Stell dir vor, du bist Business-Boomer.
Adipös, Diabetiker und ne chronische Gastritis, weil der Körper die unterschiedlichen Breitbandantibiotika nach dem jährlichen Pattaya Trip einfach nimmer so wegsteckt.
Man muss grundsätzlich nur "managen" können, die Sache tut nix zur Sache.
So die Lehre an der Uni, gebacked vom Air-Dollar auch erfolgreich.
Das beeste Boomer-Biz sind Lizenzen. Du verlangst Geld für nichts, hast keine Warenbewegung und kein Risiko.
Naja, nicht ganz, eine Plastikscheibe mit aufgedampfter Folie dazu hats dann doch benötigt (die CD, dann die DVD).
Irgendwann, 2015 herum, hast du dich gefragt, warum du eigentlich seit 10 Jahren keine CD/DVDs mehr verkaufst.
Egal, dein Logenbruder hat interveniert, dass du eifnach ersatzweise Geld für jeden verkauften Datenträger bekommst, völlig egal, was drauf ist... so kann man das schon machen.
Irgendwann, 2020 herum, hast du dich nochmal hingesetzt und ernsthaft 3 Stunden lang gearbeitet und nachgedacht udn bist draufgekommen, dass deine Kunden nicht deshalb keine CDs mehr kaufen, weil sie jetzt das Internet verwenden. Nein, deine Kunden sind einfach gestorben. Alle. Außer die, die im Heim sind. Dort läuft Radio. Gema sei Dank bleibt auch hier was für dich über.
Nun ist dir aber klar geworden, dass du irgendwie doch ein neues Geschäftsmodell brauchst.
Dieses Gaming, von dem alle reden, klingt doch gut.
Also, was tun, wenn man so überhaupt gar keine Ahnung hat, noch weniger als üblich?
Wir schauen einfach, was teuer ist. Wenns teuer ist, muss es nämlich gut sein. So wie der 200.000€ Deutsch-Luxus-SUV (aus Polo und Peugeot-Bauteilen und so), welcher in seinen ersten 50.000 km / 3 Jahren mehrere Defekte hinlegt, die man einem 90er Jahre Fiat angedichtet hätte.
Also, wir wollen Gaming und es muss teuer sein, entweder der totale Hype oder schon lägner am Markt (für den gewissenhaft stabilen Boomer).
Also gut, wir kaufen irgend ne teure Marke.
Man kann zwar mit Klassikern wie Diablo 2, WC2/3, SC1 (oder auch AoE 2) etc. auch 2026 noch Geld machen, aber ein bissl pushen wär vllt. nicht schlecht, die Aktionäre und so.
Also gut, jetzt brauchen wir ein Entwicklerstudio. Da kaufen wir günstig irgend so eine Wanderhure, welche schon gut herumgereicht wurde und irgendwann mal ein richtig legendäres Spiel gemacht hat (von dessen Rumpfmannschaft aber keiner mehr da ist, ist aber egal, jeder ist ersetzbar, bei der Spieleentwicklung sowiso, laut Yale.).
Jetzt haben wir ein Studio. Wir werfen 80% der Belegschaft raus, behalten 20% mit Änderungskündigung und Kackverträgen und füllen den Rest mit preiswerten Indern auf, die sich irgendwie über ISDN (am Inder liegt das btw. nicht, der hat Bandbreite) zuschalten.
Jetzt lassen wir uns noch irgend ein Konzept erstellen, von einem unbezahlten Studenten und dem Junior-Chief-Developer-Of-Game-Design, der Taugenichts-Sohn eines Logenfreundes, der unbedingt was mit Computerspielen machen wollte (dem Bruder war man die Sache mit der Festplattenpauschalabgabe schuldig...).
=> So entsteht sowas.