Eigenständiges Antivirus heute noch nötig?

abgegriffenen Informationen nicht den europäischen DSGVO Bestimmungen unterliegen, da MS halt seinen Geschäftssitz in den Staaten hat und somit US Cloud Act & FISA Anwendung finden.
Und... bei der Nutzung bzw. Installation von Windows als Solches ist das anders?

Denkst du, nur weil du den Defender nicht verwendest, bist du "safe" (in welcher Form auch immer)?
Genau das ist der eigentliche Grund warum dieser Scanner halt kostenlos ist. MS ist nicht doof, die wissen sehr genau das "Umsonst" immer ein gutes Verteiler-Argument ist. ;)
Nein, weil sowas zum Betriebssystem gehört. Welcher Mensch würde sich so ein total löchriges System wie Win98 oder XP in der heutigen Zeit noch gegen teures Geld kaufen?
Klar, Linux hätte nicht übernommen, weil es Konzerne lieben Lizenzen zu zahlen, aber Apple vielleicht?
Heißt, MS darf die via Defender gesammelten Daten ganz offiziell über teils dubiose Drittanbieter/-partner an zb. der NSA, Akamai, Cloudflare, Fastly und AWS verteilen, ganz ohne deine Zustimmung, die du ja durch Nutzung eh schon erteilt hast.
Die nutzen deine Daten ohnehin, ob du nun zustimmst oder nicht. Denkst du, die benötigen die Zustimmung von irgend einem kleinen Würstchen aus der EU wie dir oder mir?
Nur das verrät dir halt keine KI (die sind da selbst zu blöd für), daher lassen es die meisten. ;)
:fresse:
Ich bin jetzt ja ein KI Fanboy... aber... verschätz dich da mal nicht, speziell Richtung PC/IT-Kram funktioniert das ganz gut.
 
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Können wir ja testen. Befrag deine KI danach. Ich schreib dir dann ob das der richtige Weg ist.

Und... bei der Nutzung bzw. Installation von Windows als Solches ist das anders?
Nö, darum hatte ich ja geschrieben "MS-Software, wozu auch der Defender gehört.."
..aber das habe ich jetzt noch einmal nachgeschlagen, je nach Windows Edition verhält es sich tatsächlich Pro vs. Enterprise ein wenig anders: Enterprise sendet über die normale Telemetrie nur Diagnose- und Absturzdaten (Klicks, Hardware-IDs, Fehlermeldungen). Zu mehr ist eine Betriebssystem Telemetrie überhaupt gar nicht in der Lage, es sei denn, da spielen noch weitere Bloatware Tools wie bei der Pro mit hinein.

..ich muss jetzt aber nicht sehenden Augens ins "offene Messer" rennen, wenn ich die Option habe mir vorher noch eine messerfeste Schutzweste kaufen zu können um dann nachher mit den Argument auf den OP-Tisch zu liegen: "War alles nicht so schlimm, der Messerstich war ja gratis..". ;)

Der Schutz ansich wird ja auch nicht angezweifelt, da ist der Defender ja gut, sondern dass das nur eine weitere Datensammelkrake ist der man sich durchaus entziehen kann, wenn man denn möchte.
Aber Geiz ist geil schaltet ja bekanntlich Hirn aus.. ..von daher.. ..irgendwo ist der Defender ansich ja auch ein Paradoxum. Einerseits will der Scanner dich u.a. vor Sachen schützen die deine Daten abgreifen können, andererseits machts das Tool selber aber auch nicht anders.

ps: Einfach mal durchlesen, herzerwärmend -> MS Defender (Quelle: Microsoft)

Da stehen dann durchaus auch so Schmankerln wie "Ausweitung auf Dokumente", "Erfassung von sensiblen Daten (PII)", personenbezogene Daten (Personally Identifiable Information - PII), "Block-at-First-Sight" und das Totschlag-Argument schlechthin: "..zur Auswertung in die Infrastruktur-Rechenzentren nach den USA transferiert und dort von automatisierten Systemen sowie Microsoft-Sicherheitsforschern analysiert werden", also US Cloud Act mit drin. Wem da nicht gleich warm ums Herz wird.

Aus den Microsoft-Richtlinien für Systemadministratoren ("Konfigurieren der cloudbasierten Erkennung im Microsoft Defender Antivirus"):
„Sichere Beispiele automatisch senden (Standardwert): Sendet die meisten Beispiele automatisch. Dateien, die wahrscheinlich personenbezogene Daten enthalten (z. B. Word-Dokumente, Excel-Tabellen, PDF-Dateien), fordern dennoch eine Bestätigung an. [...]
Alle Beispiele automatisch senden: Sendet alle Beispiele automatisch. Wenn Sie diese Option auswählen, werden alle Dateien automatisch hochgeladen, einschließlich derer, die personenbezogene Daten enthalten (PII), ohne dass der Benutzer dazu aufgefordert wird.“
(Quelle: Microsoft Learn / Microsoft Defender Antivirus cloud protection and sample submission)

..liegt auch nicht am DE-Übersetzer das da was falsch interpretiert werden könnte, lautet im Original halt auch nicht anders:
Send safe samples automatically (Default): Sends most samples automatically. Files that are likely to contain personal information (for example, Word documents, Excel spreadsheets, PDF files) will still require confirmation. Send all samples automatically: Sends all samples automatically. If you select this option, all files are uploaded automatically, including those containing personally identifiable information (PII), without prompting the user.“

(Quelle: Microsoft Learn / Microsoft Defender Antivirus cloud protection and sample submission)
Microsoft schreibt hier glasklar: Der Defender greift gezielt PII ab (Personally Identifiable Information). Er lädt im Zweifelsfall komplette Dokumente (Word, Excel, PDFs) unbemerkt auf US-Server hoch, sobald ein Heuristik- oder Cloud-Filter anschlägt. Und das ist nicht von mir erfunden, sondern steht so in der offiziellen MS Dokumentation zum MS-Defender drin und für jeden nachlesbar. Link steht ja da und du darfst mir gerne glauben oder halt nicht, dass ist bei weitem noch nicht alles was diese Datensammelkrake sich da zusammen sucht (Block-at-First-Sight, lecker Gimmick). ;)
 
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Beim mindestens dritten Account angekommen und kein Stückchen leiser. Herrlich.
..ja, da hinke ich dir leider noch hinterher.. ist aber nicht schlimm, kann ich mit leben.

@pwnbert : Da ich auch hochtechnisierte KI nutze (das kann man unmöglich alles selbst im Kopf haben), zum Thema BAFS (Block-at-First-Sight) mal abgekürzt: Aktivierst du im Defender den Zero-Day-Exploit-Schutz (was man unbedingt sollte, leider hat/nutzt da der Defender aber halt nur ASR und nicht HIPS), aktivierst du gleichzeitig auch BAFS. Geht gar nicht anders! Heißt, es schlägt die "Heuristik-Falle" zu, Office-Dateien, ein PDF, eingebettete Skripte, Makros (VBA) usw. werden durch die Heuristik ausschließlich als als ausführbaren Code (Executable Script) klassifiziert und da als potenzieller Schadcode eingestuft automatisch ohne jegliches Pop-up in die US-Cloud hochgeladen und dort geprüft. Wie man das merkt? Ganz einfach: Das System (OS) sperrt diese Datei beim ersten Ausführen für ein paar Sekunden, um sie in der Cloud-Sandbox zu prüfen. Das ist dann dieses Phänomen was viele Nutzer als "Hänger" im Defender verwechseln. Das ist kein Hänger, sondern schlicht und einfach eine Prüfung mit unbekannter Zieladresse.

HIPS (nach Europa DSGVO) aggiert da anders, da wird lokal, auf den eigenen Rechner im RAM innerhalb einer Sandbox geprüft. Heißt, die Daten verlassen nie den eigenen Rechner, die HIPS Telemetrie verarbeitet und wertet die Daten streng nach DSGVO Richtlinie aus.

(Kurzfassung dessen was die KI dazu ausspuckt, teile davon sind aber auch so bei ESET in der Dokumentation zu finden. Bei MS zweifel ich das eher an, würde sonst zu viel Angriffsfläche bieten)
 
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