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[User-Review] [Lesertest] Chieftronic M2 Gaming Cube Review by RcTomcat

RcTomcat

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22.09.2010
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Hi,
und willkommen zu meinem Review des Chieftronic M2 Gehäuses.
Wer etwas weniger lesen möchte kann direkt zum Fazit springen ;)

Inhaltsverzeichnis / Table of Contents



K1Überblick über das Case
Das Chieftronic M2 Gehäuse ist das neuste Case aus dem Hause Chieftronic. Gemäß Datenblatt bietet es die folgenden Features:
ArtikelnummerGM-02B-OP
EAN Code0753263077622
FarbeSchwarz
Material0,8 SPCC und Seitenteile und Oberteil aus gehärtetem Glass
M/B UnterstützungMini ITX, mATX
Abmessungen (TxBxH)398mm x 273mm x 345mm (mit Standfüßen : 10mm)
Gewicht (Netto/Brutto)7.47kg / 8.93kg
Laufwerkseinschübe intern2x 3.5” und 2x 2.5” / 4x 2.5”
NetzteilATX Netzteil (optional, bis zu 160mm Tiefe empfohlen)
Frontanschlüsse2x USB3.0 (USB3.1 Gen 1), 2x USB2.0, Audio-out (AZALIA / HD-Audio), Mic-in
LieferumfangHandbuch, Schraubensatz, 3x 120mm A-RGB Lüfter vorinstalliert, Fernbedienung, abnehmbare Staubfilter, 1x RGB Multifunktions Hub
PCI Slots4
Lüfter
Vorne: 2x 120mm oder 2x 140mm Lüfter oder 280mm Radiator ( 2x120mm Lüfter vorinstalliert )
Hinten: 1x 120mm oder 140mm Lüfter ( 120mm Lüfter vorinstalliert )
Oben: 2x 120mm or 240mm Radiator
CPU Kühler Höhe (max.)200mm
VGA Kartenlänge (max.)340mm

Chieftronic gewährt 24 Monate Garantie und verlangt ungefähr 130 Euro für das Gehäuse.

K2Verpackung & Inhalt (Unboxing)
Das Gehäuse wird in einem braunen Karton geliefert welcher bereits den Inhalt zu erkennen gibt. Im Inneren findet sich dann das Gehäuse samt Zubehör wieder. Dank dem typischen Schaumstoff wird alles sicher am Platz gehalten. Interessant ist der Verzicht auf Plastikfolie bei der Umhüllung des Gehäuses selbst. Hier setzt Chieftronic auf schwarzes Gewebe mit rotem Chieftronic + Logo Aufdruck. Erfrischend anders. Die Umhüllung landete tatsächlich bei mir nicht auf dem Müll sondern wurde als Abdeckung für eine ähnlich große Box zweckentfremdet.


K3Lieferumfang und sonstiges Zubehör
Geliefert wird das M2 mit einem Schraubensatz zur Mainboard und SSD Befestigung, einem kleinen Lautsprecher/ Pieper für das Mainboard, Kabelbinder und einer Fernbedienung für die RGB-Beleuchtung. Eine mehrsprachige Anleitung zur Fernbedienung ist ebenfalls vorhanden, eine Anleitung zum Verbau der PC Komponenten im Gehäuse fehlt. Das Fehlen der Aufbauanleitung hat mich ganz schön Nerven gekostet, dazu aber später mehr.


K4Aufbau des Gehäuses und Besonderheiten
Das M2 möchte Mini ITX oder mATX Boards und normale ATX Netzteile gepaart mit einer bis zu 340mm langen GPU konstant auf Temperatur halten. Zu diesem Zweck sind ab Werk bereits drei 120mm Lüfter verbaut, zwei in der Fron und einer an der Rückseite. Alle drei sind RGB fähig und mit der verbauten Steuerung verbunden. Die Front, Oberseite und Rückseite ist sehr durchlässig gestaltet. An der Front kommt ein Mesh zum Einsatz, die Lüfter sind gut sichtbar dahinter platziert.

Alternativ zu den bereits verbauten 120mm Lüftern lassen sich auch zwei 140mm Lüfter oder ein 280mm Radiator verbauen. An der Oberseite lässt sich ein Teil herausnehmen, darunter ist die Montage von zwei 120mm Lüftern oder einem 240mm Radiator vorgesehen.

Die Rückseite ist durch die horizontale Montage von Mainboard und GPU geprägt- Oberhalb der Erweiterungskartenslots sind zwei gummierte Kabel- / Schlauchdurchlässe sichtbar. Für Wakü-Enthusiasten wie mich ist das immer ein Pluspunkt.

Die Seitenteile des M2 bestehen aus dunkel getöntem Glas, der untere Teil durch ein Stück Stahl komplett undurchsichtig. Durch diese Zweiteilung lassen sich Kabel wunderbar im unteren Bereich des Gehäuses verstecken.
Am Mainboardtray gibt es zwei Kabeldurchführungen, eine davon gummiert. Ansonsten ist eine kleine Vertiefung vorhanden in welche der RGB Controller passt. Ebenso ist ein weiterer Schlauch/Kabeldurchlass vorhanden. Zur einfacheren Montage eines CPU Kühlers wurde eine Aussparung im Tray gelassen. Meiner Meinung nach könnte diese jedoch etwas großzügiger ausfallen, ich konnte keinen meiner Kühler dadurch montieren.


Staubfilter sind abseits des Bodens nicht zu finden. Sowohl Deckel als auch Frontlüfter haben nur das grobmaschige Mesh als Barriere nach außen. Durch den Filter am Boden ist aber zumindest das Netzteil etwas vor Staub geschützt.

K5Verarbeitung und Material
Scharfe Kanten oder Verarbeitungsfehler suchte ich an meinem Testexemplar vergeblich.
Die Seitenteile sind äußerst stabil und bleiben selbst ohne die Thumbscrews an ihrem Platz und kippen einem nicht nach lösen der Schrauben entgegen. Da bin ich von anderen Gehäusen teils anderes gewohnt.
Der Rest des Gehäuses ist ein Mix aus Kunststoff und Metallkorpus. Insgesamt bring das Case laut Hersteller knapp 7,5 Kilo auf die Waage.


K6Wasserkühlungseinbau & Kompatibilität
Teil meines Tests war auch der Einbau einer Wasserkühlung. Eine AiO mit 280mm Radiator lies sich problemlos in der Front verbauen, auch ein noch vorhandener 240mm Radiator fand an der Oberseite Platz. Allzu dick dürfen Radiatoren in der Front jedoch nicht sein, sonst droht die Kollision mit dem Mainboardtray

Mit einem Custom Loop wird es m.M.n aber schnell eng im Case. Ohne HDDs kann die Pumpe unterhalb des Mainboardtrays nahe der Front platziert werden. Eine gummierte Durchführung ist auch an dieser Stelle vorhanden und würde gut zu einer Pumpe an dieser Stelle passen. Ein AGB lässt sich z.B. an den vorderen Lüftern montieren. Alternativ kann man natürlich gleich auf eine Pumpen/AGB Kombo setzen und diese an den Lüftern montieren. Die beiden Durchführungen an der Rückseite ermöglichen die Verwendung von größeren Radiatoren

K7Einbau meines Testsystems
Der Einbau meiner Hardware verlief zunächst denkbar einfach, in 15 Minuten waren Mainboard, PSU, GPU und HDD verbaut. Der Einbau der SSDs scheiterte dann jedoch an meiner Erfahrung mit dem von Chieftronic vorgesehenen System. Aufgrund der fehlenden Anleitung und dem erst kürzlich erfolgten Release des Gehäuses konnte ich auch nicht mal eben spicken. Zunächst befragte ich die anderen Lesertester aus dem HWLuxx. Die beiden anderen Tester hatten jedoch noch nicht ihre SSDs verbaut bzw. dies gar nicht vor. Auch online war keine Anleitung abseits der Fernbedienungserklärung zu finden. Eine Anfrage an Chieftronic via deren Webformular wurde innerhalb von drei Tagen mit einer Rückfrage hinsichtlich meiner genauen Frage beantwortet. Nach erneuter Erklärung meines Problems wurde mir dann aber meine bereits gefundene Lösung bestätigt.

Die SSDs werden beim M2 mit Gummipuffern im SSD Käfig fixiert. Mein Fehler lag schlicht darin die Gummipuffer falsch herum montieren zu wollen…..die breite Seite der Puffer soll zur SSD hin zeigen. Dann lässt sich das auch einfach verbauen. Keines meiner Gehäuse hatte bisher ein derartiges Montagesystem, noch dazu bin ich technisch nicht ganz unbegabt (zumindest bilde ich mir das ein 😉 ).

Chieftronic sollte an dieser Stelle schlicht die Anleitung um eine halbe Seite „How to mount your SSD“ ergänzen. Die HDD wurde werkzeuglos eingebaut und entkoppelt.
Die Lüftersteuerung fand bei mir unterhalb des HDD Käfigs ihren Platz, alternativ kann diese in einer kleinen Vertiefung auf dem Mainboardtray untergebracht werden. Die Steuerung ist magnetisch und bedarf daher keiner weiteren Hilfsmittel zur Fixierung.

K8Kabelmanagement
Das Kabelmanagement ist sehr einfach gestaltet. Aufgrund der horizontalen Ausrichtung des Mainboards gibt es keine Rückwand, beide Seitenteile sind durchsichtig. Alle Kabel können daher nur unterhalb des Mainboardtrays verlegt werden, ein anderer Platz ist nicht vorgesehen. Die Ausschnitte im Tray sind auch nicht ideal platziert. In meinem Fall mussten mehrere Kabel halb um das Board gelegt werden wodurch viele Kabel schlicht deutlich sichtbar bleiben. Gerade bei der Verwendung von kleineren Mainboards wäre ein weiterer Ausschnitt auf der Seite durchaus wünschenswert gewesen. So müssen USB- und Audioanbindung leider von vorne um das Mainboard gelegt werden. Die Verwendung von einem Netzteil mit modularem Aufbau ist empfehlenswert da dadurch das Kabelchaos im unteren Bereich von vornherein reduziert werden kann. In meinem Fall kam ein Netzteil ohne dieses Feature zum Einsatz.
Sobald eine längere Grafikkarte verbaut wird dürfte der Blick auf die Kabel welche oberhalb des Trays verlaufen auch weiter eingeschränkt werden.

Generell muss auf die Länge des Netzteils geachtet werden, der Platz ist deutlich limitiert. Der Empfehlung von 160mm Länge sollte man Folge leisten.

K9Beurteilung der Temperaturen im Case / Lautstärke der Kühlung (subjektiv)
Die Temperaturen im Gehäuse selbst sind durchweg als gut zu bezeichnen. Dank der vielen Öffnungen und den drei vorinstallierten Lüftern ist eine Überhitzung eigentlich ausgeschlossen. Die Luft kann naehzu ungehindert von der Front durch den CPU Kühler und abschließend durch den rückwärtigen Lüfter strömen.
Keiner der Lüfter ist als laut zu bezeichnen, die Lüftersteuerung via der Fernbedienung funktionierte zuverlässig. Ich konnte auf der niedrigesten der drei Stufen lediglich ein leichtes Rauschen vernehmen. Ein Minuspunkt ist jedoch die Kompatibilität der Steuerung zu anderen Lüftern. Es werden keine Standard Anschlüsse verwendet, damit können viele Lüfter schlicht nicht an der Steuerung angeschlossen werden.

K10RGB

Alle drei verbauten Lüfter sind RGB fähig und können via der Fernbedienung oder einer kleinen Taste am IO Panel oberhalb des Einschaltknopfes gesteuert werden. Seltener werden die drei Tasten am Controller selbst verwendet werden. Kaum jemand wird extra das Case öffnen nur um eine Einstellung zu ändern.
Bei Bedarf lässt sich die Beleuchtung auch komplett deaktivieren. Je nach persönlicher Vorliebe lassen sich einzelne Farben, Farbwechsel in verschiedenen Geschwindigkeiten oder auch Mehrfarben-/Regenbogen-/Blinkeffekte auswählen. Ohne Beleuchtung sind die Seitenscheiben nahezu undurchsichtig, aktiviert man die LEDs so wird der Blick auf die verbaute Hardware frei.




K11Vergleich zum ursprünglichen Bitfenix Prodigy
Einer der Gründe warum ich mich auf den Lesertest beworben hatte war das Alter meines Bitfenix Prodigy. Die Softtouch Oberfläche wurde nach all den Jahren „klebrig“ und war nicht mehr zu reinigen. Das M2 verzichtet auf diese Art von Material, alle Oberflächen sind einfach zu reinigen. Lediglich mit Fingerabdrücken/ Nasenabdrücken von Hunden auf den Glasflächen werde ich leben müssen 😉
Temperaturtechnisch meine ich eine leichte Verbesserung messen zu können. Da meine Hardware aber bei weitem keines der beiden Gehäuse an das Limit der Kühlleistung bringen kann mag diese Beobachtung auch nur Einbildung sein.
Meine Wahl fällt trotzdem auf das Chieftronic M2.

K12Fazit
Das Chieftronic M2 ist ein Case welches durchweg als schick zu bezeichnen ist. Mir persönlich gefällt die Optik aus Glas, edlen Standfüßen und RGB durchweg gut. Bei Bedarf lässt sich die Beleuchtung einfach deaktivieren oder die Farbe/ der Effekt an die aktuelle Vorliebe anpassen. Stichwort Effekte: Gelegentlich erscheinen mir die Übergänge wenig flüssig oder gar stotternd/abgehackt. Da ich aber so oder so statische Farben bevorzuge ist das für mich kein großes Problem.
Das M2 macht vieles richtig und ist ein gutes Gehäuse mit der Möglichkeit eine Wasserkühlung zu verbauen. Der aktuelle Marktpreis ist m.M.n mangels Staubfilter (abseits des Bodens) und aktueller Anschlüsse wie USB Type C noch etwas hoch gegriffen und sollte ein wenig fallen.

Ebenso sollte eine kleine Kurzanleitung zur Montage von Hardware beigelegt werden. Gerade bei Erstkäufern könnte sonst schnell Frust aufkommen wenn nicht klar ist welche Teile wo befestigt werden müssen.
Mein Dank gilt dem Hardwareluxx Team und Chieftronic für die Möglichkeit das M2 testen zu dürfen.
 
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Strikeeagle1977

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02.09.2019
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Ort
421**, wo die U-Bahn an der Decke hängt
Hallo 2-3 Fragen dazu

Wie bewertest Du den Einbau gegenüber dem Bitfenix Prodigy M 2022? Sind ja andere Innenraumkonzepte aber beides µATX Gehäuse.

In den Bildern kann ich bes nicht genau erkennen, aber sind alle Festplatten entkoppelt? Wo werden die 2,5" resp SSDs verbaut?

Noch eine Frage abseits des Gehäuses, wie bekommt man die Links im Inhaltverzeichnis hin, dass man zum Abschnitt springt? Das finde ich 1A !

Danke
 
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