[User-Review] Lesertest zum Monitor MPG 271QRDE QD-OLED X50 von MSI

Das_B

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Der Lesertest ist noch nicht fertig (inhaltlich als auch manche Formatierungen). Ich habe ihn jetzt trotzdem schon veröffentlicht, nachdem der erste Entwurf den ich angelegt hatte von der Webseite "gefressen" worden ist und ich das nicht nochmal riskieren möchte.


Hallo zusammen,

hier mein Lesertest zum Monitor MPG 271QRDE QD-OLED X50 von MSI.

Fangen wir ganz klassisch mit einem Bild der Verpackung an.
Soweit alles Standard, der Monitor ist darauf abgebildet sowie einige der wichtigsten technischen Daten wie z.B.:
PXL_20251220_103501155 (1).jpg

- Durchmesser von 27 Zoll (effektiv 26,5 Zoll)
- Auflösung in WQHD - 2560 x 1440 Pixel
- Maximale Hz-Anzahl von 500
- OLED-Care 3.0
- Maximale Power Delivery von 98 Watt über den integrierten USB-C Anschluss

Werfen wir noch einen Blick auf die Verpackung von oben:
PXL_20251220_103511512 (1).jpg

Und hier gibt es einen kleinen Abzug in der B-Note. Es ist leider kein praktischer Tragegriff vorhanden, so dass man die Verpackung nicht lässig wie einen mittelgroßen Koffer tragen kann.

Schauen wir mal rein, was sich alles im Inneren versteckt:
PXL_20251220_105518968.jpg

Hier ist keine Überraschung vorhanden, alles ist soweit ordentlich verpackt.

Was ist also im Detail alles enthalten?
PXL_20251220_110152176.jpg


Einmal kurz aufgezählt:

- Stromkabel (Deutschland/Europa und England) (Länge 135 cm) - es ist kein Netzteil mit dabei, das ist im Monitor intern verbaut
- DP-Kabel mit 80 GBPS (Länge 140 cm)
- HDMI-Kabel 2.1 (8K 60 Hz) (Länge xyz cm)
- USB-Kabel zum verbinden des Monitors mit dem PC
- Ein Mikrofasertuch zur Reinigung des Displays (MSI empfiehlt auf seiner Internet, das Display mit 70% Ethanol zu reinigen, welcher auf das Mikrofasertuch aufgebracht wird - ich habe das Display ein paar Mal nach dieser Vorgabe gereinigt und bin mit dem Reinigungsergebnis vollkommen zufrieden)
- Testprotokoll für die Einstellungen des Monitors
- Schrauben für ein Wandhalterungskit (muss separat erworben werden)
- Übliche Unterlagen wie Energielabelaufkleber und Garantiekarte
- Monitorständer (zweiteilig mit einem zusammengebauten Gewicht von knapp 2,7 kg)

Und jetzt kommt der Hauptdarsteller dieses Lesertests, die Displayeinheit, zunächst noch verpackt:
PXL_20251220_110321743.jpg

Der Monitor befindet sich in einer Schutzhülle, die auf der Rückseite geöffnet/aufgerissen wird.

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Da ist es nun, das gute Stück und zeigt seinen durchgehend aus Kunststoff bestehenden Rücken, welcher noch teilweise mit weiteren Schutzfolienelementen versehen ist.
Generell besteht die komplette Oberfläche, abgesehen vom Display natürlich, aus Kunststoff welcher hochwertig verarbeitet ist.
Links auf Rückseite ist der markante MSI-Drache abgebildet und der msi-Schriftzug in der Mitte, sowie die sich links und rechts davon befindlichen hellen Punkte sie die LED-Beleuchtung.

Ausgepackt und auf dem Ständer montiert, jedoch noch mit der Displayschutzfolie versehen sieht er dann so aus:
PXL_20251220_110914703.jpg


Mit abgezogener Schutzfolie und bereit seinen Platz auf dem Schreibtisch einzunehmen:
PXL_20251220_111002266.jpg

Drei Punkte die hier sofort auffallen:
1. Der Monitor hat keine matte sondern eine Glossy-Beschichtung - was sich klar positiv auf die Bilddarstellung auswirkt, wenn man keine ungünstig positionierte Lichtquellen im Raum hat.
2. Der Monitor hat doch ganz schön breite Ränder, was aber typisch für OLED-Monitore ist, die als Schutzfunktion eine Pixelverschiebung haben. So steht ja auch auf der Verpackung unter den 27 Zoll noch etwas kleiner 26,5 Zoll, was die tatsächliche Darstellungsfläche darstellt.
3. Wir haben es hier mit einem QD-OLED Monitor zu tun, was man anhand der leicht violetten Schimmer des Displays gut erkennt.

Schauen wir mal auf die vorhandene Anschlüsse:
PXL_20251220_111212453.MP.jpg

Von Links nach Rechts:
- 3,5 mm Kopfhöreranschluss
- 2 USB-A Anschlüsse
- 1 USB Anschluss zum verbinden für den PC für Updates und zur Steuerung des Monitors
- 1 USB-C Anschluss inkl. den 98 Watt Power Delivery
- 1 Dispay Port 2.1a Anschluss
- 2 HDMI 2.1 Anschlüsse

Auf der rechten Rückseite ist dann noch der Stromanschluss vorhanden und ansonsten keine weiteren Anschlüsse.

Zentral auf der unteren Rückseite des Monitors befindet sich noch der drückbare 4-Wege-Joystick, sowie der Power On/Off Knopf und eine frei belegbare Schnellzugriffstaste.
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In dem Kinn ist dann noch der Sensor für die AI Care Funktionen verbaut, sowie eine kleine transparente Status-LED.

Bevor der Monitor gleich das erste mal angeschaltet wird, noch die wichtigsten Eckpunkte zu den mechanischen Einstellungsmöglichkeiten:
- Die Höhenverstellbarkeit des Standfußes liegt bei 11 cm, wobei in der niedrigsten Einstellung der untere Rahmen des Monitors 6 cm von der Aufstellfläche entfernt ist und in der höchsten Einstellung dann 17 cm.
- Mittels eines Gelenks im Standfuß kann der Monitor nach links/rechts jeweils um 30 Grad gedreht werden.
- Der einstellbare Neigungswinkel liegt bei - 5 bis + 20 Grad.
- Einen Pivot-Modus hat der Monitor auch, in dem er bis max. 90 Grad gedreht werden kann. Die Drehung kann hierbei sowohl nach links oder rechts erfolgen, je nachdem was benötigt wird.

Insgesamt sind die Einstellungsmöglichkeiten üblicher Standard.
Lobend zu erwähnen ist, dass der Monitor die ganzen Einstellungen sehr sauber mit mäßigem Kraftaufwand funktionieren und der Monitor dann die eingestellt Position sauber hält.

So nun aber genug mit der grauen Theorie und der Monitor wird mittels DisplayPort mit dem PC verbunden und an den Strom angeschlossen und das erste mal eingeschalten:
PXL_20251220_112409419.jpg

Der erste Eindruck ist einfach nur Wow! Das Schwarz, der Kontrast, einfach ganz anderes Level als meine bisherigen zwei IPS und TN Monitore ☺

Als erstes checke ich die Firmware-Version und schau ob es vielleicht schon eine neuere zum updaten gibt.
PXL_20251220_113119397.jpg

Das OSD sagt, Firmware FW.014 ist installiert, auf der Supportseite von MSI ist die jüngste Version die FW.017.

Im Zeitraum des Lesertests wurde auch keine neuere Version veröffentlich, alle weiteren Eindrücke von mir sind entsprechend mit der FW.017.
→ Also gleich runter geladen zum installieren.

Auf der MSI-Seite gibt es auch einen extra Firmware Installation Guide.
Für das Update der Firmware wird die MSI-eigene Software „Gaming Intelligence“ benötigt.
Ich bin eigentlich kein großer Fan von weiterer Zusatzsoftware, aber wenn sie für das Firmwareupdate benötigt wird, dann ist es halt so. Also auch runter geladen und installiert.

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Ich muss sagen, ich bin positiv überrascht gewesen, wie gut sie einen durch die Update-Prozess führt, alle Schritte sind ordentlich beschrieben, damit man ja keinen Fehler bei dem Update macht. Dafür gibt es schon mal einen Daumen nach oben.
Das Update hat dann ein paar Minuten gedauert und dann konnte es endlich losgehen mit der eigentlich Nutzung des Monitors.


Zum Start der eigentlichen Nutzungserfahrung, geht es mit den drei (ja drei) Möglichkeiten los, mit denen man Einstellungen an dem Monitor vornehmen kann und welche Einstellungen ich nutze und wie gut sie für mich funktionieren.

1. Klassisch über das OSD des Monitors, welches sich über einen Druck auf den Joystick auf den unteren Rückseite des Monitor öffnet.
Hier kann man dann über den Joystick durch die verschiedenen Punkte navigieren und seine Einstellungen vornehmen.
Über das OSD kann man alle Einstellungen des Monitors vornehmen, das ist so bequem bzw. unbequem wie bei allen anderen Monitoren, wo über einen Rückseitigen Joystick die Einstellungen erfolgen.
Bei mir ist es so, dass ich eine Soundbar vor dem Monitor stehen habe, die man erst jedes mal für Einstellungsanpassungen ein Stückchen zu sich hin vorstellen muss, um unter den Monitor greifen zu können.
Wobei ich später die Soundbar etwas schief hinter den Monitor auf dessen Standfußplatte gestellt habe, dazu aber später mehr.
Hierbei noch gleich der Hinweis, der Monitor selbst hat keine aktiven Lautsprecher, so dass man entweder Boxen/eine Soundbar oder ein Headset benötigt.
Weiter will ich aber gar nicht auf das OSD eingehen, es bietet gegenüber dem OSD von anderen Monitoren keine erwähnenswerten Besonderheiten.

So kommen wir zur zweiten und schon wesentlich angenehmeren Art, um Einstellungen am Monitor vorzunehmen.

2. Über die MSI-Software „Gaming Intelligence“, über die auch das Firmware-Update gemacht wurde.

Einigen von euch ist bestimmt schon auf dem Bild oben aufgefallen, dass es noch einige weitere Punkte in der Software gibt.
Man kann bequem alle Einstellungen, die auch über das OSD möglich sind, über die Software mittels der Maus vornehmen.
Dazu muss der Monitor aber über das speziell USB-Kabel mit dem PC verbunden sein.

Gehen wir mal durch die einzelnen Punkte durch und starten mit der Monitor-Steuerung:
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Hier lässt sich, unabhängig von den Punkten unterhalb von „Alle aufklappen“ der Modus wählen, der jeweils ein Set aus weiteren Einstellungen zusammen fast.
In Abhängigkeit des gewählten Modus, können auch weitere Einstellungen ausgegraut, sprich nicht veränderbar, sein.
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Hier sehen wir gleich einen Bug in der Software, es ist zweimal der Eintrag RPG (Roll Playing Games) vorhanden.
Wobei es sich hierbei "nur" um einen Schreibfehler handelt, denn hinter dem zweiten RPG versteckt sich tatsächlich der Schwarz-Weiß-Modus.
-> Im OSD ist dieser Schreibfehler nicht vorhanden.

Ich habe verschiedene Modi durchprobiert und bin letztendlich bei „sRGB“ hängen geblieben.
Der Modus hat für mich, im SDR-Farbraum, die angenehmste Darstellung.

Die erste aufklappbare Sektion in der Monitor-Steuerung ist der KI-Navigator:
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Hier kann auf der linken Seite, das zum Gaming integrierte KI-Fadenkreuz angepasst und eingeschaltet werden.

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Das KI-Fadenkreuz kann hierbei pixelgenau positioniert werden.
Unter Symbol-Farben kann man zwischen einem adaptiven Modus, welcher das Fadenkreuz in einer Kontrastfarbe zum gerade dargestelltem Hintergrund anzeigt oder per Anpassen auf eine individuelle Farbe festlegen.
Zusätzlich kann unter "Größe des Symbols" noch die (Überraschung) Größe des gewählten Fadenkreuzdesigns ausgewählt werden.

Und so sieht das dann in einem Spiel, hier der Single-Player Extraktionsshooter Witchfire (kann ich nur empfehlen, das Spiel) aus:
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→ KI-Fadenkreuz deaktiviert

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→ Per druck auf die rechte Maustaste, geht man in den Zielmodus über, wo das normale Fadenkreuz nicht mehr angezeigt wird, sondern man über die Zielmarkierung auf dem Lauf der Waffe zielen muss, quasi über Kimme und Korn.

Und so sieht es mit dem aktiven KI-Fadenkreuz aus (die Bilder sind mit der Handykamera gemacht, da dass Fadenkreuz, wie auch das OSD direkt vom Monitor kommen und auf Screenshots nicht mit abgebildet wird):
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Das KI-Fadenkreuz fügt sich gut in das Spielbild ein und gerade beim Zielen über Kimme und Korn ist es eine gute zusätzliche Zielhilfe, wenn benötigt.

Jetzt stellen sich einige von euch sicherlich die Frage „Ich muss also jedes mal, von Hand, pixelgenau das KI-Fadenkreuz einstellen, wenn ich ein anderes Spiel spiele? Das kann es doch nicht sein!“
→ Kurze Antwort: Nein so ist es nicht, dazu später mehr.

Soviel zum KI-Fadenkreuz und es geht weiter auf der rechten Seite, mit den Funktionen des KI-Pflegesensors:
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Wie das KI-Fadenkreuz, kann man die KI-Pflegesensor grundsätzlich ein oder aus schalten.

Ich habe ihn immer aktiv und finde, dass eigentlich jeder OLED-Monitor so einen Sensor bräuchte um die Einbrenngefahr weiter zu reduzieren.
Man hat die Wahl zwischen einem System-Modus und dem hier gewählten Monitor-Modus.

Die Beschreibung aus dem Handbuch zu den beiden Modi ist folgende:
- Wenn auf Systemmodus eingestellt, werden WoA (Reaktivieren bei Annäherung) , LoL (Sperren nach Weggehen) und Adaptives Dimmen über das Microsoft Windows Betriebssystem gesteuert.
- Wenn auf Monitor-Modus eingestellt, werden WoA (Reaktivieren bei Annäherung) , LoL (Sperren nach Weggehen) und Adaptives Dimmen über das OSD-Menü des Monitors gesteuert.

Weiter steht im Handbuch unter den verschiedenen Funktionen:
- WoA (Reaktivieren bei Annäherung) ist ausgegraut, wenn der Aktiver Modus auf Systemmodus eingestellt ist.
- LoL (Sperren nach Weggehen) ist ausgegraut, wenn der Aktiver Modus auf Systemmodus eingestellt ist.
- Adaptives Dimmen ist ausgegraut, wenn Aktiver Modus auf Systemmodus eingestellt ist.

Ich habe selbst in Windows keine Möglichkeit gefunden, die entsprechenden Funktionen zu steuern.
→ Damit ist für mich, mit meinem Kenntnisstand, der System-Modus praktisch obsolet und der Monitor ist entsprechend auf den Monitor-Modus eingestellt.

Von den zur Verfügung stehenden Optionen habe ich immer „Aufwachen beim Anflug (komische Übersetzung)“ und „Beim Verlassen sperren“ aktiv.

Die Funktion „Beim Verlassen sperren“ sorgen dafür, dass wenn man seinen Platz verlässt, sich der Monitor nach ein paar Sekunden (Einstellbar in einen Bereich zwischen 10 und 120 Sekunden) automatisch ausschaltet.
Die Funktion „ Aufwachen beim Anflug“ (Einstellbar in einen Bereich zwischen 0 und 30 Sekunden) sorgt dafür, dass wenn man wieder an seinen Platz zurück kommt, sich der Monitor wieder einschaltet.
→ Das funktioniert beides insgesamt gut und möchte ich auf keinen Fall bei einem OLED-Monitor mehr missen.
→ Mal kurz den Platz verlassen und schon geht der Monitor in den Schonmodus bzw. beim zurück kommen in den Arbeitsmodus, ohne das man händisch etwas machen muss.

Was ich jedoch noch besser finden würde ist, wenn man auswählen könnte, ob sich der Monitor beim Verlassen des Platzes ausschaltet (so ist es aktuell) oder alternativ an bleibt, dann jedoch ein vollständig schwarzes Bild anzeigt.
→ Das fände ich ein gute Alternative, da das automatische Wiedereinschalten doch ein paar Sekunden dauert und ein alternativer Wechsel von einem vollständig schwarzen Bild zu dem normalen Bild wesentlich schneller gehen würde.

Was mir negativ aufgefallen ist, dass meine Soundbar vor dem Monitor, obwohl sie den Sensor in nicht (auch nicht teilweise) verdeckt, ihn trotzdem irgendwie gestört hat. Ich hatte mit der Soundbar über einen Arbeitstag (9 Std.) verteilt, über 10 mal, dass sich der Monitor ausgeschaltet hat, obwohl ich vor ihm gesessen bin. Es hat ausgereicht, dass ich mich etwas weiter nach hinten gelehnt habe und dann bei einem Abstand von ca. 80 cm vom Monitor oder mehr, er sich ausgeschaltet hat.

Ich habe die Soundbar danach unter dem Monitor, auf die Standfußplatte gestellt, was zwar nicht optimal für die Soundbar ist, weil ich so kaum an die oben liegenden Bedientasten heran komme, aber zumindest funktioniert so der Monitor-Sensor wie erwartet ohne Fehlausschaltungen.

Adaptives Dimmen ist grundsätzlich auch gut, hier fehlt mir jedoch etwas die Möglichkeit einer Feineinstellung wann es greift und wann nicht. Es scheint so, dass hier den Scanner in Abhängigkeit zur Kopfposition arbeitet, was dazu führt, dass auch ganz gerne mal gedimmt wird, obwohl man einen Inhalt an einem Monitorrand betrachtet.

Ich bin zumindest jemand, der bei der Betrachtung von Inhalten am Displayrand seinen Kopf bewegt, so dass die Augen gerade auf die zu betrachtende Stelle sind. Hält man hingegen den Kopf weitestgehend auf den Monitor zentriert und bewegt stattdessen die Augen um an die Ränder zu sehen, wird nicht gedimmt.
-> Hier könnte MSI gerne noch nachbessern.

Für die private Nutzung, wo ich auch nur diesen Monitor eingeschaltet habe, habe ich deswegen das adaptive Dimmen deaktiviert.

Für die geschäftlich Nutzung im Homeoffice, wo ich noch rechts meinen zweiten 24,5 Zoll Full HD IPS Monitor habe, auf dem Teams und Skype laufen, habe ich das Dimmen aktiv.
-> Da nehme ich dieses immer wieder auftreten "False-Dimming" in Kauf, da ich eben häufig auf den Zweitmonitor schaue und so den OLED-Monitor wirksamer schonen kann.

KI-Helligkeit und KI-Lichtsensor habe ich deaktiviert, da der Platz wo ich den Monitor betreibe, ein gleichbleibendes Lichtverhältnis hat und ich somit sehr gut mit einer fest eingestellten Helligkeit klar komme.
Testweise habe ich die beiden Funktionen aktiviert und die Lichtverhältnisse geändert (Helligkeit im Raum signifikant erhöht) und ja, die Helligkeit und die Farbgestaltung haben sich ebenso verändert.

Als letzte Einstellungsmöglichkeit gibt es noch KI-Vision, was laut Handbuch folgendes bewirkt „verbessert die Bildqualität, indem es den Kontrast der Bilder und die Hintergrundhelligkeit optimiert.“
Hier gibt es neben aus drei Aktivierungs-Stufen, die auch sichtbare Unterschiede bringen.
→ Wie oben geschrieben, habe ich gleichbleibende Lichtverhältnisse und damit ist diese Funktion bei mir deaktiviert.

Die zweite Sektion trägt den Namen „Gaming-Funktionen“, hierunter ist aber die Steuerung für KVM enthalten, was ja eigentlich kein originäres Gaming-Thema ist, musste halt wahrscheinlich noch irgendwo untergebracht werden.
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Unter Bildschirmgröße lassen sich verschieden Formate auswählen und ein 24,5 Zoll-Modus (hierbei hat man dann entsprechend dicke schwarze Ränder):
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Viel mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu schreiben, je nach Wahl wird das Bild so dargestellt.
Ich betreibe den Monitor ausschließlich in der Einstellung Auto.

Unter HDMI 2.1 gibt es neben dem PC noch einen Consolen-Modus:
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Laut Handbuch bietet der Konsolenmodus eine umfassendere Kompatibilität mit mehr Konsolengeräten, was ich jedoch mangels einer Spielkonsole nicht weiter selbst testen kann.

Unter Display HDR gibt es drei mögliche Auswahlmöglichkeiten, die dann bei aktiviertem HDR Modus angewendet werden:
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Leider gibt das Handbuch hier keine weiteren Hinweise, was der Unterschied zwischen den verschieden HDR-Modi ist.
Zu der Einstellung „DisplayHDR“ ist lediglich der folgende Satz vorhanden:
Die DisplayHDR-Funktion verbessert die Bilddarstellung durch anpassbare Einstellungen für optimierte Helligkeit und Kontrast.

Auf der im folgenden verlinkten Seite von MSI bin ich dann fündig geworden:
Erläuterung HDR-Modi auf MSI-Internetseite

Zusammengefasst bedeutet dies:

True Black 500 (Standard/Basis-HDR)
- Helligkeit: Bietet einen guten SDR-zu-HDR-Übergang, oft mit um die 500 Nits Spitzenhelligkeit, wobei der Fokus auf perfektem Schwarz liegt.
- Anwendung: Ideal für eine ausgewogene HDR-Darstellung, die Schatten und Lichter gut ausbalanciert, wenn der Raum abgedunkelt ist.

Peak 1000 Nits (Hohe Spitzlichter)
- Helligkeit: Erreicht höhere Spitzenwerte, typischerweise bis zu 1000 Nits, was für hellere, detailreichere Highlights (z.B. Sonnenreflexionen) sorgt.
- Anwendung: Besser für HDR-Inhalte, bei denen mehr Brillanz gewünscht wird, aber immer noch mit Rücksicht auf eine gewisse Bildtreue.

EOTF-Boost (Maximale Helligkeit & Sichtbarkeit)
- Helligkeit: Der hellste Modus; hebt das Signal über die 1000-Nits-Grenze hinaus an, um auch in hellen Räumen Details sichtbar zu machen.
- Anwendung: Perfekt für helle Umgebungen oder wenn das Bild generell heller und lebendiger wirken soll; nutzt die Leistung der QD-OLED-Panels voll aus, auch wenn es die Farbgenauigkeit (im Vergleich zu den anderen Modi) leicht verändern kann.

→ Mir persönlich gefällt das Ergebnis, dass True Black 500 liefert, am Besten, entsprechend habe ich dies eingestellt.
→ Bei Peak 1000 Nits und EOTF-Boost ist eine (teilweise) höhere Helligkeit als bei True Black 500 feststellbar.

In der oberen Mitte, gibt es die Einstellungen für MPRT (Moving Picture Response Time), was der MSI-Begriff für einen Black Frame Insertion Modus ist.

Hierbei wird jedes zweite Bild des Monitors schwarz dargestellt, was die Bewegungsschärfe verbessert.

Laut Handbuch funktioniert das nur in der nativen Auflösung von 2560x1440 Pixel. Der Modus lässt sich aber auch bei einer niedrigen Monitorauflösung von 1920x1080 Pixel aktivieren. Um zu prüfen ober die Einstellung auch wirklich an ist, muss man einfach nur durch die Handykamera den Monitor betrachten. Es ist dann ein von unten nach oben laufendes Wellenmuster zu sehen, dass man mit dem bloßen Auge nicht sieht.

MPRT kann nicht gleichzeitig mit Adaptiv Sync genutzt werden, was sich direkt unterhalb des MPRT-Schalters befindet.
Was auch noch zu beachten ist, dass sich bei aktivem MPRT sichtbar die Helligkeit reduziert, da jeder zweite Frame schwarz ist und damit keinen Beitrag zur Helligkeit leistet.

Nachdem ich sowohl mit MPRT als auch Adaptiv Sync etwas rumprobiert habe, bin ich jedoch dazu übergegangen, beide Funktionen abzuschalten.
-> Der Monitor hat mit seinen bis 500 Hz eine so hohe Bildwiederholrate, dass mir auch ohne die beiden Funktionen weder Bewegungsunschärfe noch Tearing aufgefallen ist.

Ich betreibe den Monitor aber nicht mit den maximalen 500 Hz, sondern "nur" mit 480 Hz und habe zusätzlich die maximalen FPS in Spielen im Grafikkartentreiber auf 120 limitiert.
-> So habe ich hier ein gerades Verhältnis von maximalen FPS zur Hz-Anzahl des Monitors von 1:4.

DSC habe zwangsweise an, um die hohe Bildwiederholrate nutzen zu können, da mein RTX 4080 über keinen DP-Port 2.1 Anschluss verfügt.

Die Möglichkeiten der Alarmuhr (Countdown der dann die eingestellt Zeit nach unten zählt, wenn man sich ein „Gaming-Zeit-Budget“ eingerichtet hat) oder der Bildfrequenz-Anzeige funktionieren wie erwartet, nutze ich persönlich jedoch nicht.

Ganz auf der rechten Seite gibt es noch den „Optix Umfang“ zum einschalten, was eine Zielvergrößerung in der Monitormitte in mehren Zoomstufen darstellt.
-> Was ich jedoch als wenig sinnvoll ansehe, da sich der Bereich welcher Vergrößert wird nicht verschieben lässt und damit, im Gegensatz zu dem KI-Fadenkreuz fix ist.
-> Konsequenter Weise hätte ich erwartet, dass wenn das KI-Fadenkreuz eingeschaltet ist, dann bei aktivem "Optix Umfang" auch dieser Bereich vergrößert wird und nicht fix die Monitormitte.

Darunter befindet sich noch die Steuerung der KVM (Keyboard Video Mouse) Funktion.
Damit können mehrere Geräte, wie beispielsweise ein Gaming-PC, ein Laptop oder eine Konsole, über eine einzige Tastatur und Maus gesteuert werden, wenn diese an die USB-Anschlüsse des Monitors angeschlossen sind.
An dem Monitor hängt bei mir nur ein PC, weswegen ich hier leider auch nicht mehr dazu schreiben kann, wie gut das mit dem Modell funktioniert.

Und auf zur nächsten Sektion, dem Modus:
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Hier können in Abhängigkeit zum ganz oben gewählten Modus (bei mir eben sRGB) die üblichen Bildeinstellungen, wie Helligkeit, Kontrast, Farben oder Gamma vorgenommen werden.

Je nach gewählten Modus sind hier auch einige Optionen ausgegraut und können nicht abweichend eingestellt werden.

Zusätzlich gibt es mit „Schärfen“ und „Bildoptimierung“ noch weiter Einstellungsmöglichkeiten, die man sich gerade dann einmal anschauen sollte, wenn man eine Anwendung/Spiel in einer abweichenden Auflösung wie der nativen ausführt.

Kurz aus dem Handbuch:
- Schärfe: Die Schärfe verbessert Klarheit und Details von Bildern.
- Bildoptimierung: Die Bildoptimierung optimiert die Bildränder zur Steigerung der Kantenschärfe.

Für die Nutzung von Schärfe bis maximal Stufe 2 oder 3 von 5, kann ich eine klare Empfehlung geben.

Spiele, gerade ältere die nicht für 1440p vorgesehen sind sondern für 1080p, sehen damit wirklich noch gut aus.

→ Das ist etwas was mich an dem Monitor mit am meisten überrascht hat, wie gut dieser die interpolierte Darstellung von 1080p auf dem 1440p Display meistert. Natürlich ist hier ein gewisser Qualitätsverlust gegenüber der nativen Auflösung vorhanden, aber ich würde das Ergebnis als immer noch gut und voll alltagstauglich bezeichnen. Dafür gibt es von mir für MSI einen ganz dicken Daumen nach oben, dass auch meine älteren 1080p Spiele noch so gut mit dem Monitor aussehen und ich nicht auf meinen Full HD IPS Monitor dafür zurück greifen muss.

Bildoptimierung habe ich probiert aber bereits auf der ersten Stufe von maximal 5 gibt es einen unschönen Überschärfeeffekt, der nicht gut aussieht. Entsprechend ist die Bildoptimierung bei mir ausgeschaltet.

In der vierten Sektion geht es um die Bildeingangsquellen für den Monitor:
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Ich denke viel gibt es hierbei nicht zu schreiben, man kann auswählen über welchen Monitoreingang das Bild zugespielt wird und ob wenn ein Geräte über den USB-C Anschluss angeschlossen ist, es darüber geladen werden kann.

Die folgende Sektion befasst sich mit den Funktionen „Bild im Bild“ und „Bild neben Bild“:
1768076682353.png

Mangels einer zweiten am Monitor angeschlossenen Bildquelle kann ich hierzu leider auch nichts weiter schreiben.
Die Einstellungen hier sind entsprechend ausgegraut, wenn keine zusätzliche Bildquelle vorhanden ist.

Die vorletzte Sektion ist für einen OLED-Monitor eine der wichtigsten, sie befasst sich mit den Schutzmaßnahmen um Einbrenneffekte entgegen zu wirken:
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Der Monitor bietet eine ganze Armada an OLED-Pflege bzw. OLED-Schutzfunktionen an.

Die einzelnen Funktionen werden wie folgt im Handbuch beschrieben:

1. Pixelverschiebung:
Die Pixelverschiebung verschiebt die Pixel Ihres Bildschirms in regelmäßigen Abständen, um die Möglichkeit des Einbrennens oder der Retention des Bildes zu verringern.
Pixelverschiebung ist auch der Grund, weswegen der 27 Zoll Monitor praktisch „nur“ ein 26,5 Zoll Monitor ist.
Dieser zusätzlich Bereich ist notwendig, damit das Bild auch regelmäßig verschoben werden kann.

2. Statischer-Bildschirm-Erkennung:
Wenn über einen längeren Zeitraum statische Bilder erkannt werden, reduziert der Monitor die Helligkeit, um ein Einbrennen des Bildschirms zu verhindern.
Sobald bewegte Bilder erkannt werden, stellt der Monitor seine vorherige Helligkeitseinstellung wieder her.

3. Multi-Logo-Erkennung:
Diese Funktion hilft Einbrenneffekte (Image-Sticking) zu vermeiden. Wenn diese Option auf „Ein“ gesetzt ist, wird die Helligkeit von Bereichen mit mehreren Logos reduziert, wenn Logos erkannt werden.

4. Taskbar-Erkennung
Diese Funktion hilft Einbrenneffekte (Image-Sticking) zu vermeiden. Wenn diese Option auf „Ein“ gesetzt ist, wird die Helligkeit der Taskleistenbereiche reduziert, wenn Taskleisten erkannt werden.
5. Grenzerkennung:
Diese Funktion hilft Einbrenneffekte (Image-Sticking) zu vermeiden. Wenn diese Option auf „Ein“ gesetzt ist, wird die Helligkeit von Randbereichen reduziert, wenn dort Buchstaben und Säulen erkannt werden.

6. V-Split-Erkennung:
Diese Funktion hilft Einbrenneffekte (Image-Sticking) zu vermeiden. Wenn diese Option auf „Ein“ gesetzt ist, wird die Helligkeitsreduzierung entlang vertikaler Grenzen beim Multitasking oder Spielen mit geteiltem Bildschirm aktiviert.

7. Automatische Helligkeitsregelung:
Diese Funktion schützt vor dem Einbrennen statischer Bilder, indem sie die Bildschirmhelligkeit schrittweise reduziert. Wenn sie auf EIN gesetzt ist, reduziert die Funktion automatisch die Helligkeit bei der Erkennung statischer Bilder im Vollbildmodus.

Ich habe alle diese Schutzfunktionen eingeschalten und fast alle auf die jeweils höchsten Reduzierungsstufen gestellt.
Lediglich die automatische Helligkeitsregelung habe ich nicht auf die schnellsten bzw. höchsten Werte gesetzt, da ich eh mit einer geringen Grundhelligkeit von 10 unterwegs bin.
→ Mir fallen durch die ganzen aktiven Schutzfunktionen keine negativen Effekte in der täglichen Nutzung auf, weswegen ich eine oder mehrere der Funktionen deaktivieren müsste/möchte.
→ Ich hoffe, dass die Schutzfunktionen ihre Wirkung haben und ich auch nach mehrjähriger Nutzung des Monitors entsprechend von Burn In verschont bleiben werden.

In der untersten Zeile sich noch die beiden Felder „Schutzhinweis“ und „Bildschirmschutz“.
Der Schutzhinweis steht bei mir auf Auto, damit erhalte ich nach 4 Stunden kumulierter Nutzung (als z.B. nach 1x 2 Stunden und 2x 1 Stunde) einen Hinweis, dass der Bildschirmschutz für eine optimale Pflege und dem Erhalt des Panelzustandes ausgeführt werden soll.
Als Alternative kann auch mit 24 Stunden ein größeres kumuliertes Zeit Intervall ausgewählt werden, ich denke aber, dass das kleine Intervall besser für den Monitor ist und nutze es deswegen.

Über die Schaltfläche Bildschirmschutz kann man jederzeit den Pflegezyklus auch manuell starten.

Die letzte Sektion befasst sich mit den Systemeinstellungen des Monitors:
1768076927759.png

Hier lassen sich die Einstellungen zum OSD, zur grundsätzlichen Aktivierung der LED-Beleuchtung auf der Rückseite des Monitors, sowie weitere Einstellungen wie z.B. ob die Betriebs LED an oder aus ist vornehmen.

Wobei mir hierbei ein Bug aufgefallen ist, dass wenn man hier „Info am Bildschirm“ aktiviert, dann per OSD die aktuellen Betriebsdaten wie Auflösung, Bildwiederholrate, Modus und Bildeingangsquelle angezeigt wird, nach der Deaktivierung diese OSD-Anzeige weiterhin bestehen bleibt. Man muss das OSD über den Joystick auf der Rückseite des Monitors aufrufen, dann verschwindet die Anzeige erst wieder.

Soviel zu der Monitor-Steuerung, die ziemlich umfangreich ist.

Der nächste Punkt ist das AI Menu, welcher auch die Antwort auf die oben gestellte Frage „Ich muss also jedes mal, von Hand, pixelgenau das KI-Fadenkreuz einstellen, wenn ich ein anderes Spiel spiele?“ beinhaltet:
1768077038598.png

Kurz gesagt, bietet das AI Menu die Möglichkeit, verschiedene individuelle Bildschirmeinstellungen, quasi Profile, Programmen/Apps zuzuordnen.
So muss man jeweils nur einmal die für ein Spiel individuelle Monitoreinstellungen hier pflegen und diese werden dann automatisch beim Start des jeweiligen Spiels angewendet.
Diese Profile lassen sich auch exportieren und importieren.
→ Insgesamt eine gute Funktion, da man sich so für jedes Spiel, wenn man dann will, die für einen optimalen Einstellungen vornehmen und dann automatisch anwenden lassen kann.

Mein einziger Kritikpunkt hierbei ist, dass die Profile immer aktiv sind und nicht einfach aktiv oder inaktiv gesetzt werden können.
Habe ich z.B. hier in dem Profil zu Witchfire das KI-Fadenkreuz und die Anzeige der Bildfrequenz aktiviert und sonst keine zu meiner Standardeinstellung abweichenden Einstellungen vorgenommen und möchte die beiden Funktionen für den nächsten Spielstart wieder ausschalten, muss ich in dem Profil unter „KI-Navigator“ das KI-Fadenkreuz und unter „Gaming-Funktionen“ die Bildfrequenzanzeige ausschalten.
→ Hier wäre es einfacher und sinnvoll, die Möglichkeit zu haben ein Profil komplett aktiv/inaktiv setzen könnte.

Diese Funktion des AI Menu ist auch nur über die Software „MSI Gaming Intelligence“ und nicht über das OSD verfügbar.

Nächster Punkt ist „Mystic Light“ wohinter sich einfach die Steuerung der rückseitigen LED-Beleuchtung verstecke:
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Viel gibt es hier auch nicht zu schreiben, es stehen 10 verschiedene LED-Effekte zur Auswahl.
Eine Einstellung zu einem zeitgesteuertem Wechsel des Effekts in einer definierten Reihenfolge oder per Zufall gibt es nicht.
Da ich aber eh kein Freund von „Diskobeleuchtung“ am/im PC bin, habe ich keinen der LED-Effekte eingeschaltet.
Wer aber darauf steht, kommt auf seine Kosten.

Auch der nächste Punkt ist schnell abgehandelt, die sog. „G-Taste anzeigen“:
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Die G-Taste ist auf der Rückseite des Monitors, direkt rechts neben dem Steuerungs-Joystick und kann mit einer der Funktionen aus der Auswahlliste belegt werden.

And next one → Tastatur Hotkeys:
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Hier lassen sich Tastatur Hotkeys definieren um bestimmte Funktionen, wie hier Helligkeit + und – bequem und schnell über die Tastatur zu steuern.
→ Insgesamt ein doch ganz praktische Funktion, jedoch mit einer Einschränkung.
→ Passt man z.B. die Helligkeit bequem über die Tastatur mittels den Hotkeys an, wird das OSD hierbei nicht mit angezeigt, so dass man nicht sieht auf welche Stufe man die Helligkeit jetzt genau eingestellt hat.

Der folgende Punkt bietet Einstellungsmöglichkeiten, die ansonsten über die jeweiligen Windows Menüs gemacht werden:
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Da dies normale Windowseinstellunge sind, jedoch hier nur unter einer anderen Oberfläche angeboten werden, gehe ich nicht weiter darauf ein.

Den Punkt Firmware-Aktualisierung hatten wird schon oben, den müssen wir uns damit auch nicht nochmal anschauen.

Der vorletzte Punkt „Theme-Einstellungen“ gibt einem einfach die Möglichkeit für die Software zwischen vier verschiedenen Themes zu wählen:
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Alle bisherigen Screenshots sind mit dem GI-Theme gewesen, hier zum Vergleich nun das MPG-Theme.

So und nun der letzte Punkt „Navi-Schlüssel“, dann haben wir die umfangreichen Möglichkeiten der Steuerung des Monitors über die „MSI Gaming Intelligence“ abgeschlossen :)
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Hier können die vier Richtungen des Steuerungs-Joysticks, wenn man ihn nicht drückt um in das OSD zu kommen, eigenen Funktionen zugewiesen werden.

Abschließend noch zur RAM-Belegung der Software, diese liegt bei mir im Durchschnitt bei 138 MB, was für mich ok ist.

Damit sind wir die zweite Möglichkeit, der Steuerung des Monitors durchgegangen.

Was ist jetzt also noch die dritte Möglichkeit?
Auf den Screenshots sieht man immer links unten einen QR-Code, über diesen kann man sich die Handy-App „MSI Remote Display“ herunterladen und dann den Monitor über die App mit dem Handy verbinden und manche Funktionen von ihm steuern.

Die Einstellungsmöglichkeit sind hier aber nicht so umfangreich wie über die „MSI Gaming Intelligence“ und die App hat auch noch Bugs oder zumindest Eigenheiten, die eine Nutzung aktuell nicht empfehlenswert macht.

Der Vollständigkeit halber hier den aktuellen Stand, was mit der App (Android-Version) eingestellt werden kann und was ich als Bug bzw. Eigenheit ansehe.

1. Reiter: Standard
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Hier kann man bequem über die App die angezeigten Einstellungen vornehmen.
Unterhalb der Zeile wo „Anti-Verschwimmen“ (MPRT) und „Bildfrequenz“ stehen, gibt es noch zusätzliche Schaltflächen für BiB, BuB, Adaptive-Sync und KI-Fadenkreuz.
→ Das sieht zunächst gut aus, jedoch schaltet der Monitor, wenn man auf diesem Reiter ist, selbst wenn man keine Einstellung ändert, in den Modus „Nutzer“ um, auch wenn ich eigentlich den sRGB-Modus ausgewählt habe.

2. Reiter: Profil
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Auf diesem Reiter kann ich die vordefinierten Modi, außer den Nutzer-Modus, auswählen.
→ In meinem Fall steht hier sRGB

Was die App jetzt sehr sperrig/eigen macht, zeige ich an folgendem Beispiel.
Ich habe den Modus sRGB ausgewählt und möchte jetzt in einem Spiel das KI-Fadenkreuz über die App einschalten.
Dazu muss ich folgende Schritte durchführen (Ausgangspunkt ist, dass die App bereits gestartet ist und ich auf dem Reiter Profil bin):
1. Auf den Reiter „Standard“ wechseln → der Monitor schaltet in den Modus „Nutzer“ um, was gut 5 Sekunden dauert.
2. Auf dem Reiter „Standard“ die Schaltfläche „KI-Fadenkreuz“ antippen.
3. In dem erscheinenden Auswahlfeld das Fadenkreuz-Design auswählen, welches ich möchte und auf Ok tippen.
4. Wieder auf den Reiter „Profil“ wechseln, damit der Monitor wieder in den von mir gewünschten Modus „sRGB“ wechselt, was wieder 5 Sekunden dauert.

Wie ihr seht, ist das nicht wirklich intuitiv und die jeweiligen Umstellungsunterbrechungen von 5 Sekunden sind auch unschön.

Will ich dann das KI-Fadenkreuz wieder deaktivieren über die App, erfolgt der gleiche Ablauf wie oben, nur wird bei der Auswahl des Fadenkreuz-Design „keines“ ausgewählt.

Würde bei einem Wechsel auf den Reiter „Standard“ der Monitor nicht automatisch in den Modus „Nutzer“ wechseln und damit die lästigen 5 Sekunden dauernden Umschaltunterbrechungen wegfallen, wäre die App für mich, als Nutzer eines anderen Modus als „Nutzer“ wesentlich brauchbarer.
→ Aber vielleicht bekommt MSI das ja noch mit einem Update der App hin.

3. Reiter: Einstellung
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Man kann wählen welche Eingangsquelle gerade verwendet werden soll, falls man mehrere Geräte am Monitor angeschlossen hat, sowie den Monitor aus- oder einschalten.

Insgesamt wirkt die App auf mich noch eher nach Work in progress als an ein ausgereifte Anwendung.
→ Potential ist definitiv vorhanden und gerade wenn man in einem Spiel ist, Einstellungen ohne das Gefummel über das OSD oder erste in die Anwendung „MSI Gaming Intelligence“ tabben zu müssen, machen zu können klingt schon gut. Die App braucht aber definitiv noch etwas mehr Entwicklungszeit, damit die Einstellungen flüssiger von der Hand gehen, gerade wenn man nicht im Modus „Nutzer“ unterwegs ist.

Und damit haben wir den doch sehr umfangreichen Block mit Einstellungsmöglichkeiten des Monitors erfolgreich hinter uns gebracht und nun folgt der eigentlich spannende Teile, wo ich meine persönliche Nutzererfahrung mit dem Monitor unter verschiedenen Einsatzzwecken eingehe.

Bevor ich auf die einzelnen Einsatzgebiete eingehe, noch einen kurzen Check des Monitors.
Ich habe hierfür den verlinkten Monitortest von EIZO durchgeführt und geschaut ob der Monitor in einem der Testfelder eine Auffälligkeit hat:
https://www.eizo.de/monitortest/

Mittels des Tests werden folgende 9 Punkte abgeprüft:
- Allgemeines Testbild
- Pixelfehler
- Homogenität
- Farbabstände
- Verläufe
- Textdarstellung
- Blickwinkel
- Gamma
- Reaktionszeit

Für mich hat der Monitor alle diese Punkte anstandslos bestanden, in keinem der Tests ist mir etwas negativ aufgefallen.

Nutzungserfahrung – Homeoffice und Internetsurfen:

Bisher habe ich den Monitor an ein paar Tagen im Homeofficebetrieb eingesetzt.
Grundsätzlich verhält er sich hier wie ein typischer 27 Zoll WQHD Monitor.
Als Skalierung habe ich in Windows 11 125 Prozent eingestellt und damit ist die Darstellung wie erwartet gut.
Störende Farbsäume sind mir bisher trotz QD-OLED-Panel der dritten Generation keine aufgefallen, so dass ich den Monitor im Hinblick auf die Display-Darstellung problemlos für den Homeoffice-Betrieb einsetzen kann.
Hierbei kommen bei mir primär verschiedene MS Office-, sowie SAP ERP-Anwendungen zum Einsatz.

Was etwas gewöhnungsbedürftig ist, ist das Zusammenspiel mit meinem 24,5 Zoll IPS Zweitmonitor, auf dem die Anzeige erweitert wird.
Schaltet sich der OLED-Monitor wegen der aktivierten Schutzfunktion beim Verlassen des Platzes aus, so wird auch der Zweitmonitor kurz für ein paar Sekunden schwarz. Ich vermute aber mal, dass ist einfach Windows 11 geschuldet, da für das Betriebssystem der OLED-Monitor den Status ausgeschaltet hat, was er ja auch ist und entsprechend der Zweitmonitor quasi zum Hauptmonitor wird.
Wie schon weiter oben geschrieben, wäre hier evtl. als Alternative zur kompletten Abschaltung des OLED-Monitors die Anzeige eines schwarzen Bildes besser und würde den Workflow weniger unterbrechen.

Die Erfahrungen aus dem Homeoffice lassen sich quasi 1:1 auf das Internetsurfen übertragen, das funktioniert wie erwartet ohne Probleme.

Was man halt gerade bei der längeren Nutzung im Homeoffice etwas mit einplanen muss, sind die regelmäßigen OLED-Pflegeläufe die der Monitor gerne alle 4 Nutzungsstunden hätte.
Wenn man nur den Monitor allein verwendet kann dies stören, da man dann ein paar Minuten nicht arbeiten kann.
Da ich aber einen Zweitmonitor angeschlossen habe, stört es mich nicht großartig, ich lege dann halt meine Arbeit auf diesen und lasse den OLED-Monitor sein paar minütiges Pflegeprogramm laufen.
Wenn es mal gar nicht passt, kann man auch auswählen, dass das Pflegeprogramm jetzt nicht laufen soll sondern später.

Recht viel mehr lässt sich zu dem Einsatz im Homeoffice auch gar nicht schreiben.

Nutzungserfahrung – Medienkonsum (Videos):


Hier zeigen sich ganz klar die Vorteile eines QD-OLED-Displays mit einem Bild, dass sehr viel besser ist, als meine bisherigen IPS- und TN-Monitore. Egal ob Videos in SDR oder HDR, das Bild besticht durch ein echtes Schwarz, was auch nicht durch eine matte Beschichtung getrübt wird, da die Beschichtung des Monitors glossy ist. Der Dynamikumfang, gerade bei HDR-Inhalten, ist eine echte Offenbarung und das gesamte Bild wirkt viel lebendiger.
Teilweise wird man bei HDR-Inhalten, auch wenn ich nur True Black 500 und nicht EOTF-Schub verwende, richtig geblendet, wenn man in einem sonst weitestgehend abgedunkelten Raum sitzt.
→ Also der Monitor ist hinsichtlich Videos, gegenüber einem IPS- oder gar TN-Gerät nicht nur Next-Level, sondern gleich ein paar Stufen höher.

Nutzungserfahrung – Gaming:

Im Bereich Gaming ist der Monitor, wie auch bei Videos, ein ganz andere Hausnummer als IPS oder TN Geräte.
Ich habe den Monitor mit verschiedenen Spielen getestet, dabei sind sowohl HDR als auch SDR Titel dabei gewesen.
Für den HDR-Test habe ich diese beiden Spiele verwendet:
- Nex Machina: Twin Stick Arcade Shooter
- Control: Third-Person Action Adventure

Für den SDR-Test habe ich diese beiden Spiele verwendet:
- Witchfire: First-Person Shooter
- Synthetik 2: Isometrischer Taktik-Shooter-Roguelite
- Dave The Diver: Abenteuer-RPG

In allen Spielen hat der Monitor ein 1A Bild abgegeben.
Es sind mir keinerlei Tearing, Ghosting oder ähnliche Darstellungsprobleme aufgefallen.

Gerade die HDR Darstellung in den Spielen, die eine gute HDR-Implementierung haben, liefert eine ganz neue Bilderfahrung. Wie bei den Videos wird man teilweise von Explosion kurz geblendet und wenn man dann das Spiel einmal im Vergleich ohne HDR spielt, fällt einem auf, wie „trist“ die Darstellung teilweise ohne es ist.

Ich habe auch geschaut, wie gut der Monitor neben seiner nativen Auflösung von 1440p, die Spiel in einer niedrigen Auflösung von 1080p darstellt.
Die Darstellung war dabei in allen Spielen für mich zumindest befriedigend bis teilweise sehr gut.
Die Interpolationsqualität ist für mich dabei egal ob die Skalierung von der GPU oder vom Monitor (Einstellung in der NVIDIA-App) übernommen wird gleich gut.

So hier endet die aktuelle Version meines Lesertests (siehe auch Vorwort).
Die fertige Version will ich bis einschließlich des nächsten Wochenendes veröffentlichen.
 

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