Entwickler-Notebook

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01.12.2020
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Franken
Hallo Miteinander,

ich bin aktuell auf der Suche nach einem neuen Entwicklungs-Notebook.

Ich entwickle beruflich Enterprise Anwendungssoftware und Dienste auf Windows Plattformen mit Visual Studio / .NET. Diese Software besteht zum Teil aus riesigen Solutions - das Kompilieren der Hauptanwendung z.B. dauert auf meinem Desktop mit R9 5950x + Samsung EVO SSD bis zu 30 Minuten. Das Öffnen & komplett fertig laden einiger Solutions in VS mit Resharper dauert zum Teil Minuten (bei den ganz üblen Sachen :sneaky:) Das Notebook soll ausschließlich für diesen Zweck dienen.

1. Budget?
<= 3000 Euro

2. Wann soll die Anschaffung erfolgen?
Noch innerhalb des aktuellen Kalenderjahres, es sei denn die ultimative CPU Generation steht kurz vor Release o.ä. und man sollte noch warten

3. Möchtest du mit dem Notebook spielen? Wenn ja, was?
maximal Civ 6 auf Geschäftsreisen - gern mit grafischen Abstrichen

4. Möchtest du das Notebook für Bild-/Musik-/Videobearbeitung oder ähnlich nutzen? Als Hobby oder bist du Profi? Welche Software wirst du nutzen?
Es werden im Rahmen von Software-Tests einer proprietären Software Bilder und Videos re-kodiert - auch für Streaming - primär H.264 und VP8 / VP9 - für H.264 sollte auf jeden Fall HW De- & Encoder + dedizierte GPU zur Verfügung stehen

5. Wofür möchtest du dein Notebook nutzen, falls nicht oben genannt? N/A
6 Kannst du Rabattprogramme wahrnehmen? Bist du Studi, Lehrer, Schüler, Prof, Hochschulangestellte oder kennst du wen der das Notebook für dich kaufen kann? N/A

7. Soll das Gerät mobil genutzt werden? Wenn ja: Außeneinsatz oder nur in geschlossenen Räumen?
Das Gerät wird primär stationär genutzt, soll aber in geschlossenen Räumen auch gelegentlich für kürzere Zeiten (bis max. 3 Stunden - dann sicher kein Hardcore-Kompilieren o.ä.) mobil genutzt werden

8. Gibt es irgendwelche Ausstattungsmerkmale die das Notebook unbedingt haben soll? Thunderbolt, Cardreader ...?
- so viel wie möglich USB 3.x Schnittstellen (es sollten 3 physikalische Ports vorhanden sein, außerdem sollte der Controller ein HUB mit 4-6 zusätzlichen Anschlüssen handeln können)
- es werden 2x QHD (1440p) Monitore via DisplayPort min. v1.2 angeschlossen

Zusätzliche Anforderungen:
  • Display: mind. 15.6", mind. QHD Auflösung, entspiegelt
  • Dedizierte Grafik, welche min. H.264 HW De- und Encodiert sowie zusätzlich 2x QHD Monitor bei min. 60 Hz via DisplayPort befeuern kann
  • es werden regelmäßig VMs betrieben ->
    • RAM mind. 32 GB (Aufrüstbar auf min. 64 GB, min. 2 Slots, ok wenn keiner frei)
    • sehr schnelle CPU mind. 8 Kerne, hohe ST & MT Leistung
    • SSD mind. 2TB (gut wäre ein freier M.2 Slot)
  • Laustärke sollte dezent sein (kein Heißluftgebläse)
  • 802.11 ax Wifi
  • kein Chinaböller und mind. durchschnittlicher Hersteller-Support bei Hardware-Problemen
Ich habe auch ein wenig recherchiert und werde selbst am ehesten bei der Lenovo ThinkPad Serie fündig. Das Vorgänger-Notebook stammt aus der gleichen Serie (P52s). Ich empfinde den Preis aber im Nachhinein etwas überteuert, da man zum gleichen Preis oft Gaming-Notebooks mit vergleichbarer Ausstattung + deutlich mehr Grafik-Power (welche aber nicht benötigt wird) findet.

Privat mag ich die XMG / Schenker Notebooks, weil die IMHO sehr solide verarbeitet sind. Ich würde auch ein Gaming-Notebook wählen wenn es die bessere Option wäre. Komischerweise finde ich aber bei anderen Business / Ultrabook-Herstellern wie HP, Dell oder Fujitsu keine vergleichbaren Geräte. Irgendetwas stört mich da immer an der Ausstattung.

Zur Orientierung: ich könnte mir z.B. folgendes Gerät prinzipiell vorstellen: Lenovo ThinkPad Z16 G1


LG
 
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2660€
13900HX, RTX 4060, 64GB RAM, Intel WiFi 6E, 17 Zoll QHD IPS, 2TB 980 Pro, 36 Monate Garantie, ohne Logo.

Mini-Displayport 1.4a, HDMI 2.1, 2x USB-C mit DP 1.4a.
MUX Switch vorhanden.

Das ThinkPad Z16 ist bestimmt alles andere als leise, bei dem kleinen Gehäuse.
Von einem OLED Display bei einer Workstation ist abzuraten.
Der RAM scheint fest verlötet zu sein?

"Dezente Lautstärke" und "Laptop" passt schwer in einen Satz...
Ob sich die Lüfter im Idle abschalten wäre interessant zu wissen.

Man kann sich auch was mit 16 Zoll 16:10 konfigurieren. https://bestware.com/de/laptop-16-zoll

(Eine Laptop CPU wird nicht schneller kompilieren als ein Desktop 5950X.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi, der Konfigurator ist top, den kannte ich zb noch nicht. Ich denke damit kann ich was anfangen. Welche konkreten Speichermodule würdest du wählen, 2x 32 GB Corsair oder SK Hynix? Welche 2 TB SSD und welches WiFi Modul?

Ja das Lenovo war auch nur ein grober Rahmen und wäre schon wg. des verlöteten RAM nicht in Frage gekommen. Mir ist klar das ein Notebook mit Highend CPU nicht flüstert aber ich habe schon Office-Geräte erlebt welche mit sauberen Lüftern / Kühlern im Idle blasen als gäbe es kein Morgengrauen. Wenn es was leistet darf man das dem Teil natürlich anhören.
 
Framework 16?
Dell precision 75xx? Die sind Grade auf 13 gen geupdatet worden.
 
Welche konkreten Speichermodule würdest du wählen
Da die Spezifikationen nicht gelistet sind, ist das Glücksache. Werden sich beide nicht viel nehmen.
Die Corsair können alles Mögliche sein, vielleicht Samsung Chips. Hynix ist halt Hynix.
980 Pro oder bei Bedarf die 990 Pro.
Wenn es was leistet darf man das dem Teil natürlich anhören.
Im Idle leistet es nichts, aber wenn die Lüfter dann nicht abschalten ist das mehr als lästig.
Bei Lenovo z.B. gibt es dafür teils extra Software, die man installieren kann. MSI hat einen 0-dB Modus über die manuelle Lüfterkurve.
welches WiFi Modul
Intel (ohne Killer)
 
Zuletzt bearbeitet:
Framework 16?
Dell precision 75xx? Die sind Grade auf 13 gen geupdatet worden.
Framework 16 schaue ich mir mal genauer an. Beim überfliegen der Dell Precision Serie fällt mir ein ungünstiges P/L Verhältnis auf. Aber ich schaue mir die auch noch in Ruhe genauer an.
 
Beim überfliegen der Dell Precision Serie fällt mir ein ungünstiges P/L Verhältnis auf.
Sehr gut möglich. Habe ich mich noch nicht mit beschäftigt.

Ich hatte ein M4400 privat, es hat mich über 5 Jahre durchs Studium begleitet. Und ist mit 8-9 Jahren intensiver Nutzung an Altersschwäche gestorben. (Zocken, CAD, Programmierung und compilierung, dazu viel gereist).
Danach hatte ich diverse precisions als Arbeitsgeräte, immer die dicken 7500er Workstations. Auch die haben mich nie im Stich gelassen.

Natürlich ist das nicht statistisch signifikant, da immer nur eine Momentaufnahme Stückzahl 1.
Aber subjektiv stehe ich den dicken Dell positiv gegenüber.
 
Also Dell Precision hat im Vergleich zu Schenker kein gutes P/L Verhältnis - Schade - wäre eine interessante Abwechslung weil ich noch nie ein NP von Dell hatte und Dell eine ganzen guten Ruf hat.

Das Framework 16 hat auf jeden Fall etwas: die Geschichte mit den Erweiterungskarten ist sehr interessant und praktisch aber leider gibt es das Teil nur mit 1 TB SSD und 32 GB RAM so wie es ausschaut und man kann die Komponenten nicht weg konfigurieren. Die eingeschränkte Garantie ist ein weiterer Minuspunkt.

Daher tendiere ich zum Schenker Key 17 - abgesehen vom GPU Overkill trifft es das Gerät schon am ehesten und ich bin bisher von XMG / Schenker auch recht überzeugt.
 
Ich entwickle beruflich Enterprise Anwendungssoftware
auf jeden fall was mit einem ordentlichen SLA wegen ausfallzeit und gesicherter TCO, irgendwas mit mind 3, besser 4 jahre, (je nachdem über welchen zeitraum das gerät genutzt/ abgeschrieben werden soll), bestenfall VoS. und da bleibt ja nur lenovo / HP und DELL mit VoS... oder (wie genannt) schenker, die immerhin eine rep in 2 tagen ab geräteingang garantieren, was aber bedeutet dein gerät ist im schlimmsten fall 4-5 werktage weg (expressversand 1d + 2d rep + 1-2d rückversand... evtl. bieten sie expressrückversand an?), das geht eigentlich nur mit einem ersatzgerät, hast du ja aber?

Das Notebook soll ausschließlich für diesen Zweck dienen.
also für zweiteres, keine compiler orgien? dann ist das Z16 immerhin bzgl leistung geeignet.

  • Laustärke sollte dezent sein (kein Heißluftgebläse)
WENN du eine moderne AMD high performance 8core oder intel equivalent (H) cpu der 13. gen ordentlich belastest wird JEDES LAPTOP, AUSNAHMSLOS, zum heissluftgebläse! die frage ist hier nur wie sehr die kühlung dann die cpu limitiert... hier sind die gaming geräte (leider) führend, muss man ganz klar so sagen, da sie mit abstand die besten thermals haben, danach kommen die "echten" workstations wie bei lenovo die P16, die schon recht nah dran ist... das Z16 hingegen wäre mit verlötetem RAM, dünn und bglw. kleine thermals, und kaum I/Os wohl eher nicht die richtige wahl würde ICH sagen.

so viel wie möglich USB 3.x Schnittstellen (es sollten 3 physikalische Ports vorhanden sein,
Z16 hat 3x USB-C von denen du einen zum laden brauchst, no-USB-A.
P16 hat 3x USB-C (frei, keiner zum laden nötig) + 2x USB-A.

eine alternative wäre von HP das zbook fury G9 oder jetzt G10, ich sehe aber für mich keine vorteile gegenüber P16 ausser ggf. subj. gefallen am gerät, und die DELL precision workstations wie die 7680/7780 bzw. vorgängergeneration.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich für ein Schenker Key 17 entschieden.

Dell hat wie erwähnt ein ungünstiges P/L Verhältnis.

HP (z.B. Fury 16 G10) kostet bei ansatzweise vergleichbarer Konfiguration 4.522,99 € statt 2.640,00 € beim Key 17 - ganz klarer Fall.

Das Lenovo P16 ist ebenso deutlich teurer - bietet als dGPU nur von mir nicht benötigte, teure NVIDIA Profi GPUs mit zert. Treibern. Davon abgehsehen sind die "günstigeren" Varianten mit z.B. A1000 GPU empfundenermaßen regelrecht "lumpige" Profi-dGPUs. Die im P52s verbaute Quadro P500 ist ein schlechter Witz für den Preis den das Gerät hatte, damit war selbst Civ 6 in FHD kaum spielbar - jede günstige, aktuelle Gaming GPU ist in meinem Fall die bessere Wahl.
 
Quadro hat nun mal andere Preferenzen als Gaming; das sollte jedem klar sein. Und das diese WS teurer als normale Gaming Kisten sind, auch; andere Zielgruppe halt. Trotzdem viel Spaß mit dem neuen Gerät.... :sneaky:
 
A1000 GPU empfundenermaßen regelrecht "lumpige" Profi-dGPUs. Die im P52s verbaute Quadro P500 ist ein schlechter Witz für den Preis den das Gerät hatte
Es ist ne Frage was du brauchst.
Quadros finanzieren die Qualitätssicherung, Geforce bekommt das bei den Quadros was abfällt.

Ein (vermutlich hinkendes) Beispiel:
Wenn ne Geforce ein Treiberproblem hat und ein grüner Pixel im Gras rot wird - ganz ehrlich es wird dir nicht auffallen und es wird dir egal sein.
Wenn du irgendwelche medizinischen Daten über deine Geforce schickst und ein Pixel rot oder grün wird, wobei grün gesund und rot Krebs bedeutet, dann ist dir der Pixel vermutlich nicht mehr egal. Das gleiche Beispiel kannst du jetzt beliebig übertragen. Chemie Simulationen, Brückenberechnung, usw.

Da wo es nicht um Unterhaltung, sondern um die Simulationen von realer Welt geht, sind Treiber und Präzision und Validierung und Qualitätssicherung von Treibern sehr viel kritischer. Da muss sehr viel Manpower reingesteckt werden, und Manpower ist teuer.
So oder so ähnlich ist jedenfalls die offizielle Argumentation.

Ob das stimmt oder nicht und wie du es bewerten möchtest ist vermutlich ein ganz anderes Thema.

Jedenfalls gab es von Lenovo mal den Versuch deren Thinkpads mit Geforce statt Quadro Chips an Prosumer bzw. Businessleute mit Gamingambition zu vermarkten, aber da war das Produktmanagement vermutlich zu schlecht oder zu arrogant um die T15G (für Gamer) um das Konzept zum Fliegen zu bekommen. Wenn ein Legion 15 mit 5600H und einer 3070 für 1100€ gibt, bin ich nicht bereit 2500€ für ein T15G auszugeben, das in Summe ähnlich ausgestattet ist, aber einen i9-11950H drin hat der nur Geld kostet und mir keinen Mehrwert bringt. Das gleiche THinkpad T15G mit einem i5-11500H für unter 2000€ wäre vermutlich deutlich besser weggegangen.
 
@2k5lexi Ich wollte nicht die Sinnhaftigkeit von Profi-GPUs in Frage stellen. Ich entwickle auch medizinische Anwendungen und kenne die Anforderungen.

Aber im Rahmen meiner Entwicklungstätigkeiten muss ich diese Anforderungen nicht erfüllen. Alle Entwickler die ich kenne (zig bis hunderte) müssen diese Anforderungen nicht erfüllen. Bei der QS, spätestens beim Kunden sollten dann natürlich eher keine Consumer-GPUs zum Einsatz kommen aber auf einem Entwicklungsrechner ist das in der Regel völlig egal.

Und genau darum ging es mir auch: wieso gibt es High End Workstations immer nur entweder mit kaum leistungsfähigen iGPUs oder arschteuren Profi-GPUs? Entweder ist die Grafikleistung richtig schlecht (iGPU) oder die Features / Merkmale werden nicht benötigt aber müssen dennoch teuer bezahlt werden. Und ja, dafür sind in der Regel PM verantwortlich.

Daher habe ich schon früher feststellen müssen, das bzgl. P/L Verhältnis ein Gaming-Notebook für mich (und ganz sicher viele zig tausende Entwickler allein in Dtl. -> kein unbedeutender Markt) die bessere Wahl darstellt. Leider haben die fast immer RGB Gedöns etc, was wiederum im Business-Segment gern (und zurecht :sneaky:) belächelt wird. Ich denke die Anwender, welche WIRKLICH eine entsprechende Profi-GPU brauchen und nicht nur damit protzen können / wollen, sind eher überschaubar in der Quantität.
 
schenker key 17, ok. dann meine empfehlung gut auf gerätedefekt vorbereitet sein, wenn wie schon gesagt ausfallzeit von einer woche ein problem darstellt. an "keep your drive" denken beim einsenden sofern daten auf dem gerät liegen... gibts nicht als option. kann man ausbauen, ob dann was repariert wird ist nicht garantiert (?) das ist nicht hypothetisch, ich spreche aus erfahrung!
mit dem keyboard würd ich freiwillig auch nicht arbeiten wollen aber immerhin gibts für 200euro extra ein 4k adobeRGB display, das dann zwar die bat auffrisst, aber trotzdem nice ist. +1 dafür.
aber warum genau kaufst du ein gerät mit rtx3080ti für 3000euro (oder was kostet das gerät?) wenn spielen kein key parameter ist und du erwähnst das workstations teuer sind... das macht weniger sinn? =)
 
Äh ich dachte das habe ich schon rüber gebracht aber gut:

es gibt in der Leistungsklasse nur die Auswahl zwischen Gaming NP oder Business NP mit entweder lächerlicher iGPU, welche schon vollkommen ausgereizt ist wenn die 3 QHD Displays in 2D betrieben werden oder eben den richtig teuren Profi-GPUs, welche für meine Zwecke vom P/L eine Katastrophe sind.

Da entscheide ich mich für den Gamer für 2650 € und aufgemerkt: 4060 -> Laptop <- Unnötig aber alternativlos ...
 
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