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Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station im Kurztest

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club3d-usb-dp-logoModerne Note- und Ultrabooks bieten meist ausreichend schnelle Anschlüsse und für unterwegs reicht deren Anzahl auch aus. Wer sein mobiles Gerät aber auch im heimischen Büro einsetzen möchte, der vermisst schnell einmal die Möglichkeit einen dritten Monitor anzuschließen oder aber die USB-3.0-Anschlüsse gehen aus. Zudem verzichten einige Ultrabooks inzwischen zugunsten der Dicke des Gehäuses auf einen RJ45-Anschluss für das kabelgebundene Ethernet. Die Lösung ist meinst eine Docking-Station, doch welche hier die richtige ist, diese Frage lässt sich meist schwer beantworten. Wir haben uns die Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station genauer angeschaut.

Den meisten hier dürfte Club3D weniger bekannt für seine Docking-Stations sein, sondern vielmehr für Grafikkarten mit AMD-GPUs. Doch bei Club3D hat man sich auch nach anderen Betätigungsfeldern umgeschaut und blieb dabei in gewisser Hinsicht auch der Ansteuerung von Displays treu. SenseVision nennt Club3D seine Produktsparte, die sich mit USB-Grafiklösungen, MST-Hubs und auch den Docking-Stations beschäftigt.

Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station
Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station

In diesem Artikel soll es also um die Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station gehen, die für all diejenigen interessant ist, die ihr Notebook sowohl unterwegs als auch im Büro nutzen möchte. Dabei fehlt es im stationären Einsatz entweder an den verfügbaren Anschlüssen oder aber das An- und Abstecken von mehreren Kabel wird über die Dauer einfach zu umständlich. Mit der Docking Station genügt es den USB-3.0- und DisplayPort-Stecker einzustecken und eine Vielzahl weiterer Ports stehen zur Verfügung. Dabei wollen wir natürlich nicht verheimlichen, dass diese Bequemlichkeit oder Möglichkeit für mehr Anschlüsse auch ihren Preis hat. Etwa 115 Euro werden für die Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station fällig.

Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station
Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station

Die eigentliche Hardware ist ebenso einfach wie schlicht gestaltet. Die Docking-Station misst 15,4 cm in der Breite, ist 9,8 cm tief und ist nur 1,95 cm hoch. Die beiden Anschlusskabel für USB 3.0 und DisplayPort messen jeweils 50 cm und sind somit ausreichend lang, um die Docking-Station irgendwo auf dem Schreibtisch stehen zu haben.

Ebenfalls auf der Rückseite zu finden ist der Netzteilanschluss, über den die Docking-Station mit Strom versorgt wird. Das dazugehörige Netzteil befindet sich natürlich im Lieferumfang. Leider kann darauf auch nicht verzichtet werden, da weder der USB- noch der DisplayPort-Anschluss in der Lage ist die Docking-Station ausreichend zu versorgen - schon gar nicht wenn an den USB-Anschlüssen verbrauchsstarke USB-Geräte angeschlossen oder ein Smartphone/Tablet geladen wird.

Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station
Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station

Ein paar Worte wollen wir noch zu Qualität der Docking-Station verlieren. Natürlich wurde das Gehäuse aus Kunststoff gefertigt, das tut dem Produkt aber keinerlei Abbruch, denn das Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und steht auch sicher auf dem Schreibtisch. Auch das Gewicht ist stimmig dazu und unterstreicht die hohe Wertigkeit. 

Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station
Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station

Sind die beiden Anschlusskabel am System angeschlossen, stehen auf der Front der Docking Station einmal RJ45 für das Gigabit-Ethernet, dreimal USB 3.0 sowie zweimal DisplayPort zur Verfügung. Keinerlei weiterer Worte müssen wir über den Gigabit-Anschluss verlieren. Er bietet die volle Bandbreite von 1.000 MBit pro Sekunde und beherrscht auch Wake-On-LAN. Von den 5 GBit pro Sekunde, die USB 3.0 zur Verfügung stellt, wäre durch das Ethernet bei voller Auslastung bereits 1/5 in Verwendung.

Auch die drei USB-3.0-Anschlüsse bieten die volle Bandbreite von jeweils 5 GBit pro Sekunde, die sich natürlich nicht gleichzeitig nutzen lässt. Vielmehr dürften sie dazu verwendet werden eine externe Tastatur oder ein externes Laufwerk anzubinden. Bei einem Desktop-Replacement mit Notebook sind dies neben dem kabelgebundenen Ethernet meist die ersten Punkte, die vermisst werden. Natürlich sind die drei USB-3.0-Anschlüsse abwärtskompatibel zu USB 2.0 und 1.1. Dank der Unterstützung des Charging Downstream Port (CDP) lassen sich auch Smartphones und vor allem Tablets (speziell das Apple iPad) schnell an den USB-Anschlüssen laden.

Etwas komplizierter wird es bei den beiden DisplayPort-Anschlüssen. Diese schleifen des DisplayPort-Signal des Eingangs durch. Auf Seiten der Quelle unterstützt werden muss DisplayPort 1.2 mit MST (Multi Stream Transport). Das DisplayPort-Signal kann in der Folge entweder an Port 1 oder Port 2 mit 3.840 x 2.160 Pixel bei 60 Hz und 24 Bit Farbtiefe verwendet werden. Ist einer der beiden DisplayPort-Anschlüsse mit einem solchen UltraHD/4K-Display belegt, kann auf dem jeweils anderen Port kein Signal mehr ausgegeben werden. Ebenfalls möglich ist der Dual-Betrieb, bei dem beide Ausgänge ein Ausgangssignal von jeweils 2.560 x 1.600 Pixel bei 60 Hz und einer Farbtiefe von 24 Bit liefern können. Auf beiden Ausgängen wird der Kopierschutz HDCP 2.0 der Quelle weitergeleitet. Sollten die Displays nicht korrekt erkannt werden, hat Club3D auf der Rückseite der Docking-Station einen Reset-Knopf untergebracht, der DisplayPort-Verbindung noch einmal resettet.

Das kleine Fazit enthält nun auch einige Praxis-Erfahrungen: Anschluss und Betrieb einer solchen Docking-Station sind schnell und einfach. USB-Stecker und DisplayPort rein, Docking-Station mit dem Netzteil verbinden - fertig. Allerdings sind wir beim Betrieb der SenseVision Y-Kabel Docking Station auf zwei bis drei kleinere Schwierigkeiten gestoßen, die im Zusammenhang mit älteren GPUs bzw. älteren integrierten Grafikchips auftreten können. So wurde bei zwei angeschlossenen Displays auf einem MacBook Pro (Intel HD Graphics 4000) mit einmal 2.560 x 1.600 Pixel und einmal 1.920 x 1.080 Pixel der größere Monitor der beiden nicht immer direkt erkannt. Dann musste der Reset-Knopf auf der Rückseite gedrückt werden und nach einiger Zeit zeigten alle beiden Displays wieder ein Bild. Das zweite Problem hatten wir ab und an bei Betrieb eines einzelnen UltraHD/4K-Displays mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel. Da es sich dabei nicht um ein einzelnes Panel handelt, sondern um zwei mit jeweils einer Auflösung von 1.920 x 2.160 Pixel. Per MST im DisplayPort-Signal wird das Bild an die beiden Panels geliefert. Bei unserem Praxiseinsatz wurde das Bild ab und an nur auf dem ersten der beiden Panels angezeigt. Auch hier half nur der Griff zum Reset-Button.

Besser funktionierte das Ganze mit einem aktuellen MacBook Pro mit Intel Iris Pro Graphics. Hier konnten wir keinerlei Probleme der MST-Verbindung per DisplayPort feststellen. Beim Aufwecken wurden alle angeschlossenen Displays korrekt angesprochen und stellten die Inhalte in der gewünschten Auflösung dar. OS X merkt sich die eingestellten Fenster und Anordnungen, sodass nicht jedes Mal eine Neuanordnung vorgenommen werden muss.

Ansonsten liefert die Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station genau das, was versprochen wird. Das Gigabit-Ethernet liefert die volle Bandbreite, gleiches gilt für die USB-3.0-Ports, wobei natürlich nicht alle Anschlüsse gleichzeitig die volle Bandbreite nutzen können. Sehr gut gefällt uns auch, dass die USB-Anschlüsse ausreichend Strom liefern, um z.B. ein Tablet schnell laden zu können. Wäre da nicht der Preis, denn die 115 Euro für das Desktop-Dock wollen erst einmal investiert werden. Wer den ständigen Wechsel der Anschlüsse auf dem Schreibtisch aber leid ist und/oder wessen Notebook nicht genügend Anschlüsse liefert, für den ist die Club3D SenseVision Y-Kabel Docking Station sicher ein Blick wert.

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Kommentare (1)

#1
customavatars/avatar101206_1.gif
Registriert seit: 23.10.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 2834
Oh cooler test, danke.
Der Preis ist endlich mal angebracht, knapp 300€ für die Docks von anderen finde ich zu teuer.
Wenn man sein Laptop häufig unterwegs mitnimmt und zuhause mehr als nur 1x TFT und 1 Paar Boxen dran hat ist das sicher ziemlich Praktisch!
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