Sammelklage gegen Amazon: Prime-Kunden können sich ins Klageregister eintragen

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Auch wenn man Unternehmen für derartige Praktiken durchaus belangen sollte, so geht das bei mir mir der Erhöhung in Ordnung, da ich wirklich, wirklich viel bei Amazon bestelle. Der lateinische Ausdruck "Do ut des" (Ich gebe, damit du gibst) würde hier ganz gut passen. Deswegen werde ich mir das zu viel bezahlte Geld nicht zurückholen. Bin ansonsten auch zufrieden mit Amazon.
 
Ich verstehe das Problem nicht so ganz, bzw. bin mir nicht sicher.

Bei jährlicher Zahlweise steht in dem anderem Artikel wurde erst bei einer Verlängerung nach dem Stichtag der höhere Preis fällig. Das bestehende Jahresabo lief also definitiv noch zum vereinbartem Preis zuende.

Bei monatlicher Zahlweise wurde wohl ab dem Stichtag der neue Betrag eingezogen? Da ist dann die Frage ob monatliche Zahlweise nur die Zahlweise ist/war und der Vertrag trotzdem 1 Jahr Laufzeit hat, oder ob das dann auch ein monatlich kündbares Abo war. Aber selbst dann komme ich bei einer Beitragserhöhung von 2€/mnt auf im absoluten Worstcase 24€/Jahr die zuviel bezahlt wurden. Nicht annähernd auf die in der Meldung genannten "bis zu 60€". Und das kann auch nur Abos mit monatlicher Bezahlung betroffen haben. Wer jährlich gezahlt hat, kann da nicht betroffen gewesen sein.

Oder was verstehe ich falsch?
 
Sehe ich genauso @Liesel Weppen . Kein plan wie die auf 60€ kommen. Davon abgesehen Amazon verschickt Emails das es passiert mit Möglichkeit der Kündigung. Man hat genug Zeit da drauf zu reagieren. Wenn man monatlich bezahlt kann man auch monatlich kündigen.

Bei jährlicher Zahlweise stieg der Beitrag von 69 Euro auf 89,90 Euro, bei monatlicher Zahlweise von 7,99 Euro auf 8,99

Heißt für mich 20,90€ im Jahresbezahlung bzw. 1€ im Monatlicher zahlweise mehr was soweit ich weiß 12€ im Jahr machen würde.

Frage mich ob die anderen nur Streaming Diensten auch auf Kekse gehen werden. Amazon bietet deutlich mehr im Prime als andere.
 
Ich verstehe das Problem nicht so ganz, bzw. bin mir nicht sicher.

Bei jährlicher Zahlweise steht in dem anderem Artikel wurde erst bei einer Verlängerung nach dem Stichtag der höhere Preis fällig. Das bestehende Jahresabo lief also definitiv noch zum vereinbartem Preis zuende.
War es nicht so, dass zahlende Kunden plötzlich auch Werbung angezeigt bekamen, obwohl ihr altes Abo noch lief?

Sprich:
- SOLL: Altes Abo, jährliche Vorauszahlung hatte noch acht Monate Restlaufzeit ; hätte noch acht Monate ohne Werbung laufen müssen gemäß Konditionen, die für das Jahresabo galten.
- IST: Jährliches Abo lief zwar noch weiter, aber die acht Monate eben mit Werbung, anstatt ohne wie für's Jahresabo vereinbart werbefrei?
 
Und sich dann Wundern wenn viele Firmen mit sowas durchkommen.
Ich spreche auch in diesem Fall explizit von mir mit knapp 300 Bestellungen bei Amazon allein im vergangenen Jahr. Und Amazon behandelt mich gut als Kunden (super Kundenservice!), weswegen ich die paar Euro extra für Amazon durchaus in Ordnung finde. Aber wie gesagt, betrifft das nur mich und mein Verhältnis mit Amazon.
 
Ich will Amazon nicht verteidigen, sondern ich will verstehen, was eigentlich das Problem ist.

Wenn man einen Vertrag mit 12 Monaten Laufzeit abgeschlossen hatte, auch wenn dabei monatliche Zahlung vereinbart war, z.B. von 1.1 bis 31.12 und Amazon ab 1.7 den monatlichen Preis um 1€ erhöht hat, dann war das imho ganz klar ein Vertragsbruch und man hat am Ende 6€ mehr bezahlt, als man hätte sollen müssen. Und auch wenn das "nur" 6 oder 12€ waren, kann man das natürlich (zu Recht) einklagen.

Wenn die Vertragslaufzeit dabei aber nur 1 Monat war, dann kann man durchaus zum 1.7 den Preis erhöhen und den muss der Kunde auch ab 1.7 bezahlen, denn der Vertrag wurde dann ja am 1.7 erst zu den neuen Konditionen verlängert. Kündigen hätte man dann sowieso können, da hätte es nichtmal ein Sonderkündigungsrecht gebraucht.

Bei 12 Monaten Vertragslaufzeit mit jährlicher Zahlweise kann man aber nicht betroffen sein, ausser Amazon hätte da eine Art Nachzahlung für das angebrochene Jahr nach dem Stichtag abgebucht. Das haben sie aber doch nicht.
 
Werft bitte nicht verschiedene sammelklagen durcheinander. Hier geht es wohl darum, dass Amazon seinen Kunden die Preiserhöhung nicht ordnungsgemäß mitgeteilt hat und einfach so die Preise erhöht hat. Somit soll die Preiserhöhung insgesamt nicht wirksam sein. Bei der erhöhung im jahresabo waren es vorher 69€ und dansch 89.90€. 20euro pro Jahr ab 2022 macht also ca 60€.

Die Sammelklage wegen der Werbung kommt von der verbraucherzentrale Sachsen. https://www.verbraucherzentrale.de/...en-amazon-prime-klageregister-geoeffnet-95674
 
Ah ok, jetzt verstehe ich wie der Wert zustande kommt.

Mitgeteilt wurde die Preiserhöhung aber schon und angewendet wurde sie auch erst zur nächsten Vertragsverlängerung. Man hätte also auch problemlos kündigen können, wenn man die Preiserhöhung nicht mitgehen wollte.
Das Gericht findet aber, das nur die Mitteilung nicht ausreicht, sondern Amazon explizit eine Zustimmung von jedem Kunden hätte abholen müssen. Hätte man dann nicht zugestimmt, wäre die automatische Vertragsverlängerung ausgesetzt und somit hätte man quasi indem man nicht zustimmt den Vertrag automatisch zum Laufzeitende gekündigt.

Ich hab mitgekriegt das Banken bei Änderungen seit ein paar Jahren eine explizite Zustimmung einholen müssen, aber ich dachte das liegt eher daran, weil die ja verschiedene Kosten berechnen und es daher ziemlich kompliziert werden kann rauszufinden, was sich überhaupt ändert.
Das das für sämtliche Abo-Angebote gilt, wusste ich nicht.

Das man jetzt aber zuviel gezahlte Beiträge von mehreren Jahren zurückholen will, finde ich schon sehr Verbraucherseitig orientiert. Man hätte mittlerweile 3mal kündigen können, wenn man das nicht gewollt hätte.

Abgesehen davon haben doch auch diverse andere (Streaming)Anbieter die Preise erhöht. Musste man bei denen denn dann jetzt explizit zustimmen, oder tappen die da jetzt in das gleiche Problem?
 
War es nicht so, dass zahlende Kunden plötzlich auch Werbung angezeigt bekamen, obwohl ihr altes Abo noch lief?

Sprich:
- SOLL: Altes Abo, jährliche Vorauszahlung hatte noch acht Monate Restlaufzeit ; hätte noch acht Monate ohne Werbung laufen müssen gemäß Konditionen, die für das Jahresabo galten.
- IST: Jährliches Abo lief zwar noch weiter, aber die acht Monate eben mit Werbung, anstatt ohne wie für's Jahresabo vereinbart werbefrei?

Dachte ich auch, dass es um die Werbung ging und darum, dass man 3€ mehr zahlen sollte um wieder werbefrei sehen zu können, ABER: Die Werbung wurde 2024 eingeführt; hier geht es aber um eine Preisanpassung von 2022.

edit: Der Beitrag über mir von @Liesel Weppen erklärt es um was es genau geht.
 
Das Gericht findet aber, das nur die Mitteilung nicht ausreicht, sondern Amazon explizit eine Zustimmung von jedem Kunden hätte abholen müssen. Hätte man dann nicht zugestimmt, wäre die automatische Vertragsverlängerung ausgesetzt und somit hätte man quasi indem man nicht zustimmt den Vertrag automatisch zum Laufzeitende gekündigt.
Finde ich allgemein richtig, wenn es um Preiserhöhungen geht, die die offizielle Inflation (also der Wert, den die entsprechende Nationalbank nennt) übersteigen.
Man sollte sich nicht um jeden Kleinscheiß kümmern müssen.

Das man jetzt aber zuviel gezahlte Beiträge von mehreren Jahren zurückholen will, finde ich schon sehr Verbraucherseitig orientiert. Man hätte mittlerweile 3mal kündigen können, wenn man das nicht gewollt hätte.
Das ist richtig, aber das ist wohl so ne Salami-Taktik, wo man mal mit großen Ansprüchen startet, um sich dann irgendwo einigen zu können, Ami-Style halt.
 
Die Frage wird wohl sein, ob das Gericht die Auffassung teilt, dass Amazon die Preiserhöhung den betroffenen Kunden nicht ordnungsgemäß mitgeteilt hat.

In dem Fall greift die halt garnicht erst. Hab mich nur 5 min auf diversen Seiten eingelesen und denke das das wohl so kommen wird.

Zitat Verbraucherzrntrale NRW:
Die Online-Handelsplattform Amazon hat für den Zusatzdienst „Amazon Prime“ bei bestehenden Verträgen ohne Zustimmung der Kund:innen die Preise erhöht.
Die Verbraucherzentrale NRW hält die zugrundeliegende AGB-Klausel für unangemessen benachteiligend und intransparent und die Preiserhöhung für Bestandskunden damit für rechtswidrig. Die Klage umfasst die einseitige Preiserhöhung 2022 für Primeabos mit monatlicher und jährlicher Zahlweise und auch Prime-Studentabos mit monatlicher und jährlicher Zahlweise. (Neuverträge sind nicht Bestandteil der Klage).
 
Die Frage wird wohl sein, ob das Gericht die Auffassung teilt, dass Amazon die Preiserhöhung den betroffenen Kunden nicht ordnungsgemäß mitgeteilt hat.
Mitgeteilt wurde sie ja.
Die Frage ist, ob die Mitteilung als Opt-Out ausreicht oder ob sie Opt-In sein muss/sollte.

Opt-Out: Ich habe die Mitteilung erhalten, will das aber nicht, also kann ich selbst zum Vertragsende kündigen, weil ich die Preiserhöhung nicht mitmachen will und daher den Dienst danach auch nichtmehr weiternutzen kann.
Opt-In: Mir wird mitgeteilt das der Preis steigt, wenn ich also nicht zustimme, endet der Vertrag dann halt mit der Laufzeit automatisch und ich hab ab dann kein Prime mehr. Nur wenn ich explizit zustimme, wird mein Vertrag weiter automatisch verlängert.

Kann man so oder so machen/fordern... für letzteres sehe ich dann aber schon wieder die verwunderten Kunden die nicht explizit zugestimmt haben und sich dann irgendwann wundern, das sie urplötzlich kein Prime mehr haben. :d

Ist das überhaupt eine generelle Regelung, das man bei Preiserhöhungen zustimmen muss, statt das nur eine Mitteilung ausreicht?
Ich habe Ende letzten Jahres selbstverständlich auch wieder eine Mitteilung bekommen, das meine Autoversicherung teurer wird. Ich musste aber nicht zustimmen, ich hätte aber daraufhin die Versicherung zum regulären Vertragsende kündigen können. Was ich ja so oder so gekonnt hätte, weil wäre ja ohnehin das reguläre Vertragslaufzeitende gewesen.
Ich musste aber auf die Mitteilung hin nichts tun, auch nicht explizit zustimmen, und ich gehe davon aus, das die Versicherung auch weiter besteht... ich muss aber halt natürlich den neuen Preis bezahlen. Oder stehe ich damit ungewollt demnächst ohne Autoversicherung da und dürfte mein Auto dementsprechend auch nichtmehr fahren, weil is ja dann auf einmal auch nichtmehr versichert? Oder soll das ein Sonderfall sein, weil Autos Versicherungspflicht haben und deswegen sowieso mehr oder weniger "Friss oder stirb" gilt?

So, wenn jetzt der Vertrag automatisch verlängert wurde und man "zeitnah" feststellt, das da jetzt aber 89€ statt 69€ abgebucht wurden und man dann noch behauptet, man hätte nicht mitgekriegt, das der Preis steigt, dann kann ich durchaus verstehen, das man rückwirkend raus will und die 89€ zurück haben will, oder je nachdem wie zeitnah "zeitnah" ist, zumindest den anteiligen Betrag. Und das sollt man dann imho auch dürfen. Die einzige Frage dabei ist wie man "zeitnah" definitert.

Aber erst nach 2-4 Jahren ankommen, wenn man schon 2-4 mal den höheren Betrag bezahlt hat und das auch (stillschweigend) hingenommen hat, und die Differenz zurückfordert, ist doch auch Bullshit. Die einzige Frage die sich mir da stellt ist, warum man nur 2-4 Jahre gewartet hat und nicht nach 20 Jahren erst ankommt. :d
Tut mir ja echt leid, aber wer nicht auf sein Konto guckt und 2-4 Jahre lang nicht bemerkt, das da irgendjemand nach der eigenen Meinung zuviel abbucht, der hat die Kontrolle über sein Konto verloren. Das kann man dann irgendwie auch nichtmehr dem Anbieter zuschieben.
 
Ich habe die Email von 21/22 nich mehr aber ich kann mich erinnern das ich die bekommen habe. Hat ungefähr so ausgesehen wie die hier wegen Prime Video.

Screenshot_20260115_055418_Samsung Internet.jpg


Wenn die Leute zu Faul oder Blöd sind zu lesen müssen die dafür bezahlen.
 
Soweit ich weiß muss der Kunde der Preiserhöhung zustimmen, oder das Abo wird nach Vertragslaufzeit beendet.

Ist bei Spotify doch auch so?

Und Amazon hat einseitig den Preis erhöht, das war wohl nicht rechtens

Mir ist es egal da ich Amazon viel nutze und Wegen 60€ soll ich eine Klage lostreten?

Puh ne lass mal

Wenn die Klage erfolgt hat, wird Amazon den Mehrbetrag allen betroffenen zurückzahlen müssen.
 
@holzkreuz

Ja, der Kunde hätte dem aktiv zustimmen müssen.

Aber ich sehe es auch so, wegen dem Betrag mach ich persönlich da keinen aufriss.
 
@Roach13

Nein musst du nicht. Juniors Spotify kam nur Info. Gamepas Erhöhung zu letzt auch. Bei Telekom muss man auch nicht zustimmen. Bei Sky war das auch so. Info mit Möglichkeit zu Kündigen sonst läuft es weiter.

Vielleicht hat einer DAZN und kann uns sagen wie es da läuft. Die erhöhen ja Jährlich
 
Zuletzt bearbeitet:

Genau das ist der Grund der Klage der verbraucherzentrale NRW

"Die einseitige Preiserhöhung ohne ausdrückliche Zustimmung der Kund:innen war unzulässig”


Machen die anderen Halt auch so, aber muss deswegen ja nicht rechtlich ausreichend sein letztendlich.
 
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