Stalwart v1.0: The Fastest Mail Server

BobbyD

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Stalwart ist final erschienen und es gibt ein paar Sachen, die sich interessant anhören, wie automatisiertes DNS-Management (mit unterstützen Providern) und generell die Performance. Letztere ist für meinen Anwendungsfall eines einzelnen Users aber eher unwichtig.

Ich hätte gerne gewusst,
  1. mit wie wenig RAM (ohne komplexes getweake) Stalwart lauffähig ist, je weniger, desto besser. Meine jetzige Docker-in-LXC-Lösung poste.io verbraucht (mit deaktiviertem CLAMAV, RSPAMD und ROUNDCUBE) nur 330 MB.
  2. ob es so etwas wie Disabled strict "From" gibt und wie einfach das einzurichten ist.
Hat da schon wer Erfahrungen? Da das Final-Release noch recht frisch ist und nur ein Bruchteil der User hier einen E-Mail Server betreiben werden, rechne ich eher nicht damit, aber mit der Zeit kommt vielleicht noch was zusammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Ich nutze Stalwart seit einem Jahr inkl. der kleinsten Enterprise Lizenz und der zwei DB Schema Migrationen (das war schon etwas Arbeit).

Ich hatte zu Hause erst mit mailcow gespielt, das war mir aber zu heftig.

Laufen tut der Mailserver auf einem Pico VPS von Netcup mit 1GB Ram und einer vCPU. Nebenbei läuft da auch noch Crowdsec und Pangolin.

Er braucht wirklich wenig Ressourcen hat aber kein Webmail dabei (es gibt ne extra Entwicklung dafür). Ich nutze es eh nur mit IMAP.

Einstellungen habe ich nicht groß irgendwas geändert, nur halt SSL über Let's Encrypt DNS challenge und DNS Einträge (MX, DKIM etc.) macht er alle selbst (die hab ich bei Cloudflare).

Ich nutze ihn mittlerweile als mein Hauptkommunikation Server und habe schon einem meiner Söhne ein Account eingerichtet.

Hier Mal ein Screenshot der Performance Seite. Ein Bump auf 100MB Speicher und sonst sehr wenig. Das ist wirklich mit 1.0 deutlich weniger geworden.

1000006816.png


Einfach ein Hammer Projekt, deswegen zahle ich auch jährlich den Beitrag. Es ist schon erschreckend was man als Admin an Header Daten bei E-Mail auslesen kann (z.B. Google, Apple, GMX etc.).
 
Ein Bump auf 100MB Speicher und sonst sehr wenig.
Ist das in Docker? Wäre ja fast zu schön um wahr zu sein. 😁
Kannst Du vielleicht auch meine zweite Frage beantworten, ob ich als Admin beliebe Absenderadressen (vor dem @) nutzen kann in der kostenfreien Version und ggf. wie? Muss natürlich trotzdem dkim signiert werden.
 
Ist es vernünftig einen Mailserver selber zu hosten?
Ist das nicht ein riesen Aufwand?

Wie macht man dass mit Failsafe falls man mal rebooten will oder Internet ausfällt?
 
  1. Ist es vernünftig einen Mailserver selber zu hosten?
  2. Ist das nicht ein riesen Aufwand?
  3. Wie macht man dass mit Failsafe falls man mal rebooten will oder Internet ausfällt?
  1. Es ist Arbeit, in der Einarbeitung, und es gibt gerne auch Probleme mit anderen Anbietern, wie z.B. T-Online. Also ist sicher nicht für jeden.
  2. Siehe 1. Ansonsten ist der Aufwand in Hardware eher gering, so scheint es zumindest (s. Screenshot).
  3. Mailserver versuchen erneut zuzustellen, wenn es nicht geklappt hat, da gibt es mehr als genug Spielraum. Und keiner sagt, dass Du ihn zuhause hosten musst. E-Mails versenden geht in der Praxis eh nicht von einem Privat-Anschluss. Empfangen kannst Du dagegen, wo Du lustig bist.
 
Mit einem Mail Proxy wie zum bsp. Brevo kannst du auch Mails versenden.
 
Ist das in Docker? Wäre ja fast zu schön um wahr zu sein. 😁
Kannst Du vielleicht auch meine zweite Frage beantworten, ob ich als Admin beliebe Absenderadressen (vor dem @) nutzen kann in der kostenfreien Version und ggf. wie? Muss natürlich trotzdem dkim signiert werden.
Ja läuft im Docker, ich mag halt Container, das OS bleibt relativ sauber.

Also man kann relativ einfach Aliase vergeben auf jedem Account. Dann hab ich eine Catch-All auf meinen Admin um einfach alles zu bekommen. Zusätzlich können meine Services (Vaultwarden, Immich etc.) über noreply@domain.com versenden, obwohl es über ein anderes Konto läuft. Also generell ja es sollte gehen.

Bezüglich Mailserver selber hosten, es ist wirklich viel einlesen und eine saubere statische IP. Es geht zwar über relays (hab ich auch mal getestet), aber insgesamt bekommt man nie eine wirklich gute Score durch die DNS Einträge und dass man auf seine dynamische IP Adresse halt keinen Reverse Eintrag setzen kann.

Stalwart vereinfacht das Hosten sehr stark, ein winziger VPS reicht aus und vieles setzt er auch automatisch um.
 
Aliase meinte ich eher nicht.
über noreply@domain.com versenden, obwohl es über ein anderes Konto läuft.
Sind diese Mails denn dkim signiert? Die Docs sind da relativ schwammig. Wenn Du es mal testen möchtest, kannst Du z.B. in Thunderbird einfach die Absenderadresse ändern und wie wirkt sich das bei einem Empfänger aus. Wenn nicht, auch kein Problem, der Thread ist ja noch jung.
 
Also wenn kein Alias vorhanden ist kann ich gar nicht senden :(

Aber die Default Einstellungen sind auch auf höchstem Sicherheitsniveau. Ich kann meiner Werkstatt keine Mails schicken weil ein Zertifikat von deren Hoster nicht komplett korrekt ist.

Google stellt aber einfach zu :mail:

Am besten mal die Dokumentation lesen, die ist sehr genau und wirklich gut.
 
Ich wollte meine Frage nun in deren Forum stellen. Dafür muss ich mich dort erst einmal registrieren und meine E-Mail-Adresse verifizieren, aber bei mir kommt nix an. Daraufhin wollte ich etwas "böses" über Stalwart schreiben, schließlich habe ich heute schon andere E-Mails erhalten, das Problem musste also bei denen liegen....

Hab ich final aber nicht und bin stattdessen der Sache nachgegangen und musste feststellen, dass meine MX-Server abweichende Hostnamen und Zertifikate gegenüber ihren A-Records hatten. Ich muss irgendwann bei einer Umstellung zu früh aufgehört oder später ein Backup zurück gespielt haben, auf jeden Fall waren diese schon lange nicht mehr passend.
Hab daraufhin meinen PMG-Cluster abreißen und neu aufbauen müssen, das geht aber schnell.
Nun kann ich mich auch in deren Forum anmelden.
Wirklich krass finde ich, dass es mir bisher nicht aufgefallen war und ich keine Probleme hatte. Vielleicht einfach nur deswegen, weil alle anderen Server das Zertifikat nicht wirklich geprüft hatten und der Stalwart-Foren-E-Mail-Server der erste war, der es tat. Oder es wurde einfach downgegradet. Auch MX-Toolbox und Co haben das nicht geprüft. An dieser Stelle bin ich Stalwart also dankbar, obwohl ich es noch gar nicht einsetze. 😁
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst ja einfach mal den Docker Container von Stalwart in einer VM starten und etwas mit der Admin UI spielen, so habe ich es auch getestet.
 
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