Fab34: Intel kauft Fabrikanteile wieder vollständig zurück

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Intels finanzielle Probleme und die Umstrukturierungen veranlassten das Unternehmen, 2024 für 49 % der Anteile an der Fab34 in Irland etwa 11,2 Milliarden US-Dollar vom Investor Apollo zu erhalten. Nun kündigte Intel an, dass man diese Anteile wieder zurückkaufen werde. Der Preis ist zwischenzeitlich aber gestiegen. Intel muss nun 14,2 Milliarden US-Dollar für die Anteile auf den Tisch legen. Für Apollo hat sich die Investition mit einer Rendite von mehr als 25 % als gelohnt.
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Das denke ich auch. Wird man sehen, wie aggressiv Intel voranschreitet. Ein Lebenszeichen, nach doch längerer Durststrecke, obwohl sie nie wirklich ganz weg waren.
 
Trotz der Preiserhöhungen und Kapazitätsmangel bei TSMC zeigt die Menge an Kundschaft eher wie bescheiden 18A wirklich ist. Irgendwo gab es auch eine Analyse was sich Intel vorgenommen hatte und real wirklich bei Panther Lake in 18A angekommen ist.
 
Hat Intel erkannt das in manchen Zeiten eine eigene Fertigung was wert ist?

Ich glaub bei der Nachfrage in manchen Bereichen könnten Aufträge an Firmen gehen die nicht auf dem Niveau von TSMC sind
 
Real men have fabs oder wie war das.
 
Ich hatte es nie verstanden warum sie die Fabs aufgegeben haben, genauso diese in Deutschland -perspektivisch wird die Nachfrage nach Chips nicht schrumpfen.

Wenn sie AI/KI/Bots nicht nur als Software sondern Hardware durchsetzen sollte, immer mehr Haushaltsroboter oder Autonome Alltagssystem wie Transport Möglichkeiten, Haushaltsgeräte etc... immer "smarter" werden von KI wollen wir erstmal nicht reden ist eh ein relatives Unwort.

Dann braucht es einfach mehr Chips, Chips, Chips und nicht alle Geräte brauchen die High-End Edge Fertigung.
 
Ich glaub bei der Nachfrage in manchen Bereichen könnten Aufträge an Firmen gehen die nicht auf dem Niveau von TSMC sind
Auf welchen Niveau ist TSMC denn im Moment wirklich? Beim 20nm Prozess hatte TSMC (wie auch GF und Samsung) massive Probleme, da der damals mit dem Schritt zu FinFET Transistoren verbunden war, die Intel mit seinem 22nm Prozess schon lange vor den Konkurrenten beherrscht hat. Nun steht mit den "2nm" Prozessen der nächste große Schritt bei den Transistoren an, da FinFET nicht mehr reicht, muss es nun Gate-All-Around (GAA) sein, was Intel mit 18A eingeführt hat und die Panther Lake CPUs haben ein CPU Chiplet welches in 18A gefertigt ist, es läuft also. Samsung hat GAA schon bei seinem SF3 Prozess eingeführt und damit massive Probleme. Inzwischen wird aber der Exynos 2600 in der Galaxy S26 Reihe verbaut und der ist in SF2 (mit GAA) hergestellt, es gibt also auch schon ein Produkt mit Chips aus Samsungs SF2 Fertigung zu kaufen. Wo ist ein Produkt mit einem Chip aus TSMCs N2 Fertigung?

Das erste wird wohl der Prozessor in Apples nächsten iPhone sein, welches in etwa einem halben Jahr erwartet wird. TSMC hatte schon mit seinem N3 Prozess massive Probleme die zu etwa einem Jahr Verzögerung geführt haben und u.a. dazu, dass NVidia immer noch den N4 Prozess nutzt. Bei den neusten Prozessen mit GAA scheint die Reihenfolge derzeit wohl eher Intel, Samsung und erst dann TSMC zu sein.
 
Da kann man mal sehen, wenn Manager von nichts Ahnung haben und reaktiv Entscheidungen treffen.

Hier hat man eben mal 3 Milliarden US-Dollar in den Sand gesetzt! Kein Wunder, dass INTEL Probleme hatte und hat,

bei der Qualifikation von Managern.


Für Apollo hat sich die Investition mit einer Rendite von mehr als 25 % als gelohnt.
 
Ich hatte es nie verstanden warum sie die Fabs aufgegeben haben, genauso diese in Deutschland -perspektivisch wird die Nachfrage nach Chips nicht schrumpfen.

Wenn sie AI/KI/Bots nicht nur als Software sondern Hardware durchsetzen sollte, immer mehr Haushaltsroboter oder Autonome Alltagssystem wie Transport Möglichkeiten, Haushaltsgeräte etc... immer "smarter" werden von KI wollen wir erstmal nicht reden ist eh ein relatives Unwort.

Dann braucht es einfach mehr Chips, Chips, Chips und nicht alle Geräte brauchen die High-End Edge Fertigung.
In anderen Bereichen abseits PCs, Server, etc. gibt es Chiphersteller, die man so gar nicht auf dem Radar hat.
Beispielsweise im Automobilbereich.
Die ganzen Steuergeräte in Autos brauchen Chips und das sind keine Allerweltschips, sondern spezialisierte Chips.
Und diese Chips werden noch in rel. großen Strukturgrößen um die 65 nm gebaut, denn die sind bzgl. Umwelteinflüssen (Temperatur, Feuchtigkeit, Vibrationen etc.) sehr deutlich robuster als Chips mit kleineren Strukturgrößen.
So ein Chip in einem Auto muß auch bei -20°C oder +40°C Außentemperatur und Luftfeuchtigkeiten von 100% noch problemlos funktionieren.
Und diese werden nicht von Intel oder TMSC gefertigt.
In Deutschland fertigt solche Chips z.B. Bosch!
Die haben erst 2021 eine neue Chipfabrik in Dresden in Betrieb genommen: https://www.bosch.com/de/stories/bosch-chipfabrik-dresden/
Auch in Reutlingen hat Bosch eine Chipfabrik, übrigens schon seit 1971!
Andere deutsche Chiphersteller, die man wohl kaum kennt:
Nexperia, Elmos, SAW Components, Prema Semiconductor, Semicron Danfoss, UMS, Diotec Semiconductor, TDK-Micronas.
Bekannter ist Infineon.
Chipfabriken ausländischer Firmen in Deutschland gibt es von X-FAB, Texas Instruments, Qualcom, Littelfuse, Global Foundries.
In Bau ist eine Fabrik vom EMSC (Joint Venture von TMSC, Bosch, Infineon und NXP, wobei TMSC 70% der Anteile hat).
 
In anderen Bereichen abseits PCs, Server, etc. gibt es Chiphersteller, die man so gar nicht auf dem Radar hat.
Beispielsweise im Automobilbereich.
Klar die Steuerchips sind ja eine Sache, du hast da absolut recht ich hatte hier aber noch die Chips z. B für das Board Entertainment im Kopf. Dort werden typische Notebook/Smartphone Chips verwendet und selbst wenn es nur als ein Navi, Assistenten läuft... braucht es keine aktuellen Super Chips sondern da reichen auch schon ältere Generationen für sowas.

Wenn ich mein Samsung S22 Ultra vs den Boardcomputer von meinen VW ID4 vergleiche ist der Chip im S22 Ultra verglichen ein Supercomputer.
 
Zuletzt bearbeitet:
-20 bis +40 °C bringt keinen chip ins schwitzen und die luftfeuchtigkeit ist durch das packaging abzusichern.
die automotive-guys halten sich immer für was ganz besonderes, aber dabei ist es eine reine kostenfrage, dass man so abgehangene sachen liebt.
 
Nein, denn wozu würde es von TSMC sonst die N7A und N5A und demnächst den N3A Prozess geben, die extra für Automotive Anwendungen sind?

www.tsmc.com/english/dedicatedFoundry/technology/platform_automotive
Ja mag sein, aber das werden eher Premium lines erhalten wie Mercedes etc. Also nicht grundsätzlich in allen Fahrzeugen. Es ist ja trotzdem richtig das man es nicht unbedingt brauch.

Es ist wie bei allen anderen Dingen auch: wenn du wie hast zwischen 2 Produkten und das eine kostet aber nur bisschen mehr für viel mehr Leistung...
 
Wobei TMSC im Automotive-Bereich kaum eine Rolle spielt.
Die weltweit 10 größten Hersteller von Automotive Chips nach Marktanteil sind:
1. Infineon = 13,5%
2. NXP = 10,4%
3. ST Microelectronics = 9%
4. Texas Instruments = 8%
5. Renesas = 7,1%
6. Onsemi = 5,2%
7. Qualcomm = 4,3%
8. Analog Devices = 4,1%
9. Bosch = 4%
10. Micron = 3,7%

TMSC taucht unter den ersten 10 also gar nicht auf.
Die ersten 3 sind übrigens europäische Firmen:
Infineon = Deutschland, NXP = Niederlande, ST Microelectronics = Schweiz
 
aber das werden eher Premium lines erhalten wie Mercedes etc. Also nicht grundsätzlich in allen Fahrzeugen.
Nicht nur Premiumfahrzeuge haben heute aufwendige Infotainment- und Fahrassistenzsysteme und diese brauchen mehr Rechenleistung als ein 65nm Chip bieten könnte. Premiumhersteller werden aber auch wirklich Chips aus solchen speziellen Prozessen verwenden, in billigen Autos von chinesischen Herstellern, die ja einem gewaltigen Preiskrieg in ihrer Heimat ausgesetzt sind, finden sich oft auch Consumer grade Chips, die halt viel billiger aber dafür weniger zuverlässig und langlebig sind. In einfachen Steuergeräten von denen es ja inzwischen Dutzende in jedem Autos gibt, sitzen solche Chips natürlich nicht drin.

Die weltweit 10 größten Hersteller von Automotive Chips nach Marktanteil sind:
Wobei die Frage ist, was da zu den Automotiv Chips gezählt wird. Ich wette wenn man sich die Rechner der Infotainmentsysteme ansieht, dann sind da keine Chips von den Herstellern auf dieser Liste drin und NVidia, die bei den Chips für Fahrassistenzsysteme und Autonomes Fahren sehr groß sind, findet sich auf der Liste auch nicht. Welcher der Hersteller auf dieser Liste bietet Konkurrenzprodukte zu NVidia Chips für den Automobilbereich an? Ich vermute der Bereich wird bei der Auflistung gar nicht beachtet.
 
Doch, die werden da berücksichtigt.
Berücksichtigt sind auch die Bereiche Assistenzsysteme, Autonomes Fahren, Elektrofahrzeuge, Sensorik, etc.

NVidia käme in der Liste auf Platz 11.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht nur Premiumfahrzeuge haben heute aufwendige Infotainment- und Fahrassistenzsysteme und diese brauchen mehr Rechenleistung als ein 65nm Chip bieten könnte. Premiumhersteller werden aber auch wirklich Chips aus solchen speziellen Prozessen verwenden, in billigen Autos von chinesischen Herstellern, die ja einem gewaltigen Preiskrieg in ihrer Heimat ausgesetzt sind, finden sich oft auch Consumer grade Chips, die halt viel billiger aber dafür weniger zuverlässig und langlebig sind. In einfachen Steuergeräten von denen es ja inzwischen Dutzende in jedem Autos gibt, sitzen solche Chips natürlich nicht drin.
Bei den meisten handelt es sich um das Board Entertainment. In dem ist auch die Zentrale Fahrerassistenz zum teil integriert ist, aber das ist aktuell nur Luxus Segment.
Bis ein Dacia in Luxus von sowas kommt, hast du das in jedem Golf/Hyundai i10 etc.. (Kleinwagen/kompaktklasse)...
 
Das ist doch heute schon in fast jedem Auto drin und Kleinwagen sind nicht zuletzt deshalb am Aussterben, weil deren Kostenvorteil eben kaum noch vorhanden ist und es sich daher nicht mehr lohnt Kleinwagen anzubieten.
 
Das Problem bei kleinen Autos ist, das deren Produktion kaum billiger ist als bei großen Autos.
Die Hersteller verdienen daran also deutlich weniger.
Vor ca. 10 Jahren gabs mal eine Aussage von Merdedes Benz.
Danach kostet die Produktion einer S-Klasse nur ca. 30% mehr als die Produktion einer A-Klasse.
Und da sieht man, wo die Autokonzerne das Geld verdienen.
Und wenn man mal in die Vergangenheit schaut, welche Autofirmen immer wieder wirtschaftliche Schwierigkeiten hatten, dann waren das vornehmlich Firmen, die keine Mittel- und Oberklassefahrzeuge im Programm hatten.
Bei kleinen Autos kann man nur über die Masse Geld verdienen.
Und da hapert es bei kleinen Autos.
Das Angebot schrumpft, weil immer weniger Leute kleine Autos kaufen.
Statt dessen boomen die SUVs
 
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