Bald vierter Austausch: Nutzer kämpfen noch immer mit ausfallenden CPUs

Die "Raptor Lake"-Iteration ist von der "Vmin Shift"-Thematik kaum betroffen. Sogar unter der "Raptor Lake Refresh"-Iteration grenzen die Berichte sich weitläufig auf die "Core i9"- und "Core i7"-Modelle ein. Doch dies betrifft vorrangig die "Raptor Lake Refresh"-Iteration.

Obgleich so mancher Internetnutzer in so mancher einschlägigen Community darauf insistiert haben soll, ich selbst habe solche Kommentare gesehen, sein "Core i5"-Modell sei von derjenigen Problematik betroffen: Was aus einer rein statisttischen Perspektive eher unwahrscheinlich zu sein scheine, da die "Core i5"-Modelle in ihrem Power-Consumption nach oben hin frühzeitig dicht machen, sodass diese für den kritischen Sachverhalt anzuvisierende Gefahrenregion tendenziell nicht zu erreichen sei.

Eine eher andere Problematik von Raptor Lake ist ein Fertigungsfehler seitens Intel, welcher die anodische Oxidation des Kupfers sehr rasch vorantreibe. Von diesem Ernstfall soll die "Raptor Lake Refresh"-Iteration ausgeschlossen sein. Bekannte Berichte dazu sind mir nicht geläufig: Intel scheint sein Fertigungsverfahren verbessert zu haben.
 
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da die "Core i5"-Modelle in ihrem Power-Consumption nach oben hin frühzeitig dicht machen
Es geht um Spannungsspitzen, nicht die Leistungsaufnahme. Klar gibt es da eine Relation, denn wer hohen Leistungsaufnahmen erlaubt, riskiert auch hohe Spannungsspitzen, aber dies ist eben relativ zu z.B: der Anzahl der Kerne und dem Takt der jeweiligen CPU. Man kann also auch einen i5 genau wie einen i9 an seine Kotzgrenze treiben, wobei die Leistungsaufnahme des i5 dann noch unter der eines i9 bleibt, einfach weil er weniger Kerne hat.
da die "Core i5"-Modelle in ihrem Power-Consumption nach oben hin frühzeitig dicht machen,
Nein, die bringen dann vielleicht einfach nicht mehr einen Taktgewinn, der den User motiviert weiter zu machen. Man kann es aber eben immer weiter treiben, wenn man will und das Board dies erlaubt und letzteres ist bei einem i5 leichter, ersteres wohl eher nicht, da Leute die es wirklich auf die Spitze treiben wollen, wohl kaum auf einen i5 setzen werden. Da sie aber weniger Kerne haben, werden die i5 bei gleichen Takt natürlich nicht die Leistungsaufnahme einer i7 oder o9 erreichen.
 
Ich habe einen i5 14400 in meinem Home Server laufen. Im Idle knapp unter 10 Watt an der Steckdose. Ich hoffe der hält noch lange durch. Die Degeneration betrifft nur die k Modelle, oder?
Die Degeneration betrifft nach allen vorliegenden Informationen nur die "echten" Raptoren, also i5-13600K(F) aufwärts und i5-14600 non-K aufwärts.
Also alle CPUs mit 2MB L2 Cache pro P-Kern und 4MB für einen 4er Cluster E-Kerne.
Alles andere sind umgelabelte Alder Lakes (1,25MB L2 Cache pro P-Kern und 2MB für einen 4er Cluster E-Kerne).
Der Fertigungsfehler von Intel, welcher die anodische Oxidation des Kupfers sehr rasch vorantreibt, wurde nach Intel-Angaben "in early 2023" gefixt. Mehr dazu
 
Klar gibt es da eine Relation, denn wer hohen Leistungsaufnahmen erlaubt, riskiert auch hohe Spannungsspitzen

In genau so ist es von mir gemeint gewesen.

Diese gefährlichen Peak-Voltages treten unter einer Leistungsaufnahme von oberhalb der 300 Watt ein. DAS schaffe man mit einem Core i5 eher gar nicht, da der sich schon unter einem 5,5-GHz-OC mit 250 Watt zufrieden gibt. Es fehlen halt zwei von den hungrigen P-Cores.

Im Grunde genommen sollten diese CPUs auch auf nicht gepatchten Systemen fehlerfrei laufen, solange man sich an die maximalen Power-Limits hält, diese Intel empfiehlt.
Bennys Intel Core i9-14900K lief in der Zeit bis vor den besagten Microcodes anstandslos, weil er von sich aus die entsprechenden Settings berücksichtigt, und tut es weiterhin.
 
Hab den 13700k 2 mal getauscht. Mein eigener hat schon 6 Monate nach Kauf zum Release die Biege gemacht, also lange bevor das Problem öffentlich bekannt war...was hat mich das Nerven gekostet damals...

Der meines Kumpels, von mir für ihn zur gleichen Zeit gekauft, ging vor einem knappen Jahr zum Austausch. Ein weiterer Kollege musste seinen 13900k 2 mal tauschen. Nur einer aus dem Bekanntenkreis hatte bisher keine Probleme, der hat allerdings auch nur den 14600k.
 
Hab den 13700k 2 mal getauscht. Mein eigener hat schon 6 Monate nach Kauf zum Release die Biege gemacht, also lange bevor das Problem öffentlich bekannt war...was hat mich das Nerven gekostet damals...

Der meines Kumpels, von mir für ihn zur gleichen Zeit gekauft, ging vor einem knappen Jahr zum Austausch. Ein weiterer Kollege musste seinen 13900k 2 mal tauschen. Nur einer aus dem Bekanntenkreis hatte bisher keine Probleme, der hat allerdings auch nur den 14600k.
Müssen die ersten Serien gewesen sein. Meiner gehört zur Serie die nicht mehr den Materialfehler hatten, aber die Spannungsspitzen hatten alle.
 
Müssen die ersten Serien gewesen sein. Meiner gehört zur Serie die nicht mehr den Materialfehler hatten, aber die Spannungsspitzen hatten alle.
Jup, waren alle aus den ersten 3 Monaten nach Release. Werte bei mir waren, zumindest in HWInfo, ziemlich gut. Hat leider trotzdem nicht geholfen. Aber der Kundenservice von Intel war wirklich sehr freundlich und schnell. Nach einem Jahr permanenter Crashes war mein Vertrauen in die Serie allerdings nachhaltig beschädigt 😁
 
Klar gibt es da eine Relation, denn wer hohen Leistungsaufnahmen erlaubt, riskiert auch hohe Spannungsspitzen

Hoher TVB und VC von über 1.5V bis sogar 1,65V, Leistungsaufnahme ~50W und Spannung hoch genug um den Kern und somit den Prozessor zu degradieren.
Da greift dann auch kein Limit welches die Leistungsaufnahme vom Prozessor insgesamt auf z.B. 125W beschränkt,
sondern nur die Boost Automatismen disablen, maximalen Core-Ratio und die VC bzw. VC Offsets manuell zu setzen schafft Abhilfe.
Einstellungen die die Übertakter-Fraktion in der Regel ohnehin vornimmt, und daher kam es bei den Usern die in dem Bereich wissen was sie tun auch zu erstaunlich wenigen Ausfällen.
 
Einstellungen die die Übertakter-Fraktion in der Regel ohnehin vornimmt, und daher kam es bei den Usern die in dem Bereich wissen was sie tun auch zu erstaunlich wenigen Ausfällen.
Bei denen die wissen was sie da machen, aber was ist bei denen, die einfach das extremste OC Profile wählen, welches es im BIOS zur Auswahl gab und sich darauf verlassen, dass dann alles passend und optimal eingestellt ist? Davon dürfte es mehr geben, als von denen die wissen was sie machen.
 
Die Übertakten-Fraktion die nicht 100% weiß was es tut, ist von einem Fehler betroffen der sich offenbart, wenn die CPU im Idle oder niedrigerer Teillast ist?
 
Wird da draußen sicher 14900K(s) geben die seit Release Stock ohne Probleme laufen und die Spannungen abkönnen, werden dann eben gute Bins sein.

Und dann wirds andere geben, die eigentlich maximal ein 14700K oder sogar nur 14600K hätten sein dürfen vom Binning, man aber nicht E-Cores oder P-Cores deaktivieren, oder sie als nonK Modell verkaufen wollte.

Die sind dann praktisch von Haus aus übertaktet, und die machen die Biege weil sie die die Takte nicht halten können.
Das gleiche gab's schon immer bei CPU OC, 2600K OCed auf 4,7Ghz, ging dann ein Jahr lang und danach nur noch 4,6Ghz stabil.

Wäre eigentlich interessant ob das simple beschränken des maximalen Taktes der CPUs das Problem fixen würde, hab das jetzt auch nicht ewig verfolgt.
 
Die Prozessoren sterben, weil die Spannung zu hoch ist. Kein Microcode der Welt, kann die Alterung durch zu viel Spannung beheben. Man hat versucht, die transient Spikes zu reduzieren, das entspricht einem Pflaster auf einer Fleischwunde.

Der einzig wahre Fix ist eine spürbare Reduzierung der Spannung und dafür müssten die Prozessoren niedriger Takten. Wenn ich einen Raptor Lake betreiben würde, dann nur mit statischem Undervolting, z.B. Allcore 1,3v und 5,5Ghz
 
Wenn man alles auf Intels Standards setzt gibt es keine zu hohe Spannung. Das ist Unsinn.
1,45v als Maxima fährt Intel schon seit einigen Jahren.
Es ging über dauerhafte und frequentierte Spannungen über die 1,45v Grenze. Besonders im All-Core Boost. Das ist auch ja auch der Grund warum die CPUs bei dem einen im Rechenzentrum so weg gestorben ist.
Wenn die CPU bei 24/7 mit ständigen über 80%ausgelastet wird und somit quasi ständig die 1,45V und mehr erreicht werden.

Wenn ich mir ein Consumer Produkt kaufe, darf ich einfach nie von einem 24/7 Dauerbetrieb ausgehen. Dafür sind Consumer einfach nie ausgelegt.
Auch die AMDs sterben da irgendwann Die haben ja beim X3D Probleme mit der SoC Spannung.
Könnte man genauso argumentieren wer sich einen X3D kauft, kauft sich eine CPU die garantiert sterben wird.

Nachtrag: Wir müssen einfach akzeptieren das die neuere Hardware bereits ab Werk schon an der Leistungsgrenze läuft und man hier nicht mehr viel "nach oben" tunen kann.
 
Bei mir läuft seit Release ein 14900KF auf einem Gigabyte Tachyon X mit offenem Powerlimit und OC Spannungen.
Diese Werte hätten die CPU schon längst ins Jenseits geschickt wenn die Defekte einfach Serie wären. Speicher läuft mit +8000MHz auch am Limit.
Der Rechner wird täglich betrieben und der letzte Bluescreen war beim Einstellen der OC Werte.
Es gibt ohne Zweifel defekte CPUs aber so ein generelles Problem nur bei der CPU sehe ich beim 4en Prozessor da aber nicht. Da sollte noch etwas anderes mit hineinspielen.
 
"Degradation", dass neue Modewort für EM. 👍

Warum wird das Intel noch lang hinterher hängen?

a.) viele wissen gar nicht davon, ist es auch ziemlich egal.
b.) nicht wenige haben ihr Bios wahrscheinlich noch mit firstrelease am laufen, da nutzen dann MC Updates natürlich sehr viel.
c.) nun kann jeder OC'ler der seine xx900 bis zum Rande des Wahnsinns geballert hat nach 2 Jahren und ausgiebig eingetretener EM mit Leiterbahnleckagen usw. sagen: "huch, die degradiert ja -> RMA!!"

..die Geister die ich rief.. 😎
 
Wenn ich mir ein Consumer Produkt kaufe, darf ich einfach nie von einem 24/7 Dauerbetrieb ausgehen. Dafür sind Consumer einfach nie ausgelegt.

Funktioniert dennoch, sofern der Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat.

Auch die AMDs sterben da irgendwann Die haben ja beim X3D Probleme mit der SoC Spannung.

Nur betrifft dies nicht die gesamte Palette. So ist bspw. der 5900x in der Revision 1 weniger empfehlenswert, während andere hingegen nicht totzukriegen sind. Dummerweise wird sich solchen Zahlen viel zu wenig gewidmet.

Nachtrag: Wir müssen einfach akzeptieren das die neuere Hardware bereits ab Werk schon an der Leistungsgrenze läuft und man hier nicht mehr viel "nach oben" tunen kann.

Die Dinger laufen so schon (ab Werk) am Limit, somit erscheint mir ein Einbremsen angebrachter.

Abseits dem demonstriert dies recht eindrucksvoll, dass man/n auf Testberichte quasi pfeifen kann, weil sie sich dem Thema Stabilität gleich null widmen. Nicht ohne Grund setzt man/n im produktiven Bereich auf bereits erprobte Produkte.
 
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Funktioniert dennoch, sofern der Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat.



Nur betrifft dies nicht die gesamte Palette. So ist bspw. der 5900x in der Revision 1 weniger empfehlenswert, während andere hingegen nicht totzukriegen sind. Dummerweise wird sich solchen Zahlen viel zu wenig gewidmet.



Die Dinger laufen so schon (ab Werk) am Limit, somit erscheint mir ein Einbremsen angebrachter.

Abseits dem demonstriert dies recht eindrucksvoll, dass man/n auf Testberichte quasi pfeifen kann, weil sie sich dem Thema Stabilität gleich null widmen. Nicht ohne Grund setzt man/n im produktiven Bereich auf bereits erprobte Produkte.
Absolut 100%, ich teile diese Auffassung. Manchmal ist es mangels Zeit nicht möglich sowas explizit zu testen, genau das sind aber kauf Entscheidungen für Kunden auch im Zeitalter der Nachhaltigkeit.
Wenn ich 2 etablierte Hersteller habe und Hersteller A nur 2 Jahre Garantie gibt aber B 5 Jahre geben würde, würde ich bei etwa ähnlichen Anforderungen/Preisen den mit 5 bevorzugen. Die Gewissheit zu haben das jenes Produkt beim Ausfall gedeckt ist.
Ich finde das ein Hersteller der quasi mit der gesetzlichen Gewährleistung sich rühmt einfach lächerlich ist. Unter 3 Jahre sollte man heute keine Garantie mehr geben.
 
Absolut 100%, ich teile diese Auffassung. Manchmal ist es mangels Zeit nicht möglich sowas explizit zu testen, genau das sind aber kauf Entscheidungen für Kunden auch im Zeitalter der Nachhaltigkeit.
Wenn ich 2 etablierte Hersteller habe und Hersteller A nur 2 Jahre Garantie gibt aber B 5 Jahre geben würde, würde ich bei etwa ähnlichen Anforderungen/Preisen den mit 5 bevorzugen. Die Gewissheit zu haben das jenes Produkt beim Ausfall gedeckt ist.
Ich finde das ein Hersteller der quasi mit der gesetzlichen Gewährleistung sich rühmt einfach lächerlich ist. Unter 3 Jahre sollte man heute keine Garantie mehr geben.

So schön auch solche Garantieversprechen auf den ersten Blick klingen, erst die Praxis zeigt, ob der Hersteller zu seinem Wort steht. Denn wenn's dumm läuft, bleibst du schon während der Gewährleistung auf deinen defekten Kram sitzen.
 
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So schön auch solche Garantieversprechen auf den ersten Blick klingen, erst die Praxis zeigt, ob der Hersteller zu seinem Wort steht. Denn wenn's dumm läuft, bleibst du schon während der Gewährleistung auf deinen defekten Kram sitzen.
Klar das ist wieder ne andere Geschichte, aber wie man letzten gelesen hatte ist es aber der schon 1000 durchgekauten Gewährleistung so das Verkäufer diese immer wieder neu für sich interpretieren. https://www.vzbv.de/urteile/gewaehrleistung-mediamarkt-darf-kunde-nicht-hersteller-verweisen

Wer kennt ihn nicht den Klassiker, den die Telekom schon immer gezogen hat bei IPhones. "Wenden sie sich an Apple".
 
Man hat versucht, die transient Spikes zu reduzieren, das entspricht einem Pflaster auf einer Fleischwunde.

Es gibt drei Probleme die allesamt durch MC/ME FW Patches behoben werden.
1.> TVB trotz temperatur über 70 Grad
2.> VC Spikes bei TVB, tritt auf wenn 1-2 Cores mit dem höchsten Takt laufen
3.> Vmin Shift betrifft alle RPL Desktop Prozessoren mit einer TDP von 65W oder höher

Wer das UEFI nicht aktualisiert hat muss dann halt öfter den Prozessor tauschen lassen, vor allem wenn hohe SC Last über längere Zeit auftritt.
Wer kein aktuelles UEFI nutzt handelt somit schlicht und egreifend fahrlässig.

Ein VC Offset, manuell eingestellte VC oder ein IA VR Voltage Limit verhindern die Spikes zuverlässig.
Letzteres war eine der ersten Einstellungen die ich jeweils bei meinen Setups von Anfang an vorgenommen habe.

Davon dürfte es mehr geben, als von denen die wissen was sie machen.

Die meisten schaffen es gerade mal das XMP Profil zu laden, falls sie überhaupt jemals ins UEFI gelangen.
Es war auch überhaupt nicht nötig ein OC Profil zu laden, da die Spikes auch ohne OC auftreten wenn die initialen fehlerhaften MCs drauf sind.
 
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mein 13900K läuft mit 125W Limits, dank MSI Board mit Lite Load 5. Ht hab ich deaktiviert.
Prozzi läuft 1A und den hab ich jetzt auch bald schon 2 Jahre. Wird wohl noch mind. weitere 2 Jahre im Einsatz bleiben.

Wenn da so oft ne CPU ausfällt, dann liegts wohl eher am Anwender.. xD
 
Die Prozessoren sterben, weil die Spannung zu hoch ist. Kein Microcode der Welt, kann die Alterung durch zu viel Spannung beheben. Man hat versucht, die transient Spikes zu reduzieren, das entspricht einem Pflaster auf einer Fleischwunde.
Nein, denn Bugs im MC waren ja für zu hohe Spannungsspitzen verantwortlich, dies hat Intel doch selbst so gesagt:

Der Microcode kann also sehr wohl die zu hohen Spannungsspitzen beheben und damit die vorzeitige Alterung verhindern. Er kann schon vorhandene Alterungserscheinungen natürlich nicht direkt beheben, sofern da nicht schon eine Vmin Anhebung eingebaut wird. Es ist also nicht nur ein Pflaster auf einer Fleischwunde, sondern es verhindert eben genau diese Fleischwunde.

Wenn ich mir ein Consumer Produkt kaufe, darf ich einfach nie von einem 24/7 Dauerbetrieb ausgehen. Dafür sind Consumer einfach nie ausgelegt.
So ist es, auch wenn die Hersteller dies nie so offen sagen. Aber man schau sich nur die man maximalen Taktraten an, die sind die Server CPUs deutlich geringer als bei den Desktop CPUs, eben weil diese heute ab Werk massiv am Limit betrieben werden, wie Du ja selbst schreibst:
Wir müssen einfach akzeptieren das die neuere Hardware bereits ab Werk schon an der Leistungsgrenze läuft und man hier nicht mehr viel "nach oben" tunen kann.
Das ist halt der Nachteil des Wettbewerbs. Da kann es sich keiner der beiden mehr erlauben groß Reserven einzubauen, die ja eben genau das OC Potential sind.
Es war auch überhaupt nicht nötig ein OC Profil zu laden, da die Spikes auch ohne OC auftreten wenn die initialen fehlerhaften MCs drauf sind.
Bevor Intel die Mainboardhersteller gezwungen hat ein Profile nach Intels Spezifikationen wenigstens anzubieten, waren die CPUs mit den Default BIOS Einstellungen oft schon massiv übertaktet, vor allem auf den Boards mit Z Chipsätzen. Man schaue sich nur mal die älteren Reviews von CPUs und Mainboards an und welche maximale Leistungsaufnahme die CPUs da gezeigt haben. Das war fast immer deutlich mehr als ihre TDP und auch die Vorgabe für PL2. Da waren Power Limits von über 4000W nicht ungewöhnlich, aber wer seine CPU mit so hohen Power Limits betreibt, der hat sie eben übertaktet, auch wenn der maximale Boosttakt nicht über der Werksangabe liegt. Als CPUs nur einen Kern hatten, war Übertakten nur durch die Steigerung des Taktes möglich, aber bei so vielen Kernen wie CPUs heute haben, ist die Steigerung des Taktes bei Last auf allen Kernen die viel verbreitetere Form der Übertaktung, auch wenn manchen dies nicht als Übertaktung ansehen wollen.

Übrigens hat ASUS auch für seine W680 Boarde BIOS Updates nachgeschoben, bei denen es dann die Intel Profiles gibt. Ich möchte nicht wissen mit welchen Einstellungen die CPUs da vorher per Default betrieben wurden, aber ich glaube kaum das diese innerhalb der Intel Spezifikationen lagen. Daher ist die Angabe @Stock auch immer so irreführend, da die CPUs eben meist schon bei Default teils massiv übertaktet betrieben wurde, da musste der User gar nichts mehr einstellen, sondern im Gegenteil, er musste es vor Hand einstellen, wenn er die CPU innerhalb der Intels Spezifikationen betreiben wollte.
 
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