[Kaufberatung] Hardware für ein 12 Bay 24/7 Eigenbau NAS/Server

harryhirsch76

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Ich würde mir gerne einen Rechner zusammenbauen um in als 24/7 NAS bzw. Server zu nutzen.
Es soll ein 12 Bay Rechner werden da ich für die Zukunft noch Platz nach oben haben möchte.

Aktuell habe ich ein Synology 1821+ (32 GB Ram) im 2,5 Gbit Netzwerk bei mir am laufen welches leider so gut wie voll ist. Dort laufen z.Zt. 1-2 VM sowie 15 Docker Container.
Ein neues Synology NAS kommt für mich nicht mehr in Frage, die machen ja mittlerweile was sie wollen.

So ein 8 Bay UGREEN NASync DXP8800 Plus ist zwar richtig flott gegenüber meiner Synology kostet aber auch schon eine Stange Geld und es müsste noch RAM gekauft werden.

Daher kam mir die Idee mit dem Selbstbau mit folgender Hardware.
Es soll ein Mittelding von stromsparend bis zu genug Power für die Zukunft sein.
Würde das so klappen oder gibt es von den Profis Verbesserungsvorschläge?

Als System würde ich zb. FygoOS sowie Unraid testen.
 
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Ich würde eventuell ein Asrock AM4 Board mit AMD Pro für DDR4 vorziehen,
da könnte man künftig auch ECC RAM nehmen

Als Basis ist mein LInux Favorit Proxmox mit ZFS serienmässig, sowohl als Hypervisor wie als NAS mit ksmbd statt SAMBA, dazu eine Storage Web-gui add on für ACL, Shares, User und ZFS.
 
Da wäre mir die Lösung Synology weiterbetreiben und separaten Server basteln deutlich lieber. Und Proxmox versteht sich eigentlich von selbst. Du wirst die VMs ja hoffentlich nicht auf HDDs betreiben.

Bei Vollbestückung wäre mir das N5 zu warm und dadurch zu laut.

12 HDDs sind zwar eindrucksvoll, aber ich würde lieber die 8 peu a peu gegen größere tauschen als welche dazuzukaufen. Würde auch AMD bevorzugen. Ein 5950X mit 16 echten Kernen plus 16 im HT ist schon was feines. Habe ich auch zwei oder drei am laufen.
 
Ich würde mir gerne einen Rechner zusammenbauen um in als 24/7 NAS bzw. Server zu nutzen.
Es soll ein 12 Bay Rechner werden da ich für die Zukunft noch Platz nach oben haben möchte.
...ich würde erstmal die tatsächlichen Anforderungen klaren und dann Inventur machen:

- Wieviel Speicherplatz (in TB) brauchst Du jetzt und in ca. 5 Jahren?
- Wieviel RAM benötigen alle derzeit laufenden Anwendungen zusammen?
- Welche CPU nutzt Du momentan und wie hoch ist deren Auslastung (im Normalbetrieb und unter Spitzenlast)?
- Willst Du die bisherigen Anforderungen als Docker-Container auf dem Host oder in mehreren VMs betreiben?
- Welche Dienste sollen 24/7 laufen und welche nur sporadisch?
- Wie sieht das Backup-Konzept aus?

Dann Inventur machen:
- Was ist eventuell an alter PC-Hardware vorhanden? (Board, CPU, RAM, Netzteil, Gehäuse)?
- Worauf soll das Backup erfolgen? Eignen sich eventuell momentan produktiv genutzte Platten als zukünftiges Backup-Medium?

Dann das wichtigste, weil desillusionierend: Hochrechnen, wie lange es dauert, bis sich der Kaufpreis von neuer Hardware mit deren Stromersparnis amortisiert!

Ohne die genauen Anforderungen zu kennen, würde ich grundsätzlich in folgende Richtung gehen:
- Falls vorhanden, ein möglichst einfaches, stromsparendes Board nutzen und ggf. die kleinste CPU einbauen, die deinen Anforderungen genügt. Auf möglichst allen Schnickschnack (z.B. beim Chipsatz, WLAN, Audio) verzichten, statt dessen auf RAM-Steckplätze und M.2- und SATA-Anschlüsse achten.
- Plattenanzahl soweit reduzieren wie es geht: Lieber eine Grosse einbauen als vier kleine.
- VMs und Container auf (einer?) SSD betreiben, Daten auf (einer?) Festplatte speichern.
- Bei der ganzen Planung das immer Thema Backup mitdenken: Man kann enorm Platten und Strom und damit Kosten sparen, wenn man auf RAID im Server verzichtet und statt dessen ein solides Backup-Konzept hat, das automatisiert, fix und paniksicher funktioniert. Lieber im Server nur eine SSD und eine grosse Platte betreiben, dann aber mit einem soliden Backup (on- wie offsite und automatisiert) mit erprobter Recovery.
 
Jonsbo, sind das nicht die Gehäuse, in denen Festplatten ungemütlich warm und laut werden ?
Wenn man schon 200 € für ein Gehäuse ausgibt, kann man da doch direkt was Richtigs im 19" Format nehmen ?

Die komische SATA PCIe Erweiterung würde bei mir einem richtigen HBA wie einem LSI 9300-16i: https://www.ebay.de/itm/133394382725 weichen.
Da hast du später, wenn du doch auf Proxmox eine eigene Storage VM virtualisieren möchtest, keine solchen Bauchschmerzen mit dem Durchreichen des PCIe Devices.
Sehr viel Energie dürftest du mit dem SATA PCIe Adapter auch nicht gegenüber dem 9300-16i sparen.
 
@harryhirsch76 :
Plane gründlich vorab , welche Anforderungen/Bedürfnisse du wirklich abdecken möchtest / solltest / musst. (Finanz-Check, Prioritäten setzen, Kompromisse überlegen, etc. !! )
Die Preise von neuer Hardware haben momentan meist eine umwerfende Wirkung ... 😵 ... und dann macht man zumeist einen Plan B oder C.
@gea und @bowman68 haben in den 2 Postings oberhalb schon gute Design-Hinweise gegeben, über die ich empfehle wirklich nachzudenken und in den Neubau einfließen zu lassen.

Ich persönlich würde für Dein Wunsch System (mittellgroßen NAS mit mittlerer VM-/Docker-Funktionalität), welches im Dauerbettrieb laufen soll, von Anfang an ein komplett ECC fähiges System nehmen (eher AMD als Intel, mind. 8 CPU-Kerne, mit 32-128 GB ECC RAM, mittelmäßiges Mainboard mit wenig Schnick-Schnack aber guter PCIe-Konnektivität (2-3 PCIe-Slots mit mind. 4 PCIe-Lanes (elektrischer) Breite + evtl. 1-2 PCIe-Slots mit 1 Lane Breite, Anzahl der SATA-HDDs reduzieren auf 7-8 (nur große HDDs, nur Datenlager, nur ZFS), mind. 2+ NVME Anschlüsse (für VM-/Docker/schneller Fileserver-Tier), für OS kannst Du eine alte SATA-SSD o.ä. nehmen.
Aus Hardware-Bastel-Neugier würde ich persönlich keinen 8-16x SATA HBA nehmen, sondern eine "Lekuo SouthBridge Max PB65MX3" PCIe-Karte (o.ä. Modell) sowie mindestens eine moderne 10GBit Netzwerkkarte (RTL 8127 Chip o.ä. als RJ45 bzw. SFP+ Variante).
Damit hätte das System eine schnelle 10Gbit-Netzwerkverbindung, plus gute SATA+NVMe Konnektivität von ca. 4+4 SATA sowie 2+4 NVMe Plätze (davon 4x M.2 aber intern nur auf max. 4.0x2 bzw. noch weniger, da die AIC selbst nur PCIe4.0x4 nach aussen hat. Für mich wären in Zukunft mehr M.2 Plätze und höhere I/O wichtiger als SATA/ HDD-Platz - dies muss jeder für sein Design selbst prioritisieren. Bei sehr teuren MB's mit vielen PCIe-Lanes & -Slots könnte man auch Karten nehmen, die aufgesetzte NVMe hinsichtlich PCIe-Lanes mit voller PCIe-Leitungsgeschwindigkeit anbinden).

Infos und Quellen für die Lekuo PB65MX3:
Ich selbst habe die Lekuo-AIC nicht im Einsatz (weil HW zu neu herausgekommen), aber da die Karte selbst nur einen (zusätzlichen) Promontory21 / B650 Chipsatz darstellt hat und der HW-Test von Phoronix unter Linux sehr gut funktioniert hat ... wäre dies meine momentane Wahl (für bis 8x HDDs build), für >8 HDDs dann ein 16x HBA, darüber (unleistbar , zum Träumen) ein JBOF-NAS mit E3.S (oder E3.L) NVMe Format (so wunderschön, weil man bei E3 technisch schon die Kühlung mitgedacht hat ... im Gegensatz zum M.2 Consumer-Gelumpe)
 
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10 Port Sata Karte: PCIE Schnittstelle-4X SATA Karte 10 Ports 10 x HDD über die Karte und 2 x HDD übers Board
Finger weg von so Mist, irgend ne anständige LSI Controllerkarte (it mode) holen und gut. Lenovo 430 9400-16i mit SATA Kabeln z.B. aus China.
Ich würde eventuell ein Asrock AM4 Board mit AMD Pro für DDR4 vorziehen,
da könnte man künftig auch ECC RAM nehmen
Jup, CPU sind schwer zu finden momentan, aber sowas. 5650G + B550 Mainboard + DDR4 ECC UDIMM.
 
Danke für die ganzen Tips. Habe die Idee aktuell leider verworfen.
 
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