Feintuning für 9700X?

panchamolo

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Hey Leute,

ich bin auf einen 9700X umgestiegen und wollte mal fragen wie weit man da noch Feintuning betreiben kann? Ziel ist ein leises System, aber teilweise drehen die Lüfter in Windows ziemlich hoch. Gerade die Package und CCD Temperatur spiken mal gerne auf über 70°C. Im Spiel bewegen sich die Temperaturen dafür nur im 60er Bereich.

Ryzen ist für mich ein wenig Neuland und ich kenne nur den Curve Optimizer. Hier bin ich für Tipps und Tricks offen, auch in Bezug auf eine saubere Lüfterkurve und BIOS Einstellungen. :)

Ich habe wie gesagt einen 9700X, ein Gigabyte B850M Aorus Elite und Patriot DDR5-6000 mit CL30.

Danke euch. :)
 
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Sind alles absolut unkritische Temperaturen.

Am einfachsten wäre es die CPU komplett Stock laufen zu lassen.

Wenn dich die aufdrehenden Lüfter stören, musst schlicht die Lüfterkurven so anpassen, dass diese erst laut werden, wenn die CPU auch wirklich gefordert ist.

Zum Beispiel die erste Stufe auf 60° hochsetzen bis wohin die Lüfter quasi nie aufdrehen sollten, und dabei die Lüfter so hoch stellen wie es für dich angenehm ist, bzw ab wann du sie quasi gar nicht wahrnimmst, dann in 5-10° Schritten die Drehzahl/PWM Signal anheben.

Die letzte Stufe mit 100% bei 95° setzen, was quasi einem Ausfall von Lüftern oder einem anderen Problem widerspiegeln sollte.

Oftmals sind die Lüfterkurven ohne Anpassung einfach unpassend für die eigenen Lüfter, sie sollten wie hier gegen Ende hin ansteigen:

Lüfterkurve.jpg


Meist fang ich einfach an alles auf 100% zu setzen, und gehe dann Schrittweise runter wo es erträglich ist.

100% - 95°
70% - 80°
50% - 70°
20% - 60°

In Cinebench läuft die CPU dann zB bei 84° und dreht noch angenehm mit etwas über 70%
In Spielen ist sie aber meist kaum hörbar da nichtmal zwischen 60 und 70°.
Und auf dem Desktop oder beim Browsen etc werden damit auch kurze Spikes abgefangen.
 
@snaapsnaap

Diese Spikes auf 70°C (80°C habe ich auch schon gesehen) finde ich nicht so kritisch. Die Kerne haben im Idle teilweise nur 28°C, Package liegt eigentlich immer bei 45°C.

Ich müsste nur die Spikes abfangen, ohne das die Lüfter eskalieren. Aktuell hab ich die Lüfter bei 32% (750rpm) bis 60°C, danach steigt die Kurve steil an. Das hat beim 5800X3D eigentlich für jede Situation gereicht, ohne das die Lüfter kurzzeitig eskalieren. Sollte ich vielleicht auch mal den Intervall der Abfrage hochsetzen? Oder vielleicht sogar bis 70°C die Kurve flach halten?

Gut dann lasse ich im BIOS alles wie es ist. Die Kerne werde ich im Core Cycler aber zumindest testen und ein negatives Offset einstellen.
 
Reicht ja wenn du den Anfangswert von 60 auf 70° umstellt und die Kurve danach noch etwas flacher machst, zB ab 80 steiler.

Die CPUs dürfen und können bis 95° normal arbeiten, erst darüber verringert sich der Takt.
 
Guter Jedec-Ram, also 5600 mts @1.1 manuell auf CL32 und z.B. 1,15-1,2V eingestellt und keinen XMP/Epxo-Kram. Damit senkst Du z.B. auch die Soc-Spannung . Oberhalb 5600 mts braucht der 9700X etwa 12W mehr. Auch im Idle !
Alleine das nimmt schon Wärme und Stress von der CPU runter.
Curveoptimizer kommt natürlich auf die CPU-Güte an, aber -15 CO Allcore sollte eigentlich gehen.


Aber wie mein Vorschreiber schon schreibt: 60-70C ist gar nix für diese CPUs, die können viel mehr ab.
Ich lass meinen 9700X freie Bahn mit PBO und Overdrive; da ist unter hoher Last 90-92C durchaus normal. Trotz sehr guter Kühlung und Paste drauf.
Idle sind sie trotzdem relativ sparsam (insbesondere mit 5600er Ram-Setting).
 
-20 geht bei mir definitiv nicht, auf keinem der drei 9700er die ich hab. Da brauch ich auch keinen Corecycler, das crasht bei R23 allcore schon.
-17 ist das höchste der Gefühle. Allerdings eben bei aktiviertem +200 Mhz Overdrive (auf das verzichte ich nicht).
plus etwas Sicherheitsmarge, lande ich bei -15.
 
@Trambahner

Mein Patriot hat ohne XMP / Expo 4800 mts. Da würdest du mir dann empfehlen manuell auf 5600 zu gehen? Sowas hab ich noch nie gemacht. :) Also im Idle liegt er irgendwo um die 25W laut HW Info. Mein 5800X3D lag immer bei 28W, von daher hab ich mir da jetzt gar keinen Kopf gemacht.

Wie hast du deine Lüfterkurve eingestellt? Die Temperaturen beunruhigen mich wie gesagt nicht, es ist nur die Unruhe im Lüfterprofil durch diese kurzen Spikes. Ich glaube das Mainboard nimmt auch die Package Temp für die Regelung, anders lässt sich das Lüfterverhalten nicht erklären. Die Core Temp ist deutlich entspannter und nicht so sprunghaft. Schade das ich nicht danach regeln kann.

@Bienenstichl

Das probiere ich mal aus. Mein 5800X3D lief auf 6 Kernen mit -30 und auf 2 Kernen mit -25. Da habe ich aber auch stundenlang getestet.

Mehr als den Curve Optimizer hab ich aber nie benutzt. Ich sehe nur, dass das neue Gigabyte Board gefühlt 1000 Optionen hat.
 
Hey Leute,

ich bin auf einen 9700X umgestiegen und wollte mal fragen wie weit man da noch Feintuning betreiben kann? Ziel ist ein leises System, aber teilweise drehen die Lüfter in Windows ziemlich hoch. Gerade die Package und CCD Temperatur spiken mal gerne auf über 70°C. Im Spiel bewegen sich die Temperaturen dafür nur im 60er Bereich.

Ryzen ist für mich ein wenig Neuland und ich kenne nur den Curve Optimizer. Hier bin ich für Tipps und Tricks offen, auch in Bezug auf eine saubere Lüfterkurve und BIOS Einstellungen. :)

Ich habe wie gesagt einen 9700X, ein Gigabyte B850M Aorus Elite und Patriot DDR5-6000 mit CL30.

Danke euch. :)

Mit Undervolting geht der 9700X dann richtig ab, bleibt noch kühler und effizienter. Allcore 5,5Ghz sind easy möglich.


Einfache Anleitung von ImWateringPSUs:

Hier sehr komplexe Anleitung von SkatterBencher:
Beitrag automatisch zusammengeführt:


-20 geht bei mir definitiv nicht, auf keinem der drei 9700er die ich hab. Da brauch ich auch keinen Corecycler, das crasht bei R23 allcore schon.
-17 ist das höchste der Gefühle. Allerdings eben bei aktiviertem +200 Mhz Overdrive (auf das verzichte ich nicht).
plus etwas Sicherheitsmarge, lande ich bei -15.
+100 bis +150 Mhz müsste aber auf jeden Fall gehen mit -20. Ansonsten sind mit +200Mhz und -17 sicherlich das maximalste was geht und auch sicher ausreichend ist.
 
Ich habe wie gesagt einen 9700X, ein Gigabyte B850M Aorus Elite und Patriot DDR5-6000 mit CL30.
Dann bleibt fast nur das Anpassen der Lüfterkurve.

Die andere Möglichkeit wäre die Powerlimits runterzusetzen, aber das kostet eben etwas Leistung, und das wird jemand der sich ein teures Aorus Elite Board und teuren DDR5-6000 CL30 RAM gegönnt hat vermutlich nicht wollen.
 
Als Board wollte ich ne gute Basis haben. RAM ist ja sowieso teuer und ich wollte später nicht nochmal kaufen. Wenn ich mir irgendwann mal eine neue GPU kaufe kann ich auch die CPU upgraden. Jetzt reicht mir der 9700X mit der 4070 ja ewig. :)

Hab die Kurve nochmal etwas angepasst. Bis 60°C laufen die Lüfter mit 32%, bzw. 750rpm. Zwischen 60-80°C lasse ich die Kurve sanft ansteigen und von 80-90°C wird es echt steil. Den Intervall konnte ich nur bis 3 Sekunden maximal einstellen. Dazu im Curve Optimizer -20, muss ich aber noch mit dem Core Cycler testen. So war es dann im Alltag eigentlich recht unauffällig.

Ingame hatte ich bei 88W gerade mal 950rpm bei 70°C. Selbst nach über einer Stunde hat sich da nichts mehr verändert. Das Ding ist bei weniger Lautstärke gute 15-20°C kühler als mein 5800X3D.

Ich nutze übrigens einen U12A von Noctua.
 
Wenn du Spikes abfangen willst würde ich den max Boost einfach mal -200 setzen.
 
Die Spikes sind normal aber 70° sind doch völlig unbedenklich. Ich würde immer curve optimizer machen, 20-25 gehen in der Regel. FLCK kann man probieren, RAM ist OK, bei mir gehen auch nur 6000 aber ein paar 100 MHz ist das Gefummel nicht wert. Die CPU kann man durchaus auch mit +200 laufen lassen, sonst bliebe vermutlich nur ganz auf den Boost zu verzichten und den Takt zu fixieren. Dann könnte man die CPU mitunter bei deutlich reduzierter Voltage betreiben. Aber will man das, zumindest wenn es ein Leistungs-Gaming PC ist?

TDP kann man auch noch ändern wobei 65W eigentlich standard sind. Und dann wie vorher beschrieben die Lüfterkurve anpassen, bzw. auch die Obertemperatur der CPU. So kann man zB 80° als absolutes Maximum ansetzen dann taktet sie herunter. Die Lüfter muss man entsprechend anpassen dass sie vorher schon aufdrehen.

Und absolut der 9700X ist maximal Kühler als Zen 3, die hatten schon Spikes aber viel weniger Leistung und die 65 W sind echt ein Knaller. Weniger Strom bedeutet auch weniger Hitze. Verglichen zum 5900X kommt die CPU und das System bei identischer Leistung auf nun die halbe Maximalleistung. Das merkt man auch bei den Lüftern. Das typische Aufdrehen der AIO unter Last ist jetzt weg. Darum werde ich mir nur noch 8 C / Single CCD holen, die sind einfach viel leichter zu handhaben und braucht man am Ende wirklich 12 oder 16 Kerne? Ein weiteres Problem bei den 12ern ist auch dass es zwei 6er-CCD sind zumindest bislang. Zen 6 wird 12 auf einem haben, da kann man dann vielleicht auch 12 nehmen sofern preislich attraktiv. Die 8er oder 10er die vermutlich kommen werden günstiger sein und trotzdem besser. Dazu kommen die ganzen Probleme die es bei Dual-CCD oft gibt, gerade bei Spielen.
 

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