Angesichts dieser nur noch drei gewichtigen Anbietern hat sich gemäß Jukan das Marktparadigma vom "Marktanteilskampf" zur "Gewinnmaximierung" verschoben. Deswegen wird der Köder der hochgehenden Speicherpreise nicht mehr in dieser Form aufgenommen, nun hemmungslos neue Speicherfabriken aus dem Boden zu stampfen – so wie dies früher im sogenannten "Speicherzyklus" normal war. Faktisch soll jener Speicherzyklus mit seinem ständigen Wechsel von sehr niedrigen, mit starken roten Zahlen belasteten Speicherpreisen hin vollkommen überhöhten, satte Gewinne verheissenden Speicherpreisen zukünftig vermieden werden.
Behält der Autor hierbei Recht, bedeutet dies auch, dass die Speicherhersteller eher aufpassen werden, nicht zu viele neue Fertigungsanlagen aufzustellen, so dass die Fertigungsmenge regelrecht dauerhaft der Bedarfsmenge hinterherhinkt. Eine Auflösung der aktuellen Speicherkrise liegt somit mitnichten im Sinn der Speicherhersteller, jene verdienen derzeit wirklich golden an den überhöhten und weiter nach oben gehenden Speicherpreisen. Seiteneinsteiger sind hingegen nicht zu befürchten, dafür sind die Investitionskosten auch im Bereich der DRAM/NAND-Fertigung inzwischen (viel) zu hoch.