Hallo zusammen,
ich durfte die Corsair Nautilus 360 RS LCD testen. Vielen Dank an Hardwareluxx und Corsair, diesen Test zu ermöglichen.
Da zur AIO genügend "professionelle" Tests im Internet zu finden sind, habe ich bei mir den Schwerpunkt auf subjektive Consumerwahrnehmung gelegt.
Verpackung und Inhalt
Die AIO kommt gut verpackt und geschützt an. Hervorzuheben ist, dass Corsair versucht, Plastikverpackung zu minimieren und nur den Schlauch und die Pumpe in Plastik verpackt.
Für die Verpackung der Lüfter, Schrauben und des Radiators wird Papier verwendet.
Die Tütchen mit Zubehör sind klar beschriftet. Es liegt lediglich ein kleines Handbuch bei, welches Sicherheits-, Compliance- und Garantieinformationen beinhaltet.
Ein Installationshandbuch sucht man vergebenes.
Dies ist aber bei vielen Corsair Produkten so. Die Anleitungen findet man gut bebildert und beschrieben auf der Homepage unter folgendem Link.
Screenshot aus der Anleitung:
Einbau
Der Einbau der Wasserkühlung unterscheidet sich nicht groß von denen anderer großer Hersteller.
Auf der Homepage findet man eine gute, bebilderte Anleitung, welche einen Schritt-für-Schritt durch den Installationsprozess führt.
Als erstes müssen die RS Lüfter auf den Radiator installiert und per Daisy chain verbunden werden.
Da ich bereits RS ARGB Lüfter im Gehäuse installiert habe, habe ich der Optik (und für mehr FPS!!11) halber die beiligenden RS durch RS ARGB Lüfter ersetzt.
Diese haben die gleichen Leistungsdaten und sollten deshalb absolut vergleichbar sein.
Bevor ich den Pumpenkopf installiert habe, musste ich erstmal mit 99% Isopropanol die alte Wärmeleitpaste von der CPU entfernen.
Anschließend werden der Radiator mit den vorher installierten Lüftern und der Pumpenkopf installiert.
Im Frame 4000D kann ich hierbei auf Corsairs Infini Rail zurückgreifen.
Es befindet sich bereits Wärmeleitpaste auf der Kupferplatte.
Erwähnenswert ist, dass der Pumpenkopf nur in zwei Richtungen installiert werden kann (Pumpen- und LCD-Kabel jeweils links und rechts und nicht unten und oben).
In der Praxis sieht das beim MSI X870E TOMAHAWK MAX WIFI PZ allerdings so aus, dass das Kabel für das LC-Display nach links zeigen muss, da es sonst mit den RAM Riegeln kollidiert. Dieses Kabel muss auf einen internen USB Port angeschlossen werden.
Beim Radiator habe ich mich für die Einbauposition im Deckel entschieden, grundsätzlich bietet das Corsair Frame 4000D auch in der Front die Möglichkeit für einen 360mm Radiator.
Die Länge der Schläuche sind auch für größere Gehäuse ausreichend, im kleineren 4000D sieht es leider etwas gedrungen aus.
Inbetriebnahme
Die Pumpe wird über einen 4 Pin PWM Konnektor an das Mainboard angeschlossen und kann somit über die Mainboard Software bzw. im Bios geregelt werden.
Damit das Display angesteuert und konfiguriert werden kann, muss die iCue Software von Corsair heruntergeladen werden. Ganze 1,1 Gigabyte sind hier schon ein Wort.
Mein PC steht auf dem Schreibtisch, wodurch etwaige Geräuschentwicklung schnell auffällt.
Und genau dies war der Fall beim ersten Einschalten: die Pumpe surrte los. Unter voller Drehzahl, ca 3200 U/min., ist sie deutlichst hörbar.
Auf 2400 U/min. heruntergeregelt ist sie subjektiv nicht mehr hörbar bzw. geht im Hintergrundrauschen unter.
Diese Einstellung nutze ich auch für die Benchmarks und Temeraturmessungen.
Software
Beim Starten der iCue Software bekommt man eine Übersicht von Sensoren, welche man anpassen kann.
Außerdem sieht man das Display und kann von hier direkt in die Einstellungen springen.
Die Auswahl an möglichen Anzeigen ist groß: man kann nicht nur die CPU wählen, sondern sich auch Details zur GPU (Auslastung, Temperatur etc.), oder sogar beides anzeigen lassen.
Des weiteren kann man lokale Bilder hochladen oder sich von Giphy ein passendes GIF aussuchen. Bei mir wohnt jetzt ein Pinguin dort
.
Dinge wie Pumpengeschwindigkeit etc. kann man hier nicht konfigurieren, da nur das Display über USB angeschlossen ist und die Pumpe wie erwähnt über einen 4 Pin PWM Konnektor vom Board die Signale bekommt.
Die Software läuft gut, einmal ist sie jedoch abgestürzt und das GIF bzw. der Pinguin drehte sich nicht mehr. Dies konnte ich nur durch einen Neustart des gesamten Systems beheben.
Das Windows ist relativ frisch installiert (mitte Dezember), schleppt also wenig Altlasten rum.
Zusätzlich zur iCue Software habe ich noch das MSI Center und NZXT Cam installiert. Hierbei habe ich keine Probleme festgestellt (wobei der Absturz vielleicht auf diese Kombination zurückzuführen ist?).
Temperaturen
Die CPU (9800x3D) läuft bis auf einem negativen Offset (-15) Stock. Für den RAM habe ich das passende Expo Profil geladen: 6000 MHz CL30 (36-36-80).
Der VSOC (ist ja auch ein Thema beim Ryzen) läuft vom Mainboard festgelegt auf 1,2V.
Mit folgenden Settings hab ich OCCT das erste Mal gestartet:
Hierbei habe ich eine Stunde lang RAM und CPU getestet. Die CPU zieht zwischen 110 und 120 Watt, was sich auch in den Temperaturen widerspiegelt.
Beim Stresstest selbst pendelten sich die Temperaturen bei 62° ein.
Anschließend habe ich einen reinen CPU Stresstest gemachacht.
Dabei werden 150 Watt von der CPU verbraucht und die Temperaturen sind dementsprechend höher. Nach einem kurzen Peak pendelten sich diese bei ca. 82° ein.
Einhergehend mit dem höheren Verbrauch und der höheren Abwärme, die abgeführt werden muss, erhöht sich auch der Geräuschpegel deutlich, wird jedoch nicht unangenehm.
Hierbei sei anzumerken, dass man mit Feintuning diesen bestimmt noch senken könnte.
Da diese synthetischen Benchmarks und die daraus resultierenden Temperaturen eher theoretischer Natur sind, habe ich davon abgesehen.
Fazit
Die Corsair Nautilus 360 RS LCD ist eine gute AIO, welche in Sachen Performance und Lautstärke punkten kann.
Anpassen sollte man auf jeden Fall die Geschwindigkeit der Pumpe, da sie im Serienzustand doch sehr wahrnehmbar ist.
Einziger Wehrmutstropfen sind die Anschlüsse für das Display und die Pumpe, wo leider die Positionen nicht frei gewählt werden können.
Mit einem momentanen Straßenpreis von 135€ ist sie eine Empfehlung, wenn man auf ein größeres Display oder fancy Lüfter (RGB oder z.B. iCue link Lüfter) verzichten kann.
Da sie in weiß oder schwarz verfügbar ist, sollte sie sich auch in jedes Setup passend integrieren lassen.
Vorteil:
- gute Kühlleistung
- Geräuschpegel absolut abzeptabel
- LC Display
Neutral:
- keine RGB Lüfter Serienmäßig
Negativ:
- Anschlüsse für Display und Pumpe etwas unflexibel
Solltet ihr Fragen haben, schießt los.
Danke fürs lesen
ich durfte die Corsair Nautilus 360 RS LCD testen. Vielen Dank an Hardwareluxx und Corsair, diesen Test zu ermöglichen.
Da zur AIO genügend "professionelle" Tests im Internet zu finden sind, habe ich bei mir den Schwerpunkt auf subjektive Consumerwahrnehmung gelegt.
Verpackung und Inhalt
Die AIO kommt gut verpackt und geschützt an. Hervorzuheben ist, dass Corsair versucht, Plastikverpackung zu minimieren und nur den Schlauch und die Pumpe in Plastik verpackt.
Für die Verpackung der Lüfter, Schrauben und des Radiators wird Papier verwendet.
Die Tütchen mit Zubehör sind klar beschriftet. Es liegt lediglich ein kleines Handbuch bei, welches Sicherheits-, Compliance- und Garantieinformationen beinhaltet.
Ein Installationshandbuch sucht man vergebenes.
Dies ist aber bei vielen Corsair Produkten so. Die Anleitungen findet man gut bebildert und beschrieben auf der Homepage unter folgendem Link.
Screenshot aus der Anleitung:
Einbau
Der Einbau der Wasserkühlung unterscheidet sich nicht groß von denen anderer großer Hersteller.
Auf der Homepage findet man eine gute, bebilderte Anleitung, welche einen Schritt-für-Schritt durch den Installationsprozess führt.
Als erstes müssen die RS Lüfter auf den Radiator installiert und per Daisy chain verbunden werden.
Da ich bereits RS ARGB Lüfter im Gehäuse installiert habe, habe ich der Optik (und für mehr FPS!!11) halber die beiligenden RS durch RS ARGB Lüfter ersetzt.
Diese haben die gleichen Leistungsdaten und sollten deshalb absolut vergleichbar sein.
Bevor ich den Pumpenkopf installiert habe, musste ich erstmal mit 99% Isopropanol die alte Wärmeleitpaste von der CPU entfernen.
Anschließend werden der Radiator mit den vorher installierten Lüftern und der Pumpenkopf installiert.
Im Frame 4000D kann ich hierbei auf Corsairs Infini Rail zurückgreifen.
Es befindet sich bereits Wärmeleitpaste auf der Kupferplatte.
Erwähnenswert ist, dass der Pumpenkopf nur in zwei Richtungen installiert werden kann (Pumpen- und LCD-Kabel jeweils links und rechts und nicht unten und oben).
In der Praxis sieht das beim MSI X870E TOMAHAWK MAX WIFI PZ allerdings so aus, dass das Kabel für das LC-Display nach links zeigen muss, da es sonst mit den RAM Riegeln kollidiert. Dieses Kabel muss auf einen internen USB Port angeschlossen werden.
Beim Radiator habe ich mich für die Einbauposition im Deckel entschieden, grundsätzlich bietet das Corsair Frame 4000D auch in der Front die Möglichkeit für einen 360mm Radiator.
Die Länge der Schläuche sind auch für größere Gehäuse ausreichend, im kleineren 4000D sieht es leider etwas gedrungen aus.
Inbetriebnahme
Die Pumpe wird über einen 4 Pin PWM Konnektor an das Mainboard angeschlossen und kann somit über die Mainboard Software bzw. im Bios geregelt werden.
Damit das Display angesteuert und konfiguriert werden kann, muss die iCue Software von Corsair heruntergeladen werden. Ganze 1,1 Gigabyte sind hier schon ein Wort.
Mein PC steht auf dem Schreibtisch, wodurch etwaige Geräuschentwicklung schnell auffällt.
Und genau dies war der Fall beim ersten Einschalten: die Pumpe surrte los. Unter voller Drehzahl, ca 3200 U/min., ist sie deutlichst hörbar.
Auf 2400 U/min. heruntergeregelt ist sie subjektiv nicht mehr hörbar bzw. geht im Hintergrundrauschen unter.
Diese Einstellung nutze ich auch für die Benchmarks und Temeraturmessungen.
Software
Beim Starten der iCue Software bekommt man eine Übersicht von Sensoren, welche man anpassen kann.
Außerdem sieht man das Display und kann von hier direkt in die Einstellungen springen.
Die Auswahl an möglichen Anzeigen ist groß: man kann nicht nur die CPU wählen, sondern sich auch Details zur GPU (Auslastung, Temperatur etc.), oder sogar beides anzeigen lassen.
Des weiteren kann man lokale Bilder hochladen oder sich von Giphy ein passendes GIF aussuchen. Bei mir wohnt jetzt ein Pinguin dort
.Dinge wie Pumpengeschwindigkeit etc. kann man hier nicht konfigurieren, da nur das Display über USB angeschlossen ist und die Pumpe wie erwähnt über einen 4 Pin PWM Konnektor vom Board die Signale bekommt.
Die Software läuft gut, einmal ist sie jedoch abgestürzt und das GIF bzw. der Pinguin drehte sich nicht mehr. Dies konnte ich nur durch einen Neustart des gesamten Systems beheben.
Das Windows ist relativ frisch installiert (mitte Dezember), schleppt also wenig Altlasten rum.
Zusätzlich zur iCue Software habe ich noch das MSI Center und NZXT Cam installiert. Hierbei habe ich keine Probleme festgestellt (wobei der Absturz vielleicht auf diese Kombination zurückzuführen ist?).
Temperaturen
Die CPU (9800x3D) läuft bis auf einem negativen Offset (-15) Stock. Für den RAM habe ich das passende Expo Profil geladen: 6000 MHz CL30 (36-36-80).
Der VSOC (ist ja auch ein Thema beim Ryzen) läuft vom Mainboard festgelegt auf 1,2V.
Mit folgenden Settings hab ich OCCT das erste Mal gestartet:
Hierbei habe ich eine Stunde lang RAM und CPU getestet. Die CPU zieht zwischen 110 und 120 Watt, was sich auch in den Temperaturen widerspiegelt.
Beim Stresstest selbst pendelten sich die Temperaturen bei 62° ein.
Anschließend habe ich einen reinen CPU Stresstest gemachacht.
Dabei werden 150 Watt von der CPU verbraucht und die Temperaturen sind dementsprechend höher. Nach einem kurzen Peak pendelten sich diese bei ca. 82° ein.
Einhergehend mit dem höheren Verbrauch und der höheren Abwärme, die abgeführt werden muss, erhöht sich auch der Geräuschpegel deutlich, wird jedoch nicht unangenehm.
Hierbei sei anzumerken, dass man mit Feintuning diesen bestimmt noch senken könnte.
Da diese synthetischen Benchmarks und die daraus resultierenden Temperaturen eher theoretischer Natur sind, habe ich davon abgesehen.
Fazit
Die Corsair Nautilus 360 RS LCD ist eine gute AIO, welche in Sachen Performance und Lautstärke punkten kann.
Anpassen sollte man auf jeden Fall die Geschwindigkeit der Pumpe, da sie im Serienzustand doch sehr wahrnehmbar ist.
Einziger Wehrmutstropfen sind die Anschlüsse für das Display und die Pumpe, wo leider die Positionen nicht frei gewählt werden können.
Mit einem momentanen Straßenpreis von 135€ ist sie eine Empfehlung, wenn man auf ein größeres Display oder fancy Lüfter (RGB oder z.B. iCue link Lüfter) verzichten kann.
Da sie in weiß oder schwarz verfügbar ist, sollte sie sich auch in jedes Setup passend integrieren lassen.
Vorteil:
- gute Kühlleistung
- Geräuschpegel absolut abzeptabel
- LC Display
Neutral:
- keine RGB Lüfter Serienmäßig
Negativ:
- Anschlüsse für Display und Pumpe etwas unflexibel
Solltet ihr Fragen haben, schießt los.
Danke fürs lesen
