Eigener Gameserver-Cluster bei den aktuellen RAM-Preisen: Rechnet sich das 2026 noch?

ChrisEDX

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Ich betreibe eine Vergleichsseite für Gameserver-Hoster und wollte für einen Artikel wissen, wie und ob sich ein eigener kleiner AMD Cluster rechnet . Durchkalkuliert habe ich 1× EPYC 9474F für Minecraft und 2× 9654 für Valheim, je 384 GB DDR5 in allen zwölf Kanälen, ZFS-Mirror aus Gen5-NVMe, Colocation Frankfurt, Platz für rund 350 Kundenserver.

Kurz vor dem Veröffentlichen habe ich die Preise noch einmal geprüft, und die Anschaffung ist von rund 26.500 auf rund 64.000 € netto gesprungen, mehr als die Hälfte davon nur RAM. Bei 1.558 € Betriebskosten und rund 1.964 € Monatsergebnis bei Vollauslastung ist das Kapital erst nach etwa 54 Monaten zurück, also ungefähr dann, wenn die Hardware ersetzt werden müsste.
Zwei Fragen an euch:
  1. Wer gerade Server baut oder erweitert: Wie geht ihr mit den Speicherpreisen um? Aufschieben, gebraucht kaufen, bei DDR4-Plattformen bleiben?
  2. Liege ich mit 250 € Housing für 3 HE und 400 € gefiltertem Transit im realistischen Bereich?

Die Kalkulation liegt als Excel mit allen Formeln offen, wenn gewünscht kann ich link posten
 
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Aufschieben. Wir schieben was geht, unsere Kunden schieben was geht.
Der heisseste Scheiss im Hardwarebusiness zur Zeit: Garantieverlängerungen!
 
Also ich betreibe eine kleine Gaming Community. Hauptserver hat eine alte 22 Core Xeon, 256 GB RAM und 8 DC SSD. Backup-/Notfallserver hat eine 16 Core mit 128 GB RAM, drei DC SSD und 6 SAS Platten. Die meisten Teile habe ich auch noch auf Ersatz. Die Hardware gab es zum Teil bis vor kurzem für einen Appel und ein Ei. Angebunden mit 10 Gbit, anliegen tun etwa 8/2.5. Unglaublich was auf dem Rig alles so tuckert.

Aber wenn ich lese, 64k für (Gaming-) Hardware, nur die Server, puh da wird mir schwindelig. Da musst Du erst mal die Kunden haben und immer gut ausgelastet sein, wie sieht es mit Backup aus, Firewall auch ein Thema, was ist wenn was abraucht? Also würde ich da einsteigen, würde ich mich irgendwo einmieten, um zu sehen, wie es läuft. Dürfte deutlich stressfreier sein. Sei es, ob Du zu wenige Kunden hast, oder auch wenn was kaputt geht. Hatte in den letzten 20 Jahren schon einiges gehostet, und die Realität sieht schnell mal anders aus, als man sich das vorstellt.

Und so wie ich Dich verstehe willst Du eine Milchmädchen Rechnung für Andere machen. Da würd ich die Finger davon lassen, den Leuten sowas unter die Nase zu reiben, wenn man selber nicht die entsprechende Erfahrung mitbringt.

Aber ja, sende mir mal den Link zur Seite und dem Excel Sheet. Bin gespannt, was Du da so rechnest.
 
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Aufschieben. Wir schieben was geht, unsere Kunden schieben was geht.
Der heisseste Scheiss im Hardwarebusiness zur Zeit: Garantieverlängerungen!
Das deckt sich mit dem, was mir ein Hoster beim Gegenlesen gesagt hat: Aufrüsten macht gerade keinen Spaß. Verlängert ihr dann auch bei Servern über die üblichen fünf Jahre hinaus, oder eher bei Clients?
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Also ich betreibe eine kleine Gaming Community. Hauptserver hat eine alte 22 Core Xeon, 256 GB RAM und 8 DC SSD. Backup-/Notfallserver hat eine 16 Core mit 128 GB RAM, drei DC SSD und 6 SAS Platten. Die meisten Teile habe ich auch noch auf Ersatz. Die Hardware gab es zum Teil bis vor kurzem für einen Appel und ein Ei. Angebunden mit 10 Gbit, anliegen tun etwa 8/2.5. Unglaublich was auf dem Rig alles so tuckert.

Aber wenn ich lese, 64k für (Gaming-) Hardware, nur die Server, puh da wird mir schwindelig. Da musst Du erst mal die Kunden haben und immer gut ausgelastet sein, wie sieht es mit Backup aus, Firewall auch ein Thema, was ist wenn was abraucht? Also würde ich da einsteigen, würde ich mich irgendwo einmieten, um zu sehen, wie es läuft. Dürfte deutlich stressfreier sein. Sei es, ob Du zu wenige Kunden hast, oder auch wenn was kaputt geht. Hatte in den letzten 20 Jahren schon einiges gehostet, und die Realität sieht schnell mal anders aus, als man sich das vorstellt.

Und so wie ich Dich verstehe willst Du eine Milchmädchen Rechnung für Andere machen. Da würd ich die Finger davon lassen, den Leuten sowas unter die Nase zu reiben, wenn man selber nicht die entsprechende Erfahrung mitbringt.

Aber ja, sende mir mal den Link zur Seite und dem Excel Sheet. Bin gespannt, was Du da so rechnest.
Danke für die ausführliche Antwort. Beim Mieten sind wir uns einig, genau das ist auch das Ergebnis der Rechnung: erst Reselling oder ein gemieteter Rootserver, eigene Hardware ganz zum Schluss. Als Businessplan ist das ausdrücklich nicht gedacht, eher als Antwort auf die Frage, die sich viele Mieter stellen: Was steckt eigentlich in den zwölf Euro, und warum kann ein Server für vier Euro kaum gut sein? Zwei Betreiber haben die Annahmen vorab gegengelesen, ihre Rückmeldungen stehen im Artikel, auch wo sie mir widersprechen. Eine weitere steht noch aus

Hier der Artikel: https://mc-gameserver-mieten.de/gaming-blog/gameserver-hoster-werden/
Die Excel ist unten in der Methodenbox verlinkt, mit allen Formeln. Artikel hat keine Aff-Links ;-)

Da du mit 10 Gbit angebunden bist: Was zahlst du ungefähr für Housing und Anbindung, und hast du einen gefilterten Transit gegen DDoS? Das ist die Zahl, bei der ich mir am unsichersten bin.
 
Das deckt sich mit dem, was mir ein Hoster beim Gegenlesen gesagt hat: Aufrüsten macht gerade keinen Spaß. Verlängert ihr dann auch bei Servern über die üblichen fünf Jahre hinaus, oder eher bei Clients?
Bei allem was der Kunde bezahlen will. Client-Verlängerungen von 3 auf 5 sind "usus", größer 5 machen wir nur mit guten/großen/zahlungskräftigen Kunden, weil da das Risiko langsam schwer bezifferbar wird. Bei Servern haben wir gerade einen Kunden der im 4ten Jahr ist und in der Verlängerungsverhandlung der Option "+2" gleich nach "+4" fragt. Werden wir machen. Aber das ist echt teuer dann. Immer noch viel billiger als alles tauschen, aber trotzdem ziemlich teuer. wir kaufen dann ja sofort bei Unterschrift die Austauschhardware und legen die auf Halde. Ist dann vor allem bilanztechnisch nen Alptraum, weil du "potentielle" Kundenhardware als eigenen Besitz in den Büchern hast, überjährig, ohne harten Investgrund dahinter. Unser CFO HASST diesen Trick... Es ist verdammt schwierig.
Ich hab letzte Woche nen neuen Raum abgenommen nach Einzug. Ein eigentlich normaler Büroraum. Alle Schreibtische und co raus, da drin stehen jetzt 350 Monitore. Wir haben für so was bisher nie "Lager" gebraucht. Alles verändert sich.
 
Habe die "10" Gbit zuhause, kostet um die CHF 75 im Monat, mit fixer IP, Telefon Flat und Premium TV. Will aber möglichst bald den Provider wechseln, dann sollte ein /29er Subnet mit dabei sein. Wird dann aber deutlich teurer. Strom für die Büchsen ist auch nicht ganz günstig. Ne, gefilterten Transit brauche ich nicht, aber würde ich bei Cloudflare machen, wo ich auch DNS zum grossen Teil machen lasse. Grundlegender DDoS Schutz hat der Provider schon dabei. Hatte mal DDoS aufs externe Resellerhosting, aber auf dem Homeserver mit 10 Gbit/s ist das entspannt mit einigen 1000 Nutzer pro Tag, Bitcoin Fullnode, Hostingpanel, Pufferpanel, VoIP, was weiss ich.
 
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Bei allem was der Kunde bezahlen will. Client-Verlängerungen von 3 auf 5 sind "usus", größer 5 machen wir nur mit guten/großen/zahlungskräftigen Kunden, weil da das Risiko langsam schwer bezifferbar wird. Bei Servern haben wir gerade einen Kunden der im 4ten Jahr ist und in der Verlängerungsverhandlung der Option "+2" gleich nach "+4" fragt. Werden wir machen. Aber das ist echt teuer dann. Immer noch viel billiger als alles tauschen, aber trotzdem ziemlich teuer. wir kaufen dann ja sofort bei Unterschrift die Austauschhardware und legen die auf Halde. Ist dann vor allem bilanztechnisch nen Alptraum, weil du "potentielle" Kundenhardware als eigenen Besitz in den Büchern hast, überjährig, ohne harten Investgrund dahinter. Unser CFO HASST diesen Trick... Es ist verdammt schwierig.
Ich hab letzte Woche nen neuen Raum abgenommen nach Einzug. Ein eigentlich normaler Büroraum. Alle Schreibtische und co raus, da drin stehen jetzt 350 Monitore. Wir haben für so was bisher nie "Lager" gebraucht. Alles verändert sich.
Danke für den Einblick, das mit der Halde ist genau die Seite, die man in so einer Rechnung gern übersieht. Hardware länger laufen zu lassen klingt nach gespartem Geld, aber irgendwer muss die Ersatzteile vorhalten und das Risiko tragen. In meiner Kalkulation ist das Kapital nach rund 54 Monaten zurück, also ungefähr dann, wenn die Garantie ausläuft. Wer dann verlängert, verdient zwar an abbezahlter Hardware, kauft sich aber genau euer Halde-Problem mit ein.
350 Monitore in einem Büroraum ist schon ein Bild. Ist das erst seit der Speicherkrise so, dass Kunden lieber Garantie kaufen als neue Hardware, oder ging das vorher schon los?
 
Habe die Kalkulation mal überflogen. Du kennst dich mit der Materie ja besser aus, als ich bei Deinem Startpost vermutet hatte. Dünkt mich eine ehrliche Einschätzung, ohne da jemandem falsche Illusionen zu machen. Kenne mich mit Minecraft und Valheim nicht aus, obwohl ich für den Kumpel ein Pufferpanel mit einem Paper Server mitlaufen lasse.

Aber was hältst Du davon, das Ganze mal mit gebrauchter Hardware durchzukalkulieren? Würde es ein AMD EPYC 7K62 vielleicht nicht auch tun? Die kriegt man z.T. für um die 400$, dazu bisschen DDR4 RAM. Ich selbst habe noch viel ältere Hardware am Start, hoste dementsprechend aber alte Games. Kumpel meinte, ich könne seinen Rome Epyc haben, da schiele ich auch auf das genannte Modell. Weil dann würden die Zahlen gleich ganz anders aussehen.
 
Habe die Kalkulation mal überflogen. Du kennst dich mit der Materie ja besser aus, als ich bei Deinem Startpost vermutet hatte. Dünkt mich eine ehrliche Einschätzung, ohne da jemandem falsche Illusionen zu machen. Kenne mich mit Minecraft und Valheim nicht aus, obwohl ich für den Kumpel ein Pufferpanel mit einem Paper Server mitlaufen lasse.

Aber was hältst Du davon, das Ganze mal mit gebrauchter Hardware durchzukalkulieren? Würde es ein AMD EPYC 7K62 vielleicht nicht auch tun? Die kriegt man z.T. für um die 400$, dazu bisschen DDR4 RAM. Ich selbst habe noch viel ältere Hardware am Start, hoste dementsprechend aber alte Games. Kumpel meinte, ich könne seinen Rome Epyc haben, da schiele ich auch auf das genannte Modell. Weil dann würden die Zahlen gleich ganz anders aussehen.
Danke dir, das freut mich, gerade weil du ja erst skeptisch warst. Mit Gameservern beschäftige ich mich tatsächlich schon recht lange. Spannend fand ich vor allem den Weg von Blech über Virtualisierung zu Docker und Cloud, da hat sich in den letzten Jahren enorm viel getan.
Und du hast recht: Mit neuer Hardware steigt man in den nächsten ein, zwei Jahren nur mit viel Cash ein. Gebraucht ist da deutlich realistischer, gerade für den Anfang.
Ein erster Blick auf die Zahlen: DDR4 ist auch teurer geworden, aber längst nicht so extrem. Ein 32-GB-RDIMM DDR4-3200 liegt neu bei rund 440 €, vor einem Jahr bei rund 160 €. Also knapp Faktor 3 statt Faktor 6 wie bei DDR5, gebraucht nochmal deutlich weniger.


Für Valheim passt Rome gut, da zählen Kerne und Dichte, nicht Spitzentakt. Bei Minecraft wäre ich vorsichtiger: Der 7K62 boostet bis 3,3 GHz, der 9474F bis 4,1 GHz, dazu kommt die höhere IPC von Zen 4. Bei vielen Paper-Servern unter Last merkt man das an der Tickzeit. Und bei Gebrauchtem trägt man Garantie und Ersatzteile selbst, Shihatsus Halde lässt grüßen. Ich rechne das mal als Variante durch, etwa Valheim auf gebrauchten Rome-Knoten und Minecraft weiter auf neuer Hardware, und poste das Ergebnis hier. Was zahlst du ungefähr für ein gebrauchtes SP3-Board oder Barebone? Und läuft das Pufferpanel bei deinem Kumpel gut, oder hast du dir auch Pterodactyl oder Pelican angeschaut?
 
Die Rome Boards gibt es ganz günstig, aber dann halt nicht durchgängig mit PCI-E 4.0. Die günstigen Bretter gibt es in der Bucht so um die 3-400 Euro, zum Teil auch als Bundle. Das Board vom Kumpel ist ein RomeD8-2T, sehr geiles Brett mit durchgängig PCI-E 4.0, da sind wir dann aber eher bei 550-650 Euro. Musst Du halt in der Bucht schauen. Rome mag DDR 3200, die sind recht teuer ja. Man kann aber auch nur 4 von 8 Kanälen bestücken, das ist beim Server vom Kumpel atm auch der Fall. Weiss jetzt nicht, wie das bei Containern aussieht. Aber bei der Virtualisierung kann man CPU gut dreifach überbuchen, RAM ist eher eine schlechte Idee. A&O ist eh der Storage, aber auch da kann man kreativ werden, und sich auf dem Gebrauchtmarkt umschauen.

Beim RAM ist das so eine Sache. Hatte letztes Jahr hier im Luxx für 4x 64 GB LRDIMM 2400 knapp 300 Euro bezahlt, und für 4x 32 GB RDIMM 2400er 70 Euro. Da muss man sich bisschen auf die Lauer legen. Ein 8x 16 GB Kit habe ich noch auf Halde, man weiss ja nie ^^

Zum Thema Pufferpanel: ich habe eine E5-2699A v4 im Mainserver. Die ist deutlich lahmer, als die genannte Epyc. Kann Dir da gerne mal Zugriff drauf geben, dann kannst Du einen eigenen Server drauf laufen lassen. Wäre selber sehr gespannt, wie gut dass das läuft. Aber nicht als dauerhaftes Angebot, wirklich nur mal zum testen. Ne, Pterodactyl oder Pelican sagt mir nichts. Habe mit Minecraft nix am Hut, bin eher in der Sim Ecke zu hause.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Wo Du auch ein Auge drauf haben musst bei den Epycs, ist dass die kein Vendor Lock haben! Nach "PSB Unlocked", "Vendor Unlocked" oder "No Vendor Lock" CPUs Ausschau halten.
 
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Moin,

ich kann zwar in Sachen Gameserver nicht wirklich mitreden, wohl aber zur allgemeinen Marktsituation und wie wir bzw. meine Kunden damit umgehen.

Wer gerade Server baut oder erweitert: Wie geht ihr mit den Speicherpreisen um? Aufschieben, gebraucht kaufen, bei DDR4-Plattformen bleiben?
Wir bauen keine eigenen Maschinen, sondern setzen bei unseren Kunden bisher ausschließlich auf Maschinen der großen OEMs. Also Dell, Lenovo, HP usw. Hauptgrund ist hier der Support, denn während ein stehender Gameserver ärgerlich ist, gehts bei meinen Kunden ums Geld und um Mitarbeiter, die Däumchen drehen, weil die IT nicht läuft.

Was den Speicher angeht, unabhängig ob wir uns nun über RAM oder SSDs (und HDDs) unterhalten, zahlst du beim Aufrüsten immer ordentlich drauf, da du an die Vorgaben der OEMs gebunden bist. Da kostet dann ein nachträgliches Upgrade von 512GB DDR4 auf 768GB mal eben 10+ Scheine, während du als Projekt für das vierfache gleich nen neuen Server mit 1TB RAM bekommen hättest. Achtung: Listenpreis und das war gegen Ende letzten Jahres.

Dementsprechend schieben auch meine Kunden alle Neuanschaffungen möglichst auf und wo es geht, versuchen wir den Herstellersupport noch zu verlängern. Wenn das nicht mehr geht, versuchen wir zwar, bei Bedarf E-Teile zu beschaffen, wenn das aber nicht mehr geht, hat der Kunde halt Pech gehabt. Ohne Support ist es sein eigenes Risiko!

Für den typschen Workload meiner Kunden reichen meist auch DDR4 Maschinen, aber dem gegenüber steht die kürzere Herstellerunterstützung der Plattform.

Verlängert ihr dann auch bei Servern über die üblichen fünf Jahre hinaus, oder eher bei Clients?

Clients verlängern wir üblicherweise nicht. Gehen die kaputt, werden die ersetzt.
Bei Servern bieten die großen OEMs oft 7-8 Jahre Support, teils sogar mehr an. Und bei dem typischen Workload unserer Kunden rechnen wir auch meist mit 7 Jahren Laufzeit, bevor eine Ablösung erfolgt.

Wie oben schon geschrieben, setzen wir eigentlich nur auf die großen OEMs, haben aber auch Alternativen durchgerechnet. Die haben leider oft den Nachteil, dass nach 5 Jahren Support schluss ist. Rechnet man deren Preise dann auf 7 Jahre hoch, spart man nahezu nichts. Es entstehen im Gegenteil sogar Kosten, da die Vielfältigkeit der Systeme wächst und damit z.B. für jedes System Anpassungen fürs Monitoring erfolgen müssen oder einfach bestimmte Funktonen fehlen oder anders sind. Gemeinsames Firmwareupdate aller verbauten Komponenten via iDRAC, ILO usw. sind hier typische Beispiele.

Liege ich mit 250 € Housing für 3 HE und 400 € gefiltertem Transit im realistischen Bereich?
 
Die Rome Boards gibt es ganz günstig, aber dann halt nicht durchgängig mit PCI-E 4.0. Die günstigen Bretter gibt es in der Bucht so um die 3-400 Euro, zum Teil auch als Bundle. Das Board vom Kumpel ist ein RomeD8-2T, sehr geiles Brett mit durchgängig PCI-E 4.0, da sind wir dann aber eher bei 550-650 Euro. Musst Du halt in der Bucht schauen. Rome mag DDR 3200, die sind recht teuer ja. Man kann aber auch nur 4 von 8 Kanälen bestücken, das ist beim Server vom Kumpel atm auch der Fall. Weiss jetzt nicht, wie das bei Containern aussieht. Aber bei der Virtualisierung kann man CPU gut dreifach überbuchen, RAM ist eher eine schlechte Idee. A&O ist eh der Storage, aber auch da kann man kreativ werden, und sich auf dem Gebrauchtmarkt umschauen.

Beim RAM ist das so eine Sache. Hatte letztes Jahr hier im Luxx für 4x 64 GB LRDIMM 2400 knapp 300 Euro bezahlt, und für 4x 32 GB RDIMM 2400er 70 Euro. Da muss man sich bisschen auf die Lauer legen. Ein 8x 16 GB Kit habe ich noch auf Halde, man weiss ja nie ^^

Zum Thema Pufferpanel: ich habe eine E5-2699A v4 im Mainserver. Die ist deutlich lahmer, als die genannte Epyc. Kann Dir da gerne mal Zugriff drauf geben, dann kannst Du einen eigenen Server drauf laufen lassen. Wäre selber sehr gespannt, wie gut dass das läuft. Aber nicht als dauerhaftes Angebot, wirklich nur mal zum testen. Ne, Pterodactyl oder Pelican sagt mir nichts. Habe mit Minecraft nix am Hut, bin eher in der Sim Ecke zu hause.
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Wo Du auch ein Auge drauf haben musst bei den Epycs, ist dass die kein Vendor Lock haben! Nach "PSB Unlocked", "Vendor Unlocked" oder "No Vendor Lock" CPUs Ausschau halten.
Danke, das sind genau die Zahlen, die mir für die Variante gefehlt haben. Der Hinweis mit dem Vendor Lock ist Gold wert, den hätte ich beim ersten Gebrauchtkauf wahrscheinlich übersehen. Das bringt mich auf die Idee, im Artikel einen eigenen Abschnitt zu gebrauchter Hardware aufzunehmen, mit deinen Hinweisen zu Boards, RAM und Vendor Lock. Ich sag Bescheid, wenn er drin ist.
Zur CPU-Überbuchung noch eine Besonderheit bei Valheim: Ein leerer Server zieht dort fast so viel CPU wie ein voller, laut einem Hoster rund 0,8 Threads. Da geht dreifach nicht, bei Minecraft eher schon. Danke auch für das Angebot mit dem Testserver, ein Valheim-Server auf dem 2699A v4 wäre sicher ein spannender Vergleich.
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Moin,

ich kann zwar in Sachen Gameserver nicht wirklich mitreden, wohl aber zur allgemeinen Marktsituation und wie wir bzw. meine Kunden damit umgehen.


Wir bauen keine eigenen Maschinen, sondern setzen bei unseren Kunden bisher ausschließlich auf Maschinen der großen OEMs. Also Dell, Lenovo, HP usw. Hauptgrund ist hier der Support, denn während ein stehender Gameserver ärgerlich ist, gehts bei meinen Kunden ums Geld und um Mitarbeiter, die Däumchen drehen, weil die IT nicht läuft.

Was den Speicher angeht, unabhängig ob wir uns nun über RAM oder SSDs (und HDDs) unterhalten, zahlst du beim Aufrüsten immer ordentlich drauf, da du an die Vorgaben der OEMs gebunden bist. Da kostet dann ein nachträgliches Upgrade von 512GB DDR4 auf 768GB mal eben 10+ Scheine, während du als Projekt für das vierfache gleich nen neuen Server mit 1TB RAM bekommen hättest. Achtung: Listenpreis und das war gegen Ende letzten Jahres.

Dementsprechend schieben auch meine Kunden alle Neuanschaffungen möglichst auf und wo es geht, versuchen wir den Herstellersupport noch zu verlängern. Wenn das nicht mehr geht, versuchen wir zwar, bei Bedarf E-Teile zu beschaffen, wenn das aber nicht mehr geht, hat der Kunde halt Pech gehabt. Ohne Support ist es sein eigenes Risiko!

Für den typschen Workload meiner Kunden reichen meist auch DDR4 Maschinen, aber dem gegenüber steht die kürzere Herstellerunterstützung der Plattform.



Clients verlängern wir üblicherweise nicht. Gehen die kaputt, werden die ersetzt.
Bei Servern bieten die großen OEMs oft 7-8 Jahre Support, teils sogar mehr an. Und bei dem typischen Workload unserer Kunden rechnen wir auch meist mit 7 Jahren Laufzeit, bevor eine Ablösung erfolgt.

Wie oben schon geschrieben, setzen wir eigentlich nur auf die großen OEMs, haben aber auch Alternativen durchgerechnet. Die haben leider oft den Nachteil, dass nach 5 Jahren Support schluss ist. Rechnet man deren Preise dann auf 7 Jahre hoch, spart man nahezu nichts. Es entstehen im Gegenteil sogar Kosten, da die Vielfältigkeit der Systeme wächst und damit z.B. für jedes System Anpassungen fürs Monitoring erfolgen müssen oder einfach bestimmte Funktonen fehlen oder anders sind. Gemeinsames Firmwareupdate aller verbauten Komponenten via iDRAC, ILO usw. sind hier typische Beispiele.
Danke für die Einordnung von der anderen Seite. Die sieben Jahre sind ein wichtiger Punkt: In meiner Rechnung ist das Kapital nach rund 54 Monaten zurück. Mit Herstellersupport über sieben Jahre bliebe danach noch ordentlich Zeit, in der die Hardware wirklich verdient. Ohne diesen Support ist es eben genau das Risiko, das du beschreibst.
Am Ende hast du meine Frage zu Housing und Transit zitiert, aber der Text dazu fehlt. Wolltest du da noch was schreiben? Das ist die Zahl, bei der ich am unsichersten bin.
 
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Ja, habe auch CPU intensive Workloads. Habe eine Auslastung im Schnitt von 35-45%. Erst hatte ich eine 16 Core E5-2697A v4 drin, da waren es eher 65% im Schnitt. Und ist sogar noch einiges weniger gelaufen als jetzt. Laufen halt 3-4 DX Clients für Verwaltungsaufgaben mit, habe die einfach in kleinem Fenster und auf 5 fps kastriert am laufen, die müssen kein Rennen gewinnen. Aber die machen halt CPU Last. Ist hier auch so, ob da jetzt 5 oder 100 Leute online sind, interessiert den Server nicht gross.

Kann ich den Valheim Server aufsetzen? Oder bräuchtest Du da root Zugriff auf die VM? Weil den kann ich leider nicht geben. Aber wenn das keine grosse Sache ist mit dem Valheim Server, könnte ich den schon mal aufsetzen und 1 Monat laufen lassen. Was bräuchtest Du denn an Ressourcen? Oder kann man den vielleicht sogar im Pufferpanel laufen lassen?
 
Ja, habe auch CPU intensive Workloads. Habe eine Auslastung im Schnitt von 35-45%. Erst hatte ich eine 16 Core E5-2697A v4 drin, da waren es eher 65% im Schnitt. Und ist sogar noch einiges weniger gelaufen als jetzt. Laufen halt 3-4 DX Clients für Verwaltungsaufgaben mit, habe die einfach in kleinem Fenster und auf 5 fps kastriert am laufen, die müssen kein Rennen gewinnen. Aber die machen halt CPU Last. Ist hier auch so, ob da jetzt 5 oder 100 Leute online sind, interessiert den Server nicht gross.

Kann ich den Valheim Server aufsetzen? Oder bräuchtest Du da root Zugriff auf die VM? Weil den kann ich leider nicht geben. Aber wenn das keine grosse Sache ist mit dem Valheim Server, könnte ich den schon mal aufsetzen und 1 Monat laufen lassen. Was bräuchtest Du denn an Ressourcen? Oder kann man den vielleicht sogar im Pufferpanel laufen lassen?
Das deckt sich gut mit dem, was ich im Artikel zu Valheim beschreibe: Die Last hängt am laufenden Prozess, nicht an der Zahl der Spieler. Meine Vermutung wäre, dass ein leerer Valheim-Server auf einem älteren Xeon sogar einen größeren Teil eines Kerns belegt als auf einem aktuellen EPYC. Die Arbeit pro Tick bleibt ja gleich, nur braucht ein langsamerer Kern länger dafür. Dein Sprung von 65 % auf 35 bis 45 % mit mehr Kernen passt ganz gut ins Bild.
Zum Testserver: Danke dir, das ist echt nett, dass du dir da schon Gedanken machst. Ich muss aber ehrlich sein: Mir fehlt gerade die Zeit, so einen Test sauber zu begleiten. Bei dir einen Monat lang Ressourcen zu binden, ohne dass ich mich richtig drum kümmere, fände ich nicht fair. Falls du Valheim irgendwann aus eigener Neugier mal laufen lässt, würde mich interessieren, was ein leerer Server bei dir an CPU zieht.

Kurzes Zwischenfazit: 🙂Das Feedback hier ist richtig gut. Die Hinweise zu Laufzeiten, gebrauchter Hardware, Garantien und Vendor Lock stehen jetzt im Artikel, mit Verweis auf diesen Thread. Wer noch Punkte in Artikel oder Excel findet, die nicht stimmen oder fehlen: immer her damit, dafür gibt’s ein Fleißsternchen von mir.
 
Okay. Nein, das bringt nichts, habe das Spiel ja nicht selber. Und ehrlich gesagt auch genug Baustellen offen. Will mir einen Serverraum einrichten, Netzwerk komplett umbauen und alles. Aber da atm. das Kleingeld nicht reicht, muss das noch bisschen warten. Im Moment riesen Chaos im Büro, da bin ich alles parallel am aufbauen und testen. 2 Server, 2 WS, 2 Firewalls, 6 Switches und jede Menge Kabelsalat ^^
 
Okay. Nein, das bringt nichts, habe das Spiel ja nicht selber. Und ehrlich gesagt auch genug Baustellen offen. Will mir einen Serverraum einrichten, Netzwerk komplett umbauen und alles. Aber da atm. das Kleingeld nicht reicht, muss das noch bisschen warten. Im Moment riesen Chaos im Büro, da bin ich alles parallel am aufbauen und testen. 2 Server, 2 WS, 2 Firewalls, 6 Switches und jede Menge Kabelsalat ^^
Kenne ich, die Kabelsalat-Phase gehört dazu ^^ Viel Erfolg beim Umbau, und danke nochmal für die Hinweise zu Rome und Vendor Lock. Wenn der Serverraum steht, zeig gern mal Bilder.
 
So siehts atm aus. Oder ehrlich gesagt noch schlimmer, das ist nur ein Teil vom Chaos.

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Staubsauger und Flooder dienen als Last für HA Warnungen und Automationen. Zum Glück bin ich nicht verheiratet, oder so.
 
So siehts atm aus. Oder ehrlich gesagt noch schlimmer, das ist nur ein Teil vom Chaos.

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Staubsauger und Flooder dienen als Last für HA Warnungen und Automationen. Zum Glück bin ich nicht verheiratet, oder so.
Herrlich, danke fürs Zeigen! Das ist ehrlicher als jedes aufgeräumte Rack-Foto. 😄 Den Staubsauger als Testlast für Home Assistant finde ich genial, auf die Idee wäre ich nie gekommen. Die RX2SIM-Adapter haben mich neugierig gemacht: Ist deine Community eher in der DCS-Ecke unterwegs? Das würde jedenfalls die CPU-Last erklären.
 
Ja, habe auch einen DCS Server. Aber atm den Sim nicht installiert, der Server ist mehr Beiwerk. Habe von DCS aber diverse Addons.

www.flugsimulatoren.ch

Fliege hauptsächlich RC Sim, also Sim für ferngesteuerte Modelle. Und ab und an eine Runde MSFS 2020. Von Phoenix RC, der wurde eingestellt, habe ich die Master Server Adresse kaufen können, und bin da Community Host. Da habe ich so 3500-5000 Clients pro Tag. Aber fliegen leider nicht alle online, viele connecten nur, oder laden was runter. Aber der Sim ist mein Hauptmotivator, sozusagen Herzensprojekt.

Auch beim AccuRC wurde die Entwicklung und der online Dienst eingestellt, da habe ich einen Mod entwickelt (c# DLL), damit die Leute auf meinen Servern fliegen können. Vom Studio genehmigt. Obwohl da nicht viel läuft, aber passt in mein Portfolio. Und halt sonst noch bisschen Kram.

Mein Kumpel meint immer "omg, Du bist in einer Nische von einer Nische". Aber ist halt mein Ding.

Habe ein SaaS System entwickelt, das will ich bald mal in Betrieb nehmen. Aber da muss ich echt erst alles sauber umbauen, in dem Chaos geht das nicht. Weil da wären dann Kunden drauf. Aber da wär dann das Ziel, das mal auf einem eigenen kleinen PVE Cluster laufen zu lassen, mit eigener Firewall. Aber erst mal muss da auch mein Rig für herhalten. Aktuell bin ich noch voll auf vSphere.
 
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