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Corsair EPP Speicher

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Corsair will nicht nur auf dem DDR2-Speichermarkt eine Größe werden, sondern auch den Einstieg in die Overclocker-Welt erleichtern. Corsair nennt seine neue Speichertechnologie EPP, was für Enhanced Performance Profiles steht. Der Corsair EPP Speicher erlaubt es auch Einsteigern den einfachen Einstieg in das Overclocking zu finden und das mit garantiertem Erfolg. Enthusiasten wird ein Werkzeug zur Seite gestellt, welches es dem Overclocker erlaubt, das Optimum des Speichers leichter zu erreichen. Eine erste Vorschau auf die EPP Technologie gibt folgender Artikel.

In Corsairs neuem EPP DDR2 Speicher sind auf dem JEDEC SPD (Serial Presence Detect) ROM spezielle EPPs (Enhanced Performance Profiles) programmiert, welche wiederum für die beste Speicherperformance sorgen sollen. Nur die ersten 96 Bit des 128 Bit großen JEDEC SPD ROM werden genutzt. Bit 97 bis Bit 127 können vom jeweiligen Hersteller für eigene Informationen verwendet werden. In diesem Bereich hat Corsair die Enhanced Performance Profiles programmiert. Dazu musste Corsair auch den integrierten Speichercontroller der AMD AM2 Prozessoren, welche in wenigen Wochen bis Tagen vorgestellt werden sollen, analysieren und hat nun nach eigenen Angaben optimale Mischung aus maximalem Takt, möglichst niedrigen Timings und weiteren Settings gefunden. Wird ein EPP zertifizierter Speicher vom BIOS erkannt, wird eine entsprechende Option freigeschaltet und der Speicher kann wie gewünscht eingestellt werden. Bisher ist noch nicht bekannt, welche BIOS Versionen, Mainboards oder Plattformen unterstützt werden sollen. AMD AM2 Prozessoren werden natürlich zu den unterstützten Modellen zählen, ob auch Intel einen Zugang zu den Enhanced Performance Profiles in seinen BIOS Versionen bzw. Mainboards gewähren wird, ist unklar. John Beekley von Corsair schloss eine Unterstützung durch Intel allerdings nicht aus.

Die zur Verfügung stehenden 30 Bits des JEDEC SPD ROMs können von Corsair auf zweierlei Weise für die Enhanced Performance Profiles genutzt werden. Da nicht beliebig umfangreiche Informationen in die freien 30 Bit abgelegt werden können, ist nur Platz für entweder zwei komplette Profile oder vier weniger umfangreiche Profile. In den weniger umfangreichen Profilen werden Informationen zur Speicherspannung, Command Rate, Cycle Time, CAS Latency, tRCD, tRP und tRAS gespeichert. Ein Beispiel hierzu wäre 4-4-4-12-2T bei 2.1 Volt. Die kompletten Profile speichern zusätzlich noch folgende Werte: Drive Strength for Address, CS, Clock, Data, DQS, Adress Delay, Command Delay, Setup Time, CS Delay, Setup Time, tWR (Write Recovery) und tRC (Active Refresh).

Wie bereits erwähnt kann der Corsair EPP Speicher nur auf Mainboards genutzt werden, die auch über ein kompatibles BIOS verfügen. Befindet sich kompatibler Speicher im den Steckplätzen, ist folgende BIOS-Option verfügbar:

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Standardmäßig sind die Corsair EPP Profile deaktiviert, es findet also keine Übertaktung statt und die Speicher laufen auf den vom Hersteller spezifierten Standardsettings. Zusätzlich bietet sich nun die Option Auto, sowie verschiedene Overclocking Optionen. Um den Speicher überhaupt übertakten zu können, muss natürlich der Referenztakt angehoben. Dies bedeutet allerdings gleichzeitig auch, dass der Prozessor nicht mehr mit den vom Hersteller spezifizierten Taktraten laufen würde. Das BIOS hat natürlich die Möglichkeit den Multiplier der CPU herunter zu setzen, um so wieder den Originaltakt zu erreichen. Natürlich spielen auch die Teiler des Speichercontrollers eine Rolle. Die bisher geplanten Optionen beschreiben also, in welcher Art und Weise sowohl Speicher als auch der Prozessor übertaktet werden. Die Option "Auto" ist in der hier gezeigten BIOS Version noch etwas missverständlich umschrieben. Bei der Option "Auto" ermittelt das BIOS anhand des vorhandenen Prozessors eine optimale Taktung. In späteren BIOS Versionen soll diese Option in "CPUOC MAX" umgetauft werden und wird so verständlicher. Egal welche Einstellung gewählt wird oder um wieviel Prozent der Prozessor übertaktet wird, das BIOS nimmt keine Veränderungen an den sonstigen Spannungen vor. Ausschließlich die Speicherspannung wird in einigen Fällen angehoben. Prozessorspannung sowie weitere wichtige Spannungswerte bleiben unangetastet. Corsair kann nur für den Betrieb seiner eigenen Speichermodule garatieren, nicht aber für den Betrieb des Prozessors wenn dort die Spannung angehoben wird.

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Sind die entsprechenden Optionen im BIOS gesetzt, wird der hier eingesetzte DDR2 Speicher zwar mit 800 MHz Speichertakt angezeigt, läuft allerdings mit 1.064 MHz, was in etwa DDR2-1066 entspricht und Timings von 5-5-5-15-2T. Corsair selbst gibt Beispiele für die Möglichkeiten der Enhanced Performance Profiles. So kann ein 2 GB Dual-Channel Kit bei 800 MHz und Timings von 3-3-3-12-1T ebenso betrieben werden wie bei 1.140 MHz und Timings von 5-5-5-12-2T. Maximal soll mit den neuen Modulen ein Takt von 1.200 MHz bei Timings von 5-5-5-15-2T im Single-Channel Modus möglich sein.

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Über welche Profile das Speichermodul verfügt, lässt sich nicht nur im BIOS erkennen, sondern auch in der neuesten Version von Everest. Auch die neue Version des NVIDIA eigenen nTune Tools, welche mit den neuen NVIDIA nForce 500 Chipsätzen erwartet wird, soll die Enhanced Performance Profiles unterstützen.

Die Corsair EPP Module werden nur in 2 GB Dual-Channel Kits verfügbar sein und sind alle mit 64x8 organisierten Micron Chips bestückt. Es handelt sich dabei um folgende Dual-Channel Kits:

Corsair CM2X1024-8500C5:

  • Maximaler Speichertakt: 1.066 MHz
  • Timings: 5-5-5-12-2T
  • Speicherspannung: 2.2 Volt

Corsair CM2X1024-6400C4:

  • Maximaler Speichertakt: 800 MHz
  • Timings: 4-4-4-12-2T
  • Speicherspannung: 2.1 Volt

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Alle zukünftigen Corsair DDR2 bzw. CM2X Module sollen über die Enhanced Performance Profiles verfügen und sowohl Corsair als auch NVIDIA hoffen in Zukunft möglichst viele Mainboardhersteller für dieses Feature zu gewinnen zu können.

Über Sinn oder Unsinn der Enhanced Performance Profiles lässt sich natürlich streiten. Corsair garantiert natürlich für die in den Enhanced Performance Profiles angegebenen Taktraten und Timings und damit ist auch für ein Erfolgserlebnis garantiert, was den Einsteiger glücklich machen dürfte. Hardcore-Overclocker möchten natürlich alle Einstellungen weiter selbst von Hand übernehmen und diese Möglichkeit bleibt ihnen auch. Doch auch hier können die Enhanced Performance Profiles helfen, indem sie dem Overclocker schon einmal die Richtung vorgeben.

Über die Performance der neuen Corsair EPP Speichermodule im Zusammenspiel mit dem AM2 Speichercontroller lässt sich wohl erst etwas sagen, wenn auch die entsprechenden Prozessoren vorgestellt wurden.

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