dustydelta
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Hi! Erstmal vorab ein kleiner Transparenz-Disclaimer: Ich habe freundlicherweise von BenQ ein Exemplar der Screenbar Halo 2 Bildschirmleuchte zum Test zur Verfügung gestellt bekommen. Da ich auch schon länger den Vorgänger in Form der BenQ Screenbar in erster Generation von 2018 genutzt und für gut befunden habe, freue ich mich sehr hier die Möglichkeit zu haben, einen objektiven und realistischen Blick auf die Unterschiede und die möglichen Verbesserungen geben zu können.
Da eine Beleuchtung auch immer zum Einsatzort passen muss, möchte ich zuerst noch kurz darauf eingehen, wie mein Setup aufgebaut ist, in welcher Art ich die Screenbar nutze und worauf es bei mir ankommt:
Auf meinem Schreibtisch stehen zwei 27“ Monitore (Samsung Odyssey G5 G50D, non-curved) nebeneinander in leicht angewinkelter Anordnung. Hauptsächlich nutze ich den privaten Desktop-PC zum Spielen und außerdem für Internet, Streaming und etwas Office. Zusätzlich zur privaten Nutzung wird der Platz auch beruflich im Homeoffice mit einer CAD-Workstation genutzt. In dieser Konfiguration steht das eigentliche System in Form eines 14“ Laptops als dritter Bildschirm links neben den beiden anderen Bildschirmen auf einem Ständer. Außerdem nutze ich den Tisch und somit auch die Lampe zum Bauen mit Klemmbausteinen, wofür eine ordentlich helle und gleichzeitig nicht blendende Beleuchtung ebenfalls sehr wichtig ist.
Zunächst habe ich mich gefragt, wie man überhaupt ohne professionelles Messequipment eine Lampe bewerten soll. Nach etwas hin- und herüberlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es den meisten Nutzern wahrscheinlich nicht darauf ankommt, ob die tatsächlich gemessene Farbtemperatur exakt mit den Herstellerwerten übereinstimmt, sondern ob das Gesamtpaket stimmt und für die jeweiligen Nutzungsszenarien passend ist. Darum gehe ich im Folgenden auf die verschiedenen Features und Eigenschaften ein und versuche so ein möglichst gutes Gesamtbild zu zeichnen.
Zuallererst fällt beim Auspacken aus, dass BenQ sich Gedanken um nachhaltige Materialen bei der Verpackung gemacht hat, denn hier findet sich kaum Kunststoff. Lediglich das Gerät selbst, sowie der optionale Webcam-Halterungswinkel sind in Folie verpackt. Der Rest der Verpackung besteht aus Papier/Pappe. Sehr löblich!
0. ALLGEMEINES
Die Verarbeitungsqualität ist auf sehr hohem Niveau. Man ist mittlerweile durch Smartphones und ähnliches gewohnt hochwertige Materialien und saubere Verarbeitung der Produkte vorzufinden, die Screenbar muss sich da aber keineswegs verstecken. Vor Allem der Controller fühlt sich mit seinem Gewicht, dem gummierten Fuß und dem geschmeidig drehenden Steuerungsring sehr nach einem Premiumprodukt an und das dunkelgrau eloxierte Material wirkt modern und professionell. Nur das sehr Staub- und Fingerabdruckempfindlichen Material an der Touch-Steuerung sowie der etwas billig wirkenden Webcam-Halterungswinkel sind noch verbesserungswürdig. Wobei zu Letzterem positiv erwähnt werden sollte, dass zumindest zusätzlich zum bereits angebrachten doppelseitigen Klebeband noch ein weiterer Streifen beiliegt. Allerdings hätte ich mir hier eher einen Clip- oder Schraub-Mechnismus gewünscht.
Die Bauform der Screenbar Halo 2 ist durch das Backlight und die fest am Halter verbaute Lampe allerdings im Vergleich zum Vorgänger um einiges gewachsen. Außerdem ist das USB-C Kabel nun nicht mehr vom Gerät trennbar. Dadurch ist die Halo 2 deutlich weniger transportabel als ihr Vorgänger. Da sie aber allgemein eher für den stationären Einsatz gedacht ist, wird das für die meisten Nutzer kein Problem sein
Die Screenbar Halo 2 benötigt für die volle Helligkeit das im Lieferumfang befindliche Netzteil. Das musste ich beim ersten Testen auch erstmal herausfinden. Da meine „alte“ Screenbar nur am USB-Port des PCs hing, habe ich die Halo 2 auch erstmal versucht direkt über den PC mit Strom zu versorgen, was grundsätzlich auch funktioniert hat. Allerdings war ich verwundert, dass die neue Screenbar im Vergleich etwas dunkler war als die Alte und war schon etwas enttäuscht. Mit dem Netzteil hingegen ist die Halo 2 nun tatsächlich deutlich heller. Hier darf man also keine voreiligen Schlüsse ziehen.
1. BACKLIGHT
Der größte und auffälligste Unterschied im Gegensatz zur ursprünglichen Screenbar, ist natürlich der namensgebende „Halo“, welcher die Wand auf der Rückseite des Monitors zusätzlich beleuchtete und damit eine angenehme, indirekte Beleuchtung erzeugt. Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass dieses Feature natürlich nur sinnvoll zu nutzen ist, wenn der Schreibtisch an der Wand steht, oder eine Rückwand hat. Bei einem offenen Aufbau geht die zusätzliche Beleuchtung also sprichwörtlich „ins Leere“. Ich hatte erst Bedenken, ob der Lichtschein bei meinem Aufbau gleichmäßig sein wird, da meine Bildschirme nicht genau parallel zur Wand stehen, aber der indirekte Beleuchtungseffekt ist trotzdem sehr effektiv uns sieht klasse aus.
2. CONTROLLER UND STEUERUNG
Ein weiterer, wesentlicher Unterschied zum Vorgänger, der komplett über die Bedienelemente an der Lampe selbst gesteuert wird, gibt es bei der Screenbar Halo 2 nun einen drahtlosen Controller, welcher separat auf den Tisch positioniert wird. Grundsätzlich bin ich kein so großer Fan von zusätzlichen Teilen im Arbeitsbereich, aber dadurch, dass der Controller drahtlos und verhältnismäßig klein und dezent ist, kann ich damit gut leben. Die Akkulaufzeit konnte ich in der Kürze des Testzeitraums noch nicht überprüfen, der Hersteller gibt hier aber drei Monate Akkuladung an. Praktischerweise verfügt der Controller über einen USB-C Anschluss, womit er überall problemlos geladen werden kann. Die Steuerung ist selbsterklärend: Es gibt jeweils für Helligkeit und Farbtemperatur einen angezeigten Wert und die Helligkeit kann jeweils vorne und hinten separat eingestellt werden. Ich hätte hier aber gerne noch zusätzlich die Möglichkeit gehabt, auch die Farbtemperatur der vorderen und hinteren Leuchte unterschiedlich einzustellen, da ich das Backlight tendenziell eher wärmer als das Frontlicht bevorzugen würde. Außerdem gibt es am Controller noch Schaltflächen für das automatische Dimmen, bei dem sich Helligkeit und Farbtemperatur nach den Gegebenheiten im Raum automatisch anpassen, die Einstellungen des Bewegungssensors und eine Schaltfläche, um seine Favoriten einzuspeichern und abzurufen. Wie erwähnt könnte die Touch-Steuerungsfläche aber durchaus eine oleophobe Beschichtung, ähnlich Smartphone-Displays vertragen, damit nicht jeder Abdruck direkt sichtbar ist.
3. HAUPT-/FRONTLICHT
Die Screenbar Halo 2 ist mit ihren 50 mm Länge einen Teil länger als die Screenbar der ersten Generation mit ihren 45 mm. In meinem Fall wird meine Arbeitsfläche von 120 cm damit tatsächlich bis zum Rand ausgeleuchtet, trotz der recht weit außermittig am rechten Bildschirm montieren Screenbar. Außerdem sitzt die Lampe durch den längeren „Arm“ am Halter weiter vom Bildschirm weg, was den Winkel der Lampe und somit die Ausleuchtung auf dem Tisch positiv beeinflusst. Es ist nahezu unmöglich die Lampe so einzustellen, dass man von unten direkt ins Licht schauen kann, selbst bei niedriger Sitzposition. Selbst wenn man die LEDs erahnen kann, blendet es nicht sofort. An dieser Stelle ist das schon eine deutliche Verbesserung. Auch deutlich verbessert hat sich die allgemeine Helligkeit: Ich habe versucht die Helligkeit der „Alten“ und “Neuen“ Lampe auf das gleiche Helligkeitsniveau so setzen und die Screenbar Halo 2 war lediglich bei ca. 80%, während die andere auf „Volle Pulle“ lief. Auf den oberen beiden Bildern ist die Halo 2 (auf dem rechten Bildschirm montiert) je mit und ohne Backlight zu sehen, auf dem dritten Bild die Original-Screenbar (auf dem linken Bildschirm montiert). Gut zu erkennen ist hier auch, dass bei der Halo 2 kein Lichtschein mehr aus der Lampe selbst zu sehen ist, bei der Screenbar aber schon
4. ANNÄHERUNGSSENSOR
Noch ein Unterschied ist der nun verbaute Ultraschallsensor, welcher erkennt, ob sich eine Person am Schreibtisch befindet und dann die Beleuchtung aktiviert. Das funktioniert sehr gut und die Abschaltzeit lässt sich auf 3, 5, 10 und 15 Minuten einstellen, oder komplett deaktivieren. Obwohl ich den Sensor am Anfang nur für ein nettes Gimmick gehalten habe, ist er tatsächlich sogar eins meiner persönlichen Highlights. Jedes Mal, wenn ich mich an meinen Platz setze und das Licht sich von selbst einschaltet, habe ich das Gefühl wie der Captain eines Raumschiffs die Brücke zu betreten.
Dinge, die ich super finde:
5. FAZIT
Insgesamt ist die BenQ Screenbar Halo 2 ein großartiges Produkt und in meinen Augen trotz des zugegebenermaßen hohen Preises unterm Strich ihr Geld wert. Die allgemeine Verarbeitungsqualität ist fantastisch und Front- und Backlight helfen in meinem Fall tatsächlich effektiv Ermüdung der Augen vorzubeugen. Auch bei längeren Gamingsessions oder beim konzentrierten Arbeiten habe ich nicht wie zuvor zwischendurch das Gefühl gehabt, das mir die Augen schwer werden. Klar, es gibt ein paar kleine Schönheitsfehler: Der Controller ist ein Magnet für Fingerabdrücke, die Webcam-Halterung wirkt im Vergleich zum Rest etwas klapprig und das fest verbaute Kabel schränkt die Flexibilität ein. Aber trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist die Screenbar Halo 2 eine sinnvolle Weiterentwicklung im Gegensatz zu meiner alten Screenbar und ist insgesamt sehr empfehlenswert.
Da eine Beleuchtung auch immer zum Einsatzort passen muss, möchte ich zuerst noch kurz darauf eingehen, wie mein Setup aufgebaut ist, in welcher Art ich die Screenbar nutze und worauf es bei mir ankommt:
Auf meinem Schreibtisch stehen zwei 27“ Monitore (Samsung Odyssey G5 G50D, non-curved) nebeneinander in leicht angewinkelter Anordnung. Hauptsächlich nutze ich den privaten Desktop-PC zum Spielen und außerdem für Internet, Streaming und etwas Office. Zusätzlich zur privaten Nutzung wird der Platz auch beruflich im Homeoffice mit einer CAD-Workstation genutzt. In dieser Konfiguration steht das eigentliche System in Form eines 14“ Laptops als dritter Bildschirm links neben den beiden anderen Bildschirmen auf einem Ständer. Außerdem nutze ich den Tisch und somit auch die Lampe zum Bauen mit Klemmbausteinen, wofür eine ordentlich helle und gleichzeitig nicht blendende Beleuchtung ebenfalls sehr wichtig ist.
Zunächst habe ich mich gefragt, wie man überhaupt ohne professionelles Messequipment eine Lampe bewerten soll. Nach etwas hin- und herüberlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es den meisten Nutzern wahrscheinlich nicht darauf ankommt, ob die tatsächlich gemessene Farbtemperatur exakt mit den Herstellerwerten übereinstimmt, sondern ob das Gesamtpaket stimmt und für die jeweiligen Nutzungsszenarien passend ist. Darum gehe ich im Folgenden auf die verschiedenen Features und Eigenschaften ein und versuche so ein möglichst gutes Gesamtbild zu zeichnen.
Zuallererst fällt beim Auspacken aus, dass BenQ sich Gedanken um nachhaltige Materialen bei der Verpackung gemacht hat, denn hier findet sich kaum Kunststoff. Lediglich das Gerät selbst, sowie der optionale Webcam-Halterungswinkel sind in Folie verpackt. Der Rest der Verpackung besteht aus Papier/Pappe. Sehr löblich!
0. ALLGEMEINES
Die Verarbeitungsqualität ist auf sehr hohem Niveau. Man ist mittlerweile durch Smartphones und ähnliches gewohnt hochwertige Materialien und saubere Verarbeitung der Produkte vorzufinden, die Screenbar muss sich da aber keineswegs verstecken. Vor Allem der Controller fühlt sich mit seinem Gewicht, dem gummierten Fuß und dem geschmeidig drehenden Steuerungsring sehr nach einem Premiumprodukt an und das dunkelgrau eloxierte Material wirkt modern und professionell. Nur das sehr Staub- und Fingerabdruckempfindlichen Material an der Touch-Steuerung sowie der etwas billig wirkenden Webcam-Halterungswinkel sind noch verbesserungswürdig. Wobei zu Letzterem positiv erwähnt werden sollte, dass zumindest zusätzlich zum bereits angebrachten doppelseitigen Klebeband noch ein weiterer Streifen beiliegt. Allerdings hätte ich mir hier eher einen Clip- oder Schraub-Mechnismus gewünscht.
Die Bauform der Screenbar Halo 2 ist durch das Backlight und die fest am Halter verbaute Lampe allerdings im Vergleich zum Vorgänger um einiges gewachsen. Außerdem ist das USB-C Kabel nun nicht mehr vom Gerät trennbar. Dadurch ist die Halo 2 deutlich weniger transportabel als ihr Vorgänger. Da sie aber allgemein eher für den stationären Einsatz gedacht ist, wird das für die meisten Nutzer kein Problem sein
Die Screenbar Halo 2 benötigt für die volle Helligkeit das im Lieferumfang befindliche Netzteil. Das musste ich beim ersten Testen auch erstmal herausfinden. Da meine „alte“ Screenbar nur am USB-Port des PCs hing, habe ich die Halo 2 auch erstmal versucht direkt über den PC mit Strom zu versorgen, was grundsätzlich auch funktioniert hat. Allerdings war ich verwundert, dass die neue Screenbar im Vergleich etwas dunkler war als die Alte und war schon etwas enttäuscht. Mit dem Netzteil hingegen ist die Halo 2 nun tatsächlich deutlich heller. Hier darf man also keine voreiligen Schlüsse ziehen.
1. BACKLIGHT
Der größte und auffälligste Unterschied im Gegensatz zur ursprünglichen Screenbar, ist natürlich der namensgebende „Halo“, welcher die Wand auf der Rückseite des Monitors zusätzlich beleuchtete und damit eine angenehme, indirekte Beleuchtung erzeugt. Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass dieses Feature natürlich nur sinnvoll zu nutzen ist, wenn der Schreibtisch an der Wand steht, oder eine Rückwand hat. Bei einem offenen Aufbau geht die zusätzliche Beleuchtung also sprichwörtlich „ins Leere“. Ich hatte erst Bedenken, ob der Lichtschein bei meinem Aufbau gleichmäßig sein wird, da meine Bildschirme nicht genau parallel zur Wand stehen, aber der indirekte Beleuchtungseffekt ist trotzdem sehr effektiv uns sieht klasse aus.
2. CONTROLLER UND STEUERUNG
Ein weiterer, wesentlicher Unterschied zum Vorgänger, der komplett über die Bedienelemente an der Lampe selbst gesteuert wird, gibt es bei der Screenbar Halo 2 nun einen drahtlosen Controller, welcher separat auf den Tisch positioniert wird. Grundsätzlich bin ich kein so großer Fan von zusätzlichen Teilen im Arbeitsbereich, aber dadurch, dass der Controller drahtlos und verhältnismäßig klein und dezent ist, kann ich damit gut leben. Die Akkulaufzeit konnte ich in der Kürze des Testzeitraums noch nicht überprüfen, der Hersteller gibt hier aber drei Monate Akkuladung an. Praktischerweise verfügt der Controller über einen USB-C Anschluss, womit er überall problemlos geladen werden kann. Die Steuerung ist selbsterklärend: Es gibt jeweils für Helligkeit und Farbtemperatur einen angezeigten Wert und die Helligkeit kann jeweils vorne und hinten separat eingestellt werden. Ich hätte hier aber gerne noch zusätzlich die Möglichkeit gehabt, auch die Farbtemperatur der vorderen und hinteren Leuchte unterschiedlich einzustellen, da ich das Backlight tendenziell eher wärmer als das Frontlicht bevorzugen würde. Außerdem gibt es am Controller noch Schaltflächen für das automatische Dimmen, bei dem sich Helligkeit und Farbtemperatur nach den Gegebenheiten im Raum automatisch anpassen, die Einstellungen des Bewegungssensors und eine Schaltfläche, um seine Favoriten einzuspeichern und abzurufen. Wie erwähnt könnte die Touch-Steuerungsfläche aber durchaus eine oleophobe Beschichtung, ähnlich Smartphone-Displays vertragen, damit nicht jeder Abdruck direkt sichtbar ist.
3. HAUPT-/FRONTLICHT
Die Screenbar Halo 2 ist mit ihren 50 mm Länge einen Teil länger als die Screenbar der ersten Generation mit ihren 45 mm. In meinem Fall wird meine Arbeitsfläche von 120 cm damit tatsächlich bis zum Rand ausgeleuchtet, trotz der recht weit außermittig am rechten Bildschirm montieren Screenbar. Außerdem sitzt die Lampe durch den längeren „Arm“ am Halter weiter vom Bildschirm weg, was den Winkel der Lampe und somit die Ausleuchtung auf dem Tisch positiv beeinflusst. Es ist nahezu unmöglich die Lampe so einzustellen, dass man von unten direkt ins Licht schauen kann, selbst bei niedriger Sitzposition. Selbst wenn man die LEDs erahnen kann, blendet es nicht sofort. An dieser Stelle ist das schon eine deutliche Verbesserung. Auch deutlich verbessert hat sich die allgemeine Helligkeit: Ich habe versucht die Helligkeit der „Alten“ und “Neuen“ Lampe auf das gleiche Helligkeitsniveau so setzen und die Screenbar Halo 2 war lediglich bei ca. 80%, während die andere auf „Volle Pulle“ lief. Auf den oberen beiden Bildern ist die Halo 2 (auf dem rechten Bildschirm montiert) je mit und ohne Backlight zu sehen, auf dem dritten Bild die Original-Screenbar (auf dem linken Bildschirm montiert). Gut zu erkennen ist hier auch, dass bei der Halo 2 kein Lichtschein mehr aus der Lampe selbst zu sehen ist, bei der Screenbar aber schon
4. ANNÄHERUNGSSENSOR
Noch ein Unterschied ist der nun verbaute Ultraschallsensor, welcher erkennt, ob sich eine Person am Schreibtisch befindet und dann die Beleuchtung aktiviert. Das funktioniert sehr gut und die Abschaltzeit lässt sich auf 3, 5, 10 und 15 Minuten einstellen, oder komplett deaktivieren. Obwohl ich den Sensor am Anfang nur für ein nettes Gimmick gehalten habe, ist er tatsächlich sogar eins meiner persönlichen Highlights. Jedes Mal, wenn ich mich an meinen Platz setze und das Licht sich von selbst einschaltet, habe ich das Gefühl wie der Captain eines Raumschiffs die Brücke zu betreten.
Dinge, die ich super finde:
- Hohe Helligkeit: Dank des mitgelieferten Netzteils bietet die Lampe eine beeindruckende Leuchtkraft, die den Vorgänger deutlich übertrifft.
- Verbesserte Ausleuchtung: Die größere Bauform sorgt für eine breite, blendfreie Ausleuchtung der Arbeitsfläche ohne Reflexionen im Monitor.
- Atmosphärisches Backlight Die indirekte Beleuchtung auf der Rückseite erzeugt ein angenehmes Lichtambiente im Raum, welches Ermüdung effektiv verhindert.
- Hochwertiger Controller: Das kabellose Steuerungsrad überzeugt durch eine präzise Haptik und eine hochwertige Materialverarbeitung.
- Praktischer Annäherungssensor: Die automatische Einschaltfunktion erkennt den Nutzer zuverlässig und steigert den Bedienkomfort im Alltag.
- Nachhaltige Verpackung: BenQ verzichtet beim Versand weitestgehend auf Kunststoffe und setzt stattdessen auf umweltfreundliche Pappe.
- Eingeschränkte Farbkontrolle: Die Farbtemperaturen von Front- und Backlight lassen sich leider nicht unabhängig voneinander regulieren.
- Stationäre Anwendung: Durch das fest verbaute USB-Kabel und die massivere Bauweise ist die Lampe weniger für den Transport geeignet.
- Finderabdrücke auf Controller: Die Touch-Fläche des Controllers ist sehr anfällig für sichtbare Fingerabdrücke und Staub.
- Qualität des Webcam-Halters: Der optionale Webcam-Halter wirkt im Vergleich zum restlichen Premium-Produkt weniger hochwertig.
5. FAZIT
Insgesamt ist die BenQ Screenbar Halo 2 ein großartiges Produkt und in meinen Augen trotz des zugegebenermaßen hohen Preises unterm Strich ihr Geld wert. Die allgemeine Verarbeitungsqualität ist fantastisch und Front- und Backlight helfen in meinem Fall tatsächlich effektiv Ermüdung der Augen vorzubeugen. Auch bei längeren Gamingsessions oder beim konzentrierten Arbeiten habe ich nicht wie zuvor zwischendurch das Gefühl gehabt, das mir die Augen schwer werden. Klar, es gibt ein paar kleine Schönheitsfehler: Der Controller ist ein Magnet für Fingerabdrücke, die Webcam-Halterung wirkt im Vergleich zum Rest etwas klapprig und das fest verbaute Kabel schränkt die Flexibilität ein. Aber trotz dieser kleinen Kritikpunkte ist die Screenbar Halo 2 eine sinnvolle Weiterentwicklung im Gegensatz zu meiner alten Screenbar und ist insgesamt sehr empfehlenswert.