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Ausprobiert: ZBand - Handgelenk-Vibrationswecker fürs Bett

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teaserMit dem ZBand kommt die irische Antwort auf neue Weck-Methoden. Gibt es hierzulande eher deutlich teurere Ausführungen eines Vibrations-Weckers am Handgelenk – oftmals in klobiger Ausführung oder ohne selbst tauschbare, nicht wiederaufladbare Batterie – will man mit dem ZBand einen anderen Weg gehen. Wir haben uns das Gadget angesehen, das mit nur 40 Euro deutlich günstiger ist als die Alternativen.

Das Wecker-Armband trägt man wie eine normale Armbanduhr – die Maße entsprechen auch in etwa der einer Frauen-Uhr, die dickste Stelle hingegen ist etwa doppelt so dick wie der mini-USB-Anschluss, über den sich das ZBand aufladen lässt. Die Uhr kommt in zwei Farben (Schwarz oder Weiß) mit kostenlosem Versand nach Deutschland, bestellt werden kann sie direkt beim Hersteller.

SAM 5023-BorderMaker

Der Tragekomfort des verwendeten Silikonarmbands geht in Ordnung, die Verarbeitung ebenfalls. Etwas angenehmer wäre natürlich ein Armband oder zumindest eine Hülle aus Stoff; diese kann man sich – etwas handwerkliches Geschick vorausgesetzt – aber auch ohne Probleme selbst herstellen, da das Vibrations-Modul aus dem Armband genommen werden kann.

Dies ist auch notwendig, denn etwa alle zehn Tage – je nach Nutzung – muss das Gadget an die Ladung. Darauf hingewiesen wird man durch verschiedene Indikatoren. Eine kurze Vibration in regelmäßigen Abständen und die Verweigerung der Verbindung mit der App stellen klar: Das Gadget hat weniger als 10 Prozent Akkukapazität und sollte möglichst bald wieder aufgeladen werden.

Die Software/App

App? Richtig gehört: Mit Bluetooth ausgestattet lässt sich das ZBand über Android oder Windows Phone (iOS folgt) bzw. ggf. auch über den PC programmieren. Ein kurzer Druck auf den Knopf mit dem Z, schon fängt dieses an, grün zu blinken – der Wecker ist für 90 Sekunden empfangsbereit und kann programmiert werden, danach schaltet er sich aus, um die Batterie zu schonen.

zband pc

Dabei können verschiedene Weckzeiten inklusive der Tage, an denen sie aktiv sein sollen, die Snooze-Zeit sowie die Vibrationsstärke eingestellt werden. Letztere sind dabei jedoch nur global steuerbar. Ein weiterer Nachteil: die Kommunikation mit dem Gadget läuft nur einseitig, programmiert man also den Wecker mit seinem Handy und will am PC etwas ändern, da das Smartphone gerade nicht zur Hand ist, ist dies nicht ohne das Überschreiben sämtlicher Einstellungen (und damit auch die Neueinrichtung aller Einstellungen) zu bewerkstelligen.

zbandges

Weitere Einstellungsmöglichkeiten gibt es nicht. Gewünscht hätten wir uns noch eine bei Weckerstart sanft ansteigende Vibration oder die Akkuwarnung per LED. Auf Nachfrage teilte man uns mit, dass die LED-Benachrichtigung nicht aktiviert wurde, um die Nutzer nicht beim Schlafen zu stören. Zumindest die Wahl hätte man lassen sollen – wer weiß, eventuell kommt dies ja im Laufe der Zeit noch hinzu. Vorteil des Weckers: eine Verbindung nach Programmierung ist nicht mehr vonnöten, das Smartphone kann also außerhalb des Schlafzimmers aufbewahrt und geladen, die Bluetooth-Verbindung wieder deaktiviert werden.

Programmieren per Kabel ist ebenfalls nicht vorgesehen, die USB-Schnittstelle dient lediglich dem Aufladen des Akkus (nicht entnehmbar). Bluetooth ist also Pflicht – wer jedoch ein Android- oder Windows-Phone besitzt, sollte damit keine Probleme haben.

Was man wissen muss

Viel wichtiger als die Verarbeitung oder die App ist das eigentliche Wecken. Was nutzt ein Wecker mit toller Optik und funktionaler App, wenn man nicht wach wird? Der Hersteller beschreibt das ZBand als den „lautlosen Wecker“, der vor allem dafür entwickelt wurde, Paare mit unterschiedlichen Weckzeiten mehr Schlaf zu gönnen. Aber auch andere Anwendungsszenarien, bspw. das Wecken in einem Mehrzimmerbett (Jugendherberge, Hostel) oder die Erinnerung an bestimmte, jeden Tag zur gleichen Zeit wiederkehrende Ereignisse, sind denkbar.

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Eines vorweg: Das Vibrationsarmband weckt. Dennoch gibt es einige Einschränkungen. So ist das Armband bspw. nicht unbedingt für stämmigere Personen geeignet – im Test fiel auf, dass vor allem männliche Personen mit breiteren Handgelenken Probleme bekommen könnten, den Wecker angenehm zu befestigen. Ist er einmal mit den zwei kleinen Wiederhaken in den Löchern befestigt, braucht man aber definitiv keine Angst zu haben, den Wecker zu verlieren. Die Befestigung ist in diesem Fall selbst für Menschen, die sich nachts viel und häufig bewegen, mehr als ausreichend dimensioniert. Wie sich dieser Umstand auf lange Sicht schlägt – nämlich dann, wenn man ein oder zwei Jahre lang immer die gleiche Armbandweite nutzt, wird sich noch zeigen müssen.

Ist das ZBand jedoch angenehm befestigt, spürt man es aufgrund des geringen Gewichtes sowie der kompakten Abmessungen kaum noch.

Das Wecken

Das ZBand ist befestigt, man schläft ein, man träumt, man träumt, man träumt… zzzzzzz… Die eingestellte Weckzeit ist erreicht und das ZBand fängt direkt an, auf entsprechend eingestellter Stärke zu vibrieren – in einem festgelegten Muster. Will man snoozen, genügt ein (für den Tester oftmals viel zu einfacher) Druck auf die in der Mitte des ZBands angebrachte Taste um die voreingestellte Zeit noch etwas zu dösen.

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Wer beim Drücken schon wieder einschläft, hat ein Problem: drei Sekunden genügen, um den Wecker gänzlich zu deaktivieren. Auch hier würden wir uns eine etwas „kompliziertere“ Steuerung für die schwieriger wach zu bekommenden Personen unter uns wünschen. Dennoch: wenn er weckt, dann werden auch sonst nicht so einfach wach zu bekommende Personen wach. Das hat natürlich einen Grund, denn die Vibration ist auf höchster Stufe deutlich zu spüren – und leider auch zu hören. Ganz so lautlos, wie der Hersteller verspricht, ist das ZBand natürlich nicht. Das Geräusch entspricht genau dem, das man auch von Smartphones kennt. Hat man einen sehr leichten Schläfer neben sich, wird dieser alleine vom Geräusch wach. Dass das nicht ganz so schlimm ist, sollte klar sein. Denn spätestens wenn man aufsteht, macht man wohl mehr Geräusche als der Wecker selbst.

Fazit

Das ZBand soll das Wecken verändern und gerade Paaren mit verschiedenen Weckzeiten (Schichtarbeit, etc) ein angenehmeres Aufstehen ermöglichen. Das ist durchaus auch möglich, wenngleich die Vibrationslautstärke entsprechend vorhanden ist. Wird der jeweils andere aber nicht von jedem Geräusch wach, ist das ZBand eine wirklich tolle und vor allem – im Vergleich – günstige Alternative zu anderen Weck-Armbändern.

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Die schlanke Linie, der per mini-USB aufladbare Akku, die Möglichkeit, dem Vibrationsmodul theoretisch ein eigenes Armband zu stricken, die sicherlich noch ausbaufähige App sowie die Idee, die hinter dem ZBand steckt, machen das Gadget auf jeden Fall für alle interessant, die auf der Suche nach alternativen Weckmethoden sind.

Das ZBand kann direkt beim Hersteller für 40 Euro inkl. Versand nach Deutschland bestellt werden – die Bezahlung ist per PayPal möglich.

Eigene Meinung

Ich bin ein Tiefschläfer – wach werde ich oft nur mit hoher Lautstärke. Und selbst dann kann es passieren, dass ich auch den vierten Wecker überhöre. Mit dem ZBand bin ich an den meisten Tagen ohne Probleme wach geworden – angenehmer als die brachiale Lautstärke meines normalen Radioweckers war dies auch. Der Tragekomfort war gut, die Programmierung einfach. Die zu einfachen Snooze- und Ausschalt-Funktionen des Weckers stören mich jedoch etwas, da ich mich so nicht gänzlich auf das Armband verlassen kann: Ich brauche noch zusätzlich einen „Backup“-Wecker – sicher ist sicher. Denn wecken tut das ZBand zwar, aufstehen muss man aber immer noch selbst. (Marc-Georg Pater)

 

Positive Aspekte des ZBand:

  • ordentliche Verarbeitung
  • guter Tragekomfort, schlanke Ausführung
  • per microUSB wiederaufladbar
  • ordentliche Akkulaufzeit
  • einfach bedienbar

Negative Aspekte des ZBand:

  • knappes Armband für große Handgelenke
  • wenig Einstellungsmöglichkeiten
  • nur einseitige Kommunikation

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