Natürliches Sauerteig Brot kaufen wie sind so eure Erfahrungen?

grandecactus

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Ich pack das jetzt einfach mal hier rein. Seit einiger Zeit macht mir Brot immer wieder Probleme und so richtig schlau werde ich daraus nicht.

Vor ein paar Tagen hatte ich nach ein paar Scheiben wieder stundenlang einen total aufgeblähten Bauch. An anderen Tagen passiert mit derselben Menge fast gar nichts. Mittags greife ich trotzdem oft zu Brot, einfach weil ich schnell irgendwas essen muss und nicht jedes Mal groß kochen kann. Mit Nudeln habe ich das übrigens überhaupt nicht. Deshalb weiß ich auch nicht so recht, ob Gluten wirklich die Richtung ist.

Sauerteig taucht bei dem Thema jedenfalls ständig auf, genauso diese längeren Ruhezeiten. Vielleicht ist das auch komplett die falsche Spur, keine Ahnung. Mich würde trotzdem interessieren, ob jemand damit mal herumprobiert hat und wirklich etwas gemerkt hat. Falls ich das testen will, weiß ich ehrlich gesagt nicht mal, welches Brot ich nehmen soll. Auf den Packungen sehe ich jedenfalls nie auf Anhieb, wie lange der Teig geruht hat.
 
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beim handwerksbäcker einkaufen und nachfagen.
hab ich vor einiger zeit beim dorfbäcker mal gemacht, gefragt, ob er bäcker oder aufbäcker ist.
ist so richtig grätig geworden, und durfte darauf hin mir die backstube anschauen.
 
Die Frage ist absolut berechtigt. Bei uns in der Stadt gibt es keinen mehr der selber backt.
 
Im Backshop gibt's auch Sauerteigbrot, das hat mit dem Ort des Backens ja nichts zu tun. Fast jedes Roggenbrot ist Sauerteigbrot, selbst wenn's in der Plastiktüte im Supermarktregal liegt.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Deshalb weiß ich auch nicht so recht, ob Gluten wirklich die Richtung ist.
Wohl eher nicht..
Zumal auch Sauerteigbrot nicht glutenfrei ist, wenn es nicht aus glutenfreien Getreidesorten hergestellt wurde.
 
das sind dann meistens teiglinge von z.b. Harry-Brot oder ähnlichen fabriken.
 
Ist richtig, aber halt Sauerteig. Also wenn es nur darum geht, einfach die richtige Brotsorte kaufen, der Bäcker ist egal.
 
nicht wirklich, sofern es kein fabrikbrot ist.
bei bäckereien ists wie mit metzgereien.
alle machen wienerle, landjäger usw. aber jeder hat sein eigenes rezept, und schmecken entsprechend, trotz der gleichen bezeichnung, anders.
es ist halt etwas aufwand, wenn man das möchte, was für einen richtig und passend ist, und eine frage des preises.
 
Sauerteig ist nicht gleich Sauerteig. Gute Bäcker haben ihren eigens hergestellten, also einen Sauerteig der aus Spontangärung entsteht mit Millionen wilden Hefen. Der Fertigsauerteig den viele heutige Bäcker nehmen, ist dagegen schrott, da er nur eine art Hefe hat, häufig in Pulverform ist, den man am Teig kippt und das Brot in Rekordzeit gehen lässt, daher schmecken alle Brote gleich bei vielen unterschiedlichen Bäckern.

Einen Hochwertig dreifach geführten Sauerteig aus Spontangärung, oder Livieto Madre, machen nur noch die wenigsten Bäcker heutzutage.
 
beim handwerksbäcker einkaufen und nachfagen.
hab ich vor einiger zeit beim dorfbäcker mal gemacht, gefragt, ob er bäcker oder aufbäcker ist.
ist so richtig grätig geworden, und durfte darauf hin mir die backstube anschauen.
Das Problem geht leider tiefer und viele "Bäcker" die sich noch so sehen, sind in meinen Augen keine mehr.
Wer z.B. tolle Namensbrote in der Auslage hat (König Ludwig ect.) nutzt i.d.R. einfach Backmischungen, auf schnell, schnell und maximal einfach (für den Pseudobäcker) getrimmt.
Ich würde gezielt nachfragen mit Teigruhe/führung, eigenem Sauerteig und eben Backmischungen. Wenn er die ersten 2 Punkte gut macht und bei den Backmischungen wütend wird, passt das. :fresse:
Mein Pate war da noch viel verbissener, aber mit dem Saatgut will ich jetzt nicht ins Detail gehen, auch wenn ich seine Wut da verstehen konnte. Lasst es mich so sagen - der meiste Weizen und Roggen der gesäht wird, ist neonbunt und war in seinen Augen schon krank, bevor er keimte.

Guter Sauerteig kann bereits Jahrzehnte geführt werden und gibt dem Brot seinen Charakter und die Würze. Meine Stammbäckerei hat ihren Sauerteig bei Übergabe an den neuen Bäcker verloren, was darin endete, dass ich dort lange deutlich weniger Brot mehr kaufte bis der neue wieder "ok" schmeckte. Dem alten Brot trauere ich immer noch hinterher ...

Vielleicht ja für den ein oder anderen interessant. Gutes Brot braucht vor allem eines - Zeit und vom Rest erschreckend wenig.


Und noch was zum Thema Backmischungen. Ist Mainstreamniveau, aber besser wie nichts.
Code:
https://www.youtube.com/watch?v=of4kFb_lgCs

Ist richtig, aber halt Sauerteig. Also wenn es nur darum geht, einfach die richtige Brotsorte kaufen, der Bäcker ist egal.
Das ist Unsinn. Die Verträglichkeit kommt vor allem durch lange Führung der Teige und durch gutes Mehl.
 
ja, das König Ludwig, tütenbrot , massenbrot der industire.
das problem ist der preis.
wer ist bereit den wirklichen preis zu bezahlen, wenns "klappenbrot" 2,49 kostet,
solche, wirklichen bäcker, findest du heute kaum noch.
 
Zuletzt bearbeitet:
wirklicher Bäcker:
- mit Onlineshop
- 5 Filialen im Abstand von max. 60km
- mit Brotpreis per 100g.

ok :). Demnächst vmtl. auch bei KKR. Wir haben auch keine richtigen Bäcker mehr, der letzte technische handwerkliche ist wohl schon früher zum König-Ludwig übergegangen (hat auch noch eigenes, man sieht es am Preis). Der andere wurde in eine Kette integriert. Im Stadtteil, wo ich aufgewachsen bin, ist jetzt ein Nagelstudio drin.
 
beim handwerksbäcker einkaufen und nachfagen.
hab ich vor einiger zeit beim dorfbäcker mal gemacht, gefragt, ob er bäcker oder aufbäcker ist.
ist so richtig grätig geworden, und durfte darauf hin mir die backstube anschauen.
Das Nachfragen probiere ich mal. Nur „Sauerteigbrot“ wird wahrscheinlich nicht viel bringen, da kann ja offenbar ziemlich Unterschiedliches dahinterstecken. Ich würde eher fragen, wie sie es machen und wie lange der Teig ungefähr steht. Ein paar Euro mehr wären mir da ehrlich gesagt lieber, als mich erst durch fünf Brote durchzukaufen.
Die Frage ist absolut berechtigt. Bei uns in der Stadt gibt es keinen mehr der selber backt.
Das ist natürlich blöd. Wer das Brot tatsächlich noch selbst macht, hat mich früher nie interessiert. Wenn es geschmeckt hat, war die Sache für mich erledigt. Jetzt schaue ich auf einmal auf Sachen, die mir beim Brotkauf vorher komplett egal waren.
Zumal auch Sauerteigbrot nicht glutenfrei ist, wenn es nicht aus glutenfreien Getreidesorten hergestellt wurde.
Glutenfrei ist gar nicht mein Ziel, das hatte ich vielleicht etwas missverständlich geschrieben. Dass Sauerteig trotzdem Gluten enthalten kann, ist mir klar. Mich interessiert eher, ob ich bei zwei ähnlich zusammengesetzten Broten überhaupt etwas merke, wenn die Teigführung eine ganz andere ist.
Sauerteig ist nicht gleich Sauerteig. Gute Bäcker haben ihren eigens hergestellten, also einen Sauerteig der aus Spontangärung entsteht mit Millionen wilden Hefen. Der Fertigsauerteig den viele heutige Bäcker nehmen, ist dagegen schrott, da er nur eine art Hefe hat, häufig in Pulverform ist, den man am Teig kippt und das Brot in Rekordzeit gehen lässt, daher schmecken alle Brote gleich bei vielen unterschiedlichen Bäckern.

Einen Hochwertig dreifach geführten Sauerteig aus Spontangärung, oder Livieto Madre, machen nur noch die wenigsten Bäcker heutzutage.
Dreifach geführt und Lievito Madre sagen mir bisher ehrlich gesagt wenig. Steht sowas bei einem Bäcker normalerweise irgendwo dran? Sonst müsste ich mich da wirklich mal durchfragen.
Guter Sauerteig kann bereits Jahrzehnte geführt werden und gibt dem Brot seinen Charakter und die Würze. Meine Stammbäckerei hat ihren Sauerteig bei Übergabe an den neuen Bäcker verloren, was darin endete, dass ich dort lange deutlich weniger Brot mehr kaufte bis der neue wieder "ok" schmeckte. Dem alten Brot trauere ich immer noch hinterher ...

Das ist Unsinn. Die Verträglichkeit kommt vor allem durch lange Führung der Teige und durch gutes Mehl.
Dann fange ich wahrscheinlich wirklich mal bei der Teigführung an. Vor allem ändere ich diesmal besser nicht gleichzeitig noch drei andere Sachen. Das passiert mir bei solchen Versuchen schnell und hinterher kann ich eigentlich nur raten, was davon überhaupt einen Unterschied gemacht hat.
wirklicher Bäcker:
- mit Onlineshop
- 5 Filialen im Abstand von max. 60km
- mit Brotpreis per 100g.

ok :). Demnächst vmtl. auch bei KKR. Wir haben auch keine richtigen Bäcker mehr, der letzte technische handwerkliche ist wohl schon früher zum König-Ludwig übergegangen (hat auch noch eigenes, man sieht es am Preis). Der andere wurde in eine Kette integriert. Im Stadtteil, wo ich aufgewachsen bin, ist jetzt ein Nagelstudio drin.
Stimmt, an der Zahl der Filialen kann ich es dann eigentlich auch nicht festmachen. Selbst ein kleiner Laden kann sein Zeug sonstwoher bekommen. Konkrete Antworten wären mir inzwischen wichtiger. Mal sehen, wie weit ich mit den Fragen überhaupt komme.
 
Wenn ich Zeit habe, backe ich selber, gerne mit Fenchel, Kümmel, Kardamom und vor allem Koriander. Die Unverträglichkeit bei Brot kommt oft vom verwendeten Getreide, das wurde auf kürzere Halme gezüchtet wegen besserer Widerstandskraft gegen Wind, die eingezüchteten Gene verträgt aber nicht jeder.

Ich nutze, wenns schnell gehen soll, Rewe Eigenmarke Brotmischung, 3 Kilo für 1,50, Warmes Wasser und etwas Salz dran, Gewürze, wenn man mag, Warmes Wasser dazu, druchrühren- zweimal gehen lassen zwischendrin nochmal durchrühren, ab in Ofen. Lecker und knusprig. Gelingsicher dazu, wird immer was.
 
Sauerteig taucht bei dem Thema jedenfalls ständig auf, genauso diese längeren Ruhezeiten. Vielleicht ist das auch komplett die falsche Spur, keine Ahnung. M
Wo genau kaufst du denn dein Brot und wo taucht da "Sauerteig" auf?

Die meisten "Bäcker" sind heutzutage nur noch Backketten die vorort lediglich die Teiglinge aus der Fabrikfertigung aufbacken. Die backen zu 99% mit Trockenhefe, weil Sauerteig für industrielle Fertigung der Teiglinge viel zu aufwändig und zu unberechenbar ist.

Im Backshop gibt's auch Sauerteigbrot, das hat mit dem Ort des Backens ja nichts zu tun. Fast jedes Roggenbrot ist Sauerteigbrot, selbst wenn's in der Plastiktüte im Supermarktregal liegt.
Ob Roggenbrot oder was anderes hat überhaupt nichts damit zu tun, ob es mit Sauerteig oder Trockenhefe gemacht wurde.
Roggenbrot heisst nur, das es einen gewissen Anteil an Roggenmehl statt nur Weizenmehl enthält.

Zumal auch Sauerteigbrot nicht glutenfrei ist, wenn es nicht aus glutenfreien Getreidesorten hergestellt wurde.
Ob ein Brot glutenfrei ist, hat überhaupt nichts damit zu tun obs mit Sauerteig oder Trockenhefe gemacht wurde.
Für glutenfreies Brot muss man das gesamte Brot eben aus glutenfreiem Mehl machen, nicht nur den Sauerteiganteil. Gluten ist aber natürlich auch drin, wenn der Sauerteig entsprechend angesetzt wurde.
Was übrigens gar nicht so einfach ist, weil gerade Gluten der Teil ist, der dem Teig die nötige Bindung gibt. Gerade bei Roggenbrot ist idR Roggen nur beigemischt, weil Roggen eben nur einen geringen Glutenanteil hat und deswegen Teig aus reinem Roggen kaum bindet. Gerade weil das Gluten fehlt. Gängig sind 1/3 bis 1/2 Roggenanteil. Die andere Hälfte ist idr Weizenmehl.

Dann fange ich wahrscheinlich wirklich mal bei der Teigführung an. Vor allem ändere ich diesmal besser nicht gleichzeitig noch drei andere Sachen. Das passiert mir bei solchen Versuchen schnell und hinterher kann ich eigentlich nur raten, was davon überhaupt einen Unterschied gemacht hat.
Naja, wenn du selbst schon sagst, das da noch diverse andere Sachen reinspielen könnten, dann musst du das wohl gezielt ausprobieren und die anderen Faktoren dadurch ausschließen.
Oder, wenn dir das ständig so geht, vielleicht einfach mal einen Arzt dazu befragen, statt in einem Forum Hinz und Kunz zu fragen, was das Problem sein könnte?

Wenn ich Zeit habe, backe ich selber,
Dazu gehe ich gerade über... Aber nicht wegen Problemen mit Brot, sondern weil das Kaugummibrot ausm Supermarkt und auch das von den "Bäckern" eben nach nichts schmeckt und selbst einfachstes selbstgebackenes Brot um Welten besser schmeckt. :d
 
Dazu gehe ich gerade über... Aber nicht wegen Problemen mit Brot, sondern weil das Kaugummibrot ausm Supermarkt und auch das von den "Bäckern" eben nach nichts schmeckt und selbst einfachstes selbstgebackenes Brot um Welten besser schmeckt. :d
Es gibt hier in der Gegend zwei Bäckereien, deren Brot ich mag. Braaker Mühle und kleine Bäclerei in Oldesloe. Muss halt 30 km dafür fahren und bei Der Mühle ist es schweineteuer. Bei der kleinen Bäckerei mag ich die Brötchen und den wirklich netten Service- gelegentlich fahre ich morgens hin für Kaffee, ein halbes Dutzend Brötchen für die Gefriertruhe und ein belegtes für die Rückfahrt. Bestes Frühstück der Welt. Zusammen ca. 8 Euro.
 
Ob Roggenbrot oder was anderes hat überhaupt nichts damit zu tun, ob es mit Sauerteig oder Trockenhefe gemacht wurde.
Roggenbrot heisst nur, das es einen gewissen Anteil an Roggenmehl statt nur Weizenmehl enthält.
Ich nehme an die Aussage kommt daher das man Roggen theoretisch nicht "einfach so" nur mit Hefe backen kann weil aufgrund unterschiedlicher Enzyme die Hefe allein ein Roggenbrot nicht reiben kann. Daher ist ein klassisches Roggenbrot ein Sauerteigbrot. Jedoch ist zum einen das meiste "Roggenbrot" was man zu kaufen bekommt eh ein Mischbrot und selten 100% Roggen und zweitens kann man der Hefe nachhelfen mit etwas Säure um das Brot zu treiben.

Dreifach geführt und Lievito Madre sagen mir bisher ehrlich gesagt wenig. Steht sowas bei einem Bäcker normalerweise irgendwo dran? Sonst müsste ich mich da wirklich mal durchfragen.
Lieveto Madre ist nur der italinische Name/Art für Sauerteig. Meist/Immer aus Weizen und fester geführt wie ein typisch deutscher Roggensauer. Aber sonst auch nur Sauerteig. Wenn ein Bäcker mit eigenem Sauer bäckt bewirbt er das idR auch gern, Fragen kostet nichts.

Ich backe zu Hause 100% Roggenbrot selber. Mein Roggensauer stammt von einem (angeblich) knapp 100 Jahre alten Stamm und führe ich seit nun mehr 4 Jahren zu Hause weiter. Alpenroggenmehl von der Draxx Mühle, fränkisches Brotgewürz und Sonntags gibts idR lecker frischen Frankenlaib
 
Habe zwar eben erst gegessen, aber nun Lust auf dein Brot sayer ...
Wie als Kind, wenns leicht abgekühlt ist, den Anschnitt mit Kruste wegfuttern. :drool:

ja, das König Ludwig, tütenbrot , massenbrot der industire.
das problem ist der preis.
wer ist bereit den wirklichen preis zu bezahlen, wenns "klappenbrot" 2,49 kostet,
solche, wirklichen bäcker, findest du heute kaum noch.
Jain - das ist ja das perverse an der ganzen Geschichte. Handwerkliches Brot muss nicht teuer sein. Ein ehrlicher/echter Bäcker spart ja sogar Geld ohne Backmischungen, kann günstiger backen und das bei gleichzeitig höherer Qualität.
Das Bärenbrot in deinem Video kostet 4,10€, Walnussbrot und Körniges 3,50€ und ein Rosenbrötchen 38ct. Da kostet ein König Ludwig oder ein Teiglingbrötchen beim Pseudobäcker oder einer Backkette sogar mehr. :-[
Ich verstehe echt nicht, wieso sich diese ganzen Pseudobäcker (noch?) halten können. Preislich oftmals teurer als echte Handwerksbäcker, aber qualitativ viel näher am Discounter, der aber nur 1/3-1/4 des Preises verlangt.
Ich hoffe es folgen viele Jungbäcker, die wieder traditionell backen und ich wünsche jedem davon Erfolg, sofern sein Preisbereich fair ist und er keine Hippsterbude aufzieht. So einen Hippsterbäcker gibt es hier auch, bin gespannt wie lange sein Konzept aufgeht. Knapp 10€ für ein Roggenmischbrot, 4Tage Vorbestellung ect. :rolleyes: Mag gutes Brot sein, aber nein danke...

@grandecactus

google doch einfach mal, ob es bei dir in der Nähe noch einen echten Bäcker gibt. Ich denke schon, das sich da die ein oder andere kleine Filiale finden könnte. Ich denke wenn man aufgrund von Unverträglichkeit zwecks Teigruhe und Sauerteig fragt, ist das Verständnis hinter der Theke auch groß. Vielleicht bekommst du sogar die Backstube gezeigt. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich nehme an die Aussage kommt daher das man Roggen theoretisch nicht "einfach so" nur mit Hefe backen kann weil aufgrund unterschiedlicher Enzyme die Hefe allein ein Roggenbrot nicht reiben kann.
Eigentlich kommt das daher, das ich das gelesen habe und auch feststelle, das der Teig klumpiger, bröseliger, weniger elastisch wird, je mehr Roggen ich nehme. Es wird einfach kein so "glatter" Klumpen.
Womöglich wirkt sich aber da Sauerteig auch schon beim Teig kneten aus. Ich hab Sauerteig mal probiert, aber dann schnell wieder beschlossen, das mir die Erhaltung des Sauerteigs auf Dauer zu aufwendig ist.

Jain - das ist ja das perverse an der ganzen Geschichte. Handwerkliches Brot muss nicht teuer sein. Ein ehrlicher/echter Bäcker spart ja sogar Geld ohne Backmischungen, kann günstiger backen und das bei gleichzeitig höherer Qualität.
Es mag sein, das die Einzelzutaten für einen Bäcker sogar günstiger sind, als fertige Backmischungen. Aber alleine die Arbeitszeit verursacht mehr Kosten als das Kettenbrot überhaupt kostet.

Ich verstehe echt nicht, wieso sich diese ganzen Pseudobäcker (noch?) halten können. Preislich oftmals teurer als echte Handwerksbäcker, aber qualitativ viel näher am Discounter, der aber nur 1/3-1/4 des Preises verlangt.
Weil viele Leute immernoch glauben, das das Brot von solchen Bäckern "besser" ist als das vom Discounter. Und diese Backketten haben sich verbreitet, die sind einfach überall.
Brauchst ja nur den Thread hier lesen, dann siehst du doch schon, das viele Leute einfach keinen echten Bäcker mehr in der Nähe haben und das einige sogar extra zig Kilometer fahren um zu so einem zu kommen. Das macht und kann auch nicht jeder machen.

Ich hoffe es folgen viele Jungbäcker, die wieder traditionell backen und ich wünsche jedem davon Erfolg, sofern sein Preisbereich fair ist und er keine Hippsterbude aufzieht.
Das Problem ist meistens: Extrem beschissene Arbeitszeiten bei nichtmal guter Bezahlung. Kaum jemand will mehr einen Job machen, bei dem man jede Nacht um 4 Uhr anfangen muss, ggf. sogar Sonntags, weil die Leute ja ihre Sonntagsbrötchen morgens um 8 kaufen können wollen. Und dabei verdient man nichtmal gut, weil wie ich oben schon geschrieben habe: Die Rohstoffpreise sind das kleinste Problem. Die Arbeitszeit ist das was so verdammt teuer ist.
 
Eigentlich kommt das daher, das ich das gelesen habe und auch feststelle, das der Teig klumpiger, bröseliger, weniger elastisch wird, je mehr Roggen ich nehme. Es wird einfach kein so "glatter" Klumpen.
Womöglich wirkt sich aber da Sauerteig auch schon beim Teig kneten aus. Ich hab Sauerteig mal probiert, aber dann schnell wieder beschlossen, das mir die Erhaltung des Sauerteigs auf Dauer zu aufwendig ist.
Ja Roggenbrote bauen kein Glutengerüst auf und werden eher gerührt als geknetet. Ich nutze in meiner Knetmaschine tatächlich auch den Rühreinsatz und nicht den Knethaken für 100% Roggenteige. Den Sauer zu pflegen dauert 5 Minuten alle 1-2 Wochen :d
 
Eigentlich ein spannendes Thema mit dem Sauerteig daheim, damit sollte man (ganz allgemein, ich im speziellen) sich eigetnlich (wieder) näher beschäftigen.
Hast eine Empfehlung für eine "effektive Einstiegslektüre" zu dem Thema? Ich mein, ich könnte die KI fragen, aber meh.. :d
Wenn ich Zeit habe, backe ich selber, gerne mit Fenchel, Kümmel, Kardamom und vor allem Koriander. Die Unverträglichkeit bei Brot kommt oft vom verwendeten Getreide, das wurde auf kürzere Halme gezüchtet wegen besserer Widerstandskraft gegen Wind, die eingezüchteten Gene verträgt aber nicht jeder.
Äußerst spannend und bestätigt meine Vermutungen, dass diese vermehrten Unverträglichkeiten nicht zwingend mit "Gluten" zu tun haben müssen (also zumindest so pausschal und ungetestet, soll jetzt nicht heissen, es gäbe keine Glutenunverträglichkeit).

Ich hab mir diese Gedanken schon öfter gemacht, schließlich sind die Weißbrot essenden Südländer nicht unbedingt für ihr schweres essen und ihre Blähbäuche bekannt :fresse:... kann jetzt also nicht nur am bösen Weizen/Gluten selbst liegen.


Ich kauf immer beim Billa (AT, Großraum Wien) so ein 4-eckiges Roggenbrot, welches ziemlich feucht und klebrig ist (das Brotmesser musst alle 3 Schnitte waschen). Ist nicht ganz billig, "uns" schmeckt das Brot aber gut und es hält wirklich lange frisch (solang man den Anschnitt mit irgendwas abdeckt sowiso).
Keine Ahnung wer das für den Rewe backt und was da wirklich drin ist.


... und weil ihr vom Tod der kleinen Bäcker redet, das ist halt so eine Sache. Einerseits, wer will schon Bäcker sein mit dem dazugehörigen Tag/Nacht Rythmus... das ist für junge Leute einfach kein interessanter Lehrberuf. Andererseits werden die quasi aktiv vom Staat (und der EU) getötet. Für Kleinunternehmen ist es ohnehin schon schwierig die Überregulierung und den Druck der geförderten Großen auszuhalten, wenn du dazu noch Lebensmittel herstellst, wirds umso härter.

Außerdem... wer hat schon Zeit zum Bäcker zu gehen? Erledigt man halt irgendwie unterwegs, die Backbox Supermarkt ist halt praktisch. Logisch, dass da irgendwelche Hipsterbuden nachkommen für ihresgleichen. Ich versteh schon, dass man das Zeug einfach im Supermarkt mitnimmt, wenn man schon mal da ist.
 
Äußerst spannend und bestätigt meine Vermutungen, dass diese vermehrten Unverträglichkeiten nicht zwingend mit "Gluten" zu tun haben müssen (also zumindest so pausschal und ungetestet, soll jetzt nicht heissen, es gäbe keine Glutenunverträglichkeit).
Viele berichten dann, dass sie mit Dinkelbrot besser zurechtkommen. Dinkel enthält allerdings mehr Gluten als Weizen.

Was den Sauerteig angeht, die Arbeit mache ich mir nicht mehr. Eigener Sauerteig ist im Prinzip leicht herzustellen, nimmst ein verschliessbares Glas, Mehl und Wasser rein, lässt es verderben. Wenn Du es selber machst, kriegst Du spezifischen Sauerteig der genau dem entspricht, was da bei Dir in den Räumen eben an Microben so rumfliegt. Es kann sein, dass das Zeug ein paar Tage wrichtig stinkt, bis die erwünschten Keime die Oberhand gewinnen. Immer wieder mal füttern, also Mehl und Wasser dazugeben.

Wemm Du dann damit backst, einfach ein bisschen vom Brotteig weglegen und weiterzüchten. Viel einfacher gehts aber mit fertigem Sauerteig ausm Supermarkt, der nicht schlechter ist. Auch den musst nur einmal kaufen, wenn Du dann beim Backen ein wenig zurücklegst und füstterst fürs nächste mal.-
 
Was den Sauerteig angeht, die Arbeit mache ich mir nicht mehr. Eigener Sauerteig ist im Prinzip leicht herzustellen, nimmst ein verschliessbares Glas, Mehl und Wasser rein, lässt es verderben.
Alle Anleitungen die ich gelesen habe sagten, das das Glas gerade nicht verschlossen werden darf. Macht auch Sinn, weil bei dem "Verderben" Gase entstehen, die dir ein verschlossenes Glas sogar sprengen können.

Wenn Du es selber machst, kriegst Du spezifischen Sauerteig der genau dem entspricht, was da bei Dir in den Räumen eben an Microben so rumfliegt. Es kann sein, dass das Zeug ein paar Tage wrichtig stinkt, bis die erwünschten Keime die Oberhand gewinnen. Immer wieder mal füttern, also Mehl und Wasser dazugeben.
Das hab ich probiert, bzw. steht aktuell immernoch, aber irgendwie hat er sich nach der letzten Fütterung nichtmehr ausgedehnt, bin mir nicht sicher ob der Ansatz also überhaupt noch "gut" ist. Gestunken hats auch schon gut, sowas will ich nicht ständig im Kühlschrank stehen haben. Will ich mir einfach nicht dauerhaft antun, bin da auch der Topkandidat um das Füttern alle 1-2 Wochen zu vergessen und wenn das passiert, kannste wieder von vorne anfangen, oder?
Wenn man selber regelmäßig mindestens einmal die Woche backt, ergibt sich das natürlich von selbst, aber das ist bei mir auch nicht der Fall.
 
Das hab ich probiert, bzw. steht aktuell immernoch, aber irgendwie hat er sich nach der letzten Fütterung nichtmehr ausgedehnt, bin mir nicht sicher ob der Ansatz also überhaupt noch "gut" ist. Gestunken hats auch schon gut, sowas will ich nicht ständig im Kühlschrank stehen haben.
Sobald die richtigen Keime am Drücker sind, stinkt er nicht mehr, das ist nur eine Phase am Anfang...

Verschliessbar heisst nicht luftdicht, aber Du willst ja keine Mehlwürmer aka Fliegenlarven züchten.
 
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