Seite 1: Test: Huawei Ascend Y300

huawei 201pro teaser kleinMit dem Y300 kommt ein weiteres Budget-Gerät von Huawei auf den Markt. Für knapp unter 150 Euro Straßenpreis bekommt man einiges geboten - Dual-Core-Prozessor, 4-Zoll-Display, Android 4.1, Frontkamera und einen 1950 mAh starken Akku. Auf der deutschen Webpräsenz promotet der Hersteller das Gerät als "Facebook"-Telefon - "Fotografieren, filmen und fix posten war noch nie so einfach und so günstig." lautet der Slogan. Ob das wirklich stimmt bzw. das Ascend Y300 diese Erwartungen erfüllen kann, haben wir uns im nachfolgenden Testbericht genauer angesehen.

Huawei ist seit einiger Zeit auf dem deutschen Markt tätig und versucht in jeder Preiskategorie ein Smartphone zu platzieren, das immer etwas unter dem Preis der Konkurrenz liegt. Das wird auch schnell deutlich, wenn man sich im Preisvergleich umsieht. Im Preisbereich bis 150 Euro wird das Ascend Y300 lediglich vom Mobistel Cynus F3 und dem Alcaltel One Touch OT-992D begleitet - beide Konkurrenten sind mit ihrem Dual-SIM-Slot eher als Exoten zu betrachten, bieten auf der anderen Seite aber deutlich kleinere Akkus.

Wer auf der Suche nach einem Dual-SIM-Smartphone ist, wird das Y300 so oder so nicht in die engere Wahl genommen haben.

Optik, Haptik, Hardware

Die Verpackung ist ein schlichter Pappkarton mit Aufdruck des Smartphones. Darin: das Gerät selbst, ein Akku, ein USB-Ladegerät sowie Kabel. Die Vorstellung, wie die Qualität des Headsets bei diesem Verkaufspreis ausgefallen wäre, hat Huawei uns hier kurzerhand erspart. Der entnehmbare Akku findet hinter der nicht sonderlich zuverlässig wirkenden Akkuklappe (die jedoch ein wirklich schickes, mattes Finish besitzt) Platz. Dort finden sich auch die microSD- sowie SIM-Karten-Slots. Die oftmals im Akkudeckel verbaute NFC-Antenne ist hier - zusammen mit dem kompletten Feature - dem Rotstift zum Opfer gefallen. Bei dem aufgerufenen Straßenpreis ist dies jedoch vollkommen nachvollziehbar.

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Nicht beschnitten wurde das Herz des Smartphones - mit 2 x 1,0 GHz Taktfrequenz werkelt der Qualcomm MSM8225 Dual-Core-Prozessor im Inneren und wird - wie schon erwähnt - vom 1950 mAh starken Akku am Leben erhalten. Dazu gesellen sich ein 4-Zoll-Display mit einer Auflösung von 800 x 480 px (233 ppi) sowie eine 5 MP Kamera mit Autofokus und sehr hellem LED-Blitz. Ersteres ist im Bereich Schärfe grenzwertig - die Kombination 4 Zoll und 800 x 480 px ist natürlich nutzbar, größer sollte es für ein gutes Schriftbild jedoch nicht sein. Dafür gehen die Blickwinkel, Touch-Eigenschaften sowie die Helligkeit in Ordnung.

Prozessor 2x 1,0 Ghz (Qualcomm MSM8225)
Display 4,0-Zoll (ca. 10,2 cm)
Akku 1950 mAh
Kamera (vorne) 0,3 MP Fixfokus
Kamera (hinten) 5,0 MP, Autofokus, LED-Blitz
Speicher 4 GB (nutzbar: ca. 2 GB); per microSD erweiterbar
Maße / Gewicht 124,5 x 63,8 x 11,2 mm; 130g
Die komplette Feature-Liste gibt es auf der letzten Seite des Testberichts.

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Die Verteilung der Anschlüsse fällt klassisch aus: auf der Oberseite 3,5-mm-Klinke sowie ein Power-Button, die rechte Seite wird von einer Lautstärkewippe geziert. Lediglich die linke Seite fällt etwas aus dem Raster - hier befindet sich, an oberster Stelle, der microUSB-Port. Ansonsten ist das Gerät eher unspektakulär: die 5 MP Kamera auf der Rückseite sehen wir uns im Verlauf des Tests noch genauer an. Auf der Vorderseite finden sich neben 3 Touch-Buttons noch das Display, einen Lautsprecher sowie die Frontkamera - und, mittlerweile zur Seltenheit geworden, eine Status-LED.

Der erste Eindruck des Huawei Ascend Y300? Solide, aber kein Überflieger. Die Verarbeitung ist in Ordnung, könnte rund um den Akku-Deckel jedoch etwas hochwertiger ausfallen. Scharfe Kanten sind indes nicht zu finden.

 

Ergonomie / Handhabung

Das Gerät selbst misst 124,5 x 63,8 x 11,2 mm und wiegt 130 Gramm - damit gehört es nicht gerade zu den schlankesten und leichtesten Geräten am Markt, was im Test jedoch nicht weiter gestört hat. Rechnet man diese Werte jedoch in Gewicht/Volumen um, ist der Wert von 1,46 g/cm³ absolute Spitze in unserem Vergleich. Selbst die Phablets, die sonst auch vergleichsweise leicht sind, kommen an diesen Wert nicht heran. Weniger erfreulich ist die Ausnutzung der Fläche vom Display - lediglich 53,7 Prozent werden hier belegt - der Rest ist pures Gehäuse. Da dies bei anderen Budget-Telefonen aber auch nicht deutlich besser aussieht, muss man als Käufer mit diesem "Makel" wohl oder übel leben.

Die Einhandbedienung ist bei den gegebenen Maßen auch für kleinere Hände meist kein Problem - dank der leicht abgerundeten Kanten liegt das Gerät zudem sehr gut in der Hand, was die Bedienung nochmals vereinfacht. Auch in diesem Testabschnitt leistet sich das Y300 keinen Ausreißer.


Akkulaufzeit & Performance

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Die Performance ist für ein Budget-Gerät ordentlich - dank Dual-Core laufen alle Animationen meistens flüssig, lediglich bei Spielen kommt das Gerät manchmal ins Stocken. App-Ladezeiten und Webseiten-Rendering-Zeiten sind absolut im Rahmen, wie unter anderem auch die Webbrowser-Tests untermauern:

  • Sunspider 0.9.1: 2271,4 ms
  • Browsermark 2: 689 Pkt.

Die gefühlt sehr flüssige Darstellung inklusive schneller Bedienung ist wohl auch einer der positiven Aspekte von Android 4.1 "Jelly Bean" - wenngleich Huawei mit der EmUI 1.0 erstmals eine eigene Oberfläche über die pure Android-Experience gelegt hat. Die Akkulaufzeit ist dank des monströsen 1950 mAh Akku (im Verhältnis zur Hardware) mehr als ausreichend - zwei volle Tage mit moderater bis starker Benutzung zu den Stoßzeiten sind mit dem Y300 absolut zu bewältigen.