Wechsler von Windows, aber noch etwas unsicher bezüglich Linux

Was das Wiedergeben von Videos unter X86 Hardware angeht:
Ich habe jetzt mitm TowerPC in Linux eben getestet und keine Meldung von Amazon Prime bekommen das irgendwas doof wäre.
Andere Abodienste habe ich nicht, Youtube läuft auch alles, bis rauf zu 4k, höher habe ich nicht gefunden.

Was dann ARM Hardware betrifft habe ich auch parallel getestet (hier exemplarisch mal ein Orangepi 5 max (16GB) genannt):
Youtube/Twitch mit maximaler Auflösung problemlos nutzbar, aber Amazon Prime meckert, da es keine Plugins fürs DRM findet.
Chrome und Chromium sind außerdem zu blöd für H.265, wer also 1440P aufwärts schauen möchte oder bei Twitch über 1080P schaut, lieber FF nightly nehmen.

@R.A.M. was die Frage zu der Distribution betrifft, "zocken mit Nvidia" würde ich immer auf gut versorgten Distries starten.
Sprich welche in denen regelmäßig der Kernel aktualisiert wird und eine breite Nutzerbasis da ist.
Ich betreue hier eine kleine Blase aus Zockern die ich beispielsweise alle zu Debian Testing gebracht habe.

EndeavourOS, Bazzite oder irgendwas anderes (Garuda, Nobara, pikaOS) gehen aber genauso gut. Denn die basieren ja alle entweder auf Arch oder auf Debian.

Wenn du ein Ubuntu LTS nimmst, oder ein Debian Trixie (stable und NICHT testing), dann hängst du mit manchen Neuerungen so hinterher das es keinen Spaß macht.
 
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Wenn du ein [...] Debian Trixie (stable und NICHT testing), dann hängst du mit manchen Neuerungen so hinterher das es keinen Spaß macht.

Womit wir wieder bei dem Thema sind: "es kommt darauf an, was man damit machen will". Für Server, die superstabil arbeiten sollen, gibt es kaum etwas Besseres als Debian. Ich habe Debian (bzw. Devuan) sogar auf meinem Arbeitsrechner. Ich liebe es, dass es super-stabil läuft und sich nicht alle paar Monate alles ändert.

Ich stimme aber zu, dass die zweijährliche Release-Kadenz von Debian für viele Desktop-Anwender zu langsam ist. Und dass diese mit einer Distribution, die häufiger Releases herausbringt, besser bedient sind.

Übrigens muss man nicht gleich "die richtige" Distribution wählen. Man kann später auch noch mal wechseln. Von daher: einfach anfangen und schauen.
 
Es kommt wirklich auf das Anwenderszenario an, da er ja schrieb er mag spielen meine Antwort.
Wie gesagt, einfach eine Distri wählen und los.
 
Oh, ja richtig.
Fedora gibts auch noch, jawollja :)
 
Da ich für mich ja eine Version suche, die maximal nah an Windows ist, von Aufbau / Features und Look, habe ich mal die folgenden Versionen ergooglet:

Kubuntu
Zorin OS
Linux Mint Cinnamon

Von allen drei soll wohl Kubuntu am ehesten Richtung Windows gehen? Zudem soll es wohl Tools geben, mit denen man die UI tatsächlich täuschend echt nach Windows aussehen lässt. Würde hier gerne Richtung Windows 7 (Aero-Look) gehen, da das damals mein liebstes Windows war, allein durch den Transparenz-Aero-Look.
 
Fast richtig @Kreacher, im Endeffekt ist es aber die Desktopoberfläche "KDE" die das "Windows Look and Feel" bringt.
Unter Linux Mint ist es "Cinnamon", was aber im Vergleich zu KDE doch sehr arg begrenzt ist (aber immernoch sehr nach Windows aussieht und sich so anfühlt wenn man denn wünscht).

Du kannst also auch beruhigt zu einem anderen Linux greifen und wählst da bei Installation aus das du KDE nutzen möchtest als Desktopmanager.
 
Das heißt, ich kann im Prinzip jede Linux Version nehmen und dort immer KDE als Desktop akivieren? Dann wird die Suche nach einer geeigneten Version ja noch komplizierter, da es somit ja eigentlich unendlich viele Möglichkeiten gibt ...

Wo soll man da dann anfangen?
 
Ich würde aus dem Bauch sagen, schau dir einmal CachyOS oder PikaOS an.
Cachy basiert auf Arch Linux, Pika auf Debian. Beide vernünftig gepflegt und schnell in Updates.

Jedenfalls beide schon Kollegen installiert und alle sind sehr zufrieden.

Alternativen gibt es wie Sand am Meer.
Endeavouros, bazzite oder doch ein Arch von der Stange und selber umbauen; oder ein Debian stable installieren und auf "testing" umstellen, wenn man den extra Schritt gehen will.
(K für KDE)ubuntu basiert ebenfalls auf Debian, genauso basieren Zorin und Mint auf Ubuntu..., im Endeffekt ist vieles gleich.

Viele Distributionen laufen auch direkt vom USB Stick.
Wenn du also vor einer Installation testen magst --> Schnapp dir einen USB Stick und teste damit bevor du was auf die SSD schreibst =).
 
Fast richtig @Kreacher, im Endeffekt ist es aber die Desktopoberfläche "KDE" die das "Windows Look and Feel" bringt.
Unter Linux Mint ist es "Cinnamon", was aber im Vergleich zu KDE doch sehr arg begrenzt ist (aber immernoch sehr nach Windows aussieht und sich so anfühlt wenn man denn wünscht).
100% richtig.
Das heißt, ich kann im Prinzip jede Linux Version nehmen und dort immer KDE als Desktop akivieren?
Ja. Der Haupt-Unterschied ist, wie sie vorkunfiguriert sind und welchen Paket-Manager mit welchen dort hinterlegten Quellen sie haben.
Die Unterschide sind real ziemlich klein, in der Anwendung.
Von allen drei soll wohl Kubuntu am ehesten Richtung Windows gehen?
So läuft das nicht...
Zudem soll es wohl Tools geben, mit denen man die UI tatsächlich täuschend echt nach Windows aussehen lässt. Würde hier gerne Richtung Windows 7 (Aero-Look) gehen, da das damals mein liebstes Windows war, allein durch den Transparenz-Aero-Look.
Lies den Thread ordentlich. Du willst KDE. :d


Installier dir mal irgendwas von den hier genannten, geht ja fix.
 
Fedora Kinoite?
Ein immutable OS mit KDE?
Bazzite ist ja auch immutable.
Hab ich selber noch nie verwendet.


Wie ist das eigentlich mit guten GUIs für Management, Paket-Manager und so?
Was auch noch interessant wäre, bei welchen Distros man eine vernünftige Snapshop/btrfs/Bootmanager Kombi bekommt, die so auch zuverlässig und sorgenfrei läuft.
Klar, vieles geht ohne GUI, aber... machts halt doch zugänglicher.

Welche Distros in der Hinsicht "nett"?
Vielleicht wäre das auch noch ein wichtiger Punkt...

EndeavourOS ist ja eher "terminal centric", was jetzt abschreckender klingt, als es ist, imho... ich komm gut klar damit und bin jetzt echt nicht so der Commandline-Crack, wobei das nicht unbedingt ein Nachteil ist, die GUIs für die Arch/AUR Repos dürften alle nicht so toll funktionieren, dann besser so. Ich komm bisher gut klar damit und finde in den Repos auch das, was ich haben will (was ja bei Debian so eine Sache war...). Ich google halt manchmal, wie das entsprechende Paket heisst, damit ich weiss, wonach ich im Terminal suchen muss. :hmm:
 
Eine Übersicht aller Linux-Distributionen gibt es bei DistroWatch. Rechts auf der Seite ist ein Ranking der Seitenaufrufe. Das ist zwar nicht gleichzusetzen mit "Beliebtheit" oder "Verbreitung" - aber es ist ein Hinweis darauf.

Für Einsteiger würde ich auf jeden Fall eine weit verbreitete Distribution empfehlen. Alleine schon deshalb, weil es dann auch Communities gibt, die bei Fragen helfen - und weil man auch selbst gut mit Google suchen kann. Für Gamer scheint CachyOS zurzeit recht beliebt zu sein. Für Office Anwender und Windows-Umszteiger würde ich wahrscheinlich Linux Mint mit XFCE als GUI empfehlen. Und für Server Debian.

Es gibt auch Anwender, die auf openSuse, Fedora oder Ubuntu schwören. Fortgeschrittene Anwender mögen Arch. Cracks, die maximale Freiheit wollen, nutzen Gentoo.

Große Firmen setzen häufig Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ein. Es kostet Geld und man kann weiteres Geld für Wartungsverträge ausgeben. Firmen lieben das! SUSE Linux Enterprise Server (SLES) geht in eine ähnliche Richtung.

Wie ich schon weiter oben schrieb: innerhalb einer Distribution kann man die GUI (Gnome, KDE, XFCE, usw) relativ einfach wechseln - ja man kann sogar mehrere parallel nutzen. Auch die Distribution kann man später wechseln. Wichtig ist, dass man möglichst nahe am Mainstream bleibt (also möglichst wenig Distributions-abhängige Funktionen verwendet) und dass man auch sonst immer an KISS (keep it simple) denkt. Btrfs und Snapshots würde ich z.B. erst einmal nicht verwenden. Wenn ich es zu einem späteren Zeitpunkt dann doch bräuchte, würde ich mich einarbeiten - und es erst nutzen, wenn ich es wirklich verstehe.
 
Für Office Anwender und Windows-Umszteiger würde ich wahrscheinlich Linux Mint mit XFCE als GUI empfehlen.
Warum nicht KDE6?
XFCE kann doch "nix"... KDE6 kann selbst mit X11 Scaling in 6.25% Schritten...
In KDE kannst die Taskleiste wie in Windows haben, mit Tray, Quick-Launch-Symbolen (kannst einstellen, ob man nur "anheften" mag oder die extra Verknüpfungen links), Suche im "Startmenü" auch sehr ähnlich und anpassbar...
Dolphin ist ja imho "besser" als Thunar.

Allgemein imho einfach das "bessere" Windows* in dem man sich sofort wohl fühlt.
* Die Aussage ist unglücklich, weil KDE6 kein Windows Klon sein will, wie z.B. Cinnamon. KDE6 ist selbst gewachsen und ist imho gut gewachsen, es hat sich in eine Richtung entwickelt, in die sich Windows hätte positiv entwicklen können, hätte MS nicht die andere Richtung ("Verdummung") eingeschlagen.

Für mich war KDE (schon die 5er, die 6er erst so richtig) ein totales "WOW - warum nicht gleich" Erlebnis, mich hat es total gefreut, dass dort (für mein Gefühl) total viel richtig gemacht wurde.
Große Firmen setzen häufig Red Hat Enterprise Linux (RHEL) ein. Es kostet Geld und man kann weiteres Geld für Wartungsverträge ausgeben. Firmen lieben das!
:rofl:ymmd
Btrfs und Snapshots würde ich z.B. erst einmal nicht verwenden.
Was ist schlimm dran? Warum kein Btrfs? Mittlererweile sollte das ja soweit okay sein?
Vor allem, wenn das OS eine anständige Konfiguration im Installationszustand hätte? (Drum auch meine Frage, bei welchen Distris das so ist.)
 
Warum nicht KDE6?
Ich habe nichts gegen KDE... Es gibt sicherlich Anwender, die mit KDE besser klarkommen als mit XFCE.

Warum kein Btrfs?
Btrfs setze ich selbst nicht ein. Zu kompliziert für mich, zu wenig Nutzen. Und dann das hier: Examining btrfs, Linux’s perpetually half-finished filesystem. Nö, ich bleibe schön bei ext4. Schnell, super-stabil und es macht alles, was ich will.

Aber auch hier ist es durchaus möglich, dass Btrfs für andere Anwender oder Anwendungsfälle eine bessere Wahl ist.

Mein Tipp ist, mit KISS anzufangen. Alles so einfach wie möglich und so nahe am Mainstream wie möglich. Danach kann man anfangen, zu experimentieren und verschiedene Alternativen auszuprobieren. Bis man das gefunden hat, was einem gefällt und was optimal zu einem passt.

Das ist anders als unter Windows. Wenn man eine Windows Office Lösung will, nimmt man Windows 11, Office 365 und Adobe Acrobat. Damit kann man nichts falschmachen - in dem Sinne, dass hinterher jemand kommt und einem Vorwürfe macht: "Wie konntest Du nur"? Man macht natürlich sehr viel verkehrt, weil es Geld kostet, man den Quellcode nicht hat und abhängig wird. Das wirft einem aber niemand vor, weil es ja alle so machen. Unter Linux ist das anders. Es gibt viel mehr Auswahl und man kann und man muss mehr experimentieren. Man muss auch dauernd Entscheidungen treffen: Diese oder jene Distribution? Dieses oder jenes Dateisystem? Diese oder jene GUI? X11 oder Wayland? Home-Verzeichnisse auf der System-Partition oder als eigene Partition? Verschlüsseln oder nicht verschlüsseln? Wann als root arbeiten, wann als User? DHCP oder feste IP-Adressen? Usw. Usw. Usw. Das kann sehr gut sein, aber auch sehr anstrengend.
 
Zuletzt bearbeitet:
Btrfs setze ich selbst nicht ein. Zu kompliziert für mich, zu wenig Nutzen. Und dann das hier: Examining btrfs, Linux’s perpetually half-finished filesystem. Nö, ich bleibe schön bei ext4. Schnell, super-stabil und es macht alles, was ich will.
Ist aber auch 5 Jahre alt...
Dass die Sache mit dem Array Management etc. "a mess" ist, okay, (open)ZFS würde ich mit btrfs jetzt auch nicht unbedingt ersetzen wollen.
Aber im Desktop? Why not, so schlecht ist die Performance auch nicht... und so viele Distris haben das jetzt default, so schlimm kanns nicht sein.

Snapshots selbst... schaden ja nicht. Drum auch die Frage, welche Distris das "benutzerfreundlich" "out of the Box" dabei haben.
Mein Tipp ist, mit KISS anzufangen. Alles so einfach wie möglich und so nahe am Mainstream wie möglich.
Stimmt.
 
Einfach mal auf dem USB einige Distros ausprobieren dann wirst du sicherlich irgend etwas brauchbares für dich finden.
Dateisystem usw ist dann interessant wenn du dich für etwas entschieden hast.
 
Shameless selfquote:
Was wiederholt als Argument (Das ist keine Meinung, da gibt es einen relevanten Unterschied) genannt wurde:
  • Canonical hat eine breite Historie von Userunfreundlichen Entscheidungen getroffen (Snap, Amazon, Telemetriedaten opt-out, ...)
  • Marc Shuttleworth ist ziemlich diskutabel und sehr nah an US-billionaires
  • Ubuntu hat zuviel Kontrolle über seine User, nicht umgekehrt
 
Habe mir jetzt mal Kubuntu 25.10 runtergeladen. Ich hoff, das ist was Brauchbares für einen Neuling.
Ja, aktuelles KDE und so.
Damit bist du von einer Shady Company zur nächsten gewechselt...
Ja, aber zum bissl antesten schon okay.

@Shihatsu
Wie ist das eigentlich mit guten GUIs für Management, Paket-Manager und so?
Was auch noch interessant wäre, bei welchen Distros man eine vernünftige Snapshop/btrfs/Bootmanager Kombi bekommt, die so auch zuverlässig und sorgenfrei läuft.
Klar, vieles geht ohne GUI, aber... machts halt doch zugänglicher.

Welche Distros in der Hinsicht "nett"?
Vielleicht wäre das auch noch ein wichtiger Punkt...
Hast du da irgendwas zu sagen, ich würde deine geschätzte Meinung dazu gern hören :).
 
Ich hab immer die Kommandozeile genutzt, egal wo ich unterwegs war.
Eine Bekannte für dessen IT-Support ich verantwortlich bin nutzt Octopi und ist damit recht zufrieden.
Ich schaue mir gerade genau GuiMan an, aber das muss noch "erwachsen" werden.
Ganz ehrlich kann ich aber GUIs nicht empfehlen. Ich würde immer ein TUI wählen, bei Arch wäre das pacseek. Die einzige die ich "akzeptieren" würde ist Synaptic aber - be aware, HIGHLY opnionated opinion with own opinion - WER DEBIAN AUF DEM DESKTOP NUTZT BRAUCHT HILFE!!!!!!!!!!!!!! ;););)

P.S.: Niemals meine Meinung schätzen, ich weiß nichts - und nicht mal dabei bin ich mir sicher!
 
Zuletzt bearbeitet:
Nichts gegen Debian duuuu :d. Sehr zufrieden mit Forky 🥰
 
Also ich kann mit der gefühlten Erbsenzählerei bezüglich "welche Linux-Version ist jetzt shady und welche nicht" nichts anfangen - dafür bin ich zu neu und unerfahren in der Linux-Welt. Für mich war Linux bisher unabhängig & open-source und somit eben gerade NICHT Company-abhängig wie MS oder Apple... Und jetzt fängt das ganze bei bestimmten Linux-Versionen also schon wieder an oder wie?
 
Und jetzt fängt das ganze bei bestimmten Linux-Versionen also schon wieder an oder wie?
Im Grunde ja, bei Canonical, die der Anbieter von *buntu-Distributionen sind.

Aber mal zur Erklärung, bevor hier wieder Missverständnisse auftreten:
Linux ist erstmal nur der Kernel des Betriebssystems. Der ist OpenSource und dementsprechend frei verfügbar. Der Kernel wird natürlich weiterentwickelt und es gibt ständig neue Versionen davon.

Das was du mit "bestmmte Linux-Versionen" meinst, sind Distributionen. Bei einer Distribution wird quasi mehr Zeug zusammengeschnürt, um ein komplette, benutzbares Betriebssystem zu kriegen, weil nur mit einem nackten Kernel kann kaum jemand was anfangen. Da wird also das eigentliche System zusammengestellt, von der Shell über den UI-Desktop, bis hin zu evtl. gleich dazugepacktem LibreOffice.
So eine Distribution kann jeder zusammenstellen und diese öffentlich anbieten. So auch jede Firma und eine Firma hat möglicherweise Gewinnabsichten, will also mit dieser Distribution irgendwie Geld verdienen.
Die meisten Firmen die Linux-Distributionen anbieten verdienen Geld (oder versuchen es zumindest), indem sie Service/HelpDesk/Entwicklung, an andere kommerzielle Nutzer verkaufen. Das baut auf deren OSS-Distribution auf, die sie gratis zur Verfügung stellen. So macht das z.B. Suse und Redhat.
Canonical dagegen hat sich wohl dazu entschieden auch durch Privatnutzer Geld verdienen zu wollen. Indem sie denen Zusatzdienste wie Online-Konten und Cloudgedöns andrehen wollen und in ihrer eigenen Distribution natürlich ihren eigenen Store promoten, über den sie wohl auch nicht-OSS-Software verkaufen wollen.

Wenn man es also genau nimmt, musst du nicht "Windows mit Linux" vergleichen, denn du willst ja nicht nur die Grundfunktionen des Kernels vergleichen, sondern beurteilst das komplette Betriebssystempaket und da wäre der Vergleich dann eher "Windows 11 VS Ubuntu VS Mint VS CachyOS VS Debian VS Fedora...."

BTW: Hinter jeder dieser Distribution stecken entweder Firmen, Vereine oder sogar nur Privatpersonen. Indem du so eine Distribution nutzt, machst du dich selbstverständlich immer von deren Urheber abhängig. Wenn die sich auf einmal nichtmehr drum kümmern, kriegst du z.B. auch keine Updates mehr. Deswegen kann es schon ein Unterschied sein, ob man sich für ein System wie Debian entscheidet, welches von einer Firma bereitgestellt wird, dies das bereits diverse Jahrzehnte durchgezogen hat, oder ob das irgendeine "Spezialversion" ist, die nur von ein paar privaten Hanseln mal zusammengestellt wurde.

Wie oben aber schon geschrieben: Jeder kann so eine Distribution zusammenstellen und alles zusammenbauen. Nur wenn du das tust, bist du wirklich unabhängig von irgendwelchen Distributionsanbietern. Nur das wollen die wenigstens tun, denn das ist echt nicht ganz einfach und scheißviel Arbeit. (Aber wenn man das mal getan hat, dann weiß man definitiv wie Linux funktioniert. ;))
 
Zuletzt bearbeitet:
Huom... ich versuche Wissen zu vermitteln um dir eine Entscheidung basierend auf diesem zu erlauben. Wenn du das als Erbsenzählerei abtun willst, basiert das vermutlich auf irgendeiner Frustration, aber das geht dann schon arg in meine Richtung - finde ich erstmal unschön.
Es gibt nicht DAS LINUX. Es gibt sogar Linux das closed Source ist. Linux ist unglaublich divers. Jeder darf damit machen was er will. Auch Geld verdienen und seine USer gängeln.
 
Wenn du das als Erbsenzählerei abtun willst, basiert das vermutlich auf irgendeiner Frustration, aber das geht dann schon arg in meine Richtung - finde ich erstmal unschön.

Es war nicht persönlich gegenüber irgendjemandem bestimmten hier gemeint - aber ja, gewisse Frustration spielt sich schon ein. Da will man sich von Microsoft, Google und Ko emanzipieren, nur um dann festzustellen, dass es gefühlt Zig-Millionen Linux-Versionen / Distributionen gibt und man da erstmal eine halbe Doktorarbeit an Recherche mit Vergleichen / Pros / Cons etc. PP anstellen muss, um nur überhaupt mal den Anfang zu finden, was man jetzt am besten installiert.

Ganz zu schweigen von div. anderen Problemen, die eventuell noch kommen werden, selbst WENN man endlich mal die richtige Version gefunden hat (Stichwort Programminkompatibilitäten etc. PP). Also für absolute Neulinge, die bisher Windows gewohnt waren und mit Linux gar keine Berührungspunkte haben, ist so ein Wechsel selbst im Jahre 2026 noch alles andere als straight-forward und easy.

Dass das vermutlich einige abschreckt, kann ich sogar verstehen. Keiner hat Lust oder Zeit, erstmal eine halbe Doktorarbeit an Recherche zu betreiben, damit man erstmal blickt, was jetzt Version A besser kann als Version B und warum Version C jetzt vielleicht nicht so gut ist im Vergleich zu Version D.

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...
 
Da will man sich von Microsoft, Google und Ko emanzipieren, nur um dann festzustellen, dass es gefühlt Zig-Millionen Linux-Versionen / Distributionen gibt und man da erstmal eine halbe Doktorarbeit an Recherche mit Vergleichen / Pros / Cons etc. PP anstellen muss, um nur überhaupt mal den Anfang zu finden, was man jetzt am besten installiert.
Das Problem machst du dir wie so viele andere aber selber. Mit Microsoft und Windows hatte man keine Wahl, da gabs einfach nur Windows und es hat trotzdem immer irgendwie gepasst.
Mit Linux gibts jetzt eine Wahl zwischen diversen Distributionen. Man muss da eben keine Doktorarbeit draus machen, aber es wird ständig eine draus gemacht. Nur weil man eine Wahl hat, bildet sich jeder ein man müsse unbedingt die perfekte Wahl treffen, aber die existiert sowieso nicht.
Also nimm einfach irgendeine Distribution und guck dir damit Linux doch überhaupt erstmal grundlegend an. Da kannst du auch Ubuntu nehmen. Merkste dann schon wie sich das verhält, was Ubuntu da so treibt und ob dir das ggf. nicht gefällt oder dir aber sogar egal ist.

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...
Man braucht Brennholz, kann sich aber nicht entscheiden welchen Baum man fällen soll. Also rennt man in den tiefen Wald rein auf der Suche nach "dem besten Baum" (obwohl man nichtmal eine Ahnung hat, woran man "den besten" Baum überhaupt erkennen sollte), bis man sich verlaufen hat, nichtmehr rausfindet und hat dann immernoch kein Brennholz.
Man könnte auch einfach den erstbesten Baum am Rande des Waldes mal fällen und zu Brennholz machen. Dann hätte man kein Problem, aber Brennholz. Wenn das Holz dann auch brennt, passts doch schonmal. Wenn man jetzt neugierig geworden ist und Zeit/Lust/Experimentierfreude hat, kann man ja mal den Baum daneben fällen, dann merkt man schon ob eine Buche vielleicht besser brennt als die Fichte die man zuerst gefällt hat und dann hat man auch erste Anhaltspunkte woran man "den besten" Baum überhaupt erkennen kann.
 
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