Plötzlich Probleme beim Schreiben auf SSDs?

patrock84

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Mein Problem beginnt am 23. August.
In der Nacht vom 22. auf 23. August aktualisierte aich das UEFI vom Mainboard (MSI Pro X870E P Wifi) auf Version A52. Anschließend wurde meine zweite SSD (Kioxia Exceria Plus) SSD nur noch als RAW erkannt. Im UEFI hatte ich vorab die Einstellungen geprüft. Mode: UEFI statt CSM, Secure Boot war Enabled. PCIe ASPM Einstellung - unsicher, wohl auf Auto und Microsoft Security Level 2 ist auf Enable - unsicher wie es vorher war.
In Diskpart wird sie allerdings nicht mehr als DIsk aufgeführt, lediglich die RAW-Partition als Volume.
Anmerkung: Ich hatte kein CMOS Clear gemacht.
Zwischenzeitlich die Chipsatz-Treiber neu installiert, um Probleme mit AGESA usw. auszuschließen. Kein Unterschied.

Die SSD für das Betriebssystem, Games & Co. , eine SN850X, machte per se keine Probleme.

Also von einer externen SSD mit einem Linux-Linux gebootet. Im KDE Partition Manager sah die besagte SSD ganz okay aus. MBRDOS und eine NTFS-Partition wird ausgelesen und lesend sich lesend mounten. Also die Daten von der zweiten auf die externe SSD kopiert, da die letzte Sicherung im Juni war.

Anschließend von der 2. Partition die Partitionstabelle in KDE Partition Manager neu geschrieben und ins Win11 neu gebootet.
Neues Volume mit NTFS schnell formatiert und wollte die Daten kopieren. Nach ein paar Minuten war die Meldung, dass das Medium nicht mehr da ist. :eek: Nun ist die Partition wieder RAW.
Das SSD Utility Tool von KIOXIA erkennt die SSD in diesem Zustand natürlich auch nicht.

Als Ersatz kam eine Crucial T705 SSD von einem Bekannten. Windows-Installation brach im M2_1 (PCIE Gen5 über die CPU) zwei, drei Mal ab. Nach zwei weiteren USB-Stick mit dem Win11-Iso wechselte ich in den unteren M2_3 Slot (PCIE Gen 4 über das Mainboard) und es ging auf Anhieb. Nachdem ich die AMD Chipsatz- und Grafikkartentreiber installierte, ging es zurück in den oberen M2_1 Slot. Immer wieder Abstürze, BSOD mit schnellen Neustarts. Es wurde kein Mini-Dump erstellt bzw. geschrieben.

Mit der SN850X als OS-SSD hatte ich keine Probleme und war noch auf den Trichter, dass wohl auch die T705 einfach Probleme macht. Crucial Storage Executive bietete keine aktuellere Firmware.

Zwischenzeitlich statt den MB-Kühler für die SSD einen Thermalright HR-09 montiert. Damit war die Temperatur nie über 63-64°C. Temperatur sollte also passen.

Downgrade auf UEFI A50, CMOS Clear, Crucial T705 in M2_1-Slot und nur das notwendigste brachte keiner Besserung. Immer wieder Abstürze. Mal unter Last beim Spielen, mal lediglich auf den Desktop. Immerhin gab es dieses Mal im Event Log Warnungen, dass er nicht auf die "disk" schreiben bzw. zugreifen konnte.

Am 19./20. September:
Wieder Rückbau auf die SN850X und aus einem anderen Mini-PC eine Kingston KC3000 als 2. SSD eingebaut und angefangen Daten von der externen Backup-SSD zu kopieren. Wieder jene BSODs und schnelle Restarts.
Drei problematische SSDs ist etwas zu krass.

Also UEFI-Downgrade auf A42. CMOS Clear usw.

Linux-Linux gebootet und Daten von einer externen SSD auf die T705 im oberen M2_1-Slot ohne Probleme. Insgesamt 1,2 TB. Das gleiche mit der KC3000.
Die Kioxia Exceria Plus habe ich bis dato noch nicht getestet.

Gestern:
Wieder Win11 installiert, Treiber aktualisiert und zur Probe BF6 geladen. Bei der zweiten Runde in BF6 BSOD. Alsoo 3D Mark Storage Benchmark gekauft und los. Bereits beim Preparing Test Data kommt ein Crash.
In den Energieoption "Link State Power Management" deaktiviert. Nun läuft der Benchmark immerhin durch. Dafür crashte im Anschluss CrystalDiskMark bei den Random-Tests.
Daraufhin im UEFI den oberen M2_1 Slot auf Gen4 gestellt und PCIe ASPM deaktiviert. Damit lief CrystalDiskMark gestern Abend zwei Mal hintereinander durch. Ob das nun prinzipiell stabil ist, muss sich noch zeigen.
Idee war, die T705 eben im Spielerechner zu nutzen und die SN850X im Mini-PC.

Welches weitere Vorgehen empfiehlt ihr?

Nun könnte ich auf Verdacht ein anderes Mainboard kaufen.? Wegen der Wasserkühlung habe ich da wenig Lust drauf. :shake:
Oder jemanden die T705 zum "Quälen" schicken. Oder doch ein Netzteil. Hab' zwar ein Seasonic Prime Ultra 1000W Titanium, aber das ist per se nicht ATX 3.0/3.1.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Bei drei SSDs mit ähnlichen Aussetzern würde ich die einzelne SSD langsam auch nicht mehr als Erstes verdächtigen. Die 1,2 TB mit der T705 unter Linux im M2_1 würde ich dabei nicht ganz unter den Tisch fallen lassen. Da lief es ja offenbar durch.

Das Board dafür gleich aus der Wasserkühlung zu holen wäre mir noch zu früh. Gen4, ASPM aus und dann noch mal ordentlich Daten draufschreiben wäre vorher mein Versuch. Falls es damit plötzlich durchläuft, würde ich jedenfalls eher in Richtung PCIe/ASPM unter Windows schauen. Beim Netzteil wäre ich dagegen noch nicht so richtig.
 
Gestern Abend hatte ich im UEFI ist Gen4 aktiviert und ASPM deaktiviert. Im Windows Energieoptionen ist Link State Power Management in allen Profilen aus. Zwei Durchläufe CrystalDiskMark waren stabil, danach bin ich ins Bett.

Storage Benchmark v 3Dmark ein paar Läufe?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, würde ich ein paar Mal hintereinander laufen lassen. Den Storage Benchmark würde ich dafür ruhig nehmen. Da laufen ja unterschiedliche Gaming-I/O-Sachen durch und nicht einfach nur irgendwelche langen Schreibvorgänge. Vor allem ist er dir vorher schon beim Preparing ausgestiegen. Das würde ich mir zunutze machen.

Gen4 und ASPM aus würde ich jetzt einfach mal so lassen. Den Benchmark ein paar Mal durchjagen und irgendwann noch ordentlich Daten hin und her kopieren. Wenn er damit auf einmal Ruhe gibt, würde ich jedenfalls ziemlich stark in Richtung PCIe-Link oder Power-Management schauen. Das Link State Power Management hängt da übrigens direkt mit ASPM zusammen.

Und wenn das hält, würde ich wirklich nur einen von den beiden Punkten zurückdrehen. Gen5 zuerst vielleicht. Wenn du beides gleichzeitig wieder anschaltest, bist du sonst genauso schlau wie vorher.
 
Getroffene Einstellungen am 21.09.:
  • Link State Power Management für PCI Express in den Windows Energieoptionen deaktiviert
  • im UEFI M2_1 Slot auf PCI Express Gen 4 beschränkt bzw. von Auto auf Gen4
  • im UEFI ASPM

Tests am 21.09.
  • 2x CrystalDiskMark in den Standardeinstellungen
Resultat: lief ohne Problem durch, sprich stabil

Tests am 22.09.
  • 2x CrystalDiskMark in den Standardeinstellungen
  • 2x 3D Mark Storage Benchmark
Resultat: lief ohne Problem durch, sprich stabil

Heute, 23.09.

Nun habe ich wieder eine zweite SSD in den unteren M2-Slot einbauen und zwar die Kingston KC3000 die bis dato OK war. Sobald ich anfange mit Daten zu kopieren, bricht es wenige Sekunden später ab und dieses Mal, weil es nicht die SSD mit dem OS ist, tauchen auch Fehlermeldung im Event Log auf.
Im UEFI habe ich den unteren M2_3 Slot auf Gen3 eingestellt, selbiges Verhalten.

Ich werde nun die Gegenprobe machen, beide SSDs so montiert lassen. UEFI bleibt unverändert und ich boote ein Live-Linux und werde auf die untere SSD ein paar GB Daten kopieren. 😒

1790182400367.png
 
Dual boot System? Ich hatte mal Probleme mit Schreibzugriff auf eine Partition, weil Linux die Benutzerrechte nicht analysieren konnte. Es war eine Partition mit- ich glaube- Fat32, von mir unter Linux so formatiert, weil ich dachte, ich würde dann auch unter Windows darauf zugreifen können.
 
Gibt es im UEFI nur eine ASPM Einstellung? Schau mal ob es nicht eine für die PCIe Lanes der CPU und eine für die PCIe Lanes vom Chipsatz gibt und deaktiviere ASPM für beide.
Leider ja. Ich habe auch noch mal über die Suche geschaut, ob ich etwas übersehen habe.
Dual boot System? Ich hatte mal Probleme mit Schreibzugriff auf eine Partition, weil Linux die Benutzerrechte nicht analysieren konnte. Es war eine Partition mit- ich glaube- Fat32, von mir unter Linux so formatiert, weil ich dachte, ich würde dann auch unter Windows darauf zugreifen können.
Nein. Ich nutze lediglich ein Live-Linux auf einem externen USB-Stick oder SSD.
Gestern bin ich nicht weiter zum testen gekommen.
 
Dass jetzt ausgerechnet die KC3000 im M2_3 beim Kopieren aussteigt, macht die Sache für mich noch interessanter. M2_1 hängt bei dem Board direkt an der CPU, M2_3 dagegen am Chipsatz. Dass es jetzt auch M2_3 betrifft, passt für mich jedenfalls nicht mehr so recht dazu, nur den Gen5-Link oben im Verdacht zu haben.

Bei Live-Linux wären ein paar GB allerdings etwas wenig. Wenn schon, dann am besten gleich wieder mit dem größeren Datenbestand, bei dem Windows bisher ausgestiegen ist. Wenn Linux damit wieder einfach durchläuft und Windows nach ein paar Sekunden Schluss macht, wäre das schon ziemlich auffällig. Treiber oder Power-Management unter Windows hätte man dann zumindest ziemlich weit oben auf der Liste.

Ein neues Board würde ich jedenfalls noch nicht bestellen. Vorher würde ich den Vergleich noch mit möglichst denselben Daten machen.
 
@grandecactus: Jepp, ich kopiere stets Daten von einer externen SATA-SSD.

Tests am 23.09.
  • Kingston KC3000 in den unteren M2_3 Slot, der über den X870E-Chipsatz angebunden ist
  • Bereits nach den ersten GB reines Daten kopieren, ist die SSD nicht mehr erreichbar, Einige nfts-Warnungen im Eventlog
Tests am 24.09.
  • unter Live-Linux (Desinfec't 2026 von heise) und die KC3000 mit ext4 formatiert
  • im 1. Test konnte ich die ersten Ordner (~ 370 GB) ohne Probleme oder Fehlermeldungen kopieren
  • unmittelbar danach der 2. Test Datenkopieren (~847 GB) gab es nach ca. 400 GB eine Fehlermeldung und die SSD war nicht mehr erreichbar
Edit: Dummerweise hatte ich nicht die Smartwerte bzw Temperatur bei dem zweiten Test überwacht. Überhitzung kann sein, nur schwer vorstellbar, da das Gehäuse gerade ohne Seitenteil ist.

Leider konnte ich nicht kdiskmark in diesem Live Linux installieren, aber der Benchmark wäre wohl auch nur abgebrochen. :(
 
Zuletzt bearbeitet:
hast du ausgeschlossen das die Datenträger als was anderes wie AHCI Modus laufen?
Manche Sots verfallen in SATA anstelle von Express modus. z. B wenn die Bandbreite nicht mehr reicht. (je nach Konfig)
Manche Boards haben integrierte Raid Modis.
 
Es sind SSDs mit M.2 Interface und NVME-Protokoll. Warum sollten diese im AHCI-Modus laufen? NVME und AHCI sind doch unterschiedliche Protokolle?!

RAID-Modus sollte aus sein, schaue ich aber noch mal explizit. Danke :wink:
 
Sicher, dass dir im UEFI nur ein ASPM Setting angezeigt wird? :unsure:
Ich habe mal das A52 Bios deines Boards extrahiert, laut UEFI Editor sollten da aber schon weit mehr Register aktiv sein:

Screenshot 2026-09-25 at 13-02-35 UEFI Editor.png

ps: Ähnelt im übrigen sehr denen meines MSI Z690 Boards, wo auch native ASPM, 3x ASPM für PEG 0-2 und halt die ASPM für mindestens acht PCIe aktiv vorhanden sind.
 
Sicher, dass dir im UEFI nur ein ASPM Setting angezeigt wird? :unsure:
Ich habe mal das A52 Bios deines Boards extrahiert, laut UEFI Editor sollten da aber schon weit mehr Register aktiv sein:
Die Probleme begannen mit UEFI-Version A52, dann Downgrade A50, weiterhin Probleme mit der T705 im M2_1 Slot und erneutes Downgrade auf A42. Auf der bin ich aktuell geblieben.
Könnte ggf. am WE noch mal die A52 probieren. '

In der A42 habe ich keine weiteren Einträge gesehen und über die Suche im UEFI findet es auch nur eine. Ich habe Advanced Ansicht und für CPU auch Expert View eingestellt.

Welcher UEFI Editor ist das? Kenn' ich noch gar nicht. :)
 
Es sind SSDs mit M.2 Interface und NVME-Protokoll. Warum sollten diese im AHCI-Modus laufen? NVME und AHCI sind doch unterschiedliche Protokolle?!

RAID-Modus sollte aus sein, schaue ich aber noch mal explizit. Danke :wink:

Kurz um: Ja ist richtig, die können aber auch verschachtelt sein.
 
Welcher UEFI Editor ist das? Kenn' ich noch gar nicht. :)
Das ist der BoringBoredom UEFI Editor aber Achtung, der schaltet dir zwar alles frei was dein UEFI wirklich bietet, bedarf aber guter Vorbereitung bezgl. extraktion der AMITSE und PE32 Dateien. Gerade bei deinen AMD Bios solltest du wissen, das dort die AMITSE in geteilten Sektionen mit der AMITSE Setupdata an anderer Stelle vorliegt (bei Intel Bios ist die komplett ineinander verschachtelt).
Der ist speziell auf MSI Boards ausgelegt, sowohl Intel als auch AMD, kann aber auch mit Asus Bios funktionieren. Nur du solltest schon wissen was du da wie und wo einstellst und dein Board sollte unbedingt eine Backflash Funktion besitzen, sonst kannst du dir ganz schnell dein Bios unwiederbringlich zersägen.

ps: Vieleicht mal hier Forum den Fall in der MSI Rubrik den dortigen Supporter schildern, klingt für mich schon sehr merkwürdig das du dort keinen Zugriff zu den ASPM Settings bekommst. Die können das dann im HQ Support ja mal nachstellen.

pps: Wenn die im UEFI Raid via Raid-Xpert laufen erkennst du das sofort, die Konsole integriert sich in das UEFI und benennt das dort aktivierte Storage entsprechend um.
 
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