Die letzten paar Tage gabs seit langer Zeit mal wieder ne Bench-Bastelung - nach 4 Jahren Pause hatte ich das Hobby eigentlich abgehakt und mich der Erhaltung und Restauration verschrieben.
Mir ist diese Gainward 8500GT in die Hände geflattert, und die hat tatsächlich DDR3 Speicher installiert. Ich kenne 8500GTs nur mit DDR2 und die 8600GT dann mit DDR3 und mehr Shadern als Alleinstellungsmerkmal.
War dann für HWBot eigentlich auch egal, da die mit DDR3 ihre eigene Kategorie hat.
Aber mir sind zwei Sachen aufgefallen... Erstens, das Ding skaliert fast NUR über den Shadertakt mit Leistung, und zweitens gehen die Shader echt ganz gut
Mit Voltmods und Custom Luftkühlung konnte ich 2214MHz Shader laufen lassen. Amtlich bei 1,2GHz default
Also dann die Kokü ausgemottet, bisschen auf Vordermann gebracht, und sie geht tatsächlich noch wie vor ein paar Jahren einwandfrei.
Um die kleine GPU so gut wie möglich zu schützen, habe ich einen defekten P4 geköpft und den IHS mit Hochtemperatursilikon mit dem G86 verklebt. Ich musste nichts nachbearbeiten, das passt wie dafür gemacht.
Die Karte hat sich beim ersten Test dann direkt mit Speicherfehlern verabschiedet. Also durfte ich die erstmal reparieren. Betroffen war nur ein einziges Bit beim Ramchip oben links, allerdings war die gebrochene Lötstelle unter der GPU. Die war schon mit dem Standardkühler ziemlich verbogen und die Lötstellen sahen dort in der Ecke irgendwie angekaut aus.
War mir dann auch egal, ich hab das Ding einfach mit dem P4 Heatspreader reflowed.

Das Silikon hält kurzzeitig bis zu 300°C aus. Ich hatte mehr Angst um die GPU-Balls, weil der Kupfer-IHS die GPU natürlich deutlich schwerer macht und nach unten drückt. Aber alles gut gegangen. Danach lief sie wieder.
Bestes Ergebnis:
hwbot.org