[Hilfe/Reparatur] AORUS 17X (2024) RTX 4080 - GPU im Notlauf (457W Sensor-Fehler) nach Bierschaden

Tarocan

Neuling
Thread Starter
Mitglied seit
13.04.2026
Beiträge
1
Moin zusammen!
Ich habe hier ein kleines (oder eher großes) Sorgenkind und hoffe auf das Schwarmwissen oder vielleicht sogar die Löt-Künste eines erfahrenen Board-Repair-Spezialisten hier im Forum.
Ich habe günstig ein Gigabyte AORUS 17X (2024) mit einem Intel i9 und einer RTX 4080 (Laptop GPU) geschossen. Das Gerät hatte vor einigen Monaten einen leichten Bierschaden.
Das Verrückte: Das Gerät lebt eigentlich!
Der Laptop bootet ganz normal ins Windows, das Display ist fehlerfrei, die CPU läuft tadellos und das System stürzt nicht ab.
Das Fehlerbild:
Die dedizierte RTX 4080 hängt in einem harten Power-Limit-Notlauf (taktet dauerhaft auf exakt 210 MHz bei 0,625 V). Der Grafikchip selbst und der VRAM sind aber physisch intakt! Für den Bruchteil einer Sekunde taktet die GPU im Idle völlig sauber auf 2280 MHz hoch, bevor das Power-Limit sofort wieder greift.
Durch HWiNFO und HWMonitor konnte ich das Problem isolieren:
Der Sensor-Kurzschluss: HWMonitor meldet bei den Power-Werten der GPU absurd hohe "16-PIN 12VHPWR: 456.48 W". Dieser Laptop besitzt physisch natürlich überhaupt keinen Desktop-Stromstecker. Der Sensor (vermutlich ein INA3221-Chip oder der dazugehörige Shunt-Widerstand für die Hauptstromversorgung NVVDD) hat durch die Bierreste offensichtlich einen Treffer weg oder misst Mist. Er meldet dem Mainboard fälschlicherweise, dass fast 460 Watt fließen, weshalb die Karte sofort drosselt. Zusätzlich gibt es PEX Errors, die ich aber auch bei gesunden Geräten beobachtet habe. Daher halte ich sie nicht für kritisch...
VRAM / Frame Buffer ist gesund: Der Sensor für die Frame Buffer Power Supply (VRAM) zeigt völlig normale, dynamische Werte an (springt sauber zwischen 10W und 150W bei Last). Der I2C/SMBus ist also intakt. Es ist wirklich nur der primäre Haupt-Stromeingang der GPU, der diesen fehlerhaften 456W-Wert ausspuckt.
Was bisher geschah:
Das Gerät lag zur Diagnose fast vier Wochen bei einer lokalen Hamburger Werkstatt ("Profi Fix"). Die haben mir das Gerät jetzt leider unrepariert zurückgegeben. Aussage: Sie haben keine Schaltpläne (Schematics/Boardviews) für dieses neue Gigabyte-Mainboard gefunden und konnten den fehlerhaften Messkreis ohne Plan nicht auf der Platine lokalisieren. Offensichtlich schwarz verkohlt ist auf dem Board laut deren Aussage nichts.
Meine Frage an die Community:
Gibt es hier jemanden, der sich mit dem Power-Design der aktuellen RTX 40er Serie (idealerweise Gigabyte) so gut auskennt, dass er den entsprechenden Shunt/INA-Schaltkreis auch ohne exakten Schaltplan findet?
Falls jemand das Equipment (Ultraschallbad + Mikroskop + Heißluft) und die Lust hat, sich dieses isolierten Kurzschlusses gegen faire Bezahlung anzunehmen, würde ich mich riesig über eine Nachricht freuen! Screenshots von HWMonitor und HWiNFO reiche ich gerne nach.
Vielen Dank schon mal fürs Lesen und für jeden Tipp, wo ich auf dem Mainboard suchen (lassen) sollte!
Liebe Grüße
 

Anhänge

  • IMG-20260316-WA0001.jpg
    IMG-20260316-WA0001.jpg
    243 KB · Aufrufe: 18
  • IMG-20260316-WA0000.jpg
    IMG-20260316-WA0000.jpg
    372,3 KB · Aufrufe: 15
  • IMG-20260316-WA0002.jpg
    IMG-20260316-WA0002.jpg
    455,4 KB · Aufrufe: 16
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Hatte die Tage ein Buildzoid-Video einer RTX 5080 gesehen, wo er einen Powermod auf der RTX 5080 Inno3D gemacht hatte - also ähnliche Thematik.

In der Nähe von der GPU solltest du einen Spannungscontroller finden. Die sind gleich groß wie bei den Desktop-Karten. Notfalls da mal eine Cross-Referenz anschauen, PCBs sind bei den Desktop-GPUs meistens aufgeräumter.

Die PinOuts von den Spannungscontrollern sind online verfügbar.
Dadurch bekommst du raus, an welchen Pins die Shunts dran sind.

Theoretisch dann einfach den Leiterbahnen von den Pins folgen & man kommt bei den Shunts raus.
Da wird es einen Kurzschluss geben, die Berechnung des Stromverbrauchs läuft dort über Spannungsabfall über die Widerstände.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh