Krankenkassen, Gesundheitssystem und Kostenstruktur (bitte keine Politik)

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Für eine Zuckersteuer bin ich seit langem. Und zwar eine heftige. Gerne 100% Preisaufschlag für alles, was Zucker enthält bzw. von mir aus in Abstufungen. Und ich liebe Gummibärchen oder Katjes und all den Scheiss.

Tabak ist ja eigentlich schon ne heftige Steuer drauf, bei Alkohol kann sie sicherlich noch etwas höher sein, aber am Ende auch egal. Zucker hingegen ist m.M.n. die am weitesten unterschätzte "Droge" in unserer Wohlstandsgesellschaft. Wenn ich sehe dass selbst in manchen Gewürzmischungen Zucker drin ist, regt mich das echt auf. Man muss wirklich überall genau lesen. Sind ja nicht nur die offensichtlichen Produkte. Gerade da, wo Zucker "versteckt wird" als billige Zutat sollte der Fokus liegen. Zucker muss als billiger "Füllstoff" einfach eliminiert werden.
 
Einfach 1€ pro gramm Zucker auf 100g kassieren.
 
Die Kohle dann aber nicht den Krankenkassen geben bzw. ins Gesundheitssystem kippen, sondern 1:1 Sportvereinen, dem Schulsport, Spielplätzen und derlei zukommen lassen. Oder bestimmte Lebensmittel so extrem subventionieren dass es auch für die Ärmen keine Ausrede mehr gibt, nicht gesund zu kochen oder Fast Food zu fressen.
 
Mein Tipp:
Streichung der Beitragsfreien Mitversicherung kommt, Zucker- und Tabaksteuer nicht. :fresse2:
Würde mich nicht wundern.
Hier steht aufgeschlüsselt wie die auf die Werte für die Famielenversicherten kommen:
Kurzfassung: Spart fast nichts und macht die Sachen wieder bürokratischer weils Ausnahmen gibt.

Und potentieller Nebeneffekt:
Besonders problematisch für die Krankenkassen dürfte jedoch sein, dass ein Mindestbeitrag den Wettbewerb mit den privaten Krankenversicherungen verschärft.“ Gerade Familien mit höheren Einkommen könnten ihre bisher freiwillige gesetzliche Versicherung beenden. Wechseln sie in die private Krankenversicherung, kostet das die gesetzlichen Kassen weitere Einnahmen.
 
Mein Tipp:
Streichung der Beitragsfreien Mitversicherung kommt
Kann eigtl nur so abgelaufen sein:

Merz: Was können wir tun, damit sich Arbeit wieder lohnt?
Klingenbeil: Wir treten Familien und Mittelstand richtig in die Fresse, Bürgergeldempfängern und Privatversicherten ist es eh egal.
Merz: Ok machen wir.
 
bei den Punkten die im Raum stehen bzgl. der Krankenkassenreform, reiben sie die privaten Kassen schon die Hände. Die Beitragsbemessungsgrenze wird sicherlich empfindlich nach oben korrigiert werden, was viele in die PKV abwandern lassen wird.

auch der Entfall der betragsfreien Mitversicherung wird einige in die PKV abwandern lassen, dann kann man seine Frau und sich selbst auch gleich vernünftig versichern.
 
Wenn man keine Kinder oder andere Ausnahmen zuhause zu pflegen hat sehe ich ehrlicherweise keinen Grund, warum wir das mit unseren Beiträgen bezahlen sollten. Genau diese Ausnahmen bleiben ja bestehen, Kinder unter 7, Pflege von Angehörigen usw.
Mit dem Punkt, dass dadurch für viele ein Grund nicht in die PKV zu wechseln entfällt gebe ich dir natürlich vollkommen recht, das wird wohl leider so sein.

Gerade auf reddit gelesen:

Scheinbar darf die BKK Firmus nun Neukunden nicht mehr aus allen Ländern annehmen lol

Konkret betroffen sindBrandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, SchleswigHolstein und Thüringen
 
versteh mich nicht falsch, ich würde in der GKV noch deutlicher den Rotstift ansetzen.

Die jetzt im Raum stehenden Maßnahmen haben leider nur das Ziel weitere Kostensteigerungen zu verhindern, günstiger wird es für uns AN nicht werden.
 
Was heißt Kinder unter sieben? Muss ich meine Kids ab sieben bald gesondert versichern?
 
von Kindern die extra zu versichern sind, habe ich bis jetzt nichts gelesen.

Kinder unter 7 bedeutet, dass ggf. der Partner der nicht arbeitet, die ersten 6 Jahre kostenlos mitversichert ist, danach dann nicht mehr.
 
@Gurkengraeber Nein geht um die Kostenlose Mitversicherung des Ehepartners. Das ist dann wohl nur noch mit "Grund" möglich, z.B. Kinder die noch nicht in der Schule sind.

*edit*
Bis jetzt ist das ja eh alles Gelaber. Dass da irgendwas kommt glaub ich erst wenn ich es sehe.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

günstiger wird es für uns AN nicht werden.
Ich glaube auch mit den Änderungen wird es für uns teurer werden, nur halt ein bisschen wenig teuer, für kurz. Wir müssen die ganzen Renter noch bezahlen die jetzt bald kommen ... Also du nicht in der PKV, aber ich :d
 

Bundesministerin für Gesundheit: Nina Warken will mit der Änderung 2,4 Milliarden Euro einsparen.
Wer kennt es nicht, Geld einsparen indem die Abgaben erhöht :ROFLMAO: Ist übrigens nochmal on-top zur aktuell eh schon utopisch hohen BBG erhöhung.
 
Weiß jemand wann die Klage der Krankenkassen gegen die Bundesregierung verhandelt wird? Bezüglich Beitragen für Bürgergeldempfänger, Migranten und Flüchtlinge?

Das würde zumindest ne Lücke von ~10 Milliarden schließen, aber irgendwie hört man nichts mehr vom aktuellen Stand dazu.
 
Das war auch eine Empfehlung der Komission, wird natürlich ignoriert weil sonst müsste man noch mehr Kohle vom Sondervermögen missbrauchen.
 
Therapieplatz finden ist auf ein Spaß. Kassenärztliche antworten entweder nicht oder haben monatelange Wartelisten. Privat: 120€ für 50 Minuten. Bei ca. 20 - 60 Sitzungen auch ein Fest.
 
Das System ist so krank, im wahrsten Sinne des Wortes.

Entweder braucht man nur einen gelben Schein vom Hausarzt wegen Erkältung/Grippe oder man ist kurz vorm abnippeln und geht in die Notaufnahme. Das sind die zwei Möglichkeiten, wie man zeitnah zu einem Arzt kommt.

Alles dazwischen, im Sinne von "müsste mal ein Facharzt abklären" kann man komplett vergessen. Es grenzt schon an ein Wunder, jemanden während der Sprechzeiten ans Telefon zu bekommen, in 50 % der Fälle heißt es dann "wir nehmen keine neuen Patienten" und in den anderen 50 % der Fälle bekommt man in 2-3 Monaten einen Termin...
 
und geht in die Notaufnahme.

Kann ich nur im äußersten Notfall empfehlen. Hat mir 3 Monate ärztliches Fahrverbot eingebrockt. MRT konnten sie nicht machen, zu voll. Extern Wochen später eins gemacht, alles gut. Fahrverbot aufgehoben. Keine Diagnose, Kern Gesund.

In eine Privatklinik für 3000€ einweisen lassen, alles untersucht. Diagnose bekommen und jetzt Medikamente. Konnte letzte Woche das erste Mal seit 6 Monaten ohne Anfälle das Haus verlassen.
 
Kassenärztliche antworten entweder nicht oder haben monatelange Wartelisten.
Ist ja leider schon seit Jahren ein Problem, das wird jetzt mit der Honorarkürzung nur noch 20x schlimmer. Wenn du genug Absagen kassierst kannst du wohl die KV dazu bringen, dass die private Stunden übernehmen müssen. Hab ich selber noch nicht versuchen müssen, aber wird wahrscheinlich auch ein unglaublicher Abfuck das durchzubekommen.
 
Ist ja leider schon seit Jahren ein Problem, das wird jetzt mit der Honorarkürzung nur noch 20x schlimmer. Wenn du genug Absagen kassierst kannst du wohl die KV dazu bringen, dass die private Stunden übernehmen müssen. Hab ich selber noch nicht versuchen müssen, aber wird wahrscheinlich auch ein unglaublicher Abfuck das durchzubekommen.
Das ist leider ein Kampf. Ich habe schon mal angefragt. Ich muss mindestens 6 Monate versucht haben, in einen Kassenärztlichen Platz rein zu kommen.
 
Vermutlich kommen die dann ums Eck, dass du doch 600km weit weg einen Termin gekriegt hättest :shot:
 
Vermutlich kommen die dann ums Eck, dass du doch 600km weit weg einen Termin gekriegt hättest :shot:
So sieht's leider aus.

Wenn es darum geht Leistungen zu verweigern, sind die Krankenkassen sehr flexibel. Da müsste man schon vorher schriftlich von denen ein Formblatt zugeschickt bekommen, welche Punkte erfüllt sein müssen und wie dies nachgewiesen werden soll (Telefonische Therapieanfragen? Schriftlich? Per Email? Per Post mit Unterschrift?), dass dennoch eine Kostenübernahme stattfindet. Ansonsten finde und erfinden die immer neue Gründe, weshalb keine Kostenübernahme erfolgen wird.

Ich hatte Streit mit der GKV wegen der Übernahme einer kieferorthopädischen Behandlung. Die Kieferorthopäden sagten, dass eine Kieferorthopädie medizinisch notwendig sei, sonst jede Menge Zahnersatz ; Aber die Kasse dennoch nichts übernehmen würde. Also schaltete ich einen Gutachter der Krankenkasse ein, welcher die Entscheidung klären sollte.
Dieser kam zu dem Entschluss: Ja, medizinisch notwendig kieferorthopädisch was zu machen, auch da die alternative Therapie deutlich teurer wäre als die kieferorthopädische Behandlung. Dennoch lehnte die GKV die Übernahme der Behandlungskosten ab. Auf Nachfrage, was denn eigentlich die alternativen Therapien seien, die deren Gutachter als Alternative sehen würde: "Das können wir nicht sagen, Sie haben ja nicht beim Gutachten mit beauftragt, dass die alternativen Behandlungswege mit aufgezeigt werden."

Die GKV ist das allerletzte. Den Versicherten jeden Monat an die 800€ aus der Tasche ziehen, gnadenlos Briefe rausschicken, wo noch Beitragspflichten von vor Jahren gekündigten Betriebsrenten bestehen könnten, aber bei sowas wird sich herausgewunden wie eine Schlange.

Edit:
Kurzum:
Wer darauf pokert, dass man ein halbes Jahr keinen Platz bekommen hat und somit die Krankenkasse jetzt die Privatstunden übernehmen müsse, wird sehr wahrscheinlich von der Krankenkasse erfahren, dass man "nicht genug versucht habe, ein halbes Jahr einen Platz zu bekommen."
Also die Kohle lieber erstmal zu 100% abschreiben und sich freuen, falls doch noch etwas bei herumkommen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß nicht, ob es hier reinpasst, vermutlich aber schon. Meine Frage ist, welche Versicherungen haltet ihr für unerlässlich? Rechtsschutz, Private Haftpflicht, Unfall, Dienstunfähigkeit?

Rechtsschutz ist ja individuell, aber wenn man ein Fahrzeug hat, ist das fast schon Pflicht und auch die Unfall scheint mir sehr wichtig zu sein. Private Haftpflicht eig. auch. Wo ich unsicher bin ist die DU. Braucht man die im Innendienst? Mein Gedanke ist der: Wenn ich das bin, dann eher durch einen Unfall und wenn ich krank werde und nicht mehr arbeiten kann, liege ich vermutlich unter der Erde. Was bliebe da noch? Ggf. psychische Erkrankungen, Parkinson, Multiple Sklerose. Oftmals ist man dann ja noch arbeitsfähig. So eine Versicherung ist recht teuer. Was meint ihr? Die würde ich gerne auslassen.
 
Private Haftpflicht ist absolute Pflicht. Dienstunfähigkeit bzw Berufsunfähigkeit ist wichtiger als eine Unfallversicherung.
Unfallversicherung ist aber zu empfehlen wenn man keine DU oder BU bekommt.
 
Ich weiß nicht, ob es hier reinpasst, vermutlich aber schon. Meine Frage ist, welche Versicherungen haltet ihr für unerlässlich?

Ich habe folgende zusätzliche Versicherungen

- Rechtsschutz (privat, beruflich, Verkehr)
- Zahnzusatz
- Unfallversicherung
- Risiko Lebensversicherung
- Privat Haftpflicht
- Krankenhauszusatzversicherung
- Hausrat
- Wohngebäudeversicherung

Kfz, Moped, Ebike usw usf brauch man hier ja nicht erwähnen
 
Von der Krankenhauszusatzversicherung habe ich wieder abgesehen. Die Realität ist einfach dass man Einzelzimmer meistens vergessen kann und die Chefarztbehandlung auch nicht besser ist. Die bessere Hälfte erzählt mir immer dass sie im KH nur müde lächeln inzwischen wenn da ein Patient mit der Versicherung wedelt und auf ein Einzelzimmer pocht. Voll ist voll. Und das scheint eher der Normalzustand zu sein als die Ausnahme.
 
Ich hab meine deswegen auch wieder gekündigt. Einzelzimmer Zuschlag kann man, zumindest für ein paar Tage, auch selber bezahlen wenn es dann wichtig wäre und auch verfügbar ist.

*edit*
Ich hab noch ne Krankenhauszusatz für meine Tochter, da kostet das irgendwie 4,50€ im Monat da dachte ich mir yolo. Wir hoffentlich eh nie gebraucht und wenn dann war es günstig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab zwar auch mehr, aber als wirklich unerlässlich, sehe ich eigentlich nur die Haftpflicht und die Absicherung des Lebensunterhaltes via BU oder, je nach Umstand, auch Unfallversicherung.
Man sollte auch mit nem klassischen Büro-Job nicht unterschätzen was da kommen kann. Insbesondere da die ja, bei passender BU-Police, jetzt nicht nur den Extremfall von "es geht gar nichts mehr" abdecken, sondern auch so einiges zwischendrin: Stichwort "Teil-Berufsunfähigkeit". Gibt leider genug Situationen in denen halt auch im Büro vielleicht nur noch 50% gehen. Außerdem schlägt sich weniger Risiko ja auch in der Prämie nieder.

Risiko-Lebensversicherung ist sicherlich angebracht, wenn man größere Verbindlichkeiten wie nen Haus-Kredit hat.

Außerdem haben wir noch ne Auslandskrankenversicherung, die ist für typische Urlaubsreisen im Jahr so günstig und dadurch ein no-brainer.
Klar, bei Eigentum sicher auch ne Wohngebäudeversicherung etc.

Zum Rest:
Hausrat: Haben wir auch, ist nicht allzu teuer und Fahrrad-Diebstahl ist bei uns mit drin. Der Glasschutz kostet teilweiße ziemlich extra. Da muss man halt abwägen.
Zahnzusatz: Die wird im "Alter" halt schon heftig teuer... Zahnbehandlungen sind es aber auch. Ich rechne es mir schön in dem ich die Übernommenen Zahnreinigungen mit rein rechne und "nur" so ne 80%-Kostenübernahme Lösung hab.
Rechtsschutz: Wir haben eine, allerdings nur weil meine bessere Hälfte Erzieherin ist und es im Ernstfall, mit Eltern die teilweiße schon wirklich schräg drauf sein können, ein bisschen fraglich/undurchsichtig ist wie weit die Berufshaftpflicht vom Träger bei Rechtsstreitigkeiten dann wirklich geht... Ansonsten wäre sie mir auch zu teuer. Ne reine Verkehr-Rechtsschutz die es halbwegs günstig gibt vielleicht noch... Wobei die ja auch nur im Falle eines selbst verschuldenden Falls relevant ist. Ansonsten zahlt die gegnerische HP deine Anwaltskosten.

Ansonsten seh ich jetzt keinen weiteren Bedarf bei uns abseits von KFZ etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
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