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Enthusiast
Hallo zusammen,
da ich mich zu den drei glücklichen Gewinnern zähle, stelle ich hiermit meinen Lesertest zum Gaming Monitor MSI MPG 271QRDE QD-OLED X50 vor.

Wichtige Specs
- 69 cm (27") 500 Hz mit WQHD QD-OLED-Display
- 2.560 x 1.440 Pixel Bildschirmauflösung
- 300 cd/m² Helligkeit (1.000 cd/m² HDR-Peak)
- Adaptive Sync sowie offizielle G-Sync-Kompatibilität
- Kontrast statisch 1.500.000:1
- 0,03 ms Reaktionszeit (GtG)
- VESA DisplayHDR True Black 500 & VESA ClearMR 21000
- OLED Care 3.0 AI Sensor
- Anschlüsse 2x HDMI 2.1, 1x DisplayPort 2.1a, 1x USB Typ-C (98W PD), 2x USB 3.2 Gen 1 Type A, 1x USB 3.2 Gen 1 Type B
Lieferumfang/Unboxing
Der Monitor wurde in einem 85 × 50,5 × 16,5 cm (B × H × T) großen Karton angeliefert.
Innen konnte (neben dem Monitor selbst) nicht komplett auf Plastik/Folien verzichtet werden, jedoch gibt es keine Styrorporelemente.
Das hat auch den Vorteil, dass im Nachgang nichts weggesaugt werden muss - finde ich sehr gut.

Neben dem Monitor plus Standfuß sind Kabel für DisplayPort 2.1, ein HDMI, USB-B auf USB (Upstream) sowie Kaltgerätekabel enthalten.
Das Netzteil ist im Monitor integriert. Außerdem gibt es eine Kurzanleitung, ein Farbmessprotokoll (vielleicht nur für Testgeräte?), Mikrofasertuch, die übliche EU-Konformitätserklärung und Energielabel.

Rein digital: Der Monitor hat außerdem ein Treiberpaket im Speicher hinterlegt.
Aufbau
Der Aufbau ist schnell gemacht. Als erstes wird der Standfuß, bestehend aus zwei Einzelteilen zusammengebaut, und abschließend am Monitor befestigt:

Die Kabelführung ist leider supoptimal, da diese aus meiner Sicht bzw. die Anschlüsse zu niedrig sind.
Die Kabel hängen dann halt sehr auffällig unten raus, wobei daran auch die Steifigkeit der Kabel schuld ist (u.a. DisplayPort 2.1 geschuldet).

Optik/Verarbeitung
Vorne handelt es sich um einen modernen, neutral aussehenden Monitor der nicht direkt nach "Gaming" schreit. Auf der Rückseite sieht es ein bisschen anders und es stellt sich die Frage "wofür"?
Denn davon wird - denke ich - kaum jemand etwas haben. Ich gehe davon aus, dass mind 90% der Anwender eine Wand oder Dachschräge hinter dem Bildschirm hat. Daher frage ich mich, wofür so ein aufwendiges "Drachenlogo" notwendig ist. Auch der LED-Stripe samt MSI initialien sieht zwar gut aus, wird jedoch im Gebrauch nahezu nicht wahrgenommen (auch bei 100% Beleuchtung) und nähe zur Wand.

Ergänzend dazu noch ein Bild zur Hintergrundbeleuchtung im Betrieb, Raum komplett abgedunkelt. Einmal mit hellen BIld und einmal Schwarz.

Ergonomie
Der Standfuss ist genau richtig, da dieser wenig nach "vorne ragt" und die Bodenplatte relativ flach ausfällt. Dies ist für Spieler wie mich, die relativ nah am Bildschirm sitzen, sehr praktisch, da ich so keine Probleme mit der Platzierung meiner Tastatur habe. Bei der Verstellung der Neigungs-, sowie Drehfunktion des Bildschirms bestätigt sich eine gute sehr gute Verarbeitungsqualität => alles funktioniert geschmeidig ohne jegliches Knarzen.


Um den Bildschirm Hochkant zu verwenden, muss dieser vorher in die höchste Position gebracht werden.

Monitor im Betrieb
Zu Beginn habe ich die Firmware auf die aktuelle Version 017 aktualisiert.
Bei der Konfiguration über das Optionsmenü des Bildschirms fällt sofort auf, dass das Menü schnell reagiert und gut strukturiert ist.
Der Monitor hat zur Bedienung auf der Rückseite eine Art Joystick mit Druckfunktion für die Navigation durch die Menüs sowie zwei Knöpfe links und rechts daneben. Mit dem linken Kopf schalte ich den Monitor an und aus. Der andere ist nicht belegt. Durchs Drücken der Joysticktaste öffnet sich das Optionsmenü. Bewegt man den Stick hingegen nur nach oben, unten, links oder rechts öffnen sich Einstellungen im Schnellzugriff die frei belegbar sind. Wenn ich den Stick nach unten bewege, kann ich z. B. ein Fadenkreuz aktivieren. Dies ist z. B. in Shootern wie Arma Reforger von Vorteil. Ob das für jemanden "der richtige Weg" ist, muss man für sich selbst entscheiden, aber vielleicht nicht jeden davon erzählen.
Das Fadenkreuz kann auch mit einem Offset platziert werden. Das ist toll, denn bei Arma Reforger ziel man unscopped nicht auf die Bildschirmmitte, sondern leicht versetzt.
Ein "Enhancer" den ich vermisse, ist das signifikante Erhöhen von Gammawerten. Da bietet der Monitor nicht viel an - oder übersehe ich etwas? Bei meinem alten konnte ich schattige/dunkle Wälder oder Vollmondszenarien sehr hell bekommen. Das geht hier nicht. Daher musste ich auf ein Tool zurück reifen. Schade.
Wie folgt ein paar Bilder vom Menü (da HDR aktiv war, waren bestimmte Menüpunkte ausgegraut. Da ich hierbei mit dem Handy abfotografierte, war es mir nicht möglich die gute Schärfe des Menüs aufzuzeigen).
Wie für OLED üblich ist für mich keine Bewegungsunschärfe erkennbar (ein großes Plus z. B. ggü. IPS). Das Bild ist daher selbst in Bewegung knackscharf. Mein vorheriger Monitor hatte 240Hz bei identischer Auflösung (Gigabye Aorus F027Q2). Der Unterschied zwischen 500 und 240 Hertz ist für mich direkt wahrnehmbar. Vorausgesetzt ich spiele ein Game, dass auch 500 FPS liefert. Dies ist z. B. in Spielen wie Day of Defeat Classic der Fall. Das reaktionsschnelle "snappen" geht noch etwas besser von der Hand. Auch in Games wie Counter-Strike 2 bemerke ich eine Verbesserung, wobei diese marginaler ausfällt, da ich dort keine 500 FPS stabil habe. Mit Gsync hab ich dort meist um die 350-400 FPS/Hz.
Das Bild selbst ist sehr gut und auch nochmal eine starke Verbesserung gegenüber meinem vorherigen OLED-Bildschirm. Positiv find ich hier vorallem, dass es kein für mich auffälliges Colorbanding gibt.
Geräusche wie z. B. ein Surren oder Spulenfiepen ist für mich auch nicht wahrnehmbar. Da der Monitor passiv gekühlt ist, nehme ich überhaupt keine Geräusche wahr.
Dem Annäherungssensor (Monitor an/aus je nachdem ob man vor dem Bildschirm ist oder nicht), stehe ich mit gemischten Gefühlen ggü. - mal hat er funktioniert, mal nicht. Eines Abends hatte ich sogar den Fall dass er während des Spielens einfach mehrmals ausging. Daher habe ich den Sensor seitdem deaktiviert. Welche Erfahrungen haben die anderen Tester damit? Würde mich mal interessieren.
Ich habe HDR auf YouTube als auch in Doom Enternal getestet, da letzteres für eine sehr gute HDR Unterstützung bekannt ist.. das Eregebnis in HDR ist toll und aus meiner Sicht mit der Helligkeitsleistung des Monitors ausreichend brilliant genug. Leider kann ich dies nicht mit Fotos belegen.
Aufgrund der bereits genannten Vorteile eines OLED-Bildschirms lassen sich auf diesen sehr gut Videos/Filme ansehen.
Die Darstellung von Text ist für mich absolut ausreichend. Ehrlich gesagt fällt mir hierbei überhaupt nichts negatives auf. Ich bin der Meinung dass es hier eine Verbesserung ggü. vorherigen Generationen gibt.
Für mich sind keine Farbsäume erkennbar.
Sonstige Features: KVM, PbP, PiP und MSI Gaming Intelligence
KVM
Der KVM-Switch ermöglicht z. B. das Anschließen von Maus sowie Tastatur (KVM steht Keyboard - Video - Mouse). Damit lassen sich z. B. zwei verschiedene Computer an einem Monitor mit nur einer Maus und einer Tastatsur ohne Umstecken betreiben.
Die Computer müssen in dem Fall nur mit USB-C respektive USB-B verbunden werden, sowie den jeweiligen Displaykabel. Maus und Tastatur wird automatisch erkannt, je nachdem welcher Anschluss im OSD ausgewählt wurde. Ich habe dies mit meinem Firmennotebook (HDMI) und Privat PC (DisplayPort) getestet. Maus und Tastatur wurden bei beiden PCs sofort erkannt.
PbP und PiP
Mit PbP (Picture by Picture) können zwei Quellen auf dem Bildschirm gleichzetig angezeigt werden. Ich habe dies mit der Option 1:1 (daher nebeneinander mit der Auflösung 1280 × 1440 je Bild) getestet. Es funktionert problemlos, aber ich habe dafür keinen Anwendungsfall wofür ich es benötigen könnte, vorallem da der KVM-Switch in dem Fall nicht funktioniert. Neben 1:1 wäre noch 3:1 sowie "Anpassen" wählbar. Bei letzteren kann die Fensterbreite manuell festgelegt werden.
Mit PiP (Picture in Picture) kann eine weitere Quelle in einem der vier Ecken des Monitors angezeigt werden. Könnte interessant sein wenn man an PC "A" etwas im Auge behalten möchte (z. B. Rendering) und an PC "B" währenddessen etwas anderes macht.
MSI Gaming Intelligence
Alternativ zur Einstellung über das OSD direkt am Monitor gibt es noch die MSI Software "Gaming Intelligence" die installiert werden kann.
Wer dazu bereit ist, dafür extra Software zu installieren, hat die Möglichkeit Einstellungen zum Teil noch genauer einzustellen, wobei der Hauptvorteil die Bedienung per Maus- und Tastatur ist. Zudem können unterschiedliche Profile angelegt und mit spezifischen Spielen verknüpft werden. Desweiteren gibt es noch eine bessere Anpassung der Hintergrundbeleuchtung, die aber wie schon eingangs erwähnt bei diesem Monitor eigentlich keine Rolle spielt.
Wie folgt ein paar Bilder zur Software (vergrößerbar):
Für mich relevante Pro's
+ Sehr schnelle Reaktionszeit / super scharfes Bewegtbild (500 Hertz)
+ Sehr gutes Bild danke OLED und TrueBlack 500
+ Textdarstellung ohne Beanstandungen
+ Unterstützung DisplayPort 2.1 (kein DCS)
+ Tolles HDR-Bild für einen PC Monitor
+ Optimaler Standfuß für Spieler mit Keyboard nah am Monitor (wenig nach vorne ragend/flach)
+ Schnelles Monitormeü dass einfach navigierbar ist (Software nicht notwendig)
+ Normale Tasten/Joystick am Monitor ohne Touch
Für mich relevante Con's
- Game Enhancer ausbaufähig für dunkle Spielinhalte (Sichtbarkeit/Gammawerte)
- Sensor für Benutzererkennung (Monitor an/aus) arbeitet nicht zuverlässig
- Angeschlossene Kabel auffällig sichtbar (Kabelführung / Anschlüsse zu niedrig)
- USB-Anschlüsse unpraktisch platziert für schnelles ein/ausstecken (für KVM aber sehr gut geeignet)
Fazit und Bewertung
Mit dem 27 Zoll großen Gamingmonitor MPG 271QRDE QD-OLED X50 liefert MSI genau dass, was ich von der neuen Generation an OLED-Monitor erwarte:
- 500 Hz mit DisplayPort 2.1
- DisplayHDR True black 500
- ClearMR 21 000
Letzteres sind die aus meiner Sicht wichtigsten Features, mit denen sich der Monitor von der vorherigen Monitorgeneration absetzt.
Als Vorteil ggü. aktuellen Mitbewerbern könnte noch die exklusive Software "Gaming Intelligence" gezähtl werden, die es nur bei MSI gibt.
Insgesamt ist das Angebot rund, da außerdem mit KVM, verschiedene Gaming Enhancer, PiP/PbP so ziemlich alle Features dabei sind, die es aktuell geben könnte.
Ich gebe abschließend eine 9 von 10. Es wäre eine 9.5 von 10, wenn der Annährungssensor besser funktionieren würde und die Gamingfeatures (Stichwort Helligkeit im Dunkeln) "kompletter" wären.
Insgesamt bin ich vom Monitor begeistert und freue mich, dass ich diesen testen konnte.
da ich mich zu den drei glücklichen Gewinnern zähle, stelle ich hiermit meinen Lesertest zum Gaming Monitor MSI MPG 271QRDE QD-OLED X50 vor.

Wichtige Specs
- 69 cm (27") 500 Hz mit WQHD QD-OLED-Display
- 2.560 x 1.440 Pixel Bildschirmauflösung
- 300 cd/m² Helligkeit (1.000 cd/m² HDR-Peak)
- Adaptive Sync sowie offizielle G-Sync-Kompatibilität
- Kontrast statisch 1.500.000:1
- 0,03 ms Reaktionszeit (GtG)
- VESA DisplayHDR True Black 500 & VESA ClearMR 21000
- OLED Care 3.0 AI Sensor
- Anschlüsse 2x HDMI 2.1, 1x DisplayPort 2.1a, 1x USB Typ-C (98W PD), 2x USB 3.2 Gen 1 Type A, 1x USB 3.2 Gen 1 Type B
Lieferumfang/Unboxing
Der Monitor wurde in einem 85 × 50,5 × 16,5 cm (B × H × T) großen Karton angeliefert.
Innen konnte (neben dem Monitor selbst) nicht komplett auf Plastik/Folien verzichtet werden, jedoch gibt es keine Styrorporelemente.
Das hat auch den Vorteil, dass im Nachgang nichts weggesaugt werden muss - finde ich sehr gut.

Neben dem Monitor plus Standfuß sind Kabel für DisplayPort 2.1, ein HDMI, USB-B auf USB (Upstream) sowie Kaltgerätekabel enthalten.
Das Netzteil ist im Monitor integriert. Außerdem gibt es eine Kurzanleitung, ein Farbmessprotokoll (vielleicht nur für Testgeräte?), Mikrofasertuch, die übliche EU-Konformitätserklärung und Energielabel.

Rein digital: Der Monitor hat außerdem ein Treiberpaket im Speicher hinterlegt.
Aufbau
Der Aufbau ist schnell gemacht. Als erstes wird der Standfuß, bestehend aus zwei Einzelteilen zusammengebaut, und abschließend am Monitor befestigt:

Die Kabelführung ist leider supoptimal, da diese aus meiner Sicht bzw. die Anschlüsse zu niedrig sind.
Die Kabel hängen dann halt sehr auffällig unten raus, wobei daran auch die Steifigkeit der Kabel schuld ist (u.a. DisplayPort 2.1 geschuldet).

Optik/Verarbeitung
Vorne handelt es sich um einen modernen, neutral aussehenden Monitor der nicht direkt nach "Gaming" schreit. Auf der Rückseite sieht es ein bisschen anders und es stellt sich die Frage "wofür"?
Denn davon wird - denke ich - kaum jemand etwas haben. Ich gehe davon aus, dass mind 90% der Anwender eine Wand oder Dachschräge hinter dem Bildschirm hat. Daher frage ich mich, wofür so ein aufwendiges "Drachenlogo" notwendig ist. Auch der LED-Stripe samt MSI initialien sieht zwar gut aus, wird jedoch im Gebrauch nahezu nicht wahrgenommen (auch bei 100% Beleuchtung) und nähe zur Wand.

Ergänzend dazu noch ein Bild zur Hintergrundbeleuchtung im Betrieb, Raum komplett abgedunkelt. Einmal mit hellen BIld und einmal Schwarz.

Ergonomie
Der Standfuss ist genau richtig, da dieser wenig nach "vorne ragt" und die Bodenplatte relativ flach ausfällt. Dies ist für Spieler wie mich, die relativ nah am Bildschirm sitzen, sehr praktisch, da ich so keine Probleme mit der Platzierung meiner Tastatur habe. Bei der Verstellung der Neigungs-, sowie Drehfunktion des Bildschirms bestätigt sich eine gute sehr gute Verarbeitungsqualität => alles funktioniert geschmeidig ohne jegliches Knarzen.


Um den Bildschirm Hochkant zu verwenden, muss dieser vorher in die höchste Position gebracht werden.

Monitor im Betrieb
Zu Beginn habe ich die Firmware auf die aktuelle Version 017 aktualisiert.
Bei der Konfiguration über das Optionsmenü des Bildschirms fällt sofort auf, dass das Menü schnell reagiert und gut strukturiert ist.
Der Monitor hat zur Bedienung auf der Rückseite eine Art Joystick mit Druckfunktion für die Navigation durch die Menüs sowie zwei Knöpfe links und rechts daneben. Mit dem linken Kopf schalte ich den Monitor an und aus. Der andere ist nicht belegt. Durchs Drücken der Joysticktaste öffnet sich das Optionsmenü. Bewegt man den Stick hingegen nur nach oben, unten, links oder rechts öffnen sich Einstellungen im Schnellzugriff die frei belegbar sind. Wenn ich den Stick nach unten bewege, kann ich z. B. ein Fadenkreuz aktivieren. Dies ist z. B. in Shootern wie Arma Reforger von Vorteil. Ob das für jemanden "der richtige Weg" ist, muss man für sich selbst entscheiden, aber vielleicht nicht jeden davon erzählen.
Ein "Enhancer" den ich vermisse, ist das signifikante Erhöhen von Gammawerten. Da bietet der Monitor nicht viel an - oder übersehe ich etwas? Bei meinem alten konnte ich schattige/dunkle Wälder oder Vollmondszenarien sehr hell bekommen. Das geht hier nicht. Daher musste ich auf ein Tool zurück reifen. Schade.
Wie folgt ein paar Bilder vom Menü (da HDR aktiv war, waren bestimmte Menüpunkte ausgegraut. Da ich hierbei mit dem Handy abfotografierte, war es mir nicht möglich die gute Schärfe des Menüs aufzuzeigen).
Wie für OLED üblich ist für mich keine Bewegungsunschärfe erkennbar (ein großes Plus z. B. ggü. IPS). Das Bild ist daher selbst in Bewegung knackscharf. Mein vorheriger Monitor hatte 240Hz bei identischer Auflösung (Gigabye Aorus F027Q2). Der Unterschied zwischen 500 und 240 Hertz ist für mich direkt wahrnehmbar. Vorausgesetzt ich spiele ein Game, dass auch 500 FPS liefert. Dies ist z. B. in Spielen wie Day of Defeat Classic der Fall. Das reaktionsschnelle "snappen" geht noch etwas besser von der Hand. Auch in Games wie Counter-Strike 2 bemerke ich eine Verbesserung, wobei diese marginaler ausfällt, da ich dort keine 500 FPS stabil habe. Mit Gsync hab ich dort meist um die 350-400 FPS/Hz.
Das Bild selbst ist sehr gut und auch nochmal eine starke Verbesserung gegenüber meinem vorherigen OLED-Bildschirm. Positiv find ich hier vorallem, dass es kein für mich auffälliges Colorbanding gibt.
Geräusche wie z. B. ein Surren oder Spulenfiepen ist für mich auch nicht wahrnehmbar. Da der Monitor passiv gekühlt ist, nehme ich überhaupt keine Geräusche wahr.
Dem Annäherungssensor (Monitor an/aus je nachdem ob man vor dem Bildschirm ist oder nicht), stehe ich mit gemischten Gefühlen ggü. - mal hat er funktioniert, mal nicht. Eines Abends hatte ich sogar den Fall dass er während des Spielens einfach mehrmals ausging. Daher habe ich den Sensor seitdem deaktiviert. Welche Erfahrungen haben die anderen Tester damit? Würde mich mal interessieren.
Ich habe HDR auf YouTube als auch in Doom Enternal getestet, da letzteres für eine sehr gute HDR Unterstützung bekannt ist.. das Eregebnis in HDR ist toll und aus meiner Sicht mit der Helligkeitsleistung des Monitors ausreichend brilliant genug. Leider kann ich dies nicht mit Fotos belegen.
Aufgrund der bereits genannten Vorteile eines OLED-Bildschirms lassen sich auf diesen sehr gut Videos/Filme ansehen.
Die Darstellung von Text ist für mich absolut ausreichend. Ehrlich gesagt fällt mir hierbei überhaupt nichts negatives auf. Ich bin der Meinung dass es hier eine Verbesserung ggü. vorherigen Generationen gibt.
Für mich sind keine Farbsäume erkennbar.
Sonstige Features: KVM, PbP, PiP und MSI Gaming Intelligence
KVM
Der KVM-Switch ermöglicht z. B. das Anschließen von Maus sowie Tastatur (KVM steht Keyboard - Video - Mouse). Damit lassen sich z. B. zwei verschiedene Computer an einem Monitor mit nur einer Maus und einer Tastatsur ohne Umstecken betreiben.
Die Computer müssen in dem Fall nur mit USB-C respektive USB-B verbunden werden, sowie den jeweiligen Displaykabel. Maus und Tastatur wird automatisch erkannt, je nachdem welcher Anschluss im OSD ausgewählt wurde. Ich habe dies mit meinem Firmennotebook (HDMI) und Privat PC (DisplayPort) getestet. Maus und Tastatur wurden bei beiden PCs sofort erkannt.
PbP und PiP
Mit PbP (Picture by Picture) können zwei Quellen auf dem Bildschirm gleichzetig angezeigt werden. Ich habe dies mit der Option 1:1 (daher nebeneinander mit der Auflösung 1280 × 1440 je Bild) getestet. Es funktionert problemlos, aber ich habe dafür keinen Anwendungsfall wofür ich es benötigen könnte, vorallem da der KVM-Switch in dem Fall nicht funktioniert. Neben 1:1 wäre noch 3:1 sowie "Anpassen" wählbar. Bei letzteren kann die Fensterbreite manuell festgelegt werden.
Mit PiP (Picture in Picture) kann eine weitere Quelle in einem der vier Ecken des Monitors angezeigt werden. Könnte interessant sein wenn man an PC "A" etwas im Auge behalten möchte (z. B. Rendering) und an PC "B" währenddessen etwas anderes macht.
MSI Gaming Intelligence
Alternativ zur Einstellung über das OSD direkt am Monitor gibt es noch die MSI Software "Gaming Intelligence" die installiert werden kann.
Wer dazu bereit ist, dafür extra Software zu installieren, hat die Möglichkeit Einstellungen zum Teil noch genauer einzustellen, wobei der Hauptvorteil die Bedienung per Maus- und Tastatur ist. Zudem können unterschiedliche Profile angelegt und mit spezifischen Spielen verknüpft werden. Desweiteren gibt es noch eine bessere Anpassung der Hintergrundbeleuchtung, die aber wie schon eingangs erwähnt bei diesem Monitor eigentlich keine Rolle spielt.
Wie folgt ein paar Bilder zur Software (vergrößerbar):
Für mich relevante Pro's
+ Sehr schnelle Reaktionszeit / super scharfes Bewegtbild (500 Hertz)
+ Sehr gutes Bild danke OLED und TrueBlack 500
+ Textdarstellung ohne Beanstandungen
+ Unterstützung DisplayPort 2.1 (kein DCS)
+ Tolles HDR-Bild für einen PC Monitor
+ Optimaler Standfuß für Spieler mit Keyboard nah am Monitor (wenig nach vorne ragend/flach)
+ Schnelles Monitormeü dass einfach navigierbar ist (Software nicht notwendig)
+ Normale Tasten/Joystick am Monitor ohne Touch
Für mich relevante Con's
- Game Enhancer ausbaufähig für dunkle Spielinhalte (Sichtbarkeit/Gammawerte)
- Sensor für Benutzererkennung (Monitor an/aus) arbeitet nicht zuverlässig
- Angeschlossene Kabel auffällig sichtbar (Kabelführung / Anschlüsse zu niedrig)
- USB-Anschlüsse unpraktisch platziert für schnelles ein/ausstecken (für KVM aber sehr gut geeignet)
Fazit und Bewertung
Mit dem 27 Zoll großen Gamingmonitor MPG 271QRDE QD-OLED X50 liefert MSI genau dass, was ich von der neuen Generation an OLED-Monitor erwarte:
- 500 Hz mit DisplayPort 2.1
- DisplayHDR True black 500
- ClearMR 21 000
Letzteres sind die aus meiner Sicht wichtigsten Features, mit denen sich der Monitor von der vorherigen Monitorgeneration absetzt.
Als Vorteil ggü. aktuellen Mitbewerbern könnte noch die exklusive Software "Gaming Intelligence" gezähtl werden, die es nur bei MSI gibt.
Insgesamt ist das Angebot rund, da außerdem mit KVM, verschiedene Gaming Enhancer, PiP/PbP so ziemlich alle Features dabei sind, die es aktuell geben könnte.
Ich gebe abschließend eine 9 von 10. Es wäre eine 9.5 von 10, wenn der Annährungssensor besser funktionieren würde und die Gamingfeatures (Stichwort Helligkeit im Dunkeln) "kompletter" wären.
Insgesamt bin ich vom Monitor begeistert und freue mich, dass ich diesen testen konnte.
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