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Plötzlich Probleme beim Schreiben auf SSDs?

patrock84

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Mein Problem beginnt am 23. August.
In der Nacht vom 22. auf 23. August aktualisierte aich das UEFI vom Mainboard (MSI Pro X870E P Wifi) auf Version A52. Anschließend wurde meine zweite SSD (Kioxia Exceria Plus) SSD nur noch als RAW erkannt. Im UEFI hatte ich vorab die Einstellungen geprüft. Mode: UEFI statt CSM, Secure Boot war Enabled. PCIe ASPM Einstellung - unsicher, wohl auf Auto und Microsoft Security Level 2 ist auf Enable - unsicher wie es vorher war.
In Diskpart wird sie allerdings nicht mehr als DIsk aufgeführt, lediglich die RAW-Partition als Volume.
Anmerkung: Ich hatte kein CMOS Clear gemacht.
Zwischenzeitlich die Chipsatz-Treiber neu installiert, um Probleme mit AGESA usw. auszuschließen. Kein Unterschied.

Die SSD für das Betriebssystem, Games & Co. , eine SN850X, machte per se keine Probleme.

Also von einer externen SSD mit einem Linux-Linux gebootet. Im KDE Partition Manager sah die besagte SSD ganz okay aus. MBRDOS und eine NTFS-Partition wird ausgelesen und lesend sich lesend mounten. Also die Daten von der zweiten auf die externe SSD kopiert, da die letzte Sicherung im Juni war.

Anschließend von der 2. Partition die Partitionstabelle in KDE Partition Manager neu geschrieben und ins Win11 neu gebootet.
Neues Volume mit NTFS schnell formatiert und wollte die Daten kopieren. Nach ein paar Minuten war die Meldung, dass das Medium nicht mehr da ist. :eek: Nun ist die Partition wieder RAW.
Das SSD Utility Tool von KIOXIA erkennt die SSD in diesem Zustand natürlich auch nicht.

Als Ersatz kam eine Crucial T705 SSD von einem Bekannten. Windows-Installation brach im M2_1 (PCIE Gen5 über die CPU) zwei, drei Mal ab. Nach zwei weiteren USB-Stick mit dem Win11-Iso wechselte ich in den unteren M2_3 Slot (PCIE Gen 4 über das Mainboard) und es ging auf Anhieb. Nachdem ich die AMD Chipsatz- und Grafikkartentreiber installierte, ging es zurück in den oberen M2_1 Slot. Immer wieder Abstürze, BSOD mit schnellen Neustarts. Es wurde kein Mini-Dump erstellt bzw. geschrieben.

Mit der SN850X als OS-SSD hatte ich keine Probleme und war noch auf den Trichter, dass wohl auch die T705 einfach Probleme macht. Crucial Storage Executive bietete keine aktuellere Firmware.

Zwischenzeitlich statt den MB-Kühler für die SSD einen Thermalright HR-09 montiert. Damit war die Temperatur nie über 63-64°C. Temperatur sollte also passen.

Downgrade auf UEFI A50, CMOS Clear, Crucial T705 in M2_1-Slot und nur das notwendigste brachte keiner Besserung. Immer wieder Abstürze. Mal unter Last beim Spielen, mal lediglich auf den Desktop. Immerhin gab es dieses Mal im Event Log Warnungen, dass er nicht auf die "disk" schreiben bzw. zugreifen konnte.

Am 19./20. September:
Wieder Rückbau auf die SN850X und aus einem anderen Mini-PC eine Kingston KC3000 als 2. SSD eingebaut und angefangen Daten von der externen Backup-SSD zu kopieren. Wieder jene BSODs und schnelle Restarts.
Drei problematische SSDs ist etwas zu krass.

Also UEFI-Downgrade auf A42. CMOS Clear usw.

Linux-Linux gebootet und Daten von einer externen SSD auf die T705 im oberen M2_1-Slot ohne Probleme. Insgesamt 1,2 TB. Das gleiche mit der KC3000.
Die Kioxia Exceria Plus habe ich bis dato noch nicht getestet.

Gestern:
Wieder Win11 installiert, Treiber aktualisiert und zur Probe BF6 geladen. Bei der zweiten Runde in BF6 BSOD. Alsoo 3D Mark Storage Benchmark gekauft und los. Bereits beim Preparing Test Data kommt ein Crash.
In den Energieoption "Link State Power Management" deaktiviert. Nun läuft der Benchmark immerhin durch. Dafür crashte im Anschluss CrystalDiskMark bei den Random-Tests.
Daraufhin im UEFI den oberen M2_1 Slot auf Gen4 gestellt und PCIe ASPM deaktiviert. Damit lief CrystalDiskMark gestern Abend zwei Mal hintereinander durch. Ob das nun prinzipiell stabil ist, muss sich noch zeigen.
Idee war, die T705 eben im Spielerechner zu nutzen und die SN850X im Mini-PC.

Welches weitere Vorgehen empfiehlt ihr?

Nun könnte ich auf Verdacht ein anderes Mainboard kaufen.? Wegen der Wasserkühlung habe ich da wenig Lust drauf. :shake:
Oder jemanden die T705 zum "Quälen" schicken. Oder doch ein Netzteil. Hab' zwar ein Seasonic Prime Ultra 1000W Titanium, aber das ist per se nicht ATX 3.0/3.1.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Bei drei SSDs mit ähnlichen Aussetzern würde ich die einzelne SSD langsam auch nicht mehr als Erstes verdächtigen. Die 1,2 TB mit der T705 unter Linux im M2_1 würde ich dabei nicht ganz unter den Tisch fallen lassen. Da lief es ja offenbar durch.

Das Board dafür gleich aus der Wasserkühlung zu holen wäre mir noch zu früh. Gen4, ASPM aus und dann noch mal ordentlich Daten draufschreiben wäre vorher mein Versuch. Falls es damit plötzlich durchläuft, würde ich jedenfalls eher in Richtung PCIe/ASPM unter Windows schauen. Beim Netzteil wäre ich dagegen noch nicht so richtig.
 
Gestern Abend hatte ich im UEFI ist Gen4 aktiviert und ASPM deaktiviert. Im Windows Energieoptionen ist Link State Power Management in allen Profilen aus. Zwei Durchläufe CrystalDiskMark waren stabil, danach bin ich ins Bett.

Storage Benchmark v 3Dmark ein paar Läufe?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, würde ich ein paar Mal hintereinander laufen lassen. Den Storage Benchmark würde ich dafür ruhig nehmen. Da laufen ja unterschiedliche Gaming-I/O-Sachen durch und nicht einfach nur irgendwelche langen Schreibvorgänge. Vor allem ist er dir vorher schon beim Preparing ausgestiegen. Das würde ich mir zunutze machen.

Gen4 und ASPM aus würde ich jetzt einfach mal so lassen. Den Benchmark ein paar Mal durchjagen und irgendwann noch ordentlich Daten hin und her kopieren. Wenn er damit auf einmal Ruhe gibt, würde ich jedenfalls ziemlich stark in Richtung PCIe-Link oder Power-Management schauen. Das Link State Power Management hängt da übrigens direkt mit ASPM zusammen.

Und wenn das hält, würde ich wirklich nur einen von den beiden Punkten zurückdrehen. Gen5 zuerst vielleicht. Wenn du beides gleichzeitig wieder anschaltest, bist du sonst genauso schlau wie vorher.
 
Getroffene Einstellungen am 21.09.:
  • Link State Power Management für PCI Express in den Windows Energieoptionen deaktiviert
  • im UEFI M2_1 Slot auf PCI Express Gen 4 beschränkt bzw. von Auto auf Gen4
  • im UEFI ASPM

Tests am 21.09.
  • 2x CrystalDiskMark in den Standardeinstellungen
Resultat: lief ohne Problem durch, sprich stabil

Tests am 22.09.
  • 2x CrystalDiskMark in den Standardeinstellungen
  • 2x 3D Mark Storage Benchmark
Resultat: lief ohne Problem durch, sprich stabil

Heute, 23.09.

Nun habe ich wieder eine zweite SSD in den unteren M2-Slot einbauen und zwar die Kingston KC3000 die bis dato OK war. Sobald ich anfange mit Daten zu kopieren, bricht es wenige Sekunden später ab und dieses Mal, weil es nicht die SSD mit dem OS ist, tauchen auch Fehlermeldung im Event Log auf.
Im UEFI habe ich den unteren M2_3 Slot auf Gen3 eingestellt, selbiges Verhalten.

Ich werde nun die Gegenprobe machen, beide SSDs so montiert lassen. UEFI bleibt unverändert und ich boote ein Live-Linux und werde auf die untere SSD ein paar GB Daten kopieren. 😒

1790182400367.png
 
Dual boot System? Ich hatte mal Probleme mit Schreibzugriff auf eine Partition, weil Linux die Benutzerrechte nicht analysieren konnte. Es war eine Partition mit- ich glaube- Fat32, von mir unter Linux so formatiert, weil ich dachte, ich würde dann auch unter Windows darauf zugreifen können.
 
Gibt es im UEFI nur eine ASPM Einstellung? Schau mal ob es nicht eine für die PCIe Lanes der CPU und eine für die PCIe Lanes vom Chipsatz gibt und deaktiviere ASPM für beide.
Leider ja. Ich habe auch noch mal über die Suche geschaut, ob ich etwas übersehen habe.
Dual boot System? Ich hatte mal Probleme mit Schreibzugriff auf eine Partition, weil Linux die Benutzerrechte nicht analysieren konnte. Es war eine Partition mit- ich glaube- Fat32, von mir unter Linux so formatiert, weil ich dachte, ich würde dann auch unter Windows darauf zugreifen können.
Nein. Ich nutze lediglich ein Live-Linux auf einem externen USB-Stick oder SSD.
Gestern bin ich nicht weiter zum testen gekommen.
 
Dass jetzt ausgerechnet die KC3000 im M2_3 beim Kopieren aussteigt, macht die Sache für mich noch interessanter. M2_1 hängt bei dem Board direkt an der CPU, M2_3 dagegen am Chipsatz. Dass es jetzt auch M2_3 betrifft, passt für mich jedenfalls nicht mehr so recht dazu, nur den Gen5-Link oben im Verdacht zu haben.

Bei Live-Linux wären ein paar GB allerdings etwas wenig. Wenn schon, dann am besten gleich wieder mit dem größeren Datenbestand, bei dem Windows bisher ausgestiegen ist. Wenn Linux damit wieder einfach durchläuft und Windows nach ein paar Sekunden Schluss macht, wäre das schon ziemlich auffällig. Treiber oder Power-Management unter Windows hätte man dann zumindest ziemlich weit oben auf der Liste.

Ein neues Board würde ich jedenfalls noch nicht bestellen. Vorher würde ich den Vergleich noch mit möglichst denselben Daten machen.
 
@grandecactus: Jepp, ich kopiere stets Daten von einer externen SATA-SSD.

Tests am 23.09.
  • Kingston KC3000 in den unteren M2_3 Slot, der über den X870E-Chipsatz angebunden ist
  • Bereits nach den ersten GB reines Daten kopieren, ist die SSD nicht mehr erreichbar, Einige nfts-Warnungen im Eventlog
Tests am 24.09.
  • unter Live-Linux (Desinfec't 2026 von heise) und die KC3000 mit ext4 formatiert
  • im 1. Test konnte ich die ersten Ordner (~ 370 GB) ohne Probleme oder Fehlermeldungen kopieren
  • unmittelbar danach der 2. Test Datenkopieren (~847 GB) gab es nach ca. 400 GB eine Fehlermeldung und die SSD war nicht mehr erreichbar
Edit: Dummerweise hatte ich nicht die Smartwerte bzw Temperatur bei dem zweiten Test überwacht. Überhitzung kann sein, nur schwer vorstellbar, da das Gehäuse gerade ohne Seitenteil ist.

Leider konnte ich nicht kdiskmark in diesem Live Linux installieren, aber der Benchmark wäre wohl auch nur abgebrochen. :(
 
Zuletzt bearbeitet:
hast du ausgeschlossen das die Datenträger als was anderes wie AHCI Modus laufen?
Manche Sots verfallen in SATA anstelle von Express modus. z. B wenn die Bandbreite nicht mehr reicht. (je nach Konfig)
Manche Boards haben integrierte Raid Modis.
 
Es sind SSDs mit M.2 Interface und NVME-Protokoll. Warum sollten diese im AHCI-Modus laufen? NVME und AHCI sind doch unterschiedliche Protokolle?!

RAID-Modus sollte aus sein, schaue ich aber noch mal explizit. Danke :wink:
 
Sicher, dass dir im UEFI nur ein ASPM Setting angezeigt wird? :unsure:
Ich habe mal das A52 Bios deines Boards extrahiert, laut UEFI Editor sollten da aber schon weit mehr Register aktiv sein:

Screenshot 2026-09-25 at 13-02-35 UEFI Editor.png

ps: Ähnelt im übrigen sehr denen meines MSI Z690 Boards, wo auch native ASPM, 3x ASPM für PEG 0-2 und halt die ASPM für mindestens acht PCIe aktiv vorhanden sind.
 
Sicher, dass dir im UEFI nur ein ASPM Setting angezeigt wird? :unsure:
Ich habe mal das A52 Bios deines Boards extrahiert, laut UEFI Editor sollten da aber schon weit mehr Register aktiv sein:
Die Probleme begannen mit UEFI-Version A52, dann Downgrade A50, weiterhin Probleme mit der T705 im M2_1 Slot und erneutes Downgrade auf A42. Auf der bin ich aktuell geblieben.
Könnte ggf. am WE noch mal die A52 probieren. '

In der A42 habe ich keine weiteren Einträge gesehen und über die Suche im UEFI findet es auch nur eine. Ich habe Advanced Ansicht und für CPU auch Expert View eingestellt.

Welcher UEFI Editor ist das? Kenn' ich noch gar nicht. :)
 
Es sind SSDs mit M.2 Interface und NVME-Protokoll. Warum sollten diese im AHCI-Modus laufen? NVME und AHCI sind doch unterschiedliche Protokolle?!

RAID-Modus sollte aus sein, schaue ich aber noch mal explizit. Danke :wink:

Kurz um: Ja ist richtig, die können aber auch verschachtelt sein.
 
Welcher UEFI Editor ist das? Kenn' ich noch gar nicht. :)
Das ist der BoringBoredom UEFI Editor aber Achtung, der schaltet dir zwar alles frei was dein UEFI wirklich bietet, bedarf aber guter Vorbereitung bezgl. extraktion der AMITSE und PE32 Dateien. Gerade bei deinen AMD Bios solltest du wissen, das dort die AMITSE in geteilten Sektionen mit der AMITSE Setupdata an anderer Stelle vorliegt (bei Intel Bios ist die komplett ineinander verschachtelt).
Der ist speziell auf MSI Boards ausgelegt, sowohl Intel als auch AMD, kann aber auch mit Asus Bios funktionieren. Nur du solltest schon wissen was du da wie und wo einstellst und dein Board sollte unbedingt eine Backflash Funktion besitzen, sonst kannst du dir ganz schnell dein Bios unwiederbringlich zersägen.

ps: Vieleicht mal hier Forum den Fall in der MSI Rubrik den dortigen Supporter schildern, klingt für mich schon sehr merkwürdig das du dort keinen Zugriff zu den ASPM Settings bekommst. Die können das dann im HQ Support ja mal nachstellen.

pps: Wenn die im UEFI Raid via Raid-Xpert laufen erkennst du das sofort, die Konsole integriert sich in das UEFI und benennt das dort aktivierte Storage entsprechend um.
 
Zuletzt bearbeitet:
Manche Sots verfallen in SATA anstelle von Express modus. z. B wenn die Bandbreite nicht mehr reicht. (je nach Konfig)
Nein, so etwas gibt es nicht. Die M.2 Slots haben einen Pin über den die SSD mitteilt ob sie SATA oder PCIe als Anbindung möchte und wenn der Slot beides unterstützt, wird einmal beim Booten die entsprechende Verbindung hergestellt. So etwas wie "wenn die Bandbreite nicht mehr reicht" gibt es auch nicht, wenn die Lanes des Chipsatzes mehr Durchsatz machen könnten als dessen Uplink (die Verbindung zur CPU) erlaubt, dann werden alle Verbindungen langsamer laufen, aber deswegen wird keine NVMe SSD plötzlich auf eine SATA Verbindung umgeschaltet. Das ist Quatsch.

Kurz um: Ja ist richtig, die können aber auch verschachtelt sein.
Da ging es um die Samsung SM951. wohl der einzigen M.2 SSD mit PCIe Anbindung von der es jeweils eine Ausführung mit AHCI Protokoll wie bei SATA SSDs und dann mit dem damals neuen NVMe Protokoll gab:
Davor gab es auch andere M.2 SSDs mit PCIe Anbindung die noch das AHCI Protokoll verwende haben, wie z.B. die Plextor M6e, danach hat sich dann aber NVMe als Software Protokoll für SSDs mit PCIe Anbindung durchgesetzt. Deshalb gilt, dass jede NVMe SSDs auch immer eine PCIe SSD ist, aber umgekehrt ist nicht jede PCIe SSD auch eine NVMe SSD, auch wenn dies bei den aktuellen Modellen wohl so sein dürfte. Ein Wechsel des Protokolls ist aber nicht möglich und würde auch keine Verringerung der Bandbreite bringen.

Hier sind entweder die ASPM (also die Energiespareinstellungen) das Problem, oder die Spannungsversorgung. Die 3,3V Schiene wird bei modernen Rechnern ja nur für M.2 SSDs genutzt und daher fallen Probleme auf dieser Schiene sonst nicht auf, sondern nur bei den M.2 SSDs. Es könnte auch das Displayport Pin 20 Problem sein, denn da liegen die 3,3V auch an, z.B. um Adapter zu versorgen. Das gilt aber auch für den Monitor und wenn man einen PC direkt mit einem Monitor verbinden und ein vollbelegtes Kabel nutzt, dann verbindet man die 3,3V des Rechners mit denen des Monitors, nur sind die 3,3V ja nicht exakt 3,3V und daher kann das zu Problemen führen. Dafür sollte man unbedingt Kabel nehmen bei denen Pin 20 nicht belegt ist. @patrock84, wenn Du einen Monitor mit DisplayPort angeschlossen hast, schau doch mal ob dies der Fall sein könnte, z.B. indem Du den mal zum Test über HDMI anschließt.
 
25.09.
  • UEFI-Version A52 geflashed, um zu sehen, ob es weitere ASPM-Optionen gibt, die Erklärbär im UEFI Editor gesehen hatte - leider nein
  • die KC3000 SSD steigt bei simplen Copyjobs aus
  • auch mit einem PCE-3.0-x16-M.2-Adapter das gleiche Verhalten
Holt: Okay, mit einem HDMI Kabel statt DP kann ich es noch probieren. Das lese ich auch zum ersten Mal, liest sich aber nachvollziehbar.
 
Das DP Pin 20 Problem ist leider vielen nicht bekannt, aber eben real und fällt oft nicht auf, auch weil eben außer M.2 SSDs normalerweise nichts an den 3,3V hängt. Dagegen ist ASPM eigentlich normal und sollte nicht dazu führen, dass SSD mit in Kopiervorgängen oder Benchmarks plötzliche verschwinden, zumal sie dann ja nicht Idle sind und daher die ASPM Energiesparmaßnehmen sowieso in solchen Situationen nicht aktiv werden sollten. Verschwinden können SSD eigentlich nur auf zwei Gründen: 1.) FW Bugs, da gibt es leider, vor allem bei denen mit Phison Controllern, immer mal Modelle die nicht gethrottelt haben, wenn sie zu warm wurden, sondern sich einfach abgeschaltet haben oder 2.) eben das Netzteil. Deines hat die Transient Response Tests beim Review bei Tomshardware bestanden, aber wie man auch bei mal wieder sieht, war die 3,3V Schiene bei den Laständerungen am stärksten betroffen und hat oft fast 3x so starke Spannungsschwankungen wie die 5V Schiene gezeigt.

Der beste Test um das Netzteil als Ursache auszuschließen, wäre die SSD in einem PCIe Slot Adapter mit eigener Spannungswandlung von 12V zu stecken, wie z.B. der ASUS Hyper M.2 X16 Gen 4 Card oder ASRock Hyper Quad M.2 Card, denn die 3,3V sind bei PCIe nur mit maximal 3A spezifiziert und obwohl dies eigentlich nur gerade für eine M.2 SSD reicht, haben auch viele Karten für 2 M.2 SSDs keine eigene Spannungswandlung von 12V auf 3,3V, aber die mit 4 M.2 Slots, sollten alle so eine eigene Spannungswandlung haben. Dies macht sie gegenüber den Schwankungen auf der 3,3V Schiene unempfindlich und wenn die SSD darin dann problemlos funktioniert, liegt es an der Spannungsversorgung nicht an den Energiespareinstellungen. Dein Mainboard hat ja in Form des PCI_E3 einen mechanische x16 breiten PCIe 4.0 x4 Slot, darin würde eine SSD in so einem Adapter funktionieren, wahrscheinlich im dem Slot der am dichtesten am Slotblech ist. Der Slot hat ja die gleichen PCIe Lanes vom Chipsatz wie der M.2_3 Slot und damit die gleichen ASPM Einstellungen, im Adapter wäre der Unterschied dann nur die Spannungsversorgung, die eben im M.2 Slots des Mainboards vom der 3,3V Schiene des Netzteils kommt und in so einem Adapter mit eigenem Spannungswandler über dessen 12V Schiene und den Spannungswandler des Adapters.

Vor Jahren hatte ich mal so einen Fall, da hatte jemand mit seiner M.2 SATA SSD und einem teuren Netzteil auch immer wieder das Problem, dass seine SSD verschwunden ist. Dem habe ich einen 2.5" Adapter mit Spannungswandler von 5V (wie sie bei 2.5" Laufwerken üblich sind) auf 3,3V empfohlen, einige billige Adapter haben einfach die 3,3V älterer SATA Stromstecker genommen. Damit gab es keine Probleme mehr, er hat das Netzteil reklamiert und der Hersteller hat nach einem Test das Problem eingestanden. Es scheint da also auch eine Serienstreuung zu geben und das gute Abschneiden in einem Review, muss wohl nicht zwangsläufig auf das eigene Exemplar übertragbar sein, denn mit dem Netzteil welches er als Ersatz erhalten hat, gab es dann keine Probleme mehr..
 
Ganz großes Dankeschön für die ausführlichen Erläuterungen!
Ich habe noch aus B550-Chipsatz-Zeiten diesen Adapter: https://www.amazon.de/dp/B07RZZ3TJG
Da dieser nicht selbst die 3,3 V aus den 12 V über PCI Express wandelt, nehme ich an, dass er sich lediglich 3,3 V über Pin 8 nutzt, oder? https://en.wikipedia.org/wiki/PCI_Express

Tests am 26.09. mit PCIE-x16-NVME-Adapter im PCI_E3: PCIe 4.0 x4 (X870E Chipsatz)
  • CrystalDiskMark mit einer Kioxia Exceria Plusbricht ab und mehrere Fehlermeldungen im Windows Event-Log (System)
    • Event ID 129 - stornvme - Reset to device, \Device\RaidPort3, was issued.
    • Event ID 11 - stornvme - The driver detected a controller error on \Device\RaidPort3.
    • Event ID 51 - disk - An error was detected on device \Device\Harddisk1\DR1 during a paging operation.
  • CrystalDiskMark mit einer Kingston KC3000bricht ab und mehrere Fehlermeldungen im Windows Event-Log (System)
    • Event ID 50 - ntfs
    • Event ID 51 - disk

Eventlog System wurde vor entweder vor dem Benchmark gelöscht bzw. im unteren Screenshot auf Warnings, Critical und Errors gefiltert.

Ich schaue, ob ich noch ein brauchbares HDMI-Kabel parat habe. :haha:

Kioxia Exceria Plus 2TB per PCIE-x16-NVME-Adapter
1790415046410.png
Kingston KC3000 2TB:
Screenshot 2026-09-26 110740.png


EDIT: Holt hatte vorgeschlagen keinen Display-Port zu verwenden, da jener auch auf 3,3 V nutzt. Ich habe nun lediglich einen Monitor per HDMI-Kabel angeschlossen.

Tests am 26.09. mit PCIE-x16-NVME-Adapter im PCI_E3: PCIe 4.0 x4 (X870E Chipsatz) OHNE Display-Port-Nutzung
  • CrystalDiskMark mit einer Kioxia Exceria Plusbricht ab und mehrere Fehlermeldungen im Windows Event-Log (System)
    • Event ID 50 - ntfs
    • Event ID 51 - disk

Kioxia Exceria Plus 2TB - PC-Nutzung ohne Display-Port-Kabel per PCIE-x16-NVME-Adapter
1790416261668.png



Ich werde mir ein anderes Netztteil zur Gegenprobe besorgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da du diese Probleme wohl unabhängig vom jeweiligen OS und Biosversion hast und dir ja auch alle weiteren ASPM Settings im Bios unterdrückt werden (hatte ich gestern noch einmal in deinen Bios nachgeschaut) und diese tatsächlich von den Registern her auf suppressed stehen, würde ich fast vermuten, dass das Bios dort wo verbugt ist. Ich würde da mal in der MSI Rubrik den Tobi fragen, dass soll der MSI HQ mal nachstellen. Ist halt nur sonderbar, dass das bei dir so extrem auftritt, denn das Board ist ja nun alles andere als ein Exot und das Bios eigentlich eine modellübergreifende X870 Standardversion.

..sonderbar bleibts trotzdem, denn ASPM nur für "ASPM Control for CPU PCIe" freizuschalten ist definitiv zu wenig. Die ganzen "Flags" dazu verlaufen bei deinen Bios auch irgendwo ins Leere. Schau mal den Unterschied zb. anhand meines Z690 Boards, wo die Flags komplett durch addressiert sind (links Bios deines Boards / rechts das Z690, Liste ist noch sehr viel länger):

Screenshot 2026-09-26 at 12-42-26 UEFI Editor.png Screenshot 2026-09-26 at 12-42-42 UEFI Editor.png Screenshot 2026-09-26 at 13-49-26 frage zum eventviewer w11 - Google Suche.png

edit: Da ich selbst kein X870E Board besitze bzw. AMD Prozi, kann ich dir hier nur die Bios Analyse deines UEFI dazu zeigen und das ist halt sehr "mager". Heißt im Umkehrschluss, entweder sind die Settings schlicht nicht vorhanden (was fatal wäre) bzw. und das glaube ich eher, scheint AMD AGESA da wieder sein eigenes Süppchen zu kochen und versteckt diese Settings unter komplett anderer Bezeichnung an vollkommen anderer Stelle die nicht einmal logisch Bezug zu ASPM besitzen muss. AMD halt.
 
Zuletzt bearbeitet:
DP Kabel :fresse: Sorry, aber was für ein Unfug.
Ich kann es leider nicht anders sagen.
Die 3,3V auf Board werden so ziemlich zu 100% nicht für direkte M.2-Slot Spannungsversorgung verwendet.
Genau, weil die nicht zuverlässig genug sind.
Also werden die 3,3V mittels Abwärtswandler aus der 12 oder 5V Schiene lokal generiert.
 
@ TE: Versuch mal folgende Settings:

1.) Settings ▷ Advanced ▷ PCIe/PCI Subsystem Settings ▷ ASPM Control for CPU PCIe ▷ Disabled
2.) Settings ▷ Advanced ▷ AMD PBS oder AMD CBS (NBIO Common Options oder Link Features) ▷ darin dürftest du die "Native" bzw. "PCIe" ASPM finden ▷ diese zwingend auf Disabled stellen.

Keine Ahnung, was AMD sich dabei gedacht hat, die so tief ins UEFI zu vergraben. :unsure:

..könnte man auch Intel_like wesentlich einfacher gestalten:

MSI_SnapShot_01.png MSI_SnapShot_02.png

edit: Da es ja so ist, dass dein M.2_1 bzw. PEG0 Storage sauber zu laufen scheint, ist das eigentlich das (meiner Meinung nach) beste Indiz dafür, dass die einzelne ASPM Einstellung welche du da in deinen UEFI findest auch nur diesen einen Slot/Port anspricht. Die Bugs treten ja, so wie ich das lese, nur an allen anderen Slots/Ports auf, auf denen du via ASPM keinen Zugriff hast und die dann wahrscheinlich auf Auto/Enabled laufen und somit diese Probleme verursachen können. Anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Da wird ein anderes NT dann auch nicht viel daran ändern.
 
Zuletzt bearbeitet:
AMD PBS oder AMD CBS (NBIO Common Options oder Link Features

Es gibt unter Advanced lediglich AMD Overclocking und nicht das besagte Menü. In diesem gibt es auch nichts, was sich auf dem Chipsatz bezieht.
MSI_AMD Overclocking_[2026-09-26-14-59-32].png MSI_PCIe Subsystem S_[2026-09-25-23-06-17].png

@MSIToWi - habe ich eine PN geschrieben, um im MSI-Forum nicht noch einen Thread zum selbigen Problem zu eröffnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, wie schon erwähnt, ich halte das für ein Problem des Bios. Denn der Slot/Port der dir via ASPM frei geschaltet wird, ist ja auch der welcher aufgrund korrekten ASPM bugfree funktioniert.
Ich kann mir gerne gleich noch einmal die gelockten Ports dazu in deinen Bios anschauen und was da für Werte eventuell eingetragen sind. Irgendwelche bestimmten Slots dazu speziell?

ps: Also so wie ich das momentan sehe, sind die Settings ausgeblendet im UEFI und die einzelnen Ports stehen von Device 1-x auf ASPM Mode "FF", also Auto (0 disabled / 1 enabled):

Screenshot 2026-09-26 at 15-47-38 UEFI Editor.png

ps: Was man "probieren" könnte, wäre Failsafe und Optimal auf jeweils "00" setzen und den Access Level entsprechend auf "05". Ob das dann "wirkt" und AGESSA das nicht vorher abfängt, gute Frage.
Außerdem sollte man das auch nur machen wenn man das Bios jederzeit wieder refreshen kann via Stick zb. oder halt über Dual-Bios. Das betrifft jetzt zwar "nur" die ASPM Settings, also nichts woran ein Bios normalerweise crasht aber bei AMD weiß man nie. Ich könnte dir das Bios entsprechend anpassen aber alles weitere geht dann auf deine Kappe - verständlich, oder?! ;)

pps: ..und wie du hier siehst, ist PCIe Port Control tatsächlich mit Wert "01" aktiv geschaltet, heißt ASPM für Device 1-x aktiv. Kannst es halt nur nicht selbst deaktivieren, da im UEFI "unsichtbar". Die CBS Settings sind im UEFI im übrigen auch vorhanden, nur auch "unsichtbar" für dich im UEFI:

Screenshot 2026-09-26 at 16-27-57 UEFI Editor.png
Screenshot 2026-09-26 at 16-28-47 UEFI Editor.png

..warum und wieso, dass wird dir dann nur MSI Support beantworten können. ;) ..meine Vermutung: AMD möchte das nur "treiberintern" managen lassen und den User den direkten Zugriff verweigern. Warum und wieso, dass kann dir dann wohl nur AMD beatworten. Läuft bei Intel tatsächlich anders, da darfst du das alles selber konfigurieren um Bugs zu umgehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da dieser nicht selbst die 3,3 V aus den 12 V über PCI Express wandelt, nehme ich an, dass er sich lediglich 3,3 V über Pin 8 nutzt, oder?
Davon ist auszugehen, wie es bei allen PCIe Adaptern für nur eine SSD üblich ist. Daher würde ein Test mit so einem Adapter leider kaum Erkenntnisse bringen, außer ob es vielleicht ein Problem mit dem M.2 Slot selbst ist, also z.B. ein Kontaktproblem. Aber die sind extrem selten.
Holt hatte vorgeschlagen keinen Display-Port zu verwenden, da jener auch auf 3,3 V nutzt. Ich habe nun lediglich einen Monitor per HDMI-Kabel angeschlossen.

Tests am 26.09. mit PCIE-x16-NVME-Adapter im PCI_E3: PCIe 4.0 x4 (X870E Chipsatz) OHNE Display-Port-Nutzung
Das war mit dem Adapter für nur eine M.2 SSD? Dann besagt es leider nicht, ob die 3,3V Schiene das Problem ist.
Ich werde mir ein anderes Netztteil zur Gegenprobe besorgen.
Das wäre auch eine Möglichkeit.
DP Kabel :fresse: Sorry, aber was für ein Unfug.
Dann google doch einfach mal nach DisplayPort Pin 20 Problem.
Die 3,3V auf Board werden so ziemlich zu 100% nicht für direkte M.2-Slot Spannungsversorgung verwendet.
Genau, weil die nicht zuverlässig genug sind.
Also werden die 3,3V mittels Abwärtswandler aus der 12 oder 5V Schiene lokal generiert.
Beweise? Dies stimmt für Mainboards die nur mit 12V versorgt werden, aber die normalen Consumer Mainboards die normal mit 12V, 5V und 3,3V vom Netzteil versorgt werden, generieren die 3,3V nicht selbst, sondern leiten sie vom Netzteil einfach weiter und zwar an die M.2 Slots, PCIe Slots und an den Display Port, wenn es einen gibt.

Ja, wie schon erwähnt, ich halte das für ein Problem des Bios. Denn der Slot/Port der dir via ASPM frei geschaltet wird, ist ja auch der welcher aufgrund korrekten ASPM bugfree funktioniert.
Er hat ja ASPM sogar in Windows deaktiviert und dies sollte für alle PCIe Lanes gelten, egal was im BIOS eingestellt ist. Damit ASPM funktioniert, muss es im BIOS und in Windows aktiviert sein und dann führt es trotzdem nicht zu den Problemen wie sie der TE hat. Keine Ahnung bei wie vielen Desktop PCs ASPM aktiv ist, aber bei praktisch allen Notebooks ist es per Default immer aktiv, dort ist Energiesparen wichtig und M.2 SSDs verschwinden nicht einfach. Beim Desktop kann man dies entweder an schwachen 4KQ1T1 Werten im Benchmark sehen und ggf., je nach SSD, daran das der Betriebsstundenzähler sehr langsam läuft, weil der bei einigen Modellen nur die Stunden zählt in der die PCIe (oder SATA) Lines auch aktiv sind und nicht die Zeit in der sie sich im Energiesparmodus befinden.
 
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