FirstAid
Enthusiast
Thread Starter
- Mitglied seit
- 02.06.2018
- Beiträge
- 1.724
Einleitung
Es ist noch gar nicht mal so lange her, da haben die sogenannten Netbooks eine Nische an zahlreichen Universitäten eingenommen, weil sie erstens leichter und handlicher waren als die damaligen Notebooks.
Heutzutage dominieren dünne Notebooks die Universitätslandschaft. Durch den Trend, auf Papier zu verzichten, unter anderem wegen Umweltaspekten, und in Verbindung damit, dass viele Publikationen mittlerweile auch in Form von PDFs erhältlich sind, haben sich Tablets etabliert. Sie sind sehr handlich, leichter als die leichtesten Notebooks und klein genug, sodass sie beim Transport zwischen den Campussen keine Mühe machen. Zudem eignen sie sich besser zum Lesen von PDFs, da sie sich aufgrund ihres Designs vertikal halten lassen und so der Form eines Buches am nächsten kommen. Die intuitive Haptik, wie zum Beispiel das Umblättern der PDFs durch die Wischgeste oder das Zoomen durch das Spreizen der Finger, ähnelt der Interaktion mit Papier. Auch Annotationen können mithilfe eines Stiftes direkt in den PDFs erfolgen, was dem Schreiben auf Papier sehr ähnelt. Und wo wir gerade beim Papier sind: Diesen Effekt möchte Huawei beim aktuellen MatePad 11.5 2025 mit seinem PaperMatte-Display noch weiter verstärken. Das besagte Display soll Reflexionen bei ungünstigen Lichtbedingungen minimieren und das Lesen erleichtern. All diese positiven Eigenschaften sollen zu einem günstigen Straßenpreis von zirka 349,– € zu haben sein.
Ob das zu einem so günstigen Preis überhaupt möglich ist? Um diese Frage zu klären, muss man die Geschichte des Firmengründers von Huawei kennen.
Eine kurze Einführung zur Entstehung von HUAWEI
Der Gründer von Huawei, Herr Ren Zhengfei, kam zu einer Zeit auf die Welt, als Hungersnot und Kulturrevolution in China vorherrschten. Aufgewachsen ist er in einer kleinen Stadt, in der die Einwohner alle sehr arm waren. Im Gegensatz zu ihren Nachbarn konnten seine Eltern, die von Beruf Lehrer waren, sich Salz leisten, um das Essen zu würzen. Das war der einzige Luxus, den er mit seinen sechs Geschwistern hatte. Nach seinem Militärdienst hatten Menschen wie Herr Ren Zhengfei es sehr schwer, sich in der Marktwirtschaft zurechtzufinden, da sie sich zu sehr auf die Planwirtschaft verlassen hatten. 1987, im Alter von 44 Jahren, gründete Herr Ren Zhengfei Huawei in einer Wohnung in Shenzhen und verkaufte Wechselschalter, die in Hongkong hergestellt wurden. Nachdem Huawei nicht mehr mit Waren beliefert wurde, begann das Unternehmen, selbst Kommunikationsprodukte zu entwickeln. Mittlerweile entspricht der Forschungscampus der Firma Huawei etwa 200 Fußballfeldern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 200.000 Menschen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Euro.
Trotz des Erfolges hat der Firmengründer seine Herkunft nie geleugnet oder gar vergessen. Dies könnte einer der Gründe sein, weshalb er möglichst viele Gesellschaftsschichten mit Produkten zu einem bezahlbaren Preis bedienen möchte.
Technische Spezifikationen des HUAWEI Matepad 11.5 2025 laut Herstellerangaben!
Lieferumfang:
Tablet (integrierter Akku) × 1
Typ-C Kabel × 1
Schnellstartanleitung × 1
Garantiekarte × 1
Poliertuch × 1
Ersteindruck
Die Verarbeitungsqualität ist nicht zu beanstanden; das Gerät wirkt auf den ersten Blick sehr wertig und fühlt sich auch so an, da die Gehäuserückseite aus Metall gefertigt ist. Besonders der Lieferumfang weiß zu gefallen, da ein mitgeliefertes Netzteil in der heutigen Zeit eher die Ausnahme darstellt. Auch an ein Poliertuch hat die Firma HUAWEI gedacht, besonders wenn man bedenkt, dass ein vergleichbares Tuch bei den Mitbewerbern der Marke mit der Apfelfrucht gut 25,– € kostet.
Zusätzlich zum Tablet hatte ich das Smart Keyboard und den M-Pencil erhalten. Die beiden Geräte verfügen über einen eigenen Akku, der über das Tablet aufgeladen wird.
Der M-Pencil der dritten Generation macht einen sehr wertigen Eindruck. Im Lieferumfang war zudem eine zusätzliche Schreibmine vorhanden. Mithilfe dieses Stiftes kann man je nach Mine schreiben, zeichnen oder schraffieren; damit wird so ziemlich jeder Anwendungsbereich abgedeckt.
Erstinbetriebnahme
Nach dem Einschalten wird man mit einem lauten HUAWEI-Klang überrascht, den man in den Einstellungen wahlweise auch abstellen kann. Von der ersten Sekunde bis zum Ende der Einrichtung habe ich 7 Prozent der Akkukapazität in Anspruch genommen, wobei ich mir allerdings sehr viel Zeit gelassen habe. Es war für mich tatsächlich Neuland, da ich zuvor noch nie ein Tablet benutzt hatte. Zudem hatte ich die seit 2019 bestehenden US-Sanktionen gegen HUAWEI-Geräte im Hinterkopf, aufgrund derer technische Geräte wie Smartphones, Smartwatches und unter anderem Tablets ohne Google-Dienste (GMS) ausgeliefert werden.
Als Neuling sah ich mich mit der vermeintlichen Herausforderung konfrontiert, den alternativen Aurora Store mithilfe von MicroG einzurichten. Die Firma HUAWEI hatte jedoch in weiser Voraussicht eine Kurzanleitung auf der Einschweißfolie des Tablets angebracht. Über den QR-Code ließ sich der Aurora Store mit MicroG sehr komfortabel installieren. Dennoch möchte ich betonen, dass man die einzelnen Buttons auf dem Display zum Teil suchen musste, da diese meiner Ansicht nach teilweise zu weit auseinanderlagen.
Wer noch nie etwas von MicroG gehört haben sollte: Es handelt sich um ein Open-Source-Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Dieses quelloffene Projekt soll die proprietären Google-Play-Dienste simulieren, damit Apps, die diese benötigen, auch weiterhin funktionieren. Im Unterschied zu Google werden Datenströme reduziert, wodurch der Datenschutz erhöht wird. Es hat mit den US-Sanktionen gegen HUAWEI direkt nichts zu tun, da das Projekt bereits zwei Jahre vor den Sanktionen gestartet wurde.
Beim Aurora Store handelt es sich ebenfalls um eine Open-Source-Alternative zum Google Play Store. Beides zusammen ermöglicht es, bis auf wenige Ausnahmen die Apps, die man eigentlich über Google Play bezieht, auch auf HUAWEI-Geräten zu nutzen.
Ergonomie des Smart Keyboard und Komfort der Bedienung
Die Ergonomie des Smart Keyboard ist erstaunlich gut! Da die Tastatur so flach ist, hatte ich anfangs Bedenken, ob der Druckweg der einzelnen Tasten zu kurz sein könnte und das Arbeiten eine längere Eingewöhnungszeit erfordern würde. Der Druckweg war jedoch gerade noch gut, der Klang der einzelnen Tasten ist in Ordnung und das Tippgefühl war ordentlich, es fühlte sich gut an. Das Arbeiten an Office-Dokumenten ging sehr komfortabel vonstatten. Man muss hier bedenken, dass das Schreiben auf einem 11,5-Zoll-Display geschieht, trotzdem war die Übersicht gegeben und es fühlte sich nicht alles zu klein an.
Ein gutes Arbeiten am Gerät ist auf jeden Fall möglich. Der festgelegte Winkel des Displays ist überraschend gut gewählt, hier hat die Entwicklungsabteilung von HUAWEI sehr gute Arbeit geleistet.
Das mitgelieferte WPS-Office tut ebenfalls seinen Dienst.
Qualität der Kamera
Für Videokonferenzen oder Online-Vorlesungen ist die Kameraausstattung ideal und vollkommen ausreichend. Auch unterstützende Online-Tools für Vorträge wie Kahoot, Mentimeter, Wooclap, Slido, Quizizz, Padlet und QuizAcademy (Letztere zeichnet sich durch guten Datenschutz aus) können mithilfe der Kamera via QR-Code in Vorlesungen an Universitäten oder bei der Arbeit genutzt werden. Diese Tools ermöglichen es Referenten, die Teilnehmer aktiv in die Vorträge zu integrieren, dies dient nicht nur der Auflockerung, sondern auch der Kollaboration in Veranstaltungen.
Schnappschüsse von der Beamerwand für die Nachbearbeitung zu Hause stellen für die 13-Megapixel-Kamera kein Problem dar. So ehrlich sollte man jedoch sein: Die integrierte Kamera kann sich nicht mit heutigen Mittelklasse-Smartphones und erst recht nicht mit Oberklasse-Geräten messen. Wer diesen Anspruch an ein Tablet hat, ist in dieser Preisklasse falsch.
Qualität der Boxen
Um die Qualität der vier Lautsprecher (jeweils zwei an einer Seite) zu testen, wurden diverse YouTube-Musikvideos abgespielt. Die Raumlautstärke lag bei 30,1 Dezibel. Bei maximaler Lautstärke erreichte der Wert 90,4 Dezibel. Je nach Musiktitel variierte die maximale Lautstärke ein wenig. Die Tonwiedergabe war durchgehend gut, wobei subjektiv gesehen die Klarheit bei zirka 90 % der möglichen Lautstärke am besten war. Mit dem Tablet lässt sich überraschend laut Musik hören, dennoch ist es ratsam, die Lautstärke bei ungefähr 70 % zu belassen, da der Klang ab diesem Wert noch ein wenig ausgewogener ist.
Raumlautstärke: 30,1 dB
Maximale Lautstärke der Boxen: 90,4 dB
Bildqualität
Bei der Bildqualität konnte man schon beim Einschalten sehen, dass sie nicht für professionelle Bildbearbeitung geeignet ist. Dies ist sicherlich dem Einsatzzweck des Displays geschuldet. Es handelt sich schließlich um ein PaperMatte-Display, das primär die Sichtbarkeit auch bei hoher Helligkeit ermöglichen soll. Es soll störende Reflexionen weitgehend vermindern und stellt dadurch für „Bücherwürmer“, Professoren und angehende Wissenschaftler ein interessantes Produkt dar.
Leider war das Kalibriergerät nicht mit dem HUAWEI-Tablet kompatibel, was aber vernachlässigbar ist. Subjektiv gesehen erfüllt die Displayqualität die Anforderungen an ein Tablet für die Arbeit oder das Studium voll und ganz.
Gaming
Beim Geekbench 6 GPU-Test erzielte das HUAWEI MatePad 11.5 2025 einen Wert von 2259, während der CPU-Single-Core-Wert bei 1307 und der Multi-Core-Wert bei 3606 lag. Diese Werte sind für sich genommen nur mittelmäßig. In der Praxis liefen sämtliche Anwendungen jedoch sehr flüssig, es gab keinen Moment, in dem der Bildschirm ruckelte oder hakte.
In Spielen wie Boxes: Lost Fragments ruckelte das Spiel bei der Qualitätseinstellung „Hoch“ ein wenig, war aber noch gut spielbar. In der Einstellung „Niedrig“ lief das Spiel sehr flüssig, wobei die Optik dennoch sehr gut blieb. Es handelt sich hierbei um ein aktuelles Spiel. Zwischen zwei Vorlesungen, auf Zugreisen oder während einer größeren Pause lässt sich die Zeit somit gut mit Gaming überbrücken. Spielen ist bei diesem Tablet möglich, nur eben nicht immer in der höchsten Einstellung.
Fazit
Für Studenten, Professoren oder Bücherwürmer ist dieses günstige Tablet sehr empfehlenswert. Es ist sehr leicht, wodurch auch ein längerer Transport mühelos gelingt. Besonders Studenten kennen die Situation, wenn sie an einer Universität schnell den Campus wechseln müssen, und so ein Uni-Tag kann sehr lang sein. Dies gilt natürlich auch für Nutzer, die ein solches Tablet primär zum Lesen oder für kleine Spiele verwenden wollen.
Auch Berufstätige, die ein preiswertes Tablet für die Arbeit suchen, können hier bedenkenlos zugreifen.
Dank MicroG und dem Aurora Store wird Google Play nur selten vermisst. Es gibt sicherlich einige wenige Apps, wie zum Beispiel 3DMark, die nicht laufen wollten, aber die Mehrheit der Anwendungen funktioniert dank MicroG tadellos.
HUAWEI hat seine Apps und das Zubehör, wie den M-Pencil, sehr gut auf das Tablet abgestimmt. Im Vergleich mit den teuren Produkten der Marke mit dem Apfel schneidet das HUAWEI-Tablet sehr gut ab, denn besonders der M-Pencil der dritten Generation steht seinen Mitbewerbern in nichts nach. Einfach gut.
Als Nutzer bekommt man für wenig Geld ein Produkt, das in Sachen Preis-Leistung keine Konkurrenz fürchten muss.
Es ist noch gar nicht mal so lange her, da haben die sogenannten Netbooks eine Nische an zahlreichen Universitäten eingenommen, weil sie erstens leichter und handlicher waren als die damaligen Notebooks.
Heutzutage dominieren dünne Notebooks die Universitätslandschaft. Durch den Trend, auf Papier zu verzichten, unter anderem wegen Umweltaspekten, und in Verbindung damit, dass viele Publikationen mittlerweile auch in Form von PDFs erhältlich sind, haben sich Tablets etabliert. Sie sind sehr handlich, leichter als die leichtesten Notebooks und klein genug, sodass sie beim Transport zwischen den Campussen keine Mühe machen. Zudem eignen sie sich besser zum Lesen von PDFs, da sie sich aufgrund ihres Designs vertikal halten lassen und so der Form eines Buches am nächsten kommen. Die intuitive Haptik, wie zum Beispiel das Umblättern der PDFs durch die Wischgeste oder das Zoomen durch das Spreizen der Finger, ähnelt der Interaktion mit Papier. Auch Annotationen können mithilfe eines Stiftes direkt in den PDFs erfolgen, was dem Schreiben auf Papier sehr ähnelt. Und wo wir gerade beim Papier sind: Diesen Effekt möchte Huawei beim aktuellen MatePad 11.5 2025 mit seinem PaperMatte-Display noch weiter verstärken. Das besagte Display soll Reflexionen bei ungünstigen Lichtbedingungen minimieren und das Lesen erleichtern. All diese positiven Eigenschaften sollen zu einem günstigen Straßenpreis von zirka 349,– € zu haben sein.
Ob das zu einem so günstigen Preis überhaupt möglich ist? Um diese Frage zu klären, muss man die Geschichte des Firmengründers von Huawei kennen.
Eine kurze Einführung zur Entstehung von HUAWEI
Der Gründer von Huawei, Herr Ren Zhengfei, kam zu einer Zeit auf die Welt, als Hungersnot und Kulturrevolution in China vorherrschten. Aufgewachsen ist er in einer kleinen Stadt, in der die Einwohner alle sehr arm waren. Im Gegensatz zu ihren Nachbarn konnten seine Eltern, die von Beruf Lehrer waren, sich Salz leisten, um das Essen zu würzen. Das war der einzige Luxus, den er mit seinen sechs Geschwistern hatte. Nach seinem Militärdienst hatten Menschen wie Herr Ren Zhengfei es sehr schwer, sich in der Marktwirtschaft zurechtzufinden, da sie sich zu sehr auf die Planwirtschaft verlassen hatten. 1987, im Alter von 44 Jahren, gründete Herr Ren Zhengfei Huawei in einer Wohnung in Shenzhen und verkaufte Wechselschalter, die in Hongkong hergestellt wurden. Nachdem Huawei nicht mehr mit Waren beliefert wurde, begann das Unternehmen, selbst Kommunikationsprodukte zu entwickeln. Mittlerweile entspricht der Forschungscampus der Firma Huawei etwa 200 Fußballfeldern. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 200.000 Menschen und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Euro.
Trotz des Erfolges hat der Firmengründer seine Herkunft nie geleugnet oder gar vergessen. Dies könnte einer der Gründe sein, weshalb er möglichst viele Gesellschaftsschichten mit Produkten zu einem bezahlbaren Preis bedienen möchte.
Technische Spezifikationen des HUAWEI Matepad 11.5 2025 laut Herstellerangaben!
| Größe | |
| Höhe: | 177,53 mm |
| Breite: | 262,63 mm |
| Dicke: | 6,1 mm |
| Gewicht: | 515G |
| Displaygröße: | 11,5 zoll |
| Auflösung: | 2.456 × 1.600 |
| Bildwiederholrate: | max. 120Herz |
| Bildtechnik: | IPS |
| Betriebssystem: | HarmonyOS 4.3 |
| RAM: | 8GB |
| Festplatte: | 128 bis 256GB, je nach Modell |
| Rückkamera: | 13 Megapixel |
| Frontkamera: | 8 Megapixel |
| Akkukapazität: | 10.100 mAh (typischer Wert) |
| Anschluss: | Ein Typ-C, USB 2.0 |
| Bluetooth: | 5.2 |
| Wi-Fi: | 802.11a/b/g/n/ac/ax, 2 × 2 MIMO |
| Boxen: | 4 |
| Mikrofone: | 2 |
Lieferumfang:
Tablet (integrierter Akku) × 1
Typ-C Kabel × 1
Schnellstartanleitung × 1
Garantiekarte × 1
Poliertuch × 1
Ersteindruck
Die Verarbeitungsqualität ist nicht zu beanstanden; das Gerät wirkt auf den ersten Blick sehr wertig und fühlt sich auch so an, da die Gehäuserückseite aus Metall gefertigt ist. Besonders der Lieferumfang weiß zu gefallen, da ein mitgeliefertes Netzteil in der heutigen Zeit eher die Ausnahme darstellt. Auch an ein Poliertuch hat die Firma HUAWEI gedacht, besonders wenn man bedenkt, dass ein vergleichbares Tuch bei den Mitbewerbern der Marke mit der Apfelfrucht gut 25,– € kostet.
Zusätzlich zum Tablet hatte ich das Smart Keyboard und den M-Pencil erhalten. Die beiden Geräte verfügen über einen eigenen Akku, der über das Tablet aufgeladen wird.
Der M-Pencil der dritten Generation macht einen sehr wertigen Eindruck. Im Lieferumfang war zudem eine zusätzliche Schreibmine vorhanden. Mithilfe dieses Stiftes kann man je nach Mine schreiben, zeichnen oder schraffieren; damit wird so ziemlich jeder Anwendungsbereich abgedeckt.
Erstinbetriebnahme
Nach dem Einschalten wird man mit einem lauten HUAWEI-Klang überrascht, den man in den Einstellungen wahlweise auch abstellen kann. Von der ersten Sekunde bis zum Ende der Einrichtung habe ich 7 Prozent der Akkukapazität in Anspruch genommen, wobei ich mir allerdings sehr viel Zeit gelassen habe. Es war für mich tatsächlich Neuland, da ich zuvor noch nie ein Tablet benutzt hatte. Zudem hatte ich die seit 2019 bestehenden US-Sanktionen gegen HUAWEI-Geräte im Hinterkopf, aufgrund derer technische Geräte wie Smartphones, Smartwatches und unter anderem Tablets ohne Google-Dienste (GMS) ausgeliefert werden.
Als Neuling sah ich mich mit der vermeintlichen Herausforderung konfrontiert, den alternativen Aurora Store mithilfe von MicroG einzurichten. Die Firma HUAWEI hatte jedoch in weiser Voraussicht eine Kurzanleitung auf der Einschweißfolie des Tablets angebracht. Über den QR-Code ließ sich der Aurora Store mit MicroG sehr komfortabel installieren. Dennoch möchte ich betonen, dass man die einzelnen Buttons auf dem Display zum Teil suchen musste, da diese meiner Ansicht nach teilweise zu weit auseinanderlagen.
Wer noch nie etwas von MicroG gehört haben sollte: Es handelt sich um ein Open-Source-Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Dieses quelloffene Projekt soll die proprietären Google-Play-Dienste simulieren, damit Apps, die diese benötigen, auch weiterhin funktionieren. Im Unterschied zu Google werden Datenströme reduziert, wodurch der Datenschutz erhöht wird. Es hat mit den US-Sanktionen gegen HUAWEI direkt nichts zu tun, da das Projekt bereits zwei Jahre vor den Sanktionen gestartet wurde.
Beim Aurora Store handelt es sich ebenfalls um eine Open-Source-Alternative zum Google Play Store. Beides zusammen ermöglicht es, bis auf wenige Ausnahmen die Apps, die man eigentlich über Google Play bezieht, auch auf HUAWEI-Geräten zu nutzen.
Ergonomie des Smart Keyboard und Komfort der Bedienung
Die Ergonomie des Smart Keyboard ist erstaunlich gut! Da die Tastatur so flach ist, hatte ich anfangs Bedenken, ob der Druckweg der einzelnen Tasten zu kurz sein könnte und das Arbeiten eine längere Eingewöhnungszeit erfordern würde. Der Druckweg war jedoch gerade noch gut, der Klang der einzelnen Tasten ist in Ordnung und das Tippgefühl war ordentlich, es fühlte sich gut an. Das Arbeiten an Office-Dokumenten ging sehr komfortabel vonstatten. Man muss hier bedenken, dass das Schreiben auf einem 11,5-Zoll-Display geschieht, trotzdem war die Übersicht gegeben und es fühlte sich nicht alles zu klein an.
Ein gutes Arbeiten am Gerät ist auf jeden Fall möglich. Der festgelegte Winkel des Displays ist überraschend gut gewählt, hier hat die Entwicklungsabteilung von HUAWEI sehr gute Arbeit geleistet.
Das mitgelieferte WPS-Office tut ebenfalls seinen Dienst.
Qualität der Kamera
Für Videokonferenzen oder Online-Vorlesungen ist die Kameraausstattung ideal und vollkommen ausreichend. Auch unterstützende Online-Tools für Vorträge wie Kahoot, Mentimeter, Wooclap, Slido, Quizizz, Padlet und QuizAcademy (Letztere zeichnet sich durch guten Datenschutz aus) können mithilfe der Kamera via QR-Code in Vorlesungen an Universitäten oder bei der Arbeit genutzt werden. Diese Tools ermöglichen es Referenten, die Teilnehmer aktiv in die Vorträge zu integrieren, dies dient nicht nur der Auflockerung, sondern auch der Kollaboration in Veranstaltungen.
Schnappschüsse von der Beamerwand für die Nachbearbeitung zu Hause stellen für die 13-Megapixel-Kamera kein Problem dar. So ehrlich sollte man jedoch sein: Die integrierte Kamera kann sich nicht mit heutigen Mittelklasse-Smartphones und erst recht nicht mit Oberklasse-Geräten messen. Wer diesen Anspruch an ein Tablet hat, ist in dieser Preisklasse falsch.
Qualität der Boxen
Um die Qualität der vier Lautsprecher (jeweils zwei an einer Seite) zu testen, wurden diverse YouTube-Musikvideos abgespielt. Die Raumlautstärke lag bei 30,1 Dezibel. Bei maximaler Lautstärke erreichte der Wert 90,4 Dezibel. Je nach Musiktitel variierte die maximale Lautstärke ein wenig. Die Tonwiedergabe war durchgehend gut, wobei subjektiv gesehen die Klarheit bei zirka 90 % der möglichen Lautstärke am besten war. Mit dem Tablet lässt sich überraschend laut Musik hören, dennoch ist es ratsam, die Lautstärke bei ungefähr 70 % zu belassen, da der Klang ab diesem Wert noch ein wenig ausgewogener ist.
Raumlautstärke: 30,1 dB
Maximale Lautstärke der Boxen: 90,4 dB
Bildqualität
Bei der Bildqualität konnte man schon beim Einschalten sehen, dass sie nicht für professionelle Bildbearbeitung geeignet ist. Dies ist sicherlich dem Einsatzzweck des Displays geschuldet. Es handelt sich schließlich um ein PaperMatte-Display, das primär die Sichtbarkeit auch bei hoher Helligkeit ermöglichen soll. Es soll störende Reflexionen weitgehend vermindern und stellt dadurch für „Bücherwürmer“, Professoren und angehende Wissenschaftler ein interessantes Produkt dar.
Leider war das Kalibriergerät nicht mit dem HUAWEI-Tablet kompatibel, was aber vernachlässigbar ist. Subjektiv gesehen erfüllt die Displayqualität die Anforderungen an ein Tablet für die Arbeit oder das Studium voll und ganz.
Gaming
Beim Geekbench 6 GPU-Test erzielte das HUAWEI MatePad 11.5 2025 einen Wert von 2259, während der CPU-Single-Core-Wert bei 1307 und der Multi-Core-Wert bei 3606 lag. Diese Werte sind für sich genommen nur mittelmäßig. In der Praxis liefen sämtliche Anwendungen jedoch sehr flüssig, es gab keinen Moment, in dem der Bildschirm ruckelte oder hakte.
In Spielen wie Boxes: Lost Fragments ruckelte das Spiel bei der Qualitätseinstellung „Hoch“ ein wenig, war aber noch gut spielbar. In der Einstellung „Niedrig“ lief das Spiel sehr flüssig, wobei die Optik dennoch sehr gut blieb. Es handelt sich hierbei um ein aktuelles Spiel. Zwischen zwei Vorlesungen, auf Zugreisen oder während einer größeren Pause lässt sich die Zeit somit gut mit Gaming überbrücken. Spielen ist bei diesem Tablet möglich, nur eben nicht immer in der höchsten Einstellung.
Fazit
Für Studenten, Professoren oder Bücherwürmer ist dieses günstige Tablet sehr empfehlenswert. Es ist sehr leicht, wodurch auch ein längerer Transport mühelos gelingt. Besonders Studenten kennen die Situation, wenn sie an einer Universität schnell den Campus wechseln müssen, und so ein Uni-Tag kann sehr lang sein. Dies gilt natürlich auch für Nutzer, die ein solches Tablet primär zum Lesen oder für kleine Spiele verwenden wollen.
Auch Berufstätige, die ein preiswertes Tablet für die Arbeit suchen, können hier bedenkenlos zugreifen.
Dank MicroG und dem Aurora Store wird Google Play nur selten vermisst. Es gibt sicherlich einige wenige Apps, wie zum Beispiel 3DMark, die nicht laufen wollten, aber die Mehrheit der Anwendungen funktioniert dank MicroG tadellos.
HUAWEI hat seine Apps und das Zubehör, wie den M-Pencil, sehr gut auf das Tablet abgestimmt. Im Vergleich mit den teuren Produkten der Marke mit dem Apfel schneidet das HUAWEI-Tablet sehr gut ab, denn besonders der M-Pencil der dritten Generation steht seinen Mitbewerbern in nichts nach. Einfach gut.
Als Nutzer bekommt man für wenig Geld ein Produkt, das in Sachen Preis-Leistung keine Konkurrenz fürchten muss.
Zuletzt bearbeitet: