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Corsair Raptor K50 im Test

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Corsair K70Corsair hat derzeit viele verschiedene Geräte im Gamingportfolio. Erst vor Kurzem haben wir diverse Mäuse und Tastaturen getestet. Ganz groß im Trend sind klar die mechanischen Keyboards wie beispielsweise die Corsair K70 oder der kleine Bruder Corsair K65. Doch die typischen Rubber-Dome-Tastaturen sind dennoch nicht von der Bildfläche verschwunden. Mit diesem Artikel wollen wir uns der Corsair Raptor K50 widmen. Multicolor und eine hochwertige Verarbeitung erwarten uns, so viel sei schon einmal verraten.

Das Unternehmen Corsair Memory wird sicher vielen ein Begriff sein. Gegründet 1994 in den USA und derzeit bekannt als hochwertiger Lieferant für die Computerindustrie. Speicher, Netzteile, Wasserkühlungen, SSDs und Eingabegeräte sind nur einige Bereiche, in denen Corsair vertreten ist. So viel zum Unternehmen, doch nun zur eigentlichen Hardware. In der Vergangenheit haben wir oftmals die Vorteile mechanischer Switches aufgezeigt. Corsair liefert mit der K50 jedoch eine typische Rubber-Dome-Tastatur. Der Vorteil dürfte ganz klar im Preis liegen - darüber hinaus mag natürlich nicht jeder das Tippverhalten einer klassischen mechanischen Tastatur. Derzeit wechselt das Modell für ca. 85 Euro den Besitzer.

Corsair will wie immer mit hochwertigen Materialien und einer ausgezeichneten Verarbeitung glänzen. Darum kommt, ähnlich wie beim mechanischen Kollegen, der K70, auch das hochwertige Aluminiumgehäuse zum Einsatz. Die weiche Handballenauflage, welche wir schon kennen, ist auch wieder im Lieferumfang enthalten. Ersetzt Corsair also nur die Switches und die Tasten und hat damit eine Art Baukasten entwickelt? Nicht ganz, denn die K50 besitzt zusätzliche programmierbare Tasten und natürlich eine individuelle Hintergrundbeleuchtung mit 16 Millionen Farben. Zudem wird beim genaueren Hinsehen deutlich, dass das Chassis unter den Tasten doch aus Kunststoff besteht. Fassen wir kurz zusammen: Lediglich der Rahmen besteht aus Aluminium, Rubber Domes kommen zum Einsatz, programmierbare Tasten und eine individuelle Hintergrundbeleuchtung sind mit an Bord. Schauen wir uns doch einmal die K50 im Detail etwas genauer an.

Technische Details - Corsair Raptor K50:

  • Switches: Rubber Dome
  • Beleuchtung: Multi Color mit 16 Millionen Farben
  • Beleuchtungsfeatures: Individuelle Programmierung einzelner Tasten
  • Zusätzliche Tasten: Mediatasten, Programmiertasten
  • Weitere Anschlüsse: Ein USB-Port
  • Kabel: Gesleevtes Kabel
  • Highlights: Massives Aluminiumgehäuse, graue W-A-S-D und Pfeil-Tasten, weiche Handballenauflage
  • Abmessungen: 510 x 180 x 30 mm (Ohne Handballenauflage)
  • Gewicht: 1000 Gramm
  • Preis: ca. 85 Euro


Lieferumfang / Zubehör:

  • Corsair K50
  • Handballenauflage
  • Kurzanleitung

Verpackung und Design - Corsair K50:

Corsair K50

Die Verpackung ist Corsair typisch. Hochwertig, in dunkler Farbe, mit roten Akzenten und wenigen Informationen auf der Vorderseite.

Corsair K50

Wie immer informiert der Hersteller auf der Rückseite über alle wichtigen Details. Es wird auf die Hintergrundbeleuchtung, die verschiedenen Tasten und auf den zusätzlichen USB-Port hingewiesen. Dazu folgen später noch einige Details.

Corsair K50

Wie so oft ist der erste Eindruck entscheidend. Corsair kann uns auch mit diesem Produkt im ersten Moment überzeugen. Der hochwertige Aluminiumrahmen am oberen und unteren Ende fällt sofort ins Auge. Dazwischen setzt Corsair auf herkömmlichen, aber keinesfalls billigen, Kunststoff. Die Tasten fühlen sich im ersten Moment sehr warm und hochwertig an. Ohne installierte Software strahlt die Hintergrundbeleuchtung der K50 in schlichtem Weiß. Links von der herkömmlichen Tastatur sind die programmierbaren Tasten, insgesamt 18 an der Zahl, angeordnet. Diverse Mediatasten sind im Bereich des Nummernblocks angeordnet. Auch bei diesem Modell kommt wieder das Scrollrad für die Laufstärkenregelung zum Einsatz. Das Scrollrad hat uns bereits bei der K70 besonders gut gefallen.

Corsair K50

Aus der Perspektive gegenüber wirkt die K50 sehr hoch und wuchtig. Die Höhe beträgt in diesem Bereich ca. 30 Millimeter mit eingeklappten Füßen. Ein zusätzlicher USB-Port ist zudem mit an Bord, benötigt allerdings ein zweites USB-Kabel. Der Hersteller besitzt keine Scheu und zeigt, wie das Modell verschraubt ist. Wir finden die Schrauben passen gut zu der martialischen Aluminiumkonstruktion.

Corsair K50

Schon oft haben diverse Hersteller, unter anderm auch Corsair, einer Tastatur weitere Tasten beigelegt. Bei diesem Modell besitzen die wichtigsten Tasten für Gamer eine andere Farbe. Die Form gleicht den normalen Tasten. Dem Nutzer stehen zusätzlich die 18 programmierbaren Tasten zu Verfügung. Durch die drei Ebenen können also 54 Funktionen oder Makros zugewiesen werden. Welche Ebene gerade aktiv ist, zeigen die Tasten M1 bis M3 darüber. Um sich alle Befehle auch ohne Software merken zu können, ist ein interner Speicher mit der Größe von 36kB verbaut.

Corsair K50

Doch was steckt darunter? Zum Einsatz kommen ganz gewöhnliche Rubber Domes mit einer individuellen Hintergrundbeleuchtung. Der Nachteil der Rubber Domes liegt ganz klar im Schreibverhalten, welches sich über die Dauer verändert. Die Rückfederung der einzelnen Tasten wird durch einen Kunststoffkörper gewährleistet. Dieser wird mit der Zeit müde und verändert sich. Bei mechanischen Switches ist dies nicht der Fall. Doch wie verhält sich die K50 nun? Für die Beurteilung haben wir auch diesen Artikel wieder mit dem Testkandidaten geschrieben. Die Eingewöhnungsphase ist sehr kurz. Jede Taste löst nach einem sehr kurzen Weg aus und der Anschlag tritt nach einem Weg von ca. 4 Millimeter ein. Der Druckpunkt ist deutlich spürbar und danach lässt sich jede Taste mit einer relativ geringen Kraft bis zum weichen Anschlag bewegen. Die Oberfläche der Tasten fühlt sich angenehm warm an, was zudem ein gutes Schreibgefühl vermittelt. Beim schnellen Schreiben sind die Switches kaum zu hören. Ein Einsatz im Großraumbüro wäre also auch denkbar. Der Umstieg von einer Chiclet Tastatur ist uns schnell gelungen und summa sumarum ist das Schreibverhalten der K50 gut.

Corsair K50

Im hochwertigen Aluminiumrahmen hat Corsair die bekannte Lautstärkenregelung eingefasst. Links daneben sind die drei bekannten Status-LEDs angeordnet, den ebenfalls in dezentem Weiß leuchten. Die runde Taste mit der Sonne dient zur Einstellung der Helligkeit. Der Anwender kann zwischen drei Stufen wählen. Die Farbe kann ohne Software nicht geändert werden.

Corsair K50

Die mitgelieferte Handballenauflage ist fast identisch mit der Auflage der K70. Da dieses Modell durch die programmierbaren Tasten etwas breiter ist, muss natürlich auch die Handballenauflage etwas länger sein. Dennoch, die Struktur und das Material sind identisch. Die Handballenauflage fühlt sich sehr warm an, ist sehr stabil und wirkt daher äußerst hochwertig. Auch die Kunststoffhalter zur Fixierung an der Tastatur vermitteln einen hochwertigen Eindruck und sollten daher eine lange Lebensdauer, auch bei häufiger Montage bzw. Demontage, besitzen.

Corsair K50

Im Bereich der W-A-S-D Tasten hat der Hersteller die Handballenauflage etwas tiefer gestaltet. Ein schickes Detail, doch einen Vorteil konnten wir nicht verbuchen.

Corsair K50

Für eine gewöhnliche Rubber Dome Tastatur ist die K50 nicht gerade leicht, denn sie bringt ca. 1,1 Kilogramm auf die Waage. Das hohe Gewicht sorgt schon einmal für einen sicheren Halt. Zudem hat Corsair die Unterseite mit insgesamt vier Tapes aus Naturkautschuk versehen. Doch was passiert, wenn der Käufer alle vier Füße ausklappt? Auch bei dieser Tastatur müssen wir die Rutschfestigkeit bei ausgeklappten Füßen beanstanden. Werden wirklich alle Füße ausgeklappt, so kann sich die K50 auf einer glatten Tischplatte kaum noch halten. Auch hier wünschen wir uns Füße mit einer gummierten Oberfläche.

Fazit:

Der Hersteller aus den USA hat es wieder einmal bewiesen: Anständige Qualität zu einem fairen Preis ist keine Unmöglichkeit. Im Endeffekt ist die K50 teilweise von der mechanischen K70 inspiriert, was aber keineswegs schlecht ist. Bleibt also nur die Frage mechanische Switches oder Rubber Domes. Nachdem wir uns diverse Geräte aus dem mechanischen Lager mit verschiedenen Switches angeschaut haben, konnte uns Corsair dennoch mit der K50 überzeugen. Das Schreibverhalten ist wirklich gut, was unter anderem auch an der hochwertigen Verarbeitung und der Materialien liegt.

Corsair K50

Corsair bleibt seinem Design treu, was uns aktuell sehr gut gefällt. Der wuchtige Aluminiumrahmen mit der gebürsteten Oberfläche überzeugt auf den ersten Blick. Die K70, der kleine Bruder die K65 und nun auch die K50 sehen sich damit sehr ähnlich. Auch an einigen zusätzlichen Features fehlt es der K50 nicht. Der USB-Port ist sicher ein nützliches Gimmik. Die Mediatasten eignen sich ausgezeichnet für die Steuerung des Lieblingsplayers, beispielsweise iTunes. Die programmierbaren Tasten haben wir ganz ohne Software getestet: Das Aufzeichnen und Abspielen von Makros funktionierte tadellos. Ist die Software installiert, bietet sich natürlich ein deutlich größerer Funktionsumfang. Aktuell wechselt die K50 für ca. 85 Euro den Besitzer. Gefällt einem eine mechanische Tastatur dennoch besser, so bleibt immer noch die Möglichkeit zur K70 oder K65 zu greifen. Wie anfangs erwähnt: Damit kann Corsair derzeit alle Geschmäcker dank eines großen und hochwertigen Produktportfolios bedienen.

Positive Eigenschaften der Corsair Raptor K50:

  • Aluminiumgehäuse
  • Handballenauflage
  • Verarbeitung / Materialien

Negative Eigenschaften der Corsair K50:

  • Rutschige Füße

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Kommentare (2)

#1
Registriert seit: 14.08.2007

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1309
für das Geld gibt es aber auch schöne Tastaturen mit mechanischen Tastern.
Der Vorteil liegt ja auch nicht nur in dem besseren Tastenanschlag, sondern auch in der Verarbeitung des Signals, bis es letztendlich am PC ankommt.
Das geschieht bei mechanischen Tastern einfach schneller.
40-50 Euro maximal Ok, aber bei 85 Euro würde ich nicht mehr nach so billig verabeiteten Tastern schauen.
#2
customavatars/avatar116788_1.gif
Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 669
eine sponsoren postille wie aus dem katalog abgeschrieben mit einem einzigen Alibischwachpunkt bei den Klappfüssen und 85€ für eine Rubberdome mit ein bischen Aluframe und Kunstoff dazu,obwohl oben steht ich zitiere "Highlights: Massives Aluminiumgehäuse" (ja ne is klar).
das bedeutet in meinem Wortschatz KOMPLETT aus Alu gefertigtes Gehäuse und nicht nur ein Rahmen. Der Peripheriegerätemarkt ist schon seit vielen Jahren eine derartige Melkmaschine.
Zu Zeiten als Mechas noch auf jedem Schreibtisch standen für 30-50 DM war die Qualität jedenfalls kaum schlechter als heute dafür kostet der Müll jetzt OHNE Mechas und dafür mit viel (superbilligem) Schnickschnack
das 4-5 Fache...mir gehts einfach auf den Zeiger langsam. Ich hab auf alten IBMs das Schnelltippen gelernt, selbst der C64 hatte ne bessere Tastatur als das was man heut teilweise bekommt.
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