Konkurrenz für TN-Modellen sein können. Unser Test zeigt, dass es LG bei der Geschwindigkeit zwar übertreibt, in Summe aber... [mehr]

  • ASUS ROG Swift PG43UQ im Test: Riesen-Display mit 144 Hz

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/ASUS_PG43UQ_TEASER_100

    Nicht jeder ist ein Fan der ultrabreiten 49-Zoll-Monitore. Wer dennoch nicht auf einen Gaming-Monitor im XXL-Format und mit allen wichtigen Gaming-Features verzichten möchte, für den hat ASUS den ROG Swift PG43UQ im Programm, der auf das klassische 16:9-Format setzt. Wie gut sich der 43-Zöller... [mehr]

  • Samsung C49RG90 im Test - Breites Display mit schwachem Local Dimming

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/SAMSUNG_C49RG90_TEASER100

    Der C49RG90 stellt Samsungs zweite Generation der überbreiten Gaming-Monitore dar. Wie gut sich der aktuelle 49-Zöller verkaufen kann, der mit einer gesteigerten Auflösung aufwartet, das klären wir in unserem Review. 49-Zöller sind sicherlich die extremste Ausgeburt der aktuellen... [mehr]