Mein Steam Frame ist gestern endlich angekommen

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Mit dem gesamten Konzept hat Valve ggü. der Index die größten Pain Points gelöst. Bei der Index musste man erst Base Stations anschrauben, Kabel verlegen (ggf. Verlängerung anschließen), Controller aufladen, Playspace einrichten …, am Ende hab ich vlt. maximal 50h mit der Index gespielt, hatte irgendwann keine Lust mehr das halbe Zimmer umzuräumen um den original eingemessenen maximal großen Playspace zu haben. Vom anschließen der ganzen Kabellage ganz abzusehen (und ggf. hochfahren der Basestations).
Setup beim Frame ist dagegen extrem straightforward: Batteriesicherung an den Controllern ziehen, WLAN verbinden und bei Steam einloggen (vorausgesetzt man hat seinen Steam Authentikator im Smartphone, ansonsten auch noch Username + Passwort eingeben) und es kann schon losgehen.
Beat Saber standalone hat sich ziemlich flüssig angefühlt, habe jetzt keine großen Unterschiede zur gestreamten Version festgestellt.
Was mich persönlich am meisten „fasziniert“ ist die Standalone XR Experience, dem tut auch der s/w passthrough mmn. keinen großen Abbruch.
Durch das offene Arch Linux kann man quasi beliebige Linux Apps (oder PWAs) direkt über den SteamVR Window Manager in der XR Oberfläche aufrufen.
Der Steam Frame ist damit quasi jetzt die neue „defacto“ Referenz für Standalone VR/XR Systeme.
Kommen wir jetzt zu den paar negativen Dingen: Akkulaufzeit und Audio. Wenn man an dem System entwickelt dann ist 1h echt etwas kurz, da wäre ein „Enthusiast-Kit“ mit Hotswap Batterien mehr als willkommen. Das Audio ist gefühlt okay, aber kommt nicht an die Index dran. Aber anscheinend ist sich Valve dessen ja auch bewusst und will hier nachlegen.
Als Fazit sehe ich den Fokus der Frame weniger auf Gaming sondern eine möglichst „affordable“ High-End Referenzplattform für VR/XR Experiences zu schaffen (deshalb auch kein neues VR Half Life). Und das ist Valve hiermit mehr als gelungen, es ist krass wie viele Frame Projekte sich bereits auf GitHub finden.
Auch hat Valve alles mögliche getan um den Einstiegspreis so tief wie möglich zu drücken (optionale Premium-Headstrap, Netzteil, etc.), um den Frame möglichst vielen Leuten zugänglich zu machen.
Ja ein Steam Frame kostet fast das doppelte von ner Quest, aber dafür hat man hier ein komplett offenes System ohne irgendwelche „Guardrails“ und kann damit quasi alles mögliche machen ohne Accountzwang.