MSI Vega 56: Welche Reparaturen sind bekannt, wenn es Abstürze bei geringer Last gibt?

Tobias Claren

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Hallo.

OS: Windows 11.
CPU: i59600k
Mainbaord: Z3701 Gaming Pro Carbon AC
RAM: 16GB DDR4 (getestet)
Netzteil: Bequiet SFX 600W
Browser: Opera


Der PC stürzt immer häufiger ab.
Kein Bluescreen, sondern eine Farbe, und der GPU-Lüfter dreht nicht sofort auf 100%, steigt aber an.
Das Netzteil ist ein BeQuiet SFX mit 600W, staubfrei und die Elkos sehen nicht aufgebläht oder gewölbt aus.
Zuletzt auch bei laufendem YouTube-Video beim tippen eines Kommentar.
Gemini sagt, es könnte an "Lastwechseln und im Niederlastbereich (P-State-Wechsel)" liegen.
Aktuell nutze ich die Onboard-GPU des i5-9600K, und es gibt keine Abstürze.
Als das auftrat hatte ich auch den Furmark laufen lassen. Wenn es an Mängeln eines gealterten Netzteil liegen würde, hätte es da ja abschalten müssen.

Ist da was bekannt bezüglich Reparaturen der Karte?
Sollte man bestimmte Bauteile tauschen, oder die Karte "backen"?
Ich hätte hier auch noch eine IR-Station mit hellem heißen Licht für BGA-Chips etc..
Neue Kugeln drunter wären dann evtl. doch eine Stufe zu aufwändig.
Ich müsste ja die Kugeln und passende Schablonen etc. beschaffen.
Aber wenn es weniger aufwändige Eingriffe wäre, oder bei Chips erhitzen reicht...

Falls es Software gibt die die Karte aus diesen niedrigen Lastbereichen heraus hält (quasi den "Leerlauf" erhöht, damit "der Motor nicht ausgeht"), wäre das zwar interessant, aber eine dauerhafte phsysische Reparatur bzw. Überholung wäre natürlich besser (Verkauf...).


Danke.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Mehr Voltage? Underclocken und vielleicht weniger Speichertakt. Da würde ich anfangen um herauszufinden ob es der Speicher ist (oder Artefakte auftreten). Aber bloß nicht backen, wenn die Karte noch Bild ausgibt. Das ist eine Maßnahme die ich maximal bei einer komplett defekten machen würde bevor man sie verschrottet. Ich hatte das mal mit einer GTX 670 gemacht und es hat tatsächlich funktioniert.

Reball ist denke ich auch überflüssig außer als Hobbyprojekt, allerdings extremst aufwendig für eine ~50 € Karte. Manchmal lösen sich die VRAMs durch Sacking wie bei meiner 1080 Ti seinerzeit. Das kann man eventuell noch mit Löten richten sofern der Fehler wirklich daran liegt.
 
@Niftu Cal Backen mach NIE Sinn. Erstens reicht die Temperatur von nem Backofen nicht für nen Reflow, zweitens versaust du dir damit den Backofen (würde danach keine Lebensmittel mehr drin zubereiten) und drittens ist eine "Reparatur" im Backofen immer nur ne temporäre Sache (sollte es denn mal helfen) und viertens machst du dir mit ner Backofenbehandlung sämtliche noch vorhandene richtige Reparaturmaßnahmen zunichte, weil du mit ner Backofenbehandlung sämtliche Komponenten auf der Platine in Mitleidenschaft ziehst.
 
Mehr Voltage? Underclocken und vielleicht weniger Speichertakt. Da würde ich anfangen um herauszufinden ob es der Speicher ist (oder Artefakte auftreten). Aber bloß nicht backen, wenn die Karte noch Bild ausgibt. Das ist eine Maßnahme die ich maximal bei einer komplett defekten machen würde bevor man sie verschrottet. Ich hatte das mal mit einer GTX 670 gemacht und es hat tatsächlich funktioniert.

Reball ist denke ich auch überflüssig außer als Hobbyprojekt, allerdings extremst aufwendig für eine ~50 € Karte. Manchmal lösen sich die VRAMs durch Sacking wie bei meiner 1080 Ti seinerzeit. Das kann man eventuell noch mit Löten richten sofern der Fehler wirklich daran liegt.
Die Vegas haben HBM speicher und keine separten Chips (GDDR). Black screen und Lüfter auf 100% könnte aber durchaus auch das Netzteil sein. Hast du mal die 12V Rail angeschaut, ob es während FurMark zu Spannungsdrops kommt?
 
Niftu Cal:
Artefakte im Sinne von Störungen im Betrieb gibt es nicht.
Keine Linien, keine seltsamen Symbole etc.
Es geht einfach aus, und das mit jeweils wechselender voller Bildschirmfarbe.
Und das ohne Last quasi im Idle während höchstens ein YouTube-Video läift, und man in das Kommentarfenster tippt.
Das gibt es auch bei Motoren und beim Herz.


~HazZarD~:
Ich schrieb "backen", nicht backen ;-) , und erwähnte die IR-Rework-Station.
Die erreicht die nötigen €220°C mit einem einstellbaren Lichtspot nur auf das Bauteil.
Wenn es sich aber vermeiden lässt, super.
Im Ofen hätte man aber auch mit den 250°C mehr als die nötigen 220°C.
Und was den Ofen angeht, da bleibt nichts in einer Weise hängen, die durch ein theoretisches Freisetzen gesundheitsschädlich wäre.
Sogar sonst extrem vorsichtige KI bestätigen das.
Ich habe vor ein paar Jahren noch eine Bundeswehrkonserve von 1985 gegessen.
Und das Datum auf Fleisch ist für mich auch nicht heilig.


f!P[z]y:
Nicht Black-Screen, auch Umbra-Screen, Grünbraun-Screen etc..
Eine wechselnde Farbe, keine Artefakte oder Linien.

Ich hatte beim rund 8min langen Furmark auf 4K mit 8x MSAA 12,192V und unter Last minimal 12,096V.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Niftu Cal Backen mach NIE Sinn. Erstens reicht die Temperatur von nem Backofen nicht für nen Reflow, zweitens versaust du dir damit den Backofen (würde danach keine Lebensmittel mehr drin zubereiten) und drittens ist eine "Reparatur" im Backofen immer nur ne temporäre Sache (sollte es denn mal helfen) und viertens machst du dir mit ner Backofenbehandlung sämtliche noch vorhandene richtige Reparaturmaßnahmen zunichte, weil du mit ner Backofenbehandlung sämtliche Komponenten auf der Platine in Mitleidenschaft ziehst.
Mir hat es schon einmal geholfen aber ich würde sowas auch nur mit sehr alter, entbehrlicher Hardware machen wenn alles andere nicht hilft und man es sonst wegwirft. Im Falle meiner 670 hat es gewirkt. Eine "richtige" Reparatur würde kaum jemand machen, selbst bei einer Vega ist der Wert der Karte gering.
Die Vegas haben HBM speicher und keine separten Chips (GDDR). Black screen und Lüfter auf 100% könnte aber durchaus auch das Netzteil sein. Hast du mal die 12V Rail angeschaut, ob es während FurMark zu Spannungsdrops kommt?
Es klingt auch eher nach Netzteil wenn es keine Artefakte gibt, das würde ich auf jeden Fall mal testen oder die Karte in einem anderen PC wenn möglich. 600 W sollten reichen aber wenn es alt ist kann es mal ausfallen, gerade bei billigeren Modellen. Bei bequiet hatte ich das sogar selber mal bei einem 1000 W Netzteil das mit einem Quadcore und 200 W GPU schon ausging. Manchmal ist es aber auch Altern der Bauteile.

Artefakte im Sinne von Störungen im Betrieb gibt es nicht.
Keine Linien, keine seltsamen Symbole etc.
Es geht einfach aus, und das mit jeweils wechselender voller Bildschirmfarbe.
Und das ohne Last quasi im Idle während höchstens ein YouTube-Video läift, und man in das Kommentarfenster tippt.
Das gibt es auch bei Motoren und beim Herz.
Und ja ich denke auch nicht dass freigesetzte Chemikalien eine Gefahr im Backofen wären wenn man sowas 1x macht, da frisst man mehr Chemikalien wenn man Fertigprodukte kauft oder manche ziehen sich die sogar noch durch die Lunge... Ich hatte schon ein paar mal Raucherhardware die hat übel gerochen und ausgesehen und sich durch Jahre lange Exposition Beläge drauf gebildet.
 
Backen ist keine Reparatur! Wenn, dann ein sauberer reflow mit der IR-Station. Wer sich etwas mit Elektronik und Bestückung / Löten beschäftigt muss kotzen :fresse2: wenn jemand von "Elektronik im Ofen backen" spricht.
 
Ich habe auch nie backen geschrieben.
nur "backen" mit der klaren Ergänzung einer (existierenden) IR-Rework-Station.
Seit wann ist so etwas keine Reparatur mehr?
Ich bin ja echt dran interessiert wenn es ohne geht, aber wenn das der letzte Weg wäre, müsste es halt sein.
Deshalb frage ich hier, welche Fehlerursachen bekannt sind.
 
Es gibt keine Pauschal-Aussage was mach tun kann. Zuerst musst du versuchen den Fehler zu finden oder zumindest einzugrenzen.
- treten die Abstürze reproduzierbar unter Volllast auf?
- ... oder bei Lastwechsel
- ... auch wenn du das Powerlimit reduzierst
- ... auch wenn du den Coretakt reduzierst
- Ändert sich etwas, wenn du an der Karte "rüttelst"
- Wie sind die Temperaturen? Wann wurde die WLP gewechselt?
- Wie sind die Spannungen (Vcore, Vmem) idle und unter Last? Passt PWM aller Phasen?
- Bleiben alle Spannungen bei dem Absturz da oder fehlt eine / mehrere?

Generell: Ein reflow oder gar ein reballing ist immer die letzte Möglichkeit.
 
Beobachtet nur ohne Last.
Ich reduziere nun die Leistungsgrenze um 20%.
Nein, Rütteln ändert nichts.
Die Temperaturen waren auch im Furmark immer zweistellig
Die ist jetzt im Idle 75°C, unter 5k/8x-MSAA-Last (7fps) max., 86°C.
Erst läuft der Lüfter hoch, dann aber wider schwächer, und Furmark zeigt sogar min. 68°C an.
Die Spannungen nur aus HWinfo? Welche? Die 12V sind ja im Furmark wie erwähnt stabil.
Kann ich diese Werte (welche?) mit einer Software auch über einen Crash hinaus erhalten?
 
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