Krankenkassen, Gesundheitssystem und Kostenstruktur (bitte keine Politik)

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wie wäre es wenn man Gelder in Milliardenhöhe nicht mit der Gießkanne in alle Welt verstreuen würde sondern sie hier im Land sinnvoll einsetzt ?
Hä, du bist doch selber Leistungsbezieher seit Ewigkeiten? lol
Wieso muss man da noch weiter nach unten treten?
 
Sag ich ja nichtmal, ist halt das System. Aber auf unseren Nacken PKV bezahlt zu bekommen und dann noch zu meckern hat schon was.
 
Ein ganz simpler Weg wäre doch, dass "der Staat" die tatsächlich anfallenden Kosten der Sozialhilfeempfänger an die GKVs bezahlt. Hier fehlen den Kassen seit Jahren 10-15 Mrd. € p. a. .
Sinnvoller wäre meiner Meinung nach ein Notlagen-Tarif. Wer also arbeiten kann und es nicht tut, bekommt einen Notlagen-Tarif (quasi wie in der PKV). Da ist halt nicht alles in dem Umfang wie normal versichert, aber dennoch eine Grundversorgung. Und schon spart man sicher einiges.
 
Wieso wird immer erst nach unten getreten?
 
Ich zahle für meine 30% PKV monatlich knapp 400€.
Von den über 3K die dir der Staat monatlich bezahlt?
Nicht falsch verstehen, steht dir zu. Aber du bist dadurch auch ein Leistungsempfänger, der von den restlichen Bürgern getragen wird.
 
Was sind denn Maßnahmen um nach oben zu treten?
Irgendwen muss es ja treffen bei Veränderungen
das Problem ist dass die GKV am Ende ist, wie auch andere Bereiche unserer Sozialsysteme. Es traut sich niemand ran um grundlegende Reformen anzuschieben, weil es quasi einem politischen Selbstmord gleichkommt. So wird das Problem dann halt immer größer und man versucht irgendwelche Klassenkämpfe wie GKV vs. PKV, AN vs. Beamter, Spitzenverdiener vs. Geringverdiener, etc. anzuzetteln, um von den wahren Probleme abzulenken.
 
Von den über 3K die dir der Staat monatlich bezahlt?
Nicht falsch verstehen, steht dir zu. Aber du bist dadurch auch ein Leistungsempfänger, der von den restlichen Bürgern getragen wird.
Ja von den 3k. Bei mir wird seitens des Arztes, sofern ich mal hingehe, doppelt abgerechnet da die Beihilfe als privat angesehen wird. Find ich jedoch nicht ok, da bei mir nichts anderes gemacht wird als bei einem gesetzlich Versicherten.
Im übrigen nimm den Beitrag mal 2 da meine Frau aufgrund meines Beamtenstatus nicht in die GKV konnte da sie hier nicht arbeitet.
 
Wieso wird immer erst nach unten getreten?
Es wird aktuell doch nur in die arbeitende Mitte getreten.

Der Bund sagt zur Kostenlücke in der gesetzlichen Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger, Migranten und Asylanten nur: "Wo sollen wir das Geld hernehmen?". Und lässt die arbeitende Bevölkerung das ganze über den Zusatzbeitrag blechen. Denn eine kleine Zahlenänderung hinter dem Komma ist schnell gemacht, die Krankenkassen müssen hierüber ja mittlerweile nicht mal mehr informieren.

Wo dann der Beitragszahler das Geld hernehmen oder einsparen soll, ist dem Bund scheißegal.

Und dem Empfänger der Sozialleistungen ist es auch Wumpe, für ihn ändert sich exakt 0.
 
Und genau das passiert gerade. Der hat was, was ich nicht habe und die bekommen was und haben weniger geleistet als ich.

Wie du geschrieben hast, die Probleme sind wo ganz anders.
 
das Problem ist dass die GKV am Ende ist, wie auch andere Bereiche unserer Sozialsysteme. Es traut sich niemand ran um grundlegende Reformen anzuschieben, weil es quasi einem politischen Selbstmord gleichkommt. So wird das Problem dann halt immer größer und man versucht irgendwelche Klassenkämpfe wie GKV vs. PKV, AN vs. Beamter, Spitzenverdiener vs. Geringverdiener, etc. anzuzetteln, um von den fahren Probleme abzulenken.
Stimme ich soweit zu. Wenn es aber Reformen gibt sollte man tunlichst darauf achten, anreize für mehr Leistung zu schaffen. Momentan macht das System auf mich eher den Eindruck, dass man ein Gewinner ist wenn man es maximal ausnutzt. Besser fände ich es aber, dass es diverse Konsequenzen gibt wenn man als Empfänger im Sozialsystem leben möchte.

Und da schließe ich alle Versicherungen/Systeme ein.
 
die Probleme sind wo ganz anders.
In Deutschland ist man eben entweder stinkend reich oder am Besten arm wie ne Kirchenmaus. Dazwischen wird gemolken und die "da oben" lachen sich eins. Schade aber so ist es leider.. Noch trauriger ist dass das scheinbar nicht in der Breite der Gesellschaft so wahrgenommen wird.
 
Und dem Empfänger der Sozialleistungen ist es auch Wumpe, für ihn ändert sich exakt 0.
Jein. Lebensmittelpreise sind für alle gestiegen, Facharzttermine sind gleich lange Wartezeiten. Psychotherapieplätze sind gleich ausgebucht, die vermutlich gar nicht so wenigen aus der Erwerbsunfähigkeit raushelfen könnten.
 
Wieso wird immer erst nach unten getreten?
Hat für mich wenig damit zu tun. Wenn aber kein Geld da ist, müssen alle sparen. Es gab doch eine tolle Rechnung, was für ein Grundsicherungsgeldbezieher (toller Name 🤮) eigentlich gezahlt werden müsste. Ich glaub wir sind bei ca 50% davon. Wenn also alle sparen müssen dann eben auch dort. Und ich rede nicht von amerikanischen Verhältnissen, sondern einfach davon, dass eben nicht jeder Mist in Vollkaskomanier enthalten ist
 
Ist eigentlich allen bewusst, dass sehr viele Alleinerziehende Mütter im Grundsicherungssystem hängen und diese teilweise aus diesem Kreislauf nur schwer rauskommen?
 
Den meisten dürfte es um die klassischen schmarotzer gehen 😂
Von denen es sicher einige gibt, aber das ist nur eine Nebelkerze. Redet denn jemand davon dass der Betrieb dieses Systems mehr kostet als das was an die Bezieher ausgezahlt wird? Das ist ein selbsterhaltendes System, mit Vetternwirtschaft (Maßnahmeträger), aber ja, man tritt lieber nach unten.
 
Ist eigentlich allen bewusst, dass sehr viele Alleinerziehende Mütter im Grundsicherungssystem hängen und diese teilweise aus diesem Kreislauf nur schwer rauskommen?

Ist durchaus bewusst. Bin ich aber "nebenbei" arbeiten, zahle ich ja selbst auch ein. Sprich, die sind für mich kein Notlagen-Tarif. Gemeint sind die, die eben weder arbeiten noch sonstige Hemmnisse haben. Und ja, dass sind nicht nur 3%.
 
Von denen es sicher einige gibt, aber das ist nur eine Nebelkerze. Redet denn jemand davon dass der Betrieb dieses Systems mehr kostet als das was an die Bezieher ausgezahlt wird? Das ist ein selbsterhaltendes System, mit Vetternwirtschaft (Maßnahmeträger), aber ja, man tritt lieber nach unten.
Hast dafür auch quellen?
 
in den Systemen kann es nur mit massiven Einsparungen durch Leistungskürzungen funktionieren. Da braucht man gar nicht über einzelne Gruppe, Schichten oder sonstige Einzelschicksale sprechen.

Jede Entwicklung der Kosten, wie auch in der Pflege oder der Rente, steigt massiv schneller als angenommen (und das was vorhergesagt wurde war schon irre). Wenn man sich die Entwicklung in die 2030er Jahre hinein anschaut, kann gar nicht funktionieren.
 
Ist ja auch kein wunder. Die Wirtschaft passt sich dem demografischen Wandel an. Also viel Spaß in 10-20 Jahren wenn die boomer in Rente UND pflege sind

Edit: soll heißen, dass ich nicht glaube (auch in Anbetracht von ki) das wir jemals wieder ein ähnliches Verhältnis von einzahlern zu Empfängern haben werden. Wird nur schlechter in naher Zukunft
 
Jein. Lebensmittelpreise sind für alle gestiegen, Facharzttermine sind gleich lange Wartezeiten. Psychotherapieplätze sind gleich ausgebucht, die vermutlich gar nicht so wenigen aus der Erwerbsunfähigkeit raushelfen könnten.
Hier geht's doch aber nicht um die Lebensmittelpreise, sondern um die Finanzierung der Krankenkassen? Und da ist es dem Bürgergeldempfänger doch scheissegal wer jetzt den Zusatzbeitrag abfedert, denn für ihn bleibt alles gleich (schlecht), in deinen nachfolgend aufgezählten Punkten. Nur der Arbeitnehmer muss wieder sehen, wo er in seinem Portemonnaie den Beitrag abfedert.

So schön auch ein Sozialsystem ist, es bietet eben auch extrem viele Anreize und Möglichkeiten zum Betrug.
Einige meiner Nachbarn sind Bürgergeldempfänger, alles nette Leute, gar keine Frage. Manche absolute Schicksale, andere einfach zu faul zum Arbeiten und haben sich sogar noch eine Pflegestufe erschlichen (auch wieder verdient und unverdient). Was an dieser Pflegestufe aber einfach nur krank ist ist, dass du jeden Monat "Paragraf 40 Absatz 2 SGB XI haben Pflegebedürftige mit einem anerkannten Pflegegrad Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch im Wert von bis zu 42 Euro" hast. Ob die das Zeug brauchen oder nicht, es kommt jeden Monat wie im Amazon Spar-Abo nach Hause.

Selbiges mit den Duschen in deren Haus / Wohnung. Zwei der Nachbarn können ohne Rollator durch die Gegend laufen, haben aber von der Pflegekasse sich die Dusche für 7000€ umbauen lassen, Begründung hierfür war natürlich "Barrierefrei".

Und solche Dinge sind doch nur die Spitze des Eisbergs, weshalb die ganzen Dinge nicht mehr bezahlbar sind. Da müsste zumindest eine Selbstbeteiligung von 10% her. Denn einem Umbau für 7000€, welcher in voller Höhe von der Pflegekasse gezahlt wird, ist schnell zugestimmt. Wenn jedoch 700€ Selbstbeteiligung winken, überlegt man es sich dann doch mal.
Selbiges für die Pflegepakete: Sich jeden Monat für 42€ nen Pflegepaket zuschicken lassen, ohne einen Cent dafür zu bezahlen und die Sachen teilweise noch bei Kleinanzeigen zu verticken, ist einfach gemacht. Wenn ich allerdings monatlich 4,20€ Selbstbeteiligung habe, dann überlege ich es mir evtl. doch, ob ich das ganze brauche oder nicht.
 
Das ist ein guter Startpunkt: https://www.zdf.de/play/reportagen/...---system-buergergeld-leben-ohne-leistung-100 Ab Minute 13.
Der gute Mann ist augenscheinlich gekündigt worden danach.
Stimmt. War erst vor ein paar Wochen/Monaten Recht umfangreich in der Zeitung.
Mag zwar auch alles stimmen, bringt aber ähnliche Probleme wie mit den Krankenkassen mit sich.

Mach das System schlanker und effizienter. Aus 50 Krankenkassen / Jobcentern wird 1.
Was glaubt ihr denn was mit den bisherigen angestellten passiert? Die dürften zum Großteil Leistungsempfänger werden. Oder braucht der arbeitsmarkt diese?

Ich sehe nicht wie dadurch das System gerettet wird. Glaube also dennoch, dass die Leistungen angepasst werden müssen.
 
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