Verliert Technik/PC-Zusammenstellung an Reiz oder liegt es an mir?

TheMannequin

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Hallo,

ich weiß nicht, ob das hier der richtige Ort ist das zu Posten.

Ich finde abgesehen von der frustrierenden Situation über die Preise, das Thema Entwicklung & Technik immer eintöniger und langweiliger. Früher habe ich immer große Interesse an PC-Zusammenstellungen gehabt. Habe Leuten geholfen in diverse Foren diskutiert und vieles dazugelernt. Das „Hobby“ ist für mich seit geraumer Zeit komplett eingestampft.

Die Spielwiese hat sich deutlich verkleinert, zB Thematiken wie:

-Köpfen
-OC
-Geheimtipps
-Varietät der Hardware (die sich lohnt)
-wahrscheinlich unzählig weitere Dinge


sind deutlich simpler geworden.

Während früher Basteln + Risiko + Wissen sich extrem ausbezahlt haben. Ist es heute eher Plug&Play. Ich bin mit meinen 28 gar nicht soo alt und das Hobby habe ich auch erst vor 8-9 Jahren angefangen, aber selbst da war es deutlich spannender.

Für den Konsumenten ist das natürlich deutlich „leichter“, wenn man sich keine 100 Fragen stellen muss, aber auf der anderen Seite ist die abnehmende Komplexität auch irgendwann einfach nur noch Stumpf und das Hobby ist kein Hobby mehr.


Wie empfindet ihr das ganze?
 
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Heute isses auch irgendwie zu teuer um da groß dran rumzuhämmern.

Und wenn du Bock auf das Zeug hast bau dir einen Retro Rechner zusammen und köpfe dort CPUs, bau andere Kühler auf Grafikkarten und bau dir irgendwas um und übertakte. Auch AM5 aktuell kann man köpfen. Was ich inde was früher mehr gab waren auch Bilder in den Foren, das war immer interessant.

Kannst dir auch ne Wakü für deine Graka installieren, wenn man will findet man was zum basteln.
 
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Es geht halt mehr Richtung Software etc.

Mein Hauptechner ist rein passiv aber auch das ist eigentlich nur noch out of the Box :d man kann aber noch ein wenig basteln, weil da dann halt Leistung Abwärme etc noch zumindest ein wenig interessant ist und am Ende jedes Watt zählt. Aber so extrem basteln ist das natürlich auch nicht, man weiss schon von Anfang an das ist machbar.

Wird sicher bei den Automotorhobbytunerbasteln auch nicht anders sein spätestens mit dem E-Auto ist das "Tuninghobby" halt im Prinzip tot. Oder im Bereich Fotografie.

Zeiten ändern sich halt das doch auch ganz normal.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube, das ist zum einen einfach eine Frage der persönlichen Präferenz – und zum anderen auch stark von der aktuellen Lebensphase abhängig.


Interessen verändern sich halt mit der Zeit. Als Kind hattest du komplett andere Hobbys, später kommen wieder neue dazu (Job, Familie etc.), und manches verliert einfach an Reiz. Das ist völlig normal.


Was man aber auch nicht unterschätzen darf: Die aktuellen Hardwarepreise nehmen einem schon ein Stück weit die Lust am Experimentieren. Früher hat man eher mal „auf Risiko“ etwas ausprobiert – heute überlegt man sich zweimal, ob man an teurer Hardware überhaupt noch rumschrauben will.


Auf der anderen Seite: Ich habe die letzten 3 Monate wahrscheinlich mehr an einem PC gebastelt als jemals zuvor – dank der Teilnahme am Case-Mod-Contest. Und selbst jetzt danach geht’s weiter (5090 auf Wakü umbauen, Holz-Details etc.). Mir wird also definitiv nicht langweilig 😄

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Klar, das ist eher ein Extrembeispiel. Aber ich sehe es ähnlich wie Castle:
Wenn man wirklich Bock hat zu basteln, gibt’s auch heute noch genug Möglichkeiten.


Wenn die Motivation fehlt, liegt’s vielleicht weniger an der Hardware – und ein bisschen mehr daran, dass man sich selbst einfach weiterentwickelt hat.
 
Aber Casemod ist halt kein PC Technik Basteln das ja eher im Bereich Kunst / Kreativität etc - das halt eine grundlegend andere Baustelle. Narürlich werden kreative Hobbys immer interessant bleiben weil es da halt prinzipiell kein Limit gibt - aber Technikhobbys haben halt oft ein Verfallsdatum, sonst würde das heissen die Technikentwicklung ist stehengeblieben.
 
Ich sehe das Problem nicht in der fehlenden Herausforderung oder den Optionen, sondern, dass basteln nicht so viel rausholt, wie früher und Fehlschläge einen deutlich teurer kommen.

Anfang der 90er hab ich mit Wärmepads und selbstgebauten Luftkühlern aus nem 486 DX2 66 problemlos 120 Mhz rausgeholt, später dann mit nem Duron 800 dank Bleistiftmod die 1 Ghz geknackt und selbst bei den Sockel 775ern ging gut und günstig was mit 771 CPUs, Drahtbrücken und BiosMods.

Heute muss man schon echt sehr viel Glück haben, im freien Handel einen 2025er Prozi zu bekommen, der gut taktet... oder man wirft nen Haufen Kohle in den Einzelhandel und binnt dann selber. Es hat schon Gründe, warum Caseking z.B. nicht mehr wie früher massig pre-tested CPUs anbietet oder kleinere Anbieter wie overclockers.de schon vor Jahrzehnten vom Markt verschwunden sind.

Ich habe nach wie vor unheimlich Spaß am basteln, takten und testen... nur mache ich es heute an "Retro" Hardware bzw. als defekt angebotener Technik... nen toter i5-2400 ist viel angenehmer, als meiner Frau zu erklären, warum der gehimmmelte Ryzen 5 7400 so viele Schimpfworte aus meinem Mund kommen lässt. Viele kennen sicher auch das gute Gefühl, wenn nach stundenlanger Bastelei ein Sockel A Board wieder bootet, alle RAM Bänke stabil laufen und sogar die Lüftersteuerung nicht mehr zickt - für mich ist das heute cooler, als der xte 7 Ghz All-Core Rekord auf Sockel 9623 mit Stickstoff und drei 2Kw Netzteilen.
 
Es gibt halt denke ich einige neue Nischen das auch interessant. Aber so der Standard PC-Bau ist halt was so den Spass angeht denke ich schon "tot" weil's halt zu einfach geworden ist
 
Wie ich hier damals angefangen habe, habe ich noch aktiv an Karten Voltmods gemacht (eher schlecht als recht, aber mehr OC war drinnen :d). Habe eigene Gehäuse gebastelt oder z.B. eine externe Bierkastenwasserkühlung betrieben. Aber ich war auch jung, hatte viel Zeit (und die Gesundheit war auch besser hust) und auch das passende Kleingeld war vorhanden (Habe Wakü PCs für Freunde und Bekannte zusammengebaut oder alte PCs mit Windoof eingerichtet und dann in den Ostblock verschifft mit nem Nachbarn, gab gut Taschengeld :d). Geschrottete HW gabs immer mal. Aber Ersatz war entweder direkt da, war nicht so teuer wie heute oder irgendwer in der Nähe hatter was passendes zum Abgeben. PC zocken war auch eher noch eine Nische, heutzutage ist Zocken ganz normal. Smartphones und Tablets bei Erwachsenen hat da imo sehr einen Wandel gebracht. Leistungsstärkere Konsolen, das Internet, bzw schnelleres Internet, ist dafür auch ein Faktor.

Nun fahre ich ne AIO und bin froh, nicht mehr so viel rumschrauben zu müssen.
Man wird einfach älter und gemütlicher würde ich sagen. Vermissen tue ich es aber trotzdem, waren schon echt lustige Zeiten. Z.B. hatte ich einen "morgen kommt i7"-Dance, am Tag drauf dann direkt nach der Schule den neuen Rechner zuzsammengebaut. Pure Liebe war das :d Heute bleibt alles meistens erstmal liegen, bis ich es auspacke und teste. Es ist auch mehr Zweck als Hobby geworden. Ich brauch nen PC zum Malochen und generell meinen Papierkram zu erledigen.

OC z.B. betreibe ich kaum mehr. Mir ist eher wichtig, dass ich nicht sinnlos Strom verballere (gut, muss ich halt auch seit längerem selbst Zahlen, bei Mama damals wars halt "gratis" xD).

Am Ende ist ne Mischung aus technologischem Fortschritt und fortschreitender Digitalisierung, persönlichen Veränderungen und generell gesellschaftlichem Wandel. Die Leute wollen es halt auch einfach haben.
 
So ein PC zusammenzustellen und Bauen, ist halt wie eine Pizza belegen, kann man selbst machen oder aber in der Pizzeria nach Wunsch belegen lassen.
 
Ich würde dazu tendieren zu sagen dass das eher ein Thema der Lebensphase als der Technik selbst ist.
Ja die aktuellen Preise machen es auch nicht besser und das High End hebt immer noch weiter ab, vor allem preislich.
Letztendlich hat man irgendwann aber schon vieles gebaut, gesehen, gespielt und es gibt immer weniger Neues zu entdecken.
Dann werden andere Dinge im Leben vielleicht interessanter oder wichtiger und man nutzt die wenige Zeit die man dann für IT noch hat eben mehr für das was einem wirklich wichtig ist oder interessant vorkommt.

Ich bin jetzt selbst 40 und interessiere mich für IT seitdem ich ca 14 oder so bin, hab schon verschiedene Betriebssyssteme (primär Windows ab Version 3.1) erlebt, etliche Spiele gezockt und das Thema auch zu meinem Beruf gemacht.
Ganz das Interesse verloren habe ich nie, aber es schwankt im Lauf der Zeit durchaus immer.
 
Könnte ich absolut 1:1 zu unterschreiben. Nur zu den 40 fehlt mir noch ein Monat :)

Gibt auch immer mal Phasen wo ich die Nase voll vom PC bla bla habe und mich einfach nur abends vor die Konsole setze. Dann aber ebenso auch wieder Phasen wo ich aus dem Basteln, staunen, modden, uv, oc gar nicht mehr raus komme :)

Zeit und Geld ist auch etwas weniger geworden mit 2 Kindern, bzw priorisiert auch anders. Zum Glück teilt meine Frau das Hobby so das statt abends olles tv zu schauen lieber was gedaddelt und bastelt auch hier und da mit an den Kisten, wenn auch zurückhaltend und vorsichtig.

Aktuell hemmen mich die Preise was das basteln angeht, aber kann mich im Grunde eh nicht beschweren mit meinen Kisten.

Würde nicht sagen das es langweiliger geworden sind sondern eher das man viel mehr kennt und da vieles aufeinander aufbaut, blickt man eben schnell hinter. Jemand der heute erst damit anfängt steht da erstmal genauso wie Ochs vorm Berg wie unsereins mit 13/14 ;)

Meine Kinder halten mich aber auch aktiv im Thema. Der Sohnemann mit seiner Begeisterung für Spiele an sich und meine Tochter mit ihren ausgefallenen modding wünschen. :d und die Interesse an Hardware stirbt bei mir eh nicht.

Nur kommt man sich ein wenig doof vor wenn die heutige highend perle finanziell fast in genauso gleicher Ferne ist wie damals als Schüler. (im Verhältnis zu dem Geld was man hat und was es kostet) - wenn auch überspitzt ausgedrückt.

Gibt halt immer mehr kleine stolpersteine die ein etwas in die Suppe spucken und weniger wirklich neues was einen umhaut. Ob es die nächste Krise XY ist, oder das nächste Windows Update was wieder irgendwas zerkloppt, der nächste Dienst der ein Abo aufquatschen will oder oder oder.
 
Aktuell ist halt einfach die wirtschaftliche Situation das Problem. Das Geld wird anderswo gebraucht (Kinder, Haus, Autos, ...) und die Hardwarepreise sind ebenfalls ein abtörner.
Klar gibts immer mal interessante Produkte wo man gerne mal die Finger dran legen würde. Aber so richtig NEU ist auch ein X3D Cache nicht mehr, oder RayTracing oder DLSS.
Und im Endeffekt kann man auch mit Hardware die nicht in den ersten drei Zeilen der Benchmarkergebnisse steht gute Leistung erzielen.
Sagt der mit einer 4090 im Rechner ;-)
Das Haben-Wollen muss da sein. Ist es aber momentan nicht.
 
Vielleicht auch eine Ursache: Das Älter werden !
Vor 25 Jahren war mein Enthusiasmus grenzenlos, heute überleg ich mir zwei mal ob ich mir das antun möchte.
Bei den Spielen ist es noch schlimmer geworden...
Nach über 40 Jahren Computerspielen wird auch der größte Nerd mal müde, mich lockt absolut gar nichts mehr aus der Reserve das Thema Gaming ist sowas von Geschichte bei mir...
 
Ansichts und Geschmackssache.

Hatte alleine dieses Jahr schon sehr viel Spaß mit Pragmata, Arc Raiders, Bf6, dead by daylight (immer mal wieder), AC Shadows, Death Stranding 2, hell blade 2...

Also was ich erst dieses Jahr gespielt habe :fresse:

Denke nicht das sich das verallgemeinern oder aufs alter schieben lässt ;) gibt auch Cod/BF Omis und Opis die teils sogar streamen.

Interessen und Geschmäcker können sich über die Jahre ändern, deswegen ist das Medium an sich aber nicht automatisch schlechter, sondern vielleicht einfach nur nichts mehr für einen.
 
Es hatte halt mehr Spaß gemacht sich ohne AGP Fix durch die FSB und gemalten Multis zu kämpfen -oder Pin Brücken S478 V-Mod, als stundenlang irgendwelchen Lieferbarkeiten GraKa, RAM und CPU hinterherjagen gegen Körperteile oder Bausparvertrag zu tauschen.
.... Oder aus Pro Grakas XT ...oder GT eine Ultra zu flashen.
Irgendwann ist es einfach Zeit weiterzugehen.
 
Stimmt schon so das einem die Spiele nicht mehr so zusagen wie vielleicht früher noch. Wobei das vor 25 Jahren halt auch noch anders war, da gabs ein paar wenige Titel (GTA III, Max Payne, später dann FarCry, Elder Scrolls, ...) die man sich wirklich intensiv gegeben hat.
Heute (oder seit ~10 Jahren) gibts gefühlt 40 AAA Spiele pro Jahr die erscheinen, unzählige Indies und weiß Gott was noch alles.

Ich kann nur für mich sprechen, Einzelspieler wie Death Stranding, Gunslinger, BeamNG.drive, Anno 1800, Baldurs Gate 3, mit den großen Jungs auch viele viele Stunden Landwirtschaftssimulator und Spintires, sind über die letzten Jahre das was am ehesten geht. Sich mit anderen Leuten treffen, auch online, für PUBG oder sowas, ist einfach blöd zu managen. Gespielt wird wann gerade Zeit ist, wenn die Frau mit den Kids Klamotten kaufen geht am Samstag Vormittag oder Donnerstags nach 21:00 Uhr wenn alle in ihren Zimmern verschwunden sind.
 
Das ist auch der Grund warum ich keinen Clans oder Gilden beitrete. Hier wird auch gezockt wenn Zeit ist, mal mehr, mal weniger. Aber hin und wieder mit dem Bruder der weiter wohnt mal gemeinsame Runden in irgendein MP drehen geht immer mal und nebenbei übers Leben quatschen :d

Stimmt schon das X Titel im Jahr erscheinen, aber muss man die auch alle mit nehmen? Ist mit ein Grund warum ich gegen sowas wie dem Gamepass bin. Wenn man auf alles Zugriff hat zockt man irgendwie alles man an aber nichts so richtig. Wenn ich n Game gekauft habe steckt da ein anderer vibe hinter :)

Und ja, HW an sich ist "langweiliger" geworden mangels lohnender Möglichkeiten. Das war früher in der Tat spannender.
 
Lohnende Möglichkeiten würde ich eher in fehlenden Spielraum für Optimierung und o/c Potential umbenennen.
Früher konnte man etliche hundert MHz, manchmal sogar GHz aus dem Prozessor kitzeln. Ebenso aus Grafikkarte und teils auch aus dem Arbeitsspeicher.
Das ist alles nicht mehr. Vielleicht noch bei einer Grafikkarte das man Potential hat, alles andere läuft Out of the Box schon so auf Kante das da kaum was zu holen ist.
 
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