[Sammelthread] Erfahrungen zu Photovoltaikanlagen

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Heute rief mich ein Freund aus dem gleichen Dorf an, sein PV Anlage hätte sich schon fünf mal abgeschaltet. Nach einem Rückruf vom Elektro/PV Installateur sei die Spannung im lokalen Netz heute mehrfach über 250 Volt gestiegen. Auch in meiner Statistik kann ich die Lücken ab der Mittagszeit sehen. Wir haben beide einen Sungrow Wechselrichter, aber ist ja wohl eigentlich ein Problem im Netz. Hatte ich bisher noch nicht so.
ist hier leider bei uns im Dorf Standard. Viel zu viele Bauern die etliche hundert KW-Peak auf ihren Dächern haben und viel WKA. Dringend den Netzbetreiber anrufen, um blöde Fragen zu vermeiden am besten auch nen Screenshot vom Smartmeter machen dass das Problem mehr oder weniger auf allen Phasen besteht (was es in der Regel tut). Die werden dann in der Regel recht schnell, weil das "Netz" außerhalb der Norm ist. Es kann auch nicht gut für die Elektronik und WR sein, denn die schalten wirklich "hart ab" und werfen die Releais um. Und das bei Volllast.

Kurzfristig wird man wohl wahrscheinlich nur die örtliche nächstgelegende Trafostation herabstufen, hat man bei mir auch gemacht. Ich bin jetzt wieder, wie früher :fresse: bei 219-220V im Winter, habe aber über 30V Reserve. Aber auch dieses Jahr wurde es schon wieder knapp. Ich bin schon wieder regelmäßig bei 249-250V.
Ich finde es auch in diesem Hinblick absurd, dass es für Neubauten eine PV-Pflicht gibt, während hier die letzte Meile vor Überlastung ächzt. Eigentlich müsste jeder Antrag auf WKA oder Solar bei uns kategorisch abgewiesen werden bis man die Infrastruktur wieder aufnahmefähig gemacht hat.
 
bis man die Infrastruktur wieder aufnahmefähig gemacht hat.
Was man aber aktiv verhindert.
Denn so werden die WKA im Norden halt vom Netz genommen und die Gaskraftwerke im Süden hoch gefahren. Und dafür bekommen diese Betreiber noch zusätzlich Entschädigung.

Reaktion: Ausbau der Netze verringern und Anträge auf den Bau von Batteriespeichern nicht bearbeiten…
Kannst Dir nicht ausdenken. Außer… Du kommst aus der Gasbranche und willst noch mehr des teuersten Stroms verkaufen.

Abgesehen davon, warum sollte man die Anträge abweisen? Man kann doch runter regeln. Funktioniert. 😉
 
Nicht mal 230? Is ja Wahnsinn
 

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Jop, das kommt eben drauf an, wie die Netze sind.
Das kann 2 Querstraßen weiter schon anders sein.

Wenn der Trafo "überlastet" (im Downstream) ist, sinkt die Spannung.
Wenn der Trafo "unterlastet" (im Upstream) ist, steigt die Spannung.
Und das ist nicht nur auf den einen Trafo für das "eigene" 400V Netz begrenzt, das geht auch in die Mittelspannungsebene rein.
Und wenn eben viel PV Strom im Netzsegment (das kann auch auf der Mittelspannungsebene sein) ist, dann geht eben die Spannung hoch, wenn WRs nicht schnell genug abregeln. Und die Abschaltgrenzen sind halt sehr hoch bzw. sind die auch relativ langsam. Sprich, wenn auf den 100 Hektar plötzlich Sonne kommt, springt halt die Einspeiseleistung sprunghaft an und dann wirds spannend.

Gewöhnt euch schonmal dran.
Die Netzbetreiber wissen das. Das ist der berühmte Netzausbau (oder eben auch nicht). Der betrifft nicht nur die Leitungen quer durchs Land. Das geht bis runter in den Trafo vorne an der Kreuzung.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ich finde es auch in diesem Hinblick absurd, dass es für Neubauten eine PV-Pflicht gibt, während hier die letzte Meile vor Überlastung ächzt.
Du glaubst doch nicht, dass sich der Gesetzgeber mit allen Netzsegmenten beschäftigt. Das ist schlicht unpraktikabel.
Es gibt ja für den Fall hier, ja eigentlich eben genau diesen Abschaltungszwang für PV Anlagen.

Aber ja, man muss diesem Problem irgendwie begegnen. Netzabwurf, auch beim kleinen BKW, ist eben die ultimative Lösung.

Und um die Elektronik des WRs würde ich mir die wenigsten Gedanken machen.
Schaut mal lieber auf eure anderen Endgeräte.

Beispiel: Ein männliches USB-Netzteil -> 100-240V (ja upsi...)

EDIT:
Spannend können da Großspeicher, gerne Akkus, als Regelgrößen werden.
Wenn die schneller sind, dann können die Strom abziehen und damit die Spannung drücken, wenn zu viel ist und genau das Gegenteil, wenn zu wenig da ist.

Ich kann nur sagen, auch wenn der Strom immer nur so aus der Wand kommt und als gottgegeben gesehen wird, ist das bei weitem nicht der Fall. Diese dezentralen Kraftwerke haben eben nicht nur Vorteile. Nachteile sind nun mal Nachteile, mit denen man aber umgehen kann, wenn man will (techn. , finanziell, regulatorisch).
 
Zuletzt bearbeitet:
Du glaubst doch nicht, dass sich der Gesetzgeber sich mit allen Netzsegmenten beschäftigt. Das ist schlicht unpraktikabel.
Es gibt ja für den Fall hier, ja eigentlich eben genau diesen Abschaltungszwang für PV Anlagen.
wobei ich glaube, dass hier eine Ablösung der harten Grenze durch ein weicheres Profil (Netzprofil WR) die bessere Lösung wäre. z.B. im Bereich Blindleistung oder aber, dass nicht erst ab 253V ein Hard-Cut passiert, sondern dass die WR dann z.B. ab 250V langsam anfangen herunterzuregeln. Sonst hast du diese An/Ausschaltungskaskade. z.B. wirft der große Bauernhof mit 100kw-Peak die Leistung schlagartig ab, belastet nochmal zusätzlich das Netz und fängt dann in ein paar Minuten Versatz wieder von vorne an.
Es gibt ja auch eine Anfahr-Rampe. Da wäre ein softes Aussteuern bis 253V auch nicht verkehrt.
Und um die Elektronik des WRs würde ich mir die wenigsten Gedanken machen.
Schaut mal lieber auf eure anderen Endgeräte.
Ich habe die teuersten Sachen hinter meiner USV. Und die geht schon bei 245 in den AVR Betrieb. Tatsächlich muss ich sagen, ist grade bei den modernen Geräten die Spanne sogar eher breit gefächert. Da lese ich häufig 110-250V. Aber wir haben z.B. im Heizungskeller immer noch Pumpen mit "West-Germany" Aufdruck die zu Zeiten gebaut wurden als 220V der Standard war. Da sind wir nunmal 30V drüber.
 
Bei uns lässt der VNB zum Glück noch alle Eigenverbrauchsanlagen bis 15kWp pauschal zu. Das Netz hat noch genug Reserve.
Andersherum gibt's für große Anlagen und Speicher mittlerweile pauschal keine Zusagen mehr.
 
Tatsächlich muss ich sagen, ist grade bei den modernen Geräten die Spanne sogar eher breit gefächert. Da lese ich häufig 110-250V.
Kann man aber nicht als Standard sehen.
Üblich sind eher 240V und ja, brandneue Geräte, nicht gekauft, sondern Entwicklungsstand.
250V findet man hier und da, ja, ist dann aber doch eher die Ausnahme.

Kuckt mal einfach auf eure Laptopnetzteile z.B. oder auch die NTs von eurem Standrechner.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Würde die Einspeisevergütung abschaffen und die Einspeisung ins Stromnetz für private untersagen.
Letzteres halte ich für kontraproduktiv. (private PV ist in der Summe nen echter Vorteil, den wir hier haben)
Man muss einen Mechanismus finden. Das hat man aber die letzten Jahrzehnte verpennt, nach dem Motto "das bisschen PV", hat aber auf der anderen Seite PV massiv gefördert und sogar gefordert. Hätte ja keiner ahnen können, dass die Leute so blöde sind und das auch noch entsprechend umsetzen.
z.B. einen negativen Strompreis, gekoppelt an der Stromüberproduktion.
Wenn du bei 120% Netzstrom noch was einspeist, zahlst du eben dafür 30ct/kWh.
Und schon wird das Thema Nulleinspeisung ne sehr interessante Methode.

Und dennoch bleibt der Weg für Strom offen, wenn eben keine Überproduktion da ist.
Man kann das alles Regeln, nicht abschalten, nur muss man da eben ran und sich die Arbeit machen.
Das ist nichts, was man mal eben in 1h zusammenmalt und dann ausrollt.
Da müssen ein paar kluge Köpfe ne Weile die Köpfe zusammenstecken.

EDIT:
Alternativ könnte man auch sagen, wenn du bei 120% Netzstrom Strom aus dem Netz ziehst, bekommst du einen deutlich besseren Preis, ggf. sogar nen Negativpreis. So könnte man mit billigem Überschussstrom seine Akkus laden (wenn die nicht eh schon voll sind) oder das Eauto.
Was anderes werden ja die Großspeicher auch nicht machen. 10GWh laden, wenn man dafür Geld bekommt (oder extrem billig ist) und dann am Abend, wenn man wieder mehr bekommt, wieder raus damit.
Und ja, dieser Hub für EK und VK rechnet sich, daher baut man sowas ja. Das machen die ja nicht aus Nächstenliebe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einspeisung ins Stromnetz für private untersagen.
Mit welcher Begründung dürfen denn Großbetreiber dann einspeisen?

Weil sie mehr Geld haben, sollen sie auch weiterhin welches bekommen?
 
So nach knapp 5 Wochen. Die Anker Solix - 4 x 500W und 2,7Kw Speicher.

Dafür das ich Sonne nur zwischen 08:30 - 15:00 ist es nicht schlecht.
Screenshot_20260602_112806.jpg
 
Mit welcher Begründung dürfen denn Großbetreiber dann einspeisen?

Weil sie mehr Geld haben, sollen sie auch weiterhin welches bekommen?

Weil so eine großanlage wohl besser zu kontrollieren wäre was die abregelung betrifft.

Bin ja selber Elektriker im Raum Hamburg und schleswig-holstein...und was man die letzten Jahre mitbekommen hat, ist es eine einzige Katastrophe was die Regelung von PV/wallbox usw betrifft.

Das dies Deutschlandweit irgendwann einmal funktioniert und dann noch schnell und zuverlässig...das glaube ich nicht.
 
Puh, bei mir läuft auch der Antrag für eine kleine Anlage mit 10 KWp. Ist jetzt gute 4 Wochen her. Ich hoffe, dass ist nur der allgemeinen Schnarchnasigkiet des Netzbetreibers geschuldet und da kommt noch eine Zusage
 
Man müsste halt endlich mal die technischen Voraussetzungen schaffen um auch die kleinen Anlagen zu steuern.

Ich glaube nicht, das ich in den nächsten 5 Jahren einen Smartmeter bekomme
 
Ging mir tatsächlich so, Handyzoom hat ausgeholfen :fresse:
Mit technischer Unterstützung in Form von Handy oder Lupe sehe ich da auch eine "100-240V"-Angabe auf dem Spigen-Netzteil

BTT:
Der Mai war ja sonnentechnisch ganz okay, mit dem neu zugekauften BKW von Solarkon hat das auch gut geklappt - aber unsere knapp 3 Jahre alte Dach-PV steigt momentan häufiger aus, was mich wundert/ärgert!

- Kann das daran liegen, dass in unserem (mutmaßlich mit Klingeldraht angebundenen Dorf) jetzt 1-2 Scheunen vom Bauern voll/neu belegt wurden?
- Warum betrifft das nur die Dach-PV (System aus WR+Speicher ist von Tigo), ist der Growatt-WR am BKW da so viel toleranter?
- Kann das BWK die große Anlage auf dem Dach stören? (Das BKW ist auf einer eigenen Sicherung auf der Garage, Dach-PV ist direkt an die Hausverteilung mit angeschlossen.)

Insbesondere: Warum passiert das nur manchmal und nicht wirklich reproduzierbar, was die Randbedingungen angeht?
(Meistens wenn voll die Sonne scheint, aber nicht nur, auch schonmal morgens oder gegen Abend.)

Den Speicher kriege ich am Tag zwar immer voll, aber wenn die bei einem Neustart 3min pausiert, fehlen ja doch ein paar kWh, wenn das an manchen Tagen 5-15 Mal passiert.
 
Okay @Undercover - wie genau mache ich das am einfachsten/geschicktesten?
Die Soloakon-App kann das nicht, liefert ein einfach Shelly-Plug diese Werte?
 
Wichtig, der Plus. Der ohne misst keine Spannung.
 
Weil so eine großanlage wohl besser zu kontrollieren wäre was die abregelung betrifft.

Bin ja selber Elektriker im Raum Hamburg und schleswig-holstein...und was man die letzten Jahre mitbekommen hat, ist es eine einzige Katastrophe was die Regelung von PV/wallbox usw betrifft.

Das dies Deutschlandweit irgendwann einmal funktioniert und dann noch schnell und zuverlässig...das glaube ich nicht.

Also weil die Industrie es nicht hinbekommt Smartmeter zu installieren (wie es vorgeschrieben ist), werden die dafür belohnt?

Sehe ich absolut nicht.

Paragraf 14a übrigens auch nicht
 
Merci @KannsteKnicken !
Schau ich mir später direkt bei Shelly mal an.

@Techlogi
Ich glaube ich hab nur noch einfache "Plug M" vorrätig. Zumindest in der KnowledgeBase steht aber, dass der ein "Voltmeter" hat - wie nutzbar das auch sein mag: https://kb.shelly.cloud/knowledge-base/shelly-plug-m-gen3


Lieber @underclocker2k4
du schreibst ja u.a. hier im Thread oft (und mutmaßlich gern) längere Abhandlungen, die ich auch als fundiert schätze. Leider war die von dir verlinkte Google-Suche alles andere als eindeutig.
Wenn die Botschaft sein sollte "lies dich doch einfach selber ein!", kann ich damit leben und werde das eh tun. Dazu wäre aber ein empfehlenswerter Link als Einstiegspunkt eine deutlich bessere Starthilfe gewesen - denn allein auf der ersten Seite der verlinkten Suche finden sich alle möglichen Ergebnisse, von "so geht das, z.B. mit HA" über "puh, ist kompliziert, lieber anders lösen" bis "die Shellys sind dafür viel zu ungenau". Also weiß ich nicht so wirklich, was mir das nun sagen sollte....
 
Grad nur überflogen. Wenn ihr was zu den Shellys wissen wollt fragt einfach. Hab jede Menge im Einsatz
 
na dann @def ....
Kann man mit einem "Plug M" Stecker die anliegende (Netz-)Spannung messen, die von Versorgerseite aus zu Haue ankommt?
Wenn ja, (a) ist das einigermaßen genau/latenzarm und (b) geht das (nur/auch) über MQTT oder über die Shelly Cloud?
Falls das mit dem Plug M nicht gehen sollte, welche Modelle außer Plus Plug S können das?
 
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