Krankenkassen, Gesundheitssystem und Kostenstruktur (bitte keine Politik)

Das System ist in sich falsch, oft saßen die Angestellten zuvor einfach auf der anderen Seite vom Tisch.
 
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Wenn aus 50 Krankenkasse eine einzige wird, bedeutet es ja nicht dass die Mitarbeiter aus den 49 geschlossenen KK alle nicht mehr benötigt werden. Synergieeffekte gibt es selbstverständlich, aber danach werden in der neuen und einzigen Krankenkasse dann trotzdem noch min. 80% der Mitarbeiter der 49 aufgelösten KK arbeiten. Von den 12-15 Mrd. € Verwaltungskosten, bleiben dann immer noch 10-12 Mrd. € übrig.

Zusätzlich wird dieser Fusionsprozess sicherlich einen ordentlichen zweistelligen Milliardenbetrag an Kosten verursachen.
 
Geht ja auch um pflege und die wird in den nächsten Jahren bestimmt nicht günstiger.
Warum soll man also nicht die ungenutzten Arbeitskräfte für Hilfstätigkeiten heranziehen.

Müll aufsammeln, essen ausgeben, Bettwäsche wechseln. Gibt doch genug Tätigkeiten die nichts mit der reinen Pflege zu tun haben, aber das System entlasten würde.
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Immer noch besser aus meiner Sicht als das System so zu belassen.

Jugendliche, die sich für ein freiwilliges soziales Jahr melden, sind auch nicht besser qualifiziert
Die haben sich aber eben gemeldet. ;)
 
Ein Fusionsprozess ist anfangs immer teurer. Wenn er allerdings langfristig Kosten einspart, wäre das ein Gewinn für alle. Die Mitarbeiter würden Größtenteils nicht gekündigt, aber man könnte zumindest nach und nach die Stellen einfach nicht mehr nachbesetzen, also die Stellen welche wirklich obsolet geworden sind.

Alleine das ganze Management der Krankenkassen könnte dadurch abgeschafft werden. Auch ist fraglich, weshalb gesetzliche (=Zwangsversicherungen) sich teure Mieten in Innenstadtlage leisten müssen oder ob dort nicht nur ein kleines Drei-Zimmer-Büro für den direkten Kontakt zu den versicherten reichen würde. Jede Krankenkasse pflegt ihre eigene IT Struktur, die Krankenkassen-Apps sind alle gleich beschissen und dennoch wird hier im Hintergrund sicherlich auch sehr viel Geld verschluckt, um einen unterschiedlichen Banner zu hinterlegen und die Daten zu den jeweiligen Kassen zu transferieren.

Es sind wirklich viele viele Punkte wo man massivst Geld einsparen und Dinge in diesem System verbessern könnte.
Das traurige ist nur, dass wir uns hier zu Tode diskutieren können, davon aber nichts umgesetzt werden wird. Die Entscheidungsträger (teilweise auch Lobbygesteuerten) gehen ihren eigenen Weg. Und solange es die Möglichkeit gibt einfach den Beitrag zu erhöhen, anstatt mit dem zur Verfügung stehenden Geld auszukommen, wird sich nichts ändern.
 
anders
Die haben sich aber eben gemeldet. ;)

Irgendwie kann man es sich immer schön reden.
Ist doch ganz egal woher die Menschen kommen (Azubi, soziales Jahr, Sozialhilfe Empfänger), du hast immer jemanden dabei der kein Bock darauf hat. Zumal es bis 2011 auch nicht freiwillig war.

Mir geht es ja eher darum, dass jeder ins soziale system einzahlen muss. Wenn nicht mit Geld, dann mit Arbeitszeit. Und wer sich weigert oder dumm anstellt kriegt eben keine Leistungen mehr.
 
Kommt halt immer drauf an, wie gesund du bist. Wenn du wirklich mal was kostspieliges hast, dann steigt der Beitrag teilweise danach extrem an. Zu verschenken haben die halt auch nichts.
Sorry aber absoluter Blödsinn. Weil du nach Vertragsabschluss krank wirst, steigt da gar nichts an.
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Und solche Dinge sind doch nur die Spitze des Eisbergs, weshalb die ganzen Dinge nicht mehr bezahlbar sind.

Das, was öffentlich diskutiert wird, ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich könnte dir Geschichten aus erster Hand innerhalb der Familie erzählen …

Nur mal kurz angerissen:

- Vater zahlt für 4 Wochen Kurzzeitpflege (inkl Anteil der Pflegevesicherung) 8000 Euro. Für ein Zimmer und Essen. Hat eigtl die ganze Zeit nur geschlafen. Nicht mal Waschen oder großartiges Unterhaltungsprogramm. Wo landet das Geld? Dafür hätte er nach Thailand mit 5 nackten Pflegerinnen Urlaub machen können, wäre er fitter.

- Patient aus Rumänien, der nie in eine deutsche Sozialversicherung eingezahlt hat, kommt nach Deutschland an die Uniklinik, weil ihm hier das Medikament/Behandlung für 100k im Monat bezahlt wird. Wer kanns ihm verübeln?

Warum haben nur die Kassen kein Geld mehr? Und sowas geht ständig ab.
 
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@Goldwasser

Genau das ist das Problem. Es muss eine Grundsatzdiskussion geben über den Anspruch auf Versicherungsleistungen und Sozialleistungen. Hier drückt sich die Politik allerdings vor und die Gerichte urteilen immer sehr sozialverträglich. Das mag man theoretisch begrüßen. Aber auch nur so lange, wie man nicht selbst nur zurückstecken muss, obwohl man Jahr für Jahr mehr bezahlt.

144€ zahlt der Staat im Monat für jeden Bürgergeldempfänger.
1200€ im Monat (AG+AN Anteil) drücke ich jeden Monat ab. Krank. Es ist einfach nur noch krank!
 
das Problem ist dass die GKV am Ende ist, wie auch andere Bereiche unserer Sozialsysteme. Es traut sich niemand ran um grundlegende Reformen anzuschieben, weil es quasi einem politischen Selbstmord gleichkommt. So wird das Problem dann halt immer größer und man versucht irgendwelche Klassenkämpfe wie GKV vs. PKV, AN vs. Beamter, Spitzenverdiener vs. Geringverdiener, etc. anzuzetteln, um von den wahren Probleme abzulenken.
Und was sind die wahren Probleme? Das sieht doch auch wieder jeder anders.
 
In Rente müsste man sein :love:
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Also wenn einer seinen Laden im Griff hat, dann der Bundeskanzler.
 
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Es wird aktuell doch nur in die arbeitende Mitte getreten.

Der Bund sagt zur Kostenlücke in der gesetzlichen Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger, Migranten und Asylanten nur: "Wo sollen wir das Geld hernehmen?". Und lässt die arbeitende Bevölkerung das ganze über den Zusatzbeitrag blechen. Denn eine kleine Zahlenänderung hinter dem Komma ist schnell gemacht, die Krankenkassen müssen hierüber ja mittlerweile nicht mal mehr informieren.

Wo dann der Beitragszahler das Geld hernehmen oder einsparen soll, ist dem Bund scheißegal.

Und dem Empfänger der Sozialleistungen ist es auch Wumpe, für ihn ändert sich exakt 0.
Wir haben ein Ausgabenproblem, aber es wird nur an den eigenen arbeitenden Bürgern gespart. Allein die 1 Million ausreisepflichtigen Illegalen abzuschieben, bzw alle Leistungen an diese einzustellen würde die 2 Mrd die jetzt durch die gestrichene Mitversicherung der Ehefrau für deutsche Bürger eingespart wurden ausgleichen. Die Politiker haben Angst zuzugeben das die illegale Migration seit 2015 uns das Genick bricht. Aber bevor man an Ukraine EU NGO's und "Entwicklungshilfe" spart wird hier nur der ausgenommen der den Laden noch am laufen hält. Aber wer das auspricht ist ja ein böser Nazi, oder kann rechnen.

Und ja es reicht 1 gesetzliche Krankenkasse und fertig.
 
Wir haben ein Ausgabenproblem, aber es wird nur an den eigenen arbeitenden Bürgern gespart. Allein die 1 Million ausreisepflichtigen Illegalen abzuschieben, bzw alle Leistungen an diese einzustellen würde die 2 Mrd die jetzt durch die gestrichene Mitversicherung der Ehefrau für deutsche Bürger eingespart wurden ausgleichen. Die Politiker haben Angst zuzugeben das die illegale Migration seit 2015 uns das Genick bricht. Aber bevor man an Ukraine EU NGO's und "Entwicklungshilfe" spart wird hier nur der ausgenommen der den Laden noch am laufen hält. Aber wer das auspricht ist ja ein böser Nazi, oder kann rechnen.
In diesem Zusammenhang zu erwähnen, dass die The Times heute/gestern schrieb: Angela Merkel was the true extremist of our age. Extremismus definiert als "as acting out of proportion with context, history or consent" und genau das ist passiert mit unserem Sozialstaat, siehe deine Beispiele.


Really? If extremism is defined as acting out of proportion with context, history or consent, I suggest Merkel’s tenure represented the high point of postwar European extremism. It was not just that she opened the door in 2015 to almost a million unvetted, largely male asylum seekers, but did so knowing perfectly well what the consequences would be. We know this because she alluded to many at the time of her (again, widely acclaimed) “Wir schaffen das” (“we can do this”) speech. She knew it would impose ruinous fiscal cost on the German people but she went ahead anyway, prioritising the projection of her own virtue above the interests of her voters. She knew it would add huge pressure to schools with tens of thousands of extra pupils needing German-as-second-language teaching in an already short-staffed system, not to mention adding huge tension to a tight housing market. She knew this would shaft her neighbours as migrants moved westwards, making a mockery of Schengen and adding to the drumbeat for Brexit.
 
Keine Politik sonst ist gleich wieder zu 😜
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Falls jemand schon für 2028 die zusätzlichen Abgaben berechnen will
 
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Keine Politik sonst ist gleich wieder zu 😜
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Falls jemand schon für 2028 die zusätzlichen Abgaben berechnen will
Ist bei dem Thema eigentlich unmöglich da das problem politischer Natur ist
 
Hab mal gegooglet. Es fing doch schon Mitte der 70er an. Da war ich gerade mal in der 5. Klasse.
Zitat: "Nach dem Boom der Nachkriegszeit und dem massiven Ausbau des Sozialstaates unter der sozialliberalen Koalition (u. a. Einführung der dynamischen Rente) kam mit der Ölkrise 1973/74 der Wendepunkt. Die Wirtschaft schrumpfte, die Arbeitslosigkeit stieg und die Einnahmen der Sozialkassen brachen ein. Ab 1975 begann die Politik unter Bundeskanzler Helmut Schmidt erstmals mit expliziten „Konsolidierungs- und Spargesetzen“, um die rasant steigende Sozialleistungsquote (Anteil der Sozialausgaben am Bruttoinlandsprodukt) zu bremsen.
2. Die Post-Wiedervereinigung und die Agenda 2010:
Die frühen 2000er:
Nach der Wiedervereinigung 1990 stiegen die Kosten für den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme dramatisch an (u. a. durch den Strukturwandel im Osten). Anfang der 2000er Jahre galt Deutschland als der „kranke Mann Europas“.
    • Der Höhepunkt: Im Jahr 2003 erreichte die Arbeitslosigkeit Rekordwerte, und die Lohnnebenkosten (Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) kletterten in Richtung der kritischen 40-Prozent-Marke.
    • Die Reaktion: Da das System als „unbezahlbar“ eingestuft wurde, setzte die Regierung Schröder mit der Agenda 2010 und den Hartz-Reformen (ab 2004/2005) die tiefsten Einschnitte in der Geschichte des deutschen Sozialstaats durch.
3. Die aktuelle Debatte: Seit 2023 bis heute (2026)
Die Diskussion hat sich in den letzten Jahren durch die Einführung des Bürgergeldes (2023), die hohe Inflation und das schwache Wirtschaftswachstum (Stagnation des BIP) massiv verschärft.
    • Rekordsummen: Die monetären Sozialleistungen des Staates überschritten zuletzt die Marke von 750 Milliarden Euro (Gesamtes Sozialbudget bei über 1,4 Billionen Euro). Die Sozialleistungsquote stieg auf über 31 Prozent des BIP.
    • Die politische Spaltung: Für Kritiker (wie die Union unter Friedrich Merz oder Arbeitgeberverbände) ist das System seit 2025/2026 nicht mehr finanzierbar. Sie fordern schmerzhafte Kürzungen, weil die hohen Kosten und Sozialabgaben die Wirtschaft belasten. Befürworter und Ökonomen (z. B. vom2. Die Post-Wiedervereinigung und die Agenda 2010: Die frühen 2000erNach der Wiedervereinigung 1990 stiegen die Kosten für den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme dramatisch an (u. a. durch den Strukturwandel im Osten). Anfang der 2000er Jahre galt Deutschland als der „kranke Mann Europas“.Der Höhepunkt: Im Jahr 2003 erreichte die Arbeitslosigkeit Rekordwerte, und die Lohnnebenkosten (Beiträge zur Renten-, Kranken-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung) kletterten in Richtung der kritischen 40-Prozent-Marke.Die Reaktion: Da das System als „unbezahlbar“ eingestuft wurde, setzte die Regierung Schröder mit der Agenda 2010 und den Hartz-Reformen (ab 2004/2005) die tiefsten Einschnitte in der Geschichte des deutschen Sozialstaats durch.3. Die aktuelle Debatte: Seit 2023 bis heute (2026)Die Diskussion hat sich in den letzten Jahren durch die Einführung des Bürgergeldes (2023), die hohe Inflation und das schwache Wirtschaftswachstum (Stagnation des BIP) massiv verschärft.Rekordsummen: Die monetären Sozialleistungen des Staates überschritten zuletzt die Marke von 750 Milliarden Euro (Gesamtes Sozialbudget bei über 1,4 Billionen Euro). Die Sozialleistungsquote stieg auf über 31 Prozent des BIP.Die politische Spaltung: Für Kritiker (wie die Union unter Friedrich Merz oder Arbeitgeberverbände) ist das System seit 2025/2026 nicht mehr finanzierbar. Sie fordern schmerzhafte Kürzungen, weil die hohen Kosten und Sozialabgaben die Wirtschaft belasten. Befürworter und Ökonomen (z. B. vom IMK der Hans-Böckler-Stiftung) halten dagegen, dass die Kosten für Rente und Arbeitslose historisch stabil sind und die Ausgaben primär durch das schwache Wirtschaftswachstum optisch hoch wirken.
" Zitat Ende

Falls das jetzt zu politisch ist bitte löschen. War so nicht beabsichtigt. Wollte nur darlegen wie es entstand da einige es nicht wissen/wußten, mich eingeschlossen.
 
Es ist einfach nur noch krank!
Ernst gemeinte Frage und wirklich aus Interesse. Fehlt dir was in deinem Leben?

Ich kann mich mal ganz ehrlich gesagt nicht beschweren. Klar ist alles teurer und weniger, aber beschweren kann ich mich wahrlich nicht.
 
Ernst gemeinte Frage und wirklich aus Interesse. Fehlt dir was in deinem Leben?

Ich kann mich mal ganz ehrlich gesagt nicht beschweren. Klar ist alles teurer und weniger, aber beschweren kann ich mich wahrlich nicht.
Genieß es bevor es bei dir ankommt. Wir sind in einem Fahrstuhl nach unten mit Clowns am Steuer
 
Ernst gemeinte Frage und wirklich aus Interesse. Fehlt dir was in deinem Leben?

Ich kann mich mal ganz ehrlich gesagt nicht beschweren. Klar ist alles teurer und weniger, aber beschweren kann ich mich wahrlich nicht.
Kommt darauf an wie dein Leben in Bezug auf Einkommen etc. aussieht. Ich kann mich zur Zeit auch nicht beschweren, ausser das die Polizei definitiv zu niedrig entlohnt wird für das was sie leisten.
Muss aber auch korrigieren in Bezug auf meine PKV Angaben. Ich müßte die 400 bzw. 800 zahlen. Tu es aber nicht, sondern zahle lieber die 30% aus eigener Tasche da ich wenn es hochkommt einmal im Jahr zum Arzt gehe und wir das Glück haben das 4 Ärzte in unserer Familie sind falls es hart auf hart kommt wo wir nichts bezahlen müssen. Klar Unfall oder ähnliches mit Krankenhausaufenthalt würde mir das Genick brechen. Ich will einfach nur die Jahre die ich bzw. wir noch haben genießen. Wir sind jetzt 63 und wie lange haben wir noch ? 20 Jahre oder 30 ? 35 wäre top ohne karnk zu werden.Ok, Miete ist bei uns knapp 600 inkl. Gas und Strom. Werden wir so nicht wieder finden sobald wir hier rausmüssen, was über kurz oder lang passieren wird da alles zum Verkauf ansteht und laut Gutachter nur zum Abriß taugt. Katzen oder Kinder will ja kaum jemand. Und bevor ich die Katzen abgeben schlafe ich unter der Brücke. Und den Minijob mache ich damit man sich nebenher was leisten kann was sonst nicht drin wäre plus Ansparen für den Fall der Fälle.
Und das es abwärts geht sieht man doch.
 
Ernst gemeinte Frage und wirklich aus Interesse. Fehlt dir was in deinem Leben?

Ich kann mich mal ganz ehrlich gesagt nicht beschweren. Klar ist alles teurer und weniger, aber beschweren kann ich mich wahrlich nicht.
Damit könnte man sich einigermaßen arrangieren wenn es denn so bleiben würde. Aber es wird doch konstant schlechter.
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Habe heute knapp 10 Ärzte angerufen nach meinem Umzug. Alle nehmen sie keine neupatienten mehr an - nicht mal als privat versicherter. Und ich wollte nur eine Krankschreibung.
 
Ernst gemeinte Frage und wirklich aus Interesse. Fehlt dir was in deinem Leben?

Ich kann mich mal ganz ehrlich gesagt nicht beschweren. Klar ist alles teurer und weniger, aber beschweren kann ich mich wahrlich nicht.
Das einzige woran es mir fehlt, ist eine positive Perspektive auf die Zukunft.

Ich soll -nach aktuellem Renteneintrittsalter- noch dreißig Jahre lang arbeiten.
Von den 5500€ Brutto im Monat gehen 925€ an Lohnsteuer weg, 1000€ an Rentenversicherung, 140€ für die Arbeitslosenversicherung, 200€ für die Pflegeversicherung, 950€ für die Krankenversicherung. Ich muss dem Arbeitgeber also jeden Monat mindestens 6650€ wert sein, dass er +/- 0 ist.

Und hier frage ich mich eben, wo noch die faire Gegenleistung ist. 950€ für die Krankenversicherung, jeden Monat, um am Telefon zu hören dass keine neuen Patienten mehr aufgenommen werden? Ich für dieses Quartal keine Creme mehr verschrieben bekäme, da das Budget aufgebraucht sei? Ich im April bitte wieder anrufen soll, da dann erst wieder Termine vergeben werden? Ich einen Termin in neun Monaten bekommen kann, welcher dann zwei Minuten dauert? Für 950€ monatlich?
Und dann kommen irgendwelche wildfremden Menschen hierher, die noch NIE auch nur einen einzigen Cent in die Sozialsysteme eingezahlt haben und erhalten (fast) von Anfang an 1:1 exakt dieselben Leistungen? Und ich finanziere jedem einzelnen die Lücke über 200€ monatlich über meine Krankenversicherungsbeiträge mit? Tut mir leid, ich habe da absolut NULL Verständnis mehr für. Null. Gar nichts.

Ich finde das eine unerträgliche Frechheit gegenüber der arbeitenden Bevölkerung, die diesen ganzen Zirkus bezahlt.
Stell das doch mal deiner KFZ Versicherung gegenüber: Du hast einen Schaden und diese sagt dir, dass der Schaden erst in neun Monaten repariert werden kann. Wäre das für dich akzeptabel oder würdest du denen einen Vogel zeigen und dorthin wechseln, wo es schnell geht? Bei der gesetzlichen geht es leider nicht, solange du unterhalb gewisser Grenzen liegst.

Und bevor einer mit dem Beispiel kommt, dass man im Falle eines Autounfalls, einer Krebserkrankung, eines Herzinfarktes extrem hohe Rechnungen vermeidet: JA, alles richtig. Das sind aber auch Extremfälle, wo es natürlich extreme Ausreißer nach oben gibt. Wie überall...Blechschaden oder Totalschaden mit einem Tanklastzug und drei lebenslangen Pflegefällen.

Rentenversicherung ist doch genau dasselbe, gehört aber nicht in diesen Thread:
Jeden Monat drückst du 1000€ ab und bekommst hierfür irgendwelche schäbigen Rentenpunkte, wo dir heute NIEMAND sagen kann, welchen Wert diese Punkte zukünftig haben werden. Mal angenommen dir würde ein Versicherer sagen: "Sie geben uns 1000€ im Monat und bekommen dafür x Punkte. Diese haben aktuell einen Wert von Y Euro, können sich verdoppeln oder auch nur noch 1/3 Wert sein.". Würdest du das Produkt abschließen?
 
Ich kann mich mal ganz ehrlich gesagt nicht beschweren. Klar ist alles teurer und weniger, aber beschweren kann ich mich wahrlich nicht.

Ich will jetzt hier nicht zu politisch werden, aber wenn dieser Satz die neue deutsche Mentalität darstellt, dann gute Nacht. Alles wird schlechter, aber noch halt ichs aus. Wow. Dafür will jeder leben und ackern.
 
Ich will jetzt hier nicht zu politisch werden, aber wenn dieser Satz die neue deutsche Mentalität darstellt, dann gute Nacht. Alles wird schlechter, aber noch halt ichs aus. Wow. Dafür will jeder leben und ackern.
Naja, das Depot gleicht die gestiegenen Preise mehr als aus. Wenn ma keins hat is natürlich doof.
Aber 100 verschiedene Krankenkassen alle mit eigener Verwaltung braucht wirklich niemand, das ist ineffizient.
 
Ich will jetzt hier nicht zu politisch werden, aber wenn dieser Satz die neue deutsche Mentalität darstellt, dann gute Nacht. Alles wird schlechter, aber noch halt ichs aus. Wow. Dafür will jeder leben und ackern.
Ich habe geschrieben, dass ich mich nicht beschweren kann.
Meine Frau und ich haben ein schönes Leben, gehen essen, haben Hobbys, fliegen in den Urlaub etc.

Was kommt, kann ich nicht sagen. Kann man nie. Wenn wir dass mal so nicht mehr können, dann habe ich einen Grund mich zu beschweren.
Bis dahin genieße ich lieber das Leben.
 
Boar Leute, ich arbeite ja ungern mit den Behörden zusammen aber ich würde mich freuen wenn hier ein Mod mal kräftig durchwischt. Alles ab Post 671 kann weg.
 
Boar Leute, ich arbeite ja ungern mit den Behörden zusammen aber ich würde mich freuen wenn hier ein Mod mal kräftig durchwischt. Alles ab Post 671 kann weg.

Und was davon wäre hier für "Behörden" relevant? Du hast Zuspitzungen und Sarkasmus. Aber wie soll man ein Thema diskutieren bei dem die Politik nunmal das Hauptproblem ist ohne die Politik zu benennen. Ist so wie diskutiere Seefahrt ohne das Wort Meer zu verwenden.
 
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Boar Leute, ich arbeite ja ungern mit den Behörden zusammen aber ich würde mich freuen wenn hier ein Mod mal kräftig durchwischt. Alles ab Post 671 kann weg.
Wieso? Es artet doch nicht aus. Es ist Realität was geschrieben wurde. Aber auch ganz ehrlich wer will das Problem lösen das alle zufrieden sind? Ich sehe da keinen. Weder die blauen Schlümpfe noch sonstige bunten Knaller. Es wird nur gehen wenn tiefgreifende Einschnitte im kompletten Sozialsystem gemacht werden, Ausgaben die überall in der Welt verteilt werden radikal eingeschränkt oder ganz eingestellt werden. Nur macht das keiner.
 
Oder das völlig anachronistische Beamtensystem Mal reformieren. Nur macht das keiner.
Entwicklungshilfe sind btw 2% des Bundeshaushalts. Stützung der GRV müssten gut 25% sein.
 
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