1. Der Biegetest (am einfachsten)
Dies ist die schnellste Methode, um die mechanischen Unterschiede zu prüfen:
PET: Ist deutlich spröder. Wenn du ein dünnes Stück (z. B. Filament oder ein flaches Bauteil) scharf knickst, bricht es eher oder bekommt eine deutlich sichtbare weiße Verfärbung an der Bruchstelle.
PETG: Ist durch das enthaltene Glykol flexibler und zäher. Es lässt sich weiter biegen, bevor es bricht, und weist eine höhere Schlagfestigkeit auf.
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2. Die Brennprobe
Falls du eine kleine Probe opfern kannst, liefert das Abbrennverhalten klare Hinweise:
Gemeinsamkeit: Beide gehören zur Familie der Polyester, schmelzen in der Flamme und brennen eher langsam mit gelblicher Flamme und schwarzem Rauch.
Unterscheidung: PETG schmilzt aufgrund seiner modifizierten Struktur meist etwas schneller und „flüssiger“ als reines PET. Die Rückstände sind bei beiden meist als harte, schwarze Perlen erkennbar.
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3. Der Recycling-Code
Schau auf die Kennzeichnung (falls vorhanden):
Code 01: Steht für PET (Standard bei fast allen Pfandflaschen).
Code 07: Steht oft für „Other“ (Sonstiges) und wird häufig für PETG verwendet, da es sich beim Recycling nicht mit normalem PET mischen lässt.
4. Optik nach Erhitzen
PET: Wenn es langsam erhitzt und wieder abgekühlt wird, neigt es zur Kristallisation, was das Material trüb oder milchig weiß werden lässt.
PETG: Die Glykol-Modifikation verhindert diese Kristallisation. Es bleibt auch nach dem Erhitzen und Abkühlen (z. B. nach dem 3D-Druck) hochtransparent.