DMI Link ASPM Control: Steuert das Power Management Verbindung zwischen CPU und Chipsatz (lieber "Deaktiviert" lassen für maximale Stabilität und minimale Latenz).
Port8xh Decode: Leitet Diagnose-Fehlercodes (POST-Codes) über den PCIe-Bus an die Port 80h-Siebensegmentanzeige des Mainboards weiter (Wichtig für Troubleshootings beim Booten).
Compliance Test Mode: Testmodus für Hardware-Entwickler, um die PCIe-Signalqualität mit Oszilloskopen zu messen.
PCIe function swap: Erlaubt es dem BIOS, die interne Nummerierung/Reihenfolge der PCIe-Funktionen logisch zu vertauschen.
PCIe EQ settings: Umfassendes Untermenü zur feinen Justierung der Signal-Equalization (Spannungssignale, Dämpfung uvm.) auf den PCIe-Leitungen, um Übertragungsfehler bei langen Signalwegen zu minimieren.
PCI Express Root Port x: Aktiviert oder deaktiviert diesen spezifischen PCIe-Anschluss logisch komplett.
Connection Type: Zeigt physisch, wie der Port angebunden ist.
PCI Express Root Port x ASPM: Aktiviert Stromsparmechanismen nur für diesen Port im Leerlauf.
L1 Substates: Sehr tiefgreifende, feingranularere Stromsparstufe für PCIe-Geräte.
L1 Low: Erlaubt dem Port, in einen extrem tiefen Niedrigenergiemodus zu wechseln.
ACS: Wichtig für Virtualisierung unter Proxmox/ESXi. Isoliert PCIe-Geräte voneinander, damit sie per Passthrough direkt an eine VM übergeben werden können.
PTM: Aktiviert hochpräzise Zeitsynchronisation zwischen der CPU und dem angeschlossenen PCIe-Gerät (wichtig für Echtzeitanwendungen).
DPC: Schutzmechanismus wenn am Port ein kritischer PCIe-Fehler auftritt, isoliert den Port, um einen kompletten Systemabsturz zu verhindern.
EDPC: erweiterte Version von DPC, die präzisere Fehlerprotokolle an das OS weitergibt, bevor der Port abgeschaltet wird.
URR: Meldet das System, wenn ein Gerät eine Anfrage stellt, die der Port nicht unterstützt.
FER: Meldet schwerwiegende, nicht behebbare Hardwarefehler sofort an die CPU.
NFER: Meldet Fehler, die das System zwar beeinträchtigen, aber nicht sofort zum Absturz führen.
CER: Meldet Fehler, die von der Hardware-Fehlerkorrektur automatisch repariert werden konnten (z.B. korrigierte Bitfehler).
SEFE: Löst einen globalen Systemfehler (NMI/Reset) aus, sobald ein fataler PCIe-Fehler auftritt.
SENFE: Löst einen Systemfehler bei nicht fatalen PCIe-Fehlern aus.
SECE: Löst einen Systemfehler aus, selbst wenn der Fehler eigentlich korrigierbar war.
PME SCI: Ermöglicht es dem PCIe-Gerät, das System über einen Interrupt aus dem Ruhezustand aufzuwecken.
Hot Plug: sollte man kennen.
Advanced Error Reporting: Schaltet das erweiterte Fehlerprotokollierungs-Subsystem für diesen Port global ein oder aus.
M2_x Gen Mode: Erzwingt die PCIe-Generation für den x-ten M.2 Slot.
Transmitter Half Swing: Reduziert die Signalspannung des Senders um die Hälfte. Spart minimal Strom, verschlechtert aber die Signalqualität ab Gen4 SSDs. Ab Gen4 deaktiviert lassen!
Detect Timeout: Zeitdauer in Millisekunden, die das BIOS beim Systemstart wartet bis sich ein PCIe-Gerät an diesem Port anmeldet (15 ms ist Standard). <- *hier liegt im übrigen auch nochmal der Hund begraben, warum CDI den Counter für "unsafe Shutdown" erhöhen kann!!*
Extra Bus Reserved: Reserviert zusätzliche logische PCIe-Bus-Nummern für diesen Port. Wichtig für PCIe-Splitter oder Thunderbolt-Docks die intern eigene Busse nutzen.
Reserved Memory / Reserved I/O: Reserviert festen Arbeitsspeicher (MB) und I/O-Adressen für diesen Port im System-Adressraum. Verhindert Ressourcen-Konflikte beim dynamischen Zuweisen.
LTR: Ermöglicht es der NVMe SSD der CPU mitzuteilen, wie viel Latenz sie beim Wechsel aus dem Stromsparmodus vertragen kann. Verhindert, dass das System deepstate schläft, wenn schnelle Datenübertragungen anstehen.
Snoop / Non Snoop Latency Override: Ermöglicht es, die vom Gerät gemeldeten Latenzzeiten manuell zu überschreiben, für CPU-Cache-synchron (Snoop) oder direkte Speicherzugriffe (Non-Snoop).
LTR Lock: Sperrt die LTR-Einstellungen (siehe zuvor), damit das OS oder Treiber sie nach dem Booten nicht mehr verändern können.
Peer Memory Write Enable: Erlaubt es zwei PCIe-Geräten untereinander direkt Daten in den Speicher des jeweils anderen Geräts zu schreiben, ohne den Umweg über die CPU zu nehmen (sehr viel höherer Durchsatz für Multi-Device-Setup -> Nachteil: Das OS/CPU prüft den Datensatz nicht mehr auf korrumpierende Datenstruktur).