KI ersetzt Job: Übersetzer von Kingdom Come 2 musste gehen

Thread Starter
Mitglied seit
06.03.2017
Beiträge
117.442
Rund um Kingdom Come: Deliverance 2 ist eine Debatte über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Spieleentwicklung entbrannt. Auslöser ist die Aussage eines ehemaligen Mitarbeiters von Warhorse Studios, der angibt, seine Tätigkeit als Übersetzer durch den Einsatz automatisierter Systeme verloren zu haben.
... weiterlesen
 
Wenn Du diese Anzeige nicht sehen willst, registriere Dich und/oder logge Dich ein.
Ein Übersetzer musste gehen. Nach seiner eigenen Aussage, weil KI eingesetzt wird. Ich weiß ja nicht, aber auf derartige "eigene Aussagen" gebe ich so unbestätigt erstmal nicht viel.

Auch wird zumindest nicht im Artikel erwähnt, ob er wirklich der einzige Übersetzer war? Wenn die 5 hatten und jetzt KI einsetzen, dann sind immernoch 4 Übersetzer da, die das nochmal kontrollieren können. Und das nichtmehr soviel Arbeit ist, schaffen das dann vielleicht auch einfach nur 4 Übersetzer.
Der Artikel suggeriert schon wieder irgendwie, das da jetzt urplötzlich nur noch ungeprüfte KI-Übersetzungen verwendet werden sollen.... Und solange sich Warehouse nicht dazu äussert, ist das erstmal nur eine recht einseitige Darstellung und mehr weiß man auch nicht.

Neben der Frage nach möglichen Qualitätsverlusten steht vor allem die langfristige Auswirkung auf kreative Berufe im Fokus.
Naja, eine so super kreativer Job dürfte Übersetzer wohl eher nicht sein.
Wirklich kreative Stellen haben immernoch den Vorteil, das KIs ziemlich schlecht darin sind neue Sachen zu erfinden. Es braucht also immernoch jemanden, der überhaupt eine Idee und eine Vorstellung hat. Die kann er dann in eine KI füttern und z.B. Assets einfacher/schneller erstellen. Also wenn der kreative Kopf einem Designer erklärt wie etwas aussehen soll, dann wird der Designer (weitgehend) überflüssig. Aber der war ja dann auch nicht gerade der Kreative. Wenn der Designer selbst die Ideen hatte, dann wird nur seine Arbeit einfacher, sogesehen sogar in dem Sinne, das er mehr Zeit für Kreativität hat, weil die Umsetzung schneller geht.
 
Also wenn ich mir ansehe, was "Übersetzer" bisher so abgeliefert haben... nunja.

Allein diese "Lokalisierungs"wut von Blizzard, als in WoW alles eingedeutscht wurde, so lächerlich und peinlich, jeder Eigenname wurde arisiert, selbst aus dem Blackrock wurde der Schwarzfels... Cringe wäre eine Untertreibung gewesen, hätte es dieses Wort seinerzeit schon gegeben.

Seither (also seit ca. 20 Jahren) spiele ich ausschließlich auf Englisch (hab auch gut was dazu gelernt seit dem), weil die deutschen Übersetzungen nicht zu ertragen sind.
Ausnahme: Gothic / Arcania Reihe.

Fernsehen das Gleiche, ich sag nur "Yippyaye Schweinebacke"... ich mein WTF?



Nicht, dass die deutsche Sprache allgemein schlecht wäre... da geht schon was wenn man will.
 
Wenn es stimmt, dann ist die Art und Weise sehr amerikanisiert orientiert durchgezogen worden. Da ist es einfach üblich, dass morgen, ohne Vorwarnung, dein Job nicht mehr gebraucht wird. Eine gut geführte Firma, die liquide ist, gibt noch eine Abfindung und Übernahme von sozialen Leistungen für einen begrenzten Zeitraum, um mögliche gerichtliche Auseinandersetzungen entgegenzuwirken (und amerikanische Bürger teilweise heillos überschuldet sind).
Vielleicht werden irgendwann auch Programmierer für verschiedene Hochsprachen obsolet sein oder die Menschheit durch die KI ersetzt, was sie selbst entwickelt hat, wenn die Parallelität der Verarbeitung das menschliche Gehirn um weitem übertrifft. Man spricht ja auch ständig vom neuronalem Netz ... (Vorsicht: realistische Ironie).
Ich denke, Arbeitsstellen werden da wegfallen, wenn es um digitale Inhalte und schnelle Bearbeitung geht. Dann für 24h, 365 Tage arbeitet, keine Pause macht und nicht meckert, krank werden kann oder mehr Geld verlangen will. Das übernehmen in Zukunft der Anbieter der KI - Infrastruktur :fresse2:
 
Wenn es stimmt, dann ist die Art und Weise sehr amerikanisiert orientiert durchgezogen worden. Da ist es einfach üblich, dass morgen, ohne Vorwarnung, dein Job nicht mehr gebraucht wird. Eine gut geführte Firma, die liquide ist, gibt noch eine Abfindung und Übernahme von sozialen Leistungen für einen begrenzten Zeitraum, um mögliche gerichtliche Auseinandersetzungen entgegenzuwirken (und amerikanische Bürger teilweise heillos überschuldet sind).
Vielleicht werden irgendwann auch Programmierer für verschiedene Hochsprachen obsolet sein oder die Menschheit durch die KI ersetzt, was sie selbst entwickelt hat, wenn die Parallelität der Verarbeitung das menschliche Gehirn um weitem übertrifft. Man spricht ja auch ständig vom neuronalem Netz ... (Vorsicht: realistische Ironie).
Ich denke, Arbeitsstellen werden da wegfallen, wenn es um digitale Inhalte und schnelle Bearbeitung geht. Dann für 24h, 365 Tage arbeitet, keine Pause macht und nicht meckert, krank werden kann oder mehr Geld verlangen will. Das übernehmen in Zukunft der Anbieter der KI - Infrastruktur :fresse2:


Stimmt wohl, aber die KI kauft auch nicht ein, das sollten die LEute die oben den Chefposten haben auch kapieren, irgendwann wird halt das Kartenhaus auch zusammenfallen
 
Also wenn bei uns ( DAX Unternehmen) auch nur die Hälfte der KI-Projekte mit Palantir und Co. zündet und Sachen bei uns ausgewertet/automatisiert, werden werden min. 20-30% der externen MA/dienstleister gehen müssen. Da haben viele aber noch gar nicht verstanden. Wir haben auch Gewerke die immer witzlos einfache Powerpoint Grafiken gebastelt haben, das wurde schon nicht mehr verlängert.
 
Stimmt wohl, aber die KI kauft auch nicht ein, das sollten die LEute die oben den Chefposten haben auch kapieren, irgendwann wird halt das Kartenhaus auch zusammenfallen
Das Kartenhaus wird dann zusammenfallen, wenn es zunehmend der breiten Masse weh tut und die Realität sie einholt. Dann wird definitiv der Stromstecker gezogen. Noch ist es eher eine Spielerei, ausprobieren was geht. Es kann auch in Teilen hilfreich für die Menschheit sein. Kein Ersetzen, sondern unterstützen und schneller das Ziel erreichen. Das war eigentlich der Ursprungsgedanke für die KI-Entwicklung!

Was es aktuell nicht ersetzen kann ist die analoge und kreative Komponente. Das Analoge kann man durch sich selbst produzierende, entwicklungs-/optimierungsfähige Roboter ersetzen, beim Kreativen bin ich mir noch nicht ganz sicher, weil die KI sich nur auf das gesammelte Wissen, auf Speichermedien, stützen kann und das ist z.B. kreative Vergangenheit. Je nachdem, womit es gefüttert wurde.
Gefährlich wird es dann, wenn das Virtuelle mit der Realität sich vermischt und die Menschheit den Inhalt nicht mehr hinterfragen kann und als gegeben hinnimmt. Und da wird es zu spät sein (also jeden Schei... glauben). Ich denke, man sollte für die KI-Modelle ein KI-Schutzprogramm entwickeln, was schnell die Plausibilität kontrolliert und unabhängig auf Endgeräte läuft, klar kennzeichnet, ob es tatsächliches validiertes Wissen ist, in Teilen falsch oder nicht real ist.
 
Wundert mich überhaupt nicht. Es war klar, dass gerade solche Jobs zuerst draufgehen bzw. von KI übernommen werden würden.

Dass es ausgerechnet bei Warhorse Studios passiert ist, zeigt zudem einmal mehr die Verlogenheit der Branche.
Da wird von ach so ambitionierten und mit Liebe zum Gaming und der Kreativität besetzten Entwicklerteams gefaselt und wie wichtig doch jede einzelne Person ist.
Und die ach so wichtige Diversität eines Teams wird immer wieder hervorgehoben und bla bla bla...
Wenn es aber möglich ist, durch den Einsatz von KI das Geld für Mitarbeiter einzusparen, dann spielt das alles ganz schnell keine Rolle mehr. Dann muss im Fall des Falles auch der "Quotenschwarze" seinen Hut nehmen.
Denn am Ende des Tages zählt bei Allen das Geld eben doch mehr als der Mensch.
 
Hardwareluxx setzt keine externen Werbe- und Tracking-Cookies ein. Auf unserer Webseite finden Sie nur noch Cookies nach berechtigtem Interesse (Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO) oder eigene funktionelle Cookies. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir diese Cookies setzen. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Einstellung unserer Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Zurück
Oben Unten refresh