Eigener Gameserver-Cluster bei den aktuellen RAM-Preisen: Rechnet sich das 2026 noch?

ChrisEDX

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Ich betreibe eine Vergleichsseite für Gameserver-Hoster und wollte für einen Artikel wissen, wie und ob sich ein eigener kleiner AMD Cluster rechnet . Durchkalkuliert habe ich 1× EPYC 9474F für Minecraft und 2× 9654 für Valheim, je 384 GB DDR5 in allen zwölf Kanälen, ZFS-Mirror aus Gen5-NVMe, Colocation Frankfurt, Platz für rund 350 Kundenserver.

Kurz vor dem Veröffentlichen habe ich die Preise noch einmal geprüft, und die Anschaffung ist von rund 26.500 auf rund 64.000 € netto gesprungen, mehr als die Hälfte davon nur RAM. Bei 1.558 € Betriebskosten und rund 1.964 € Monatsergebnis bei Vollauslastung ist das Kapital erst nach etwa 54 Monaten zurück, also ungefähr dann, wenn die Hardware ersetzt werden müsste.
Zwei Fragen an euch:
  1. Wer gerade Server baut oder erweitert: Wie geht ihr mit den Speicherpreisen um? Aufschieben, gebraucht kaufen, bei DDR4-Plattformen bleiben?
  2. Liege ich mit 250 € Housing für 3 HE und 400 € gefiltertem Transit im realistischen Bereich?

Die Kalkulation liegt als Excel mit allen Formeln offen, wenn gewünscht kann ich link posten
 
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Aufschieben. Wir schieben was geht, unsere Kunden schieben was geht.
Der heisseste Scheiss im Hardwarebusiness zur Zeit: Garantieverlängerungen!
 
Also ich betreibe eine kleine Gaming Community. Hauptserver hat eine alte 22 Core Xeon, 256 GB RAM und 8 DC SSD. Backup-/Notfallserver hat eine 16 Core mit 128 GB RAM, drei DC SSD und 6 SAS Platten. Die meisten Teile habe ich auch noch auf Ersatz. Die Hardware gab es zum Teil bis vor kurzem für einen Appel und ein Ei. Angebunden mit 10 Gbit, anliegen tun etwa 8/2.5. Unglaublich was auf dem Rig alles so tuckert.

Aber wenn ich lese, 64k für (Gaming-) Hardware, nur die Server, puh da wird mir schwindelig. Da musst Du erst mal die Kunden haben und immer gut ausgelastet sein, wie sieht es mit Backup aus, Firewall auch ein Thema, was ist wenn was abraucht? Also würde ich da einsteigen, würde ich mich irgendwo einmieten, um zu sehen, wie es läuft. Dürfte deutlich stressfreier sein. Sei es, ob Du zu wenige Kunden hast, oder auch wenn was kaputt geht. Hatte in den letzten 20 Jahren schon einiges gehostet, und die Realität sieht schnell mal anders aus, als man sich das vorstellt.

Und so wie ich Dich verstehe willst Du eine Milchmädchen Rechnung für Andere machen. Da würd ich die Finger davon lassen, den Leuten sowas unter die Nase zu reiben, wenn man selber nicht die entsprechende Erfahrung mitbringt.

Aber ja, sende mir mal den Link zur Seite und dem Excel Sheet. Bin gespannt, was Du da so rechnest.
 
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Aufschieben. Wir schieben was geht, unsere Kunden schieben was geht.
Der heisseste Scheiss im Hardwarebusiness zur Zeit: Garantieverlängerungen!
Das deckt sich mit dem, was mir ein Hoster beim Gegenlesen gesagt hat: Aufrüsten macht gerade keinen Spaß. Verlängert ihr dann auch bei Servern über die üblichen fünf Jahre hinaus, oder eher bei Clients?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Also ich betreibe eine kleine Gaming Community. Hauptserver hat eine alte 22 Core Xeon, 256 GB RAM und 8 DC SSD. Backup-/Notfallserver hat eine 16 Core mit 128 GB RAM, drei DC SSD und 6 SAS Platten. Die meisten Teile habe ich auch noch auf Ersatz. Die Hardware gab es zum Teil bis vor kurzem für einen Appel und ein Ei. Angebunden mit 10 Gbit, anliegen tun etwa 8/2.5. Unglaublich was auf dem Rig alles so tuckert.

Aber wenn ich lese, 64k für (Gaming-) Hardware, nur die Server, puh da wird mir schwindelig. Da musst Du erst mal die Kunden haben und immer gut ausgelastet sein, wie sieht es mit Backup aus, Firewall auch ein Thema, was ist wenn was abraucht? Also würde ich da einsteigen, würde ich mich irgendwo einmieten, um zu sehen, wie es läuft. Dürfte deutlich stressfreier sein. Sei es, ob Du zu wenige Kunden hast, oder auch wenn was kaputt geht. Hatte in den letzten 20 Jahren schon einiges gehostet, und die Realität sieht schnell mal anders aus, als man sich das vorstellt.

Und so wie ich Dich verstehe willst Du eine Milchmädchen Rechnung für Andere machen. Da würd ich die Finger davon lassen, den Leuten sowas unter die Nase zu reiben, wenn man selber nicht die entsprechende Erfahrung mitbringt.

Aber ja, sende mir mal den Link zur Seite und dem Excel Sheet. Bin gespannt, was Du da so rechnest.
Danke für die ausführliche Antwort. Beim Mieten sind wir uns einig, genau das ist auch das Ergebnis der Rechnung: erst Reselling oder ein gemieteter Rootserver, eigene Hardware ganz zum Schluss. Als Businessplan ist das ausdrücklich nicht gedacht, eher als Antwort auf die Frage, die sich viele Mieter stellen: Was steckt eigentlich in den zwölf Euro, und warum kann ein Server für vier Euro kaum gut sein? Zwei Betreiber haben die Annahmen vorab gegengelesen, ihre Rückmeldungen stehen im Artikel, auch wo sie mir widersprechen. Eine weitere steht noch aus

Hier der Artikel: https://mc-gameserver-mieten.de/gaming-blog/gameserver-hoster-werden/
Die Excel ist unten in der Methodenbox verlinkt, mit allen Formeln. Artikel hat keine Aff-Links ;-)

Da du mit 10 Gbit angebunden bist: Was zahlst du ungefähr für Housing und Anbindung, und hast du einen gefilterten Transit gegen DDoS? Das ist die Zahl, bei der ich mir am unsichersten bin.
 
Das deckt sich mit dem, was mir ein Hoster beim Gegenlesen gesagt hat: Aufrüsten macht gerade keinen Spaß. Verlängert ihr dann auch bei Servern über die üblichen fünf Jahre hinaus, oder eher bei Clients?
Bei allem was der Kunde bezahlen will. Client-Verlängerungen von 3 auf 5 sind "usus", größer 5 machen wir nur mit guten/großen/zahlungskräftigen Kunden, weil da das Risiko langsam schwer bezifferbar wird. Bei Servern haben wir gerade einen Kunden der im 4ten Jahr ist und in der Verlängerungsverhandlung der Option "+2" gleich nach "+4" fragt. Werden wir machen. Aber das ist echt teuer dann. Immer noch viel billiger als alles tauschen, aber trotzdem ziemlich teuer. wir kaufen dann ja sofort bei Unterschrift die Austauschhardware und legen die auf Halde. Ist dann vor allem bilanztechnisch nen Alptraum, weil du "potentielle" Kundenhardware als eigenen Besitz in den Büchern hast, überjährig, ohne harten Investgrund dahinter. Unser CFO HASST diesen Trick... Es ist verdammt schwierig.
Ich hab letzte Woche nen neuen Raum abgenommen nach Einzug. Ein eigentlich normaler Büroraum. Alle Schreibtische und co raus, da drin stehen jetzt 350 Monitore. Wir haben für so was bisher nie "Lager" gebraucht. Alles verändert sich.
 
Habe die "10" Gbit zuhause, kostet um die CHF 75 im Monat, mit fixer IP, Telefon Flat und Premium TV. Will aber möglichst bald den Provider wechseln, dann sollte ein /29er Subnet mit dabei sein. Wird dann aber deutlich teurer. Strom für die Büchsen ist auch nicht ganz günstig. Ne, gefilterten Transit brauche ich nicht, aber würde ich bei Cloudflare machen, wo ich auch DNS zum grossen Teil machen lasse. Grundlegender DDoS Schutz hat der Provider schon dabei. Hatte mal DDoS aufs externe Resellerhosting, aber auf dem Homeserver mit 10 Gbit/s ist das entspannt mit einigen 1000 Nutzer pro Tag, Bitcoin Fullnode, Hostingpanel, Pufferpanel, VoIP, was weiss ich.
 
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Bei allem was der Kunde bezahlen will. Client-Verlängerungen von 3 auf 5 sind "usus", größer 5 machen wir nur mit guten/großen/zahlungskräftigen Kunden, weil da das Risiko langsam schwer bezifferbar wird. Bei Servern haben wir gerade einen Kunden der im 4ten Jahr ist und in der Verlängerungsverhandlung der Option "+2" gleich nach "+4" fragt. Werden wir machen. Aber das ist echt teuer dann. Immer noch viel billiger als alles tauschen, aber trotzdem ziemlich teuer. wir kaufen dann ja sofort bei Unterschrift die Austauschhardware und legen die auf Halde. Ist dann vor allem bilanztechnisch nen Alptraum, weil du "potentielle" Kundenhardware als eigenen Besitz in den Büchern hast, überjährig, ohne harten Investgrund dahinter. Unser CFO HASST diesen Trick... Es ist verdammt schwierig.
Ich hab letzte Woche nen neuen Raum abgenommen nach Einzug. Ein eigentlich normaler Büroraum. Alle Schreibtische und co raus, da drin stehen jetzt 350 Monitore. Wir haben für so was bisher nie "Lager" gebraucht. Alles verändert sich.
Danke für den Einblick, das mit der Halde ist genau die Seite, die man in so einer Rechnung gern übersieht. Hardware länger laufen zu lassen klingt nach gespartem Geld, aber irgendwer muss die Ersatzteile vorhalten und das Risiko tragen. In meiner Kalkulation ist das Kapital nach rund 54 Monaten zurück, also ungefähr dann, wenn die Garantie ausläuft. Wer dann verlängert, verdient zwar an abbezahlter Hardware, kauft sich aber genau euer Halde-Problem mit ein.
350 Monitore in einem Büroraum ist schon ein Bild. Ist das erst seit der Speicherkrise so, dass Kunden lieber Garantie kaufen als neue Hardware, oder ging das vorher schon los?
 
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