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Elgato Thunderbolt 3 Dock im Test

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elgato-thunderbolt3-dockSchon mit der ersten Thunderbolt-Generation begleitete uns das Thema Docks. Die 10 GBit/s Bandbreite der ersten Generation waren aber noch ein Flaschenhals, denn neben USB, Ethernet und Co. sind die Display-Erweiterung ein wesentlicher Bestandteil des Docks. Hier fallen aber je nach Auflösung auch mehrere GBit/s an, so dass selbst 10 GBit/s schnell nicht mehr ausreichen können. Wir haben uns mit dem Elgato Thunderbolt 3 Dock nun eines mit der aktuellen dritten Generation des Protokolls angeschaut.

Nicht nur Apple, auch viele andere Notebook-Hersteller nutzen inzwischen Thunderbolt 3. Mit dem Wechsel vom Mini-DisplayPort- auf den Typ-C-Anschluss scheint die Akzeptanz deutlich zugenommen zu haben. Neben der Ausführung mit Typ-C-Anschluss und Stecker wurde die dritte Thunderbolt-Generation auch um Geschwindigkeit und Funktionsumfang erweitert. 40 GBit/s sind bidirektional möglich – eine Verdopplung gegenüber dem Vorgänger. Zudem kann Thunderbolt 3 über entsprechende Kabel mit Kupfer bis zu 100 W übertragen. Diese werden für den Betrieb des angeschlossenen Notebooks bzw. das Laden des Akkus verwendet. Je nach Dock werden die 100 W aber bei weitem nicht erreicht.

Das Elgato Thunderbolt 3 Dock bietet die folgenden Anschlüsse:

  • 2x Thunderbolt 3 (Thunderbolt: 40 GBit/s, USB 3.1 Gen 2, DisplayPort)
  • 1x DisplayPort 1.2
  • 1x RJ45 Gigabit-Ethernet
  • 3x USB 3.0
  • 1x 3,5 mm Klinke Ausgang
  • 1x 3,5 mm Klinge Eingang

Das Elgato Thunderbolt 3 Dock wiegt etwa 300 g, was für den stationären Betrieb allerdings keine große Rolle spielt. Die Abmessungen belaufen sich 200 x 89 x 29 mm. Neben dem Dock und dem dazugehörigen Netzteil befindet sich auch ein 50 cm langes Thunderbolt-3-Kabel im Lieferumfang.

Auf der Front bietet das Elgato Thunderbolt 3 Dock einmal USB 3.0 mit 5 GBit/s und maximal 1,5 A. Um schnell einen USB-Stick anzuschließen wird dieser sicher gerne genommen. Gleiches gilt für die analogen Ein- und Ausgänge für das Audiosignal.

Die meisten Anschlüsse bietet allerdings die Rückseite. Hier von links nach rechts vorhanden sind einmal RJ45 für 10/100/1000BASE-T Gigabit Ethernet, zweimal USB 3.0, zweimal Thunderbolt 3 und einmal DisplayPort. Die beiden Thunderbolt-3-Anschlüsse bieten neben den 40 GBit/s des Thunderbolt-Protokolls zudem USB 3.1 Gen 2 (bis zu 10 GBit/s). Displays mit Thunderbolt können mit bis zu 5.120 x 2.880 Pixel auflösen. Per DisplayPort sind hier 4.096 x 2.160 Pixel möglich. Da das Elgato Thunderbolt 3 Dock über ein Netzteil verfügt, können Notebooks mit bis zu 85 W versorgt werden. Dies reicht nicht nur für den Betrieb, sondern auch für das Laden des Akkus aus. Neben dem Notebook kann per Daisy-Chain auch ein weiteres Thunderbolt-3-Gerät angeschlossen werden, welches dann mit 15 W versorgt wird.

Der DisplayPort-Anschluss ist nach dem Standard 1.2 ausgeführt und unterstützt damit bis zu 4.096 x 2.160 Pixel. Werden zwei Display angeschlossen (einmal per Thunderbolt 3 und einmal per DisplayPort) können beide nur noch mit bis zu 4.096 x 2.160 Pixel angesprochen werden. Der Anschluss für das Netzteil versorgt das Dock mit 20 V bei 8,5 A.

Für einen sicheren Stand hat Elgato unten am Dock vier Gummifüße angebracht. Wer einen USB-Stick an- und aussteckt oder die Klinke-Anschlüsse verwendet, muss das Dock aber dennoch festhalten. Mit 300 g ist es einfach zu leicht um am Platz zu bleiben.

Das mitgelieferte Netzteil für das Elgato Thunderbolt 3 Dock ist nicht nur fast größer als das Dock selbst, sondern auch bedeutend schwerer.

Fazit

Wer häufig mit einem Notebooks zwischen dem mobilen und stationären Einsatz wechselt und dazu auf dem Schreibtisch gleich mehrere Geräte per Kabel anschließt, der wird sicherlich schon über eine Docking-Lösung nachgedacht haben. Über lange Zeit boten einige Hersteller solche Dock-Lösungen mit ihren Notebooks an. Mit dem zunehmenden Trend zu flachen Notebooks und dem erwarteten erstarken von Thunderbolt wird damit wohl aber Schluss sein.

Das Elgato Thunderbolt 3 Dock erschließt die Docking-Lösung für Thunderbolt 3. Der neue Anschluss von Thunderbolt 3 ist für ältere Systeme ohne Adapter nicht zu verwenden. Zudem bieten die neuen Docks auch die Vorteile der höheren Bandbreite von 40 GBit/s. Um diese 40 GBit/s voll zu nutzen, muss aber schon mehr als nur eine USB-Festplatte angeschlossen werden. Auch ist das Gigabit-Ethernet nicht immer mit 1 GBit/s ausgelastet. Rechnet man die angebotenen Anschlüsse aber zusammen, kommt man schnell auf Übertragungsraten, die mit 10 oder 20 GBit/s an ihre Grenzen kommen.

Doch schauen wir uns einen Praxiseinsatz, unter dessen Bedingungen wir uns das Elgato Thunderbolt 3 Dock angeschaut haben, einmal genauer an. Dies erfolgte mit einem aktuellen MacBook Pro, welches die volle Unterstützung für Thunderbolt 3 bietet.

Zunächst haben wir ein 4K-Display am Dock betrieben. Per DisplayPort 1.2 werden hier schon einmal theoretisch bis zu 17,3 GBit/s belegt. Zudem haben wir gleich zwei Thunderbolt-RAIDs mit HDDs bestückt und per Daisy-Chain angeschlossen, die auch zusammengenommen auf 4-5 GBit/s kommen. Eine weitere Thunderbolt-SSD kann im Lesezugriff gut und gerne 10 GBit/s belegen. Alleine damit kommen wir langsamer aber sicher an die theoretische Grenze von 40 GBit/s von Thunderbolt 3. Man sieht also: Thunderbolt 3 kann auch ohne Einsatz einer Grafikkarte im externen Gehäuse sinnvoll ausgelastet werden.

Docks waren nie ganz günstig und sind es auch weiterhin nicht. Allesamt bewegen sie sich mit dem aktuellen Thunderbolt-Standard bei 250 bis 300 Euro. Das Elgato Thunderbolt 3 Dock kostet momentan 299 Euro. Ob dieser Preis gerechtfertigt ist, hängt wohl auch vom jeweiligen Einsatz ab. Wer täglich zwischen dem mobilen und stationären Einsatz wechselt und dabei viele Kabel anschließen müsste, wird schnell dankbar sein. Für wen dies nur ab und an in Frage kommt, kommt vielleicht auch ohne Dock aus und kann die Daisy-Chain-Funktion von Thunderbolt nutzen. Zudem bieten einige Thunderbolt-Monitore und externe Grafikkartengehäuse ebenfalls eine Docking-Funktion und sind je nach Anwendungsprofil sinnvoll einzusetzen.

Positive Aspekte des Elgato Thunderbolt 3 Dock:

  • Thunderbolt drei bietet ausreichend Bandbreite für alle Schnittstellen
  • 85 W Power Delivery per Thunderbolt an das Notebook
  • 3x USB 3.0 + 2 USB 3.1 Gen 1
  • Daisy Chain per Thunderbolt möglich

Negative Aspekte des Elgato Thunderbolt 3 Dock:

  • hoher Preis
  • kein fester Stand auf dem Schreibtisch
  • mehr als UHD und 30 Hz nur per Thunderbolt möglich

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Kommentare (9)

#1
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 13661
300€ - fuck you. Zum Glück bin ich auf TB nicht angewiesen.
#2
Registriert seit: 06.05.2017

Matrose
Beiträge: 18
Das ist leider KEIN Test, sondern nur WERBUNG !!
#3
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Registriert seit: 21.02.2013

Leutnant zur See
Beiträge: 1248
Also unsere stehen solide auf den Schreibtischen... Die MacBooks unserer Firma sind alle mit diesem Dock ausgestattet und das funktioniert in allen Konstellationen wunderprächtig, würde ich mir auch für zuhause kaufen, wenn ich da einen Mac hätte, kostet zwar, aber es funktioniert und es ist kein Kabelchaos.
Und verglichen mit dem Dell TB-Dock für die neuen XPS ist das elgato deutlich kleiner, schicker und kostet nur einen Bruchteil mehr.
#4
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Registriert seit: 25.03.2011
Oberbayern
Bootsmann
Beiträge: 712
Wenn ihr in der redaktion schon tatsächlich testen wollt, dann stellt in zukunft ein äquivalentes gerät gegenüber.
Indiesem fall ein I-tec Thunderbolt 3 Metal Dual 4K Docking Station
Von diesem hersteller nutze ich ich die TB2 version seit über einem jahr und ist so was von gut.
Vor dem kauf habe ich nach alternativen zu den hochpreisigen gerätschaften gesucht und bin bei I-Tec fündig geworden.
@klikon: da hast du wohl recht
#5
Registriert seit: 06.05.2017

Matrose
Beiträge: 18
Ein seriöser Vergleich (mit Übertragungsdaten etc. ) mit einem andern Thunderbolt 3 Dock wie zum Beispiel einem CalDigit Thunderbolt Station 3 wäre doch angebracht.
#6
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Registriert seit: 19.09.2017

Gefreiter
Beiträge: 57
Den insgesammt dreien über mir kann ich nur zustimmen. Das ist kein Test sondern eine Apple & Elgato Verkaufs Show ! :grrr:

Vorallem hätte man dann auch mal testen können was TB an Mehrwert bringt im Vergleich zu einem einfachen USB-C Hub wie zb. dem Aukey CB-C59 !
Denn dieses stellt sogar einen 100-Watt-USB-C Ladeanschluss bereit !
Denn der bietet ja auch einiges an Anschlüssen und kostet aber nur ca.50€ ! Und mit Code sogar nur 25,99 € !
#7
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Registriert seit: 20.03.2006
München
Bootsmann
Beiträge: 646
Ich finde auch, dass das Wort "Test" hier enorm fehl am Platz ist.

- Was ist mit Multi-Monitor?
- Was ist mit Linux- und Windows-Support? (Insbesondere Linux hat noch immer große Probleme damit.)
- Wie schauts bei den Übertragungsraten dann aus, wenn man die wirklich misst?

Prinzipiell finde ich die Idee der Thunderbolt-Docks super. Habe auch eins auf der Arbeit. Das billig Itec-Ding (USB-C) funktioniert da übrigens auch wesentlich besser als das sündhaft teure Dell TB16.

Aber insbesondere der Linux-Support kotzt mich an. Intel hat 0 Interesse daran, dass das mal sinnvoll funktioniert. Dabei gibt es Thunderbolt schon eine halbe Ewigkeit.
#8
Registriert seit: 16.10.2014

Matrose
Beiträge: 5
Klingt nach Werbung... Zu gute halten muss man HWLuxx das in der Bildüberschrift auch "Ausprobiert" steht...

Nach meinem Geschmack gehört in einen (später nachgereichten, echten) Test auch die funktionalität in der Praxis, und zwar ausprobiert und nicht nur abgeschrieben.

Lässt sich das Notebook mit dem Dock einschalten?
Muss das Notebook offen bleiben im Betrieb?
Was ist mit Benchmarks? Datenraten bitte
Dauerbetrieb möglich? (bei meinem XPS15 waren ständige Abbrüche der Verbindung an der Tagesordnung)

An und für sich bin ich Fan dieser TB3 Sachen, weiß aber jetzt schon das ich die "echten" Docking Stationen vermissen werde. Echt wie bei Lenovo, Dell oder HP... :)
#9
customavatars/avatar274622_1.gif
Registriert seit: 19.09.2017

Gefreiter
Beiträge: 57
Zitat elDuebel;26108473

An und für sich bin ich Fan dieser TB3 Sachen, weiß aber jetzt schon das ich die "echten" Docking Stationen vermissen werde. Echt wie bei Lenovo, Dell oder HP... :)


Das ist der Grund warum ich meine 3 grössten ThinkPads (T420/440/460) hege und Pflge bzw. auf kleinanzeigen kaufe wie ein Blöder (Ersatzteile).
Dazu habe ich für Cent beträge nochmals 2 Dockingstationen für die auf Kleinanzeigen geschossen.14 & 15 € das St. :banana:
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