[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ich glaube gerade in den (teilweise über Jahrzehnte) äußerst lukrativen Bereichen Maschinenbau, IT oder auch in der Chemie wird (oder hat) sich momentan innerhalb kürzester Zeit einiges ändern (geändert). Bis vor wenigen Jahren waren derartige Berufe in Deutschland quasi ein Garant dafür a) keine Sorgen betreffend die Arbeitsplatzsuche zu haben und daraus resultierend b) als Arbeitnehmer in einer äußerst guten Verhandlungsposition zu stehen.
Nun hat sich genau dieses Blatt aber innerhalb kürzester Zeit massiv gewendet - als Angestellter würde ich diesen Umschwung nicht einfach ignorieren.

Klar kann man - wie es jahrelang vorgelebt wurde - auf sein Recht bzw. seine eigene Position beharren. Man muss nur im Kopf haben, dass es nicht mehr die selben Strukturen im Arbeitsmarkt sind wie vor 5-10 Jahren. Was man daraus macht ist jedem selbst überlassen. Ich persönlich wäre in aktueller Situation da eher sehr sehr kompromissbereit, auch wenn ich dadurch in meinem Wohlbefinden usw. einige Abstriche machen müsste.

In den ganz großen Konzernen mag es dank der lahmen Prozesse und BR und co. noch anders aussehen. Aber sobald man Richtung Mittelstand geht...
 
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Meine Reisezeit war und ist immer Arbeitszeit. Da kommen dann mal längere Tage raus, wenn man zur Inventurbeobachtung oder Mandatspflege (schöner Euphemismus für gemeinsames Betrinken, irgendwie ist das beim Mittelstand immer so) weiter fährt, aber da muss man mal durch.

Die Stunden werden mit einer Tantieme abgegolten, was pauschal rechtlich sicher nicht einwandfrei ist, da die Tantieme aber immer recht ordentlich war, beschwert sich aber einfach keiner.

Man kann natürlich Dienstreisen auch komplett verweigern und sich dann berechtigterweise seine Karriere abschminken. Aber ich persönlich bräuchte auch keinen Wirtschaftsprüfer, der sich weigert vor Ort zu kommen.

Ich verstehe auch nicht, warum viele sich sowas immer so komplett verweigern und sich dann andererseits über Gehalt, Perspektive o.ä. beschweren. Schreibt die Stunden und solange man monetären oder zeitlichen Ausgleich bekommt, passt das doch.
 
Ich kenne es bisher immer so, dass nach "aktiver" und "passiver" Reiszeit unterschieden wird. Allein schon wegen des Arbeitszeitschutzgesetzes.

Aktiv war quasi nur Zeit die man selber im Auto (als Fahrer) oder mit dem Rad etc. zurücklegt.
So kenne ich das auch.
Zug, Flugzeug, Beifahrer = passive Reisezeit
Fährt man selbst = aktive Reisezeit und dann gilt das als Arbeitszeit und dann fällt das unter die 10h Regelung.

Da kommen dann mal längere Tage raus, wenn man zur Inventurbeobachtung oder Mandatspflege
längere Tage bedeutet was?
Wenn du da 10h und mehr arbeitest und das geprüft wird ist das halt alles anderes als toll.
 
Innerhalb der
So kenne ich das auch.
Zug, Flugzeug, Beifahrer = passive Reisezeit
Fährt man selbst = aktive Reisezeit und dann gilt das als Arbeitszeit und dann fällt das unter die 10h Regelung.
Muss man vorsichtig sein.
Aktiv heißt nicht nur, dass man aktiv reist, sondern auch (aktiv) arbeitet.
Wobei Arbeiten neben Autofahren eben auch Telefonieren, Dokumente be-/verarbeiten und ähnliches bedeutet.

Mit dem Zug, Flieger oder Beifahrer sein, heißt eben nicht, gleich passiv zu sein.
Wenn der Kollege fährt und man im Teamscall hängt, dann ist das eben nicht passiv, sondern aktiv, wie eben auch der Fahrer.
Der eine fährt, der andere arbeitet eben.

Wenn man nur reist, also nichts arbeitet, dann gilt das zitierte. Wenn man so will ist aktive Reisezeit durch Arbeit keine Reisezeit, sondern "normal" Arbeiten am/im mobilen Arbeitsplatz.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ja kann er. Muss aber dafür sorge tragen, dass arbeit da ist und die technischen mittel dazu da sind. In dem Beispiel dann einzelabteil oder Sichtschutzfolie um dsgvo konform zu sein.
Das ist das eine, das andere ist der Mitarbeiter.
Hatte ich vor nem viertel Jahr im Zug.
Da hatte ein Duo nen Call (im Zug, mit anderen) und dann ging es nur, hier Betrag X rein und das kostet Betrag Y usw.

Weiß nicht mehr genau worum es da ging. Aber wäre ich von der Konkurrenz und hätte mir Notizen gemacht, hätte man damit irgendwas anfangen können.
Hat nichts mit DSGVO, zu tun, aber sehr wohl mit (sicherlich vorhandene) interne Datenschutzklassifikationen.

Ich mache hin und wieder auch Call im Zug. Da gehts dann aber um belangloses und wenns relevant ist, ist der Termin abgesagt oder das wird in Chat geschrieben, den dann keiner lesen kann. (Sitzplatzwahl)
Hier ist also auch der Mitarbeiter gefragt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@underclocker2k4 Da ich das alles nicht haargenau weiß, glaube ich dir das mal so.
aber ja, passive Reisezeit kann aktiv werden und somit auch Arbeitszeit wenn man arbeitet. Da gehe ich auf jeden Fall mit.
Aktive Reisezeit dürfte aber immer Arbeitszeit sein. Denn man kann kaum verlangen, dass man als Fahrer noch aktiv arbeitet und sich vom Verkehr ablenken lässt
 
Selber Fahren ist immer Arbeitzeit, logisch.
Aktiv/Passiv kann halt schonmal verwirrend sein.
Daher gibt es im ArbZG eben Arbeitszeit und Ruhezeit.
Ruhezeit ist, wenn du eben nichts machst, außer sich chauffieren lassen. Und alles andere ist Arbeitszeit. (also selber fahren, telefonieren, schreiben etc.)
 
längere Tage bedeutet was?
Wenn du da 10h und mehr arbeitest und das geprüft wird ist das halt alles anderes als toll.
Bisher hats zum Glück niemanden interessiert. Unser Geschäft ist stark saisonal über Frühjahr bis Sommer, daher hat man dann schon regelmäßig 10+x Tage, aber dafür auch ruhige(re) Phasen, wo man nach 6-8 einfach geht. Ist aber normal und da die Kohle passt, kann man sich eigentlich darüber nicht beschweren.
 
Also ich mache freiwillig keine 10+h
Davon bleibt mir weniger Freizeit. Und ein 8h Tag ist auch nicht früher sondern eher die Normalität bei einer 40h Woche.
Keine Ahnung was du so an Stunden kloppst, aber scheint dir ja spaß zu machen sich so für den AG reinzuknien
 
...denke bald rollt auch die Abfindungswelle an…
Ich hoffe und warte auf diese. Kann mich dann voll auf mein aktuelles Nebengewerbe stürzen und Finanzspritze obendrauf.

Aber bei meinem Glück bin ich viel zu Jung und mit einer unnützen Stelle die doch gebraucht wird... Die Älteren kriegen definitiv gute Angebote (Altersteilzeit usw.) :(
 
Du dürftest vor allem dann am nächsten Morgen erst sehr spät Anfangen weil ja die 11h Pause Regel gilt. Ich fang z.B. um 7 an und mache oft noch Abends schnell was, wenn ich das dann buche dürfte ich morgens nicht anfangen zu arbeiten lol. Werde sowas dann natürlich einfach fake auf ne andere Uhrzeit buchen weil ich kein Bock hab deswegen zu diskutieren.
So sieht es aus. Kinder im Bett, Frau schaut irgend einen Käse, warum nicht abends noch was fertig machen? Natürlich fängt man am nächsten Tag dann trotzdem morgens an. Dafür nimmt man sich dann mal n freien Tag zwischendurch wenn man will, am Ende bleibt geben und nehmen in der Waage. Gibt halt die Crunch Time, da sinds halt auch mal 12 Stunden. Und dafür dann auch die lauen Tage. Möchte es nicht anders haben.

Das Problem ist halt eben die Gieskanne. Wird sicherlich ein paar ausgebeutete Menschen geben, die der Staat hier schützen will. Aber alle anderen haben deswegen dann unnötigen Mehraufwand bzw. unnötige Diskussionen, wenn die Firma keinen Spielraum mehr lässt. Kann echt nur hoffen dass es bei uns bzw. mir weiterhin so locker bleibt.
 
Och bitte. Abfindungswelle. Ja sicher in manchen Branchen wie Automobil vll, die es komplett verpennt haben. Die Boomer gehen scharenweise in Rente und selbst AN rennen diesem Märchen von Entlassungswellen hinterher. Wir werden in absehbarer Zeit fähige AN verzweifelt suchen… aber klar wird dieser Mythos grad gepflegt. So sichert man sich „Loyalitä“ der AN ohne Lohnerhöhungen und kann sich noch ein paar AN günstig einstellen.
 
Och bitte. Abfindungswelle. Ja sicher in manchen Branchen wie Automobil vll, die es komplett verpennt haben. Die Boomer gehen scharenweise in Rente und selbst AN rennen diesem Märchen von Entlassungswellen hinterher. Wir werden in absehbarer Zeit fähige AN verzweifelt suchen… aber klar wird dieser Mythos grad gepflegt. So sichert man sich „Loyalitä“ der AN ohne Lohnerhöhungen und kann sich noch ein paar AN günstig einstellen.

Märchen von Entlassungswellen und Mythos ist 'nen harter Call, dafür dass momentan einige Existenzängste und große Sorgen vor der Zukunft haben. Studierte Leute mit 10 Jahren+ Berufserfahrung bewerben sich hier im Umkreis in Massen auf Berufseinsteigerstellen für einen vergleichsweise Hungerlohn, nur um überhaupt irgendeine Arbeit zu bekommen.

Jobs die früher als das "Auffangbecken" für ambitionslose Studienabsolventen galten und teilweise mit Händen und Füßen nach Arbeitnehmern gesucht haben, werden jetzt mit Bewerbungen überrannt. Vielleicht ist es nur ein lokaler Ausschnitt. Aber in "meiner" Bubble ist es definitiv kein Mythos.
 
aber dafür auch ruhige(re) Phasen, wo man nach 6-8 einfach geht.
Also...normale Arbeitszeit? Ich hab jetzt auch nix pauschal gegen Überstunden, aber dauerhaft und permanent reicht dann auch Geld dafür irgendwann einfach nicht mehr. Hatte früher auch Zeiten wo man auch mal 12-13h beim Kunden ist, würde ich nie wieder machen. Hat sich Monetär nicht gelohnt und Wertschätzung vom AG gibts da auch keine (wie überall)
 
Wir werden in absehbarer Zeit fähige AN verzweifelt suchen…
Da wär ich mir nicht sicher :)
Ich fand die Passage von @TheFrozen ganz passend:
Ich glaube gerade in den (teilweise über Jahrzehnte) äußerst lukrativen Bereichen Maschinenbau, IT oder auch in der Chemie wird (oder hat) sich momentan innerhalb kürzester Zeit einiges ändern (geändert). Bis vor wenigen Jahren waren derartige Berufe in Deutschland quasi ein Garant dafür a) keine Sorgen betreffend die Arbeitsplatzsuche zu haben und daraus resultierend b) als Arbeitnehmer in einer äußerst guten Verhandlungsposition zu stehen.
Nun hat sich genau dieses Blatt aber innerhalb kürzester Zeit massiv gewendet - als Angestellter würde ich diesen Umschwung nicht einfach ignorieren.
Meine simplifizierte Version:
Kernindustrien in DE sind nicht mehr konkurrenzfähig oder durch globale Einflüsse nicht mehr im Wachstum. Diese generelle Schieflage wird primär mit Kostenreduktion und Reorgs umgesetzt: d.h. statt in ein perspektives Portfolio zu investieren/neue Märkte zu erschließen; konzentrieren sich Unternehmen auf interne Kostenreduktion.
Ungünstigerweise fällt in diese Zeit das ganze AI-Thema. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass AI einen wesentlichen und positiven Beitrag in die Arbeitswelt beitragen kann (sonst würde ich nicht bei einem Anbieter arbeiten), aber in der Realität kommt es mir häufig so vor, dass AI primär als geeignetes Vehikel zur reinen Kostenoptimierung im Sinne von Workforcereduktion genutzt wird. Das halte ich für falsch - liegt aber in der Verantwortung der jeweiligen Unternehmen.

Wenn ich bspw. irgendwo einen AI-Usecatch pitche, dann ist die Message am Ende nie "...und damit können sie im Prinzip X % der Belegschaft heimschicken"...
Die AI-Usecases in meinem Umfeld ergänzen Mitarbeiter entweder oder übernehmen einfach Tasks, für die kein Mensch bezahlt werden sollte (drucken; Scannen; Informationen übertragen...).

Ich glaube: am Ende dieser Epoche gehen einfach wettbewerbsunfähige Unternehmen mittelfristig unter; die wirtschaftlichen Gewinner gehen durch die Decke und haben einen extrem spezialisierten Fachkräftebedarf - aber keinen generischen mehr.

Wirklich weiß das natürlich keiner...AI ist für mich die aktuelle Meilenstein-Innovation neben Buchdruck; Lokomotive; Webstuhl...
Damals hatte man nur Zeit, diese Umbrüche zu adaptieren im Sinne von Upskilling; Umzug; Gesetze...da konnte man funktionierende Rahmenbedingungen neben der Einführung der jeweiligen Innovation sicherstellen. Für AI brauchts nur Connectivity und ein Laptop, Handy...das hat jedes Unternehmen. Dadurch fehlt einfach die Zeit, die Menschheit mit allen Aspekten darauf anzupassen
 
Zuletzt bearbeitet:
Gutverdiener dürfen seiner Meinung nach halt nie meckern und sich doch permanent glücklich schätzen ihre Jobs im Lotto gewonnen zu haben. Existenzängste? Für alle über Mindestlohn doch völlig unbekannt.
 
Aber in "meiner" Bubble ist es definitiv kein Mythos.
So etwas findest du immer mal wieder in kleineren Kreis. Das ist nix neues und keine branchenübergreifende Welle. Darüber hinaus sagte ich ja auch, dass mancher sich anstecken lassen hat und ggf. „vorsorglich“ aktiv wurde.

Wer demnächst in Rente geht/muss und wieviele die nächsten Jahre hinzu kommen werden, ist alles dokumentiert und so ziemlich in den Zahlen zementiert. Und wir werden erheblich mehr Abgang haben als Zugang. Das sind verifizierbare Fakten.

Und wieso wird das jetzt wieder an Gutverdiener festgemacht? Was für Maincharakter Syndrom ist das bitte wieder?

Wir reden, je nach zuwanderungsszenario von 300.000 bis 500.000 AN pro jahr weniger in den kommenden 5-10 jahren.

Bitte beachte, dass ich damit individuelle Schicksale nicht kleinreden will. Das ändert aber wenig am Gesamtbild. Wir werden keine Abfindungswellen erleben.
 
Zuletzt bearbeitet:
@TheFrozen , also ich stimme Dir völlig zu. Nur nochmal zur Sicherheit. ;)
 
Also kann der Chef dich auch zum Arbeiten am Laptop im Zug verdonnern. Ist ja Arbeitszeit?
Jo kann er ja machen, immerhin Arbeitszeit. Kommt halt drauf an, was dabei rauskommt und ob das so überhaupt funktioniert.
 
Das ist nix neues und keine branchenweite Welle.

Ich erspare es mir jetzt mal alle Automobilkonzerne samt Zulieferer und dem "Anhang" an Maschinenbau aufzulisten.
Zusätzlich sämtliche Chemie / Pharmakonzerne: Der Verband der Chemischen Industrie e.V. bewertet die Lage als schwerste Krise der Nachkriegsgeschichte.
Der Rattenschwanz mit Beratung / Bauindustrie ist da noch nicht abgefrühstückt. Da bleibt außer öffentlicher Dienst und Betreibern von Infrastruktur nicht mehr sooooo krass viel in Deutschland übrig.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Und wieso wird das jetzt wieder an Gutverdiener festgemacht? Was für Maincharakter Syndrom ist das bitte wieder?

Gut dass du es ansprichst, Deutschland als Produktionsstandort für tausende von Arbeitenden im produzierenden Betrieb hat natürlich - wie man merkt - eine blühende Zukunft.
 
Bitte dringend nachlesen, wie viele an diesen Branchen tatsächlich in DE hängt. Das insbesondere die Automobilbranche, selbstverschuldet, vor einem ziemlichen Umbruch steht, stelle ich nicht in Abrede. Das Chemie seit Jahrzehnten jammert, ist auch nix neues. Die ist mindestens 5 mal zu Grunde gegangen und 7 mal abgewandert seit den 1960er Jahren....

Du kannst meine Zahlen oben gern selber auch mal nachlesen/nachprüfen. bis 2035 und darüber werden wir ein Defizit von Millionen AN am Arbeitsmarkt erleben, denn das negative Saldo durch Zugang/Abgang wird nicht durch Zuwanderung abgedeckt werden können. Insbesondere im Bereich der gutausgebildeten Gut-und Besserverdiener. Gleichzeitig werden gewisse Branchen massive Nachfrage erleben. Zum Beispiel alles was mit Pflege, Kranken, Betreuung etc zu tun hat. Aber auch alles was mit Dienstleistungen/Produkten fürs Ältere zu tun hat. Elektrische Mobilität für Alte/Kranke/Pflegebdürftige wird massiv zunehmen.
 
Also ich mache freiwillig keine 10+h
Davon bleibt mir weniger Freizeit. Und ein 8h Tag ist auch nicht früher sondern eher die Normalität bei einer 40h Woche.
Keine Ahnung was du so an Stunden kloppst, aber scheint dir ja spaß zu machen sich so für den AG reinzuknien
Ich mag Geld und die Beschäftigung, mehr Stunden, mehr Tantieme ->mehr Geld für Hobbies. Es gibt mal 60 - 80 Stunden Wochen, aber das beschränkt sich auf 3-4 Monate, ansonsten sinds typischerweise so 50 Stunden. Wie viel davon immer produktiv ist, darf sich jeder selbst denken, Zeit um hier Debatten zu führen, habe ich immer :D
Also...normale Arbeitszeit? Ich hab jetzt auch nix pauschal gegen Überstunden, aber dauerhaft und permanent reicht dann auch Geld dafür irgendwann einfach nicht mehr. Hatte früher auch Zeiten wo man auch mal 12-13h beim Kunden ist, würde ich nie wieder machen. Hat sich Monetär nicht gelohnt und Wertschätzung vom AG gibts da auch keine (wie überall)
Nachdem ich jetzt bald wieder Großkanzlei spiele, da ist das eine normale Arbeitszeit, das ist halt ein bisschen anders. Du gehst dann mittags und abends mit dem Team essen und dann machen alle nochmal ein paar Stunden. Und finanziell lohnt sich das natürlich, sonst würde das keiner machen. Die Tantiemen bezahlen Spaßautos, PC-Teile, Kameraequipment, nice Zigarren und ab und an mal eine schicke Uhr oder was auch immer jemandes Laster ist.
 
Du kannst meine Zahlen oben gern selber auch mal nachlesen/nachprüfen. bis 2035 und darüber werden wir ein Defizit von Millionen AN am Arbeitsmarkt erleben, denn das negative Saldo durch Zugang/Abgang wird nicht durch Zuwanderung abgedeckt werden können. Insbesondere im Bereich der gutausgebildeten Gut-und Besserverdiener.

Ich würde mich über eine Quelle freuen, damit es nicht so wie in den Facebook Kommentarspalten endet mit "da muss man sich mal informieren".
Ich bin ja gerne lernbereit, aber rein subjektiv habe ich das Gefühl es geht Deutschland als Wirtschaftsstandort so schlecht wie lange nicht mehr.
 
Gern. https://www.destatis.de/DE/Themen/G...ng/Bevoelkerungsvorausberechnung/_inhalt.html
Destatis ist da immer eine ganz hervorragende Anlauf Stelle. Was du nicht finden wirst ist eine direkte Gegenüberstellung bzw. alles exakt auf deine Fragestellung aufbereitete Anwort. Man muss sich schon Zahlen mal zusammensuchen und sich gegenüber Stellen. Wenn man diese Seite aber mal so halbwegs kapiert hat, ist sie ein enormer Fundus fundierte Daten. Du kannst die TAbellen und Zahlen jederzeit als Excel ziehen und diese dann verarbeiten/gegenüberstellen/ in Grafiken packen.

Hier kannst du dir ziemlich exakt ausrechnen, wie hoch das Defizit sein wird. Was etwas mehr Ungenauigkeit hat, ist die Zuwanderung, die natürlich eingerechnet gehört. Auch dazu findet man die Zahlen auf Destatis. Ich habe die Zahlen der letzten Jahre ausgewertet und projiziert. Dabei Spannbreiten angenommen mit weniger, gleichbleibend, leicht steigend, stark steigend. hier kann, hier muss man etwas spielen. Diese Zahlen sind weit felxibler als die Zugangs-/Abgangszahlen am Arbeitsmarkt.

Dir steht es frei, diese Zahlen ebenso frei auszuwerten, gegenüberzustellen und dir eine Meinung zu bilden. Und mich darauf basierend dann ggf. zu korrigieren.

PS: kleine Korrektur, Daten als Excel Download gibts hier: https://genesis.destatis.de/datenbank/online/
 
Ich mag Geld und die Beschäftigung, mehr Stunden, mehr Tantieme ->mehr Geld für Hobbies. Es gibt mal 60 - 80 Stunden Wochen, aber das beschränkt sich auf 3-4 Monate, ansonsten sinds typischerweise so 50 Stunden. Wie viel davon immer produktiv ist, darf sich jeder selbst denken, Zeit um hier Debatten zu führen, habe ich immer :d

Nachdem ich jetzt bald wieder Großkanzlei spiele, da ist das eine normale Arbeitszeit, das ist halt ein bisschen anders. Du gehst dann mittags und abends mit dem Team essen und dann machen alle nochmal ein paar Stunden. Und finanziell lohnt sich das natürlich, sonst würde das keiner machen. Die Tantiemen bezahlen Spaßautos, PC-Teile, Kameraequipment, nice Zigarren und ab und an mal eine schicke Uhr oder was auch immer jemandes Laster ist.
Klingt für mich nach wenig Spaß und Leben für die Arbeit. Aber muss jeder selbst wissen
 
@TheFrozen
Hier nochmal etwas mehr zugeschnitten auf "unser" Thema:
Hier sind auch ganz konkrete Erklärungen, waurm welche Annahmen/Szenarien angenommen wurden. Welche EInflüsse berücksichtigt werden müssen. Auf welchen konkreten Daten die Berechnungen beruhen. Im Prinzip ist haarklein das wie warum weshalb erläutert.

Eine ganz konkrete Folge dieser amtlichen Vorausberechnung ist folgendes: "Die amtliche Vorausberechnung erwartet bis 2035 je nach Szenario einen Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter um 3,2 bis 4,9 Millionen. Bis Ende der 2030er-Jahre steigt die Zahl der Menschen ab 67 Jahren gegenüber 2024 um etwa 3,8 bis 4,5 Millionen."

Diese Daten sollte man wirklich mal wirken lassen. Und btw. Ob und wie es damit Deutschland "gut" geht, sei mal dahingestellt. Fakt ist, das ist ein enormer Umbruch. Und sowas bdeutet deutliche VEränderungen. Ob zum guten oder schlechten, darüber möchte ich gar keine Bewertung vollumfänglich machen, vor allem nicht auf individueller Ebene. Veränderung hat immer Gewinner und Verlierer.. Ob man aber nun bei einem dermaßen starken Defizit am AN Markt von einer Entlassungswelle ausgehen will, finde ich persönlich aber schwierig in Einklang zu bringen.

Verstehst du mein Argument/Standpunkt nun etwas besser?
 
Gern. https://www.destatis.de/DE/Themen/G...ng/Bevoelkerungsvorausberechnung/_inhalt.html
Destatis ist da immer eine ganz hervorragende Anlauf Stelle. Was du nicht finden wirst ist eine direkte Gegenüberstellung bzw. alles exakt auf deine Fragestellung aufbereitete Anwort. Man muss sich schon Zahlen mal zusammensuchen und sich gegenüber Stellen. Wenn man diese Seite aber mal so halbwegs kapiert hat, ist sie ein enormer Fundus fundierte Daten. Du kannst die TAbellen und Zahlen jederzeit als Excel ziehen und diese dann verarbeiten/gegenüberstellen/ in Grafiken packen.

Hier kannst du dir ziemlich exakt ausrechnen, wie hoch das Defizit sein wird. Was etwas mehr Ungenauigkeit hat, ist die Zuwanderung, die natürlich eingerechnet gehört. Auch dazu findet man die Zahlen auf Destatis. Ich habe die Zahlen der letzten Jahre ausgewertet und projiziert. Dabei Spannbreiten angenommen mit weniger, gleichbleibend, leicht steigend, stark steigend. hier kann, hier muss man etwas spielen. Diese Zahlen sind weit felxibler als die Zugangs-/Abgangszahlen am Arbeitsmarkt.

Dir steht es frei, diese Zahlen ebenso frei auszuwerten, gegenüberzustellen und dir eine Meinung zu bilden. Und mich darauf basierend dann ggf. zu korrigieren.

PS: kleine Korrektur, Daten als Excel Download gibts hier: https://genesis.destatis.de/datenbank/online/

Danke für die Links zu destatis. Dass wir auf Grund der wunderbar funktionierenden Alterpyramide einen Mangel an Erwerbsfähigen Personen haben bestreite ich gar nicht. Das brauch ich auch nicht selbst auswerten, da es ja seitens verschiedener Institute, Wirtschaftsverbände usw. umfassend bestätigt wird. Was mir nur fehlt ist, die von dir hergestellte Verknüpfung zu Entlassungswellen und co.

Den von mir genannten Wirtschaftszweigen geht es beschissen (aktuell) - vielleicht erholen sie sich ja wieder. Selbst wenn wir wie vom IAB Forum und anderen berechnet eine Abnahme an Erwerbspersonal von 7 Millionen+ haben bis 2035 ändert das jedoch nichts an der Tatsache, dass die Konzerne, Unternehmen und co. zum Sparen verdonnert werden und Stellen streichen oder jetzt wirklich defacto abwandern (nicht wie früher nur angedroht).
Vielmehr ist es ja aktuell schon so, dass die Boomer in Rente gehen und die freigewordenen Stellen nicht neu besetzt werden. Trotz beginnendem Mangel an Erwerbspersonal durch das steigende Bevölkerungsalter steigt gleichzeitig die Arbeitslosigkeit. (https://genesis.destatis.de/datenba...11/table/13211-0001/search/s/QVJiZWl0c21hcmt0)
Bei dem von dir hergestellten Zusammenhang müsste es sich ja genau gegensätzlich verhalten.
Oder kurz gesagt: Ich vertrete die Auffassung, dass die Wirtschaftslage stärker über Jobchancen entscheidet als der demografische Trend. Was sich am Ende durchsetzt haben Industrie und Politik selbst in der Hand.
 
Die Entlassungen jetzt treffen noch auf die sich erst aufbauende "Welle" der Renteneintritte. Das überlagert sich zeitlich nicht genau. Branchen, die jetzt kriseln, werden, wie du schreibst, sicher Entlassungen haben. Vor allem weil die Wirtschaft leider oftmals extrem kurzsichtig ist. Ich bin gespannt, ich gehe aber davon aus, dass die selben Bereiche in wenigen Jahren sich beklagen, dass sie nicht ausreichend Leute haben und keine/nur schwer welche finden.

Einig sind wir uns, denke ich, in dem Punkt, dass es verdammt spannende Jahre werden. Mit viel Potential und mit vielen Gefahren.
 
Arbeiten, Datenschutz und Zug könnte ein Problem sein, wenn der Sitznachbar kuschelt.
Das juckt die ganzen Berater ja auch nie die in der ersten Klasse im Zug den Wagen zusammenschreien und dort offensichtliche interna von ihren Mandaten beim Telefonieren rausgeben :fresse:

Sobald ich als Person irgendwie auch nur im entferntesten für den Chef tätig bin, und sei es auch nur auf den Weg zum Kunden nach China, wird jede gottverdammte Minute bezahlt, oder jemand anderes fährt/fliegt dahin.
Kennst du ne Firma wo das so gemacht wird? Ich nicht. Gibt vlt. paar Ausgleichsstunden fürs Wochenende, ich meine bei uns gibt's 4h Ausgleich wenn man auf ner Dienstreise übers WE bleiben muss, und nicht arbeitet. Arbeitet man am WE, gibt's natürlich alles bezahlt. Aber ich hätte da auch null Bock drauf, ich will daheim bei der Familie sein in meiner Freizeit und nicht irgenwo rumgurken. Für ne Ausnahme wäre das für mich natürlich ok aber sowas wöchentlich oder monatlich zu machen, no way. Manche Kollegen von uns müssen ständig nach Asien und sind dann dort ne Woche das stelle ich mir schon nervig vor.
 
Und finanziell lohnt sich das natürlich
Meinte jetzt in Relation zu meiner eigenen Zeit, da muss dann schon exorbitant viel bei rum kommen. Und selbst dann wär das nur kurzfristig/temporär was. Privatleben >>>> Firma.
. Du gehst dann mittags und abends mit dem Team essen und dann machen alle nochmal ein paar Stunden.
Mittagessen soweit so normal, Abendessen und dann nochmal arbeiten mit den Kollegen? Corporate existential dread hell.
 
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