Problem mit QNAP NAS - vermutlich eine von 2 Disks kaputt, was nun?

Kuzorra

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Moin,
ich steh irgendwie auf dem Schlauch, denken ist schwer bei der Hitze...

- Ich habe seit einigen Jahren ein QNAP TS 230, darin lief zuerst eine 2 TB Samsung-SDD (war ja damals erschwinglich 8-))
- Später habe ich eine 16TB-HDD von Toshiba nachgerüstet.
(Die beiden Disks liefen einfach als ext4, da war kein RAID oder irgendwas kompliziertes konfiguriert. Nach meinem begrenzten Verständnis von QNAP-NAS-Systemen ist die Samsung-SDD so was wie meine "Systempartition" mit Nutzern, Freigaben, Apps etc.)
- Jetzt hat das NAS gestern Abend auf einmal Mucken gemacht, per Mail kam ein Problem bzgl. Firmware-Update und auf einmal war das NAS nicht mehr erreichbar.
- Es fährt zwar hoch, manchmal ist kurz der Login-Screen erreichbar, aber ein Login funktioniert nicht, pingbar ist es meistens auch nicht.

Hmmmmmm....Fehlersuche:
Wenn ich es ohne Disks hochfahre läuft's, FW-Update konnte ich so auch durchführen. Wenn ich aber eine meiner Disks dazu stecke, hängt es sofort wieder. Scheint kein richtiges System da zu sein....

Also habe ich eine andere kleine SSD genommen, nur diese ins NAS gesteckt --> eine neue Testinstanz lässt sich anlegen, alles scheint normal zu funktionieren.
-- Das neue Test-System zusätzlich mit der Samsung-SSD drin booten führt zu einem nicht erreichbaren System. Wenn ich die Samsung SSD im Betrieb einstecke (hot-swap), dann bekomme ich eine Fehlermeldung:
1782597803517.png


-- Stecke ich allerdings die HDD dazu (vorm Boot oder als hot swap) wird sie mir als Datenträger angezeigt, SMART-Werte sind gut - aber meine Daten sehe ich nicht. Ích will ja keinen neuen Speicherpool anlegen, ich will einfach die alten Ordner einbinden.

Aaaalso nehme ich mal an, dass die SSD eine Macke hat, zumindest mag mein NAS sie nicht mehr - aber "wat nu?"
Ich hätte gerne mein Daten-Archiv der HDD wieder im QNAP erreichbar. Die Platte scheint ja okay zu sein, aber warum sehe ich die Daten nicht? Und wie kann ich sie wieder sehen?
Ich hab keinen Bock, händisch den Kram über eine ext. Backup-Platte zu sortieren/kopieren und stundenlang hin und her zu spielen - das scheint mir irgendwie unnötig.

Kann mir da jemand einen Tipp geben, wie ich die Platte wieder eingebunden bekomme?

MERCI !
 
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Hm, eben kam auf einmal ein ganzer Schwung an Mails mit Fehlermeldungen:

1782602918872.png


Jetzt versuche ich gerade die Firmwarestände wieder in sync zu kriegen, vielleicht kann das NAS ja dann doch wieder was mit der Platte anfangen - wish me luck

1782602951512.png

Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hm, hat leider bisher auch nix gebracht.....
Hab jetzt zig Mal probiert, mit der "passenden" Firmware die erste der drei angebotenen Optionen zu wählen (hatte ich vorher mit der neuesten Firmware auch erfolglos probiert)....

1782604164441.png
1782604212331.png


....das benötigt dann jedes Mal 5-7 min Wartezeit und dann ist man wieder am gleichen Punkt, nix änder sich.

Morgen werde ich Option 2 probieren, mal schauen ob Werkseinstellungen was bringen, aber jetzt erstmal Heia.
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In den ganzen QNAP-Mails war noch eine interessante Meldung dabei:

1782604319291.png


Zeitlich liegt die Meldung aber über 1h nachdem das NAS schon nicht mehr sauber funktionierte. Komisch.....
 

Anhänge

  • 1782604313568.png
    1782604313568.png
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Kurz zu dem "Adapter 1 Disconnected". Das TS230 hat ja nur einen physischen LAN Port aber 2 virtuelle. Läuft das NAS mit statischer IP oder DHCP? Wenn er von Adapter 1 auf 2 wechselt, ist er wieder auf DHCP angewiesen und könnte eine neue IP Adresse bekommen haben. Macht mein TS230 auch hin und wieder.

Hast du einen Rechner mit Linux? So könnte man die Datenträger auslesen.
 
Danke @audianer

Hm, meine FritzBox macht zwar DHCP fürs LAN/WLAN, aber dem Gerät (und allem, was hier standardmäßig so rumsteht, Drucker, Server) habe ich eigentlich in der Firtzbox"immer die gleiche IP" zugewiesen.
Unter dieser IP ist es auch erreichbar - aber leider funktioniert diese Wiederherstellen nicht.

Linux-Rechner habe ich an sich, finde nur meinen SATA-USB3-Adapter gerade nicht. (Sonst mss ich die Kiste nachher mal hervorholen und aufmachen
 

Hast das mal versucht?

Deine Datenträger können im aktuellen Zustand dann nicht mehr gelesen werden. Du müsstest alles über Linux und einen entsprechend großen Datenträger erstmal sichern.

Hast du eine leere HDD rumliegen? Damit kannst du testen ob sie sich dann initialisieren lässt.
 
Ja, habe ich probiert und ja, mit einer anderen Disk kann ich das System auch initialisieren.

Da es mit der aktuellsten FW nicht funktioniert hat (siehe Fehler oben), habe ich momentan auf die vorherige "gedowngraded". Ich probiers aber nochmal mit dem USB-Recovery - ich hab jetzt schon etliche Stunden investiert, da kommt's darauf auch nicht mehr an
 
Keine Ahnung, was mit dem NAS ist.
Ich folge der Anleitung, mache über USB die Software drauf, es läuft gut bis Schritt 5b im "Recovery Guide", aber dann kann ich im QFinder kein Update starten und einloggen kann ich mich auch nicht, obwohl ich die Anleitung mit dem "Cloud-Code" auf dem Sticker vor mir liegen habe.
1782734260391.png
1782734336355.png


Lüfter dreht mal laut mal leise, sonst macht die Kiste nix. Gestern hatte ich irgendwie mehr Hoffnung :-(
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Manchmal kommt das hier:
1782734865881.png


Dann passiert aber doch nix, denn das öffnet einfach nur die Login-Seite - die ja nicht funktioniert.,
Sehr frustierend....
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das alles jetzt mit der leeren SSD oder mit den ursprüngichen Datenträger?
 
Ich hab genau das hier beschriebene Problem....
....komme aber leider nicht über Schritt 1 hinaus.

hab eine andere SSD genommen, alle Partitionen entfern und sie leer ins NAS eingesteckt, es ändert aber nix
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das was hier im dritten Post beschrieben wird funktionier bei mir nicht
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hm, mit admin/admin geht ssh, aber sonst geht nix.

Hab ein bisschen Schiss, den Kram unter "Your NAS now boots" einfach reinzukloppen, wenn meine alte System-SSD drin ist.
Auf einer leeren SSD ohne Partiotionen geht nix, die Initialisierung läuft nicht, Cloud-Code funktioniert auch niht, macht mich wahnsinnig
 
Zuletzt bearbeitet:
Mann mann mann - jetzt habe ich die nervige Endlosschleife endlich durchbrechen können, indem ich über SSH die Firmware manuell wieder auf den neuesten Stand gebracht habe - https://www.qnap.com/de-de/how-to/faq/article/manually-updating-the-firmware - aber damit bin ich auch wieder nur am Anfang und der Lösung noch nicht wirkich näher gekommen.

Die ersten beiden Optionen funktionieren nach wie vor nicht....
1782770777903.png

....und nach wie vor ist es sehr ätzend, das jedes Mal alles zunächst so aussieht, als würde es wie beschrieben funktionieren, aber nach 5min pro Reboot ist man wieder genau an der gleichen Stelle wie zuvor - und ich hab schon viele Reboots durch.
- Wenn ich unter Punkt 2 (Screenshot) einen neuen Admin+Credentials anlegen will, läuft das auch alles scheinbar durch - aber nichts davon wird übernommen
- Einziger kleiner Fortschritt ggü zuvor ist, dass ich mich nun auch über QFinder mit dem ursprünglichen Code aus der Bedienungsanleitung einloggen kann, was vor dem Update via SSH nicht ging.

Ich kann die ausgebauten Disk auf einem anderen Rechner in gparted/Linux zwar sehen, aber das "linux-raid" kann nicht automatisch erkannt/eingebunden werden.
- ich war mir relativ sicher, dass die Platten unabhängig voneinander waren - aber die NAS-Einrichtung ist ca. 3 Jahre her, so 100% sicher bin ich mir da also nicht mehr.
- eine der Partitionen zeigt ein Ausrufezeichen - könnte aber auch daher kommen, dass Linux das QNAP-Format nicht kennt.
--> Wie die Recovery aus dem "RAID" nun genau funktionieren soll, muss ich mir noch anschauen.....morgen!


PS - Bittere Erkenntnis: Für die 16TB von Toshiba habe ich vor 3 Jahren 230€ gezahlt, also 14€ pro TB, heute liegt das günstigste Angebot "rezertifiziert" bei 23-24 €/TB

1782771600706.png



Die Platten scheinen okay, die Lampen am NAS für die SSDs sind grün, nur die Statuslampe blinkt, d.h. "Gerät nicht initialisiert", was auch so im QFinder steht

1782773212359.png


....aber genau diese fehlende Initialisierung klappt ja igendwie nicht!?

Das NAS erkennt die Disk "irgendwie" richtig, also zumindest aud device-Ebene, aber listet keine Partitionen, die ich unter gparted/Linux aber sehe?!
SMART-Werte der Disk sind auch alle top - viele Stunden, aber keine Auffälligkeiten.
Code:
[~] # fdisk -l

Disk /dev/sda: 1000.2 GB, 1000204886016 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 121601 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1      121602   976762583+  ee  EFI GPT

Disk /dev/sdb: 16000.9 GB, 16000900661248 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 1945332 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sdb1               1      267350  2147483647+  ee  EFI GPT

Disk /dev/mmcblk0: 3959 MB, 3959422976 bytes
8 heads, 32 sectors/track, 30208 cylinders
Units = cylinders of 256 * 512 = 131072 bytes

        Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/mmcblk0p1               1          17        2160   83  Linux
/dev/mmcblk0p2   *          18        1910      242304   83  Linux
/dev/mmcblk0p3            1911        3803      242304   83  Linux
/dev/mmcblk0p4            3804        3936       17024    5  Extended
/dev/mmcblk0p5            3804        3868        8304   83  Linux
/dev/mmcblk0p6            3869        3936        8688   83  Linux

Disk /dev/mmcblk0boot1: 2 MB, 2097152 bytes
4 heads, 16 sectors/track, 64 cylinders
Units = cylinders of 64 * 512 = 32768 bytes

Disk /dev/mmcblk0boot1 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/mmcblk0boot0: 2 MB, 2097152 bytes
4 heads, 16 sectors/track, 64 cylinders
Units = cylinders of 64 * 512 = 32768 bytes

Disk /dev/mmcblk0boot0 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/md321: 6863 MB, 6863519744 bytes
2 heads, 4 sectors/track, 1675664 cylinders
Units = cylinders of 8 * 512 = 4096 bytes

Disk /dev/md321 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/md256: 542 MB, 542834688 bytes
2 heads, 4 sectors/track, 132528 cylinders
Units = cylinders of 8 * 512 = 4096 bytes

Disk /dev/md256 doesn't contain a valid partition table

Disk /dev/md322: 6863 MB, 6863519744 bytes
2 heads, 4 sectors/track, 1675664 cylinders
Units = cylinders of 8 * 512 = 4096 bytes

Disk /dev/md322 doesn't contain a valid partition table
[~] #
An anderer Stelle ist aber bekannt, welche Partitionen der Disks am RAID1 beteilig sind....
Code:
md322 : active raid1 sdb5[0]
      6702656 blocks super 1.0 [2/1] [U_]
      bitmap: 1/1 pages [4KB], 65536KB chunk

md256 : active raid1 sdb2[0]
      530112 blocks super 1.0 [2/1] [U_]
      bitmap: 1/1 pages [4KB], 65536KB chunk

md321 : active raid1 sda5[0]
      6702656 blocks super 1.0 [2/1] [U_]
      bitmap: 1/1 pages [4KB], 65536KB chunk
[~] #
 
Zuletzt bearbeitet:
So, die SSD habe ich im anderen Rechner als LVM eingebunden bekommen und momentan kopiere ich alles runter.

Komischerweise findet Debian aber die große HDD nicht - obwohl sie mir im BIOS angezeigt wird.
- Das ist einerseits besonders ärgerlich, weil ich das große Fotoarchiv natürlich nicht verlieren möchte, andererseits ändert sich daran aber nicht soooo schnell was und davon habe ich immerhin schonmal ein Backup auf die externe HDD gezogen (ist natürlich sicher zu lange her für 100% Konsistenz, aber besser als nix)
- Wenn die SSD gar nix mehr machen würde wär's schlimmer, weil da Rechnungen/Belege und das "Zwischenarchiv" drauf liegen, da ist also immer deutlich mehr Veränderung im Gange (und das Backup bestimmt zu alt).

Ich hoffe mal, dass ich die HDD auch noch ans Laufen kriege, danach wird beim Neuaufsetzen des NAS auf jeden Fall mehr Wert auf eine vernünftige Backup-Strategie gelegt - den Stress brauche ich so schnell nicht wieder.....

....und nochmal etwas Weltschmerz (und Hass auf die KI-Blase): Meine ext. 18TB-HDD hab ich "refurbished" bei WesternDigital für etwas mehr als 150€ gekauft - ist eine Kundenretoure gewesen mit 1h Laufzeit - kostet heute 400 Taler aufwärts
 

Der Typ ist unter anderem auf Datenträger spezialisiert, hatte schon öfter mit ihm zu tun. Du kannst natürlich noch rum probieren an die Daten der HDD zu kommen, aber mit der steigenden Anzahl an Versuchen wird die Warscheinlichkeit größer dass nichts mehr gerettet werden kann.

Wenn das NAS Produktiv ist, was ich anhand von Fotoarchiv und Rechnungen vermute, würde ich an deiner Stelle zum einen ein neueres NAS kaufen, 2-4 Bay, Raid1 und eine ordentliche Backupstrategie.

Ich sichere 1x pro Woche mein NAS automatisch auf einen HP Microserver und in unregelmäßigen Abständen auf insgesamt 3 externe Festplatten.
 
AT ist mir zu weit....

"Produktiv" ist es irgendwie schon, aber davon hängt jetzt nichts wirklich kritisches ab - auch wenn ein Totalausfall natürlich mega-ätzend wäre.
Ich muss einfach regelmäßiger Backups auf extern ziehen, die Botschaft habe ich auf jeden Fall mitgenommen - dann ist schon alles etwas entspannter.
Außerdem hab ich mir einfach ein zweites NAS bestellt, dass ich dann nach Initialisierung bei meinen Eltern unterbringe und mein Backup zusätzlich regelmäßig dorthin sichere.
 
Okay, scheint nochmal gut gegangen zu sein....
....alle Daten konnten unter Linux gesichert werden, die Platten wurden jetzt im NAS neu initialisiert (auf der richtigen Firmware-Version) und jetzt spiele ich gerade die ~5 TB zurück....
....wenn ich die Strukturen (Ordner/User/Berechtigungen) händisch wieder nachbaue, dann funktionieren sogar die Links/Verknüpfungen, so das ich an Handys und Laptops auch nix machen muss....
....trotzdem ärgerlich der ganze hickhack auf grund eines fehlgeschlagenen Firmware-Updates.

Positive Überraschung: Mit kostenlosem KI-Support (duck.ai ist im normalen Umfang für den Hausgebrauch "free") ging das ziemlich gut. Da alle Linux-Befehele und -Programme üblicherweise sehr gut strukturiert und dokumentiert sind, konnte ich mich da schön langhangeln, hab mir die erforderlichen/passenden Befehle erläutern lassen und konnte so die komischen Filesystem-Strukturen eigentlich ziemlich gut einbinden.

Interessanter Nebenaspekt: Die Samsung SSD lief in meinem schnell aufgesetzten Debian-System* problemlos an allen SATA-Ports - die Toshiba-HDD hatte ich dagegen schon fast abgeschrieben, denn die lief nur an einem der Ports - natürlich am letzten, den ich versucht habe.
Die HDD wurde zwar an allen Ports im Bios erkannt, aber nur einer der Ports konnte das Gerät an Linux durchreichen, so was hatte ich auch noch nicht. An Strom- oder SATA-Kabel sollte es auch nicht liegen, denn andere SSDs und HDDs lufen damit überall problemlos.

*Es ist ein Fujitsu Esprimo P757 mit Intel i5 6500 und 16 GB DDR4
 
...und jetzt eine ordentliche Backup-Strategie, erspart dir graue Haare und hohen Blutdruck ;-)
 
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