ich studiere selbst Wirtschaftsinformatik da mir die reine Informatik zu viel mit Programmieren zutun hatte und ich den Bezug zum Menschen nicht verlieren wollte...
einige meiner kommilitonen aus dem Informatik-Gang haben das bereits nach dem 1. Semester
Ein Informatik-Studium hat kaum etwas mit programmieren zu tun. Es beinhaltet vor allem Mathematik und Logik. Die wichtigsten Sachen, die du beim Informatikstudium brauchst, sind Papier und Kugelschreiber.
Du brauchst weder einen Taschenrechner (man "rechnet" ohnehin nicht mehr), noch einen "eigenen" Computer, die Programmierveranstaltungen sind für jemanden mit grundlegenden Programmierkenntnissen (z.B. Grundkurs Informatik in der Oberstufe) sehr leicht zu schaffen.
Bei Wirtschaftsinformatik werden die schwereren Informatikteile durch BWL ersetzt. Mit mehr Programmieren hat das nichts zu tun.
Kurz zusammenfassend:
Ein Informatikstudium
- besteht v. a. aus Mathematik und Logik.
- man beschäftigt sich nicht mit Programmieren, sondern mit dem Aufbau von Programmiersprachen und wie diese ausgeführt werden
- es geht um Berechenbarkeit, Korrektheit und Komplexität
- es hat überhaupt nichts mit "Informatik-Unterricht" aus der Schule zu tun. Man lernt weder Word noch Windows zu bedienen. Wenn man Word benutzt, wird man höchstens belächelt.
- Windows-Kenntnisse sind höchstens kontraproduktiv (immer wieder lustig zu sehen, wenn die Leute im zweiten Semester mit Windows "mal eben" ein C-Programm kompilieren sollen...)
Das sollte nicht allzu abschreckend wirken, ich möchte nur das klassische Bild eines Informatikstudiums aufräumen, es kommen immer wieder Erstsemester an, die aus allen Wolken fallen, weil es nicht darum geht, Windows zu bedienen, oder irgendwelche Sachen zu programmieren.