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  1. #1
    Obergefreiter Avatar von L1 Terminal Fault
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    Standard Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition ist ein empfehlenswerter Leisetreter.

    Der taiwanische Hersteller Enermax war in der Vergangenheit durch seine sehr guten Netzteile bei älteren Semestern in bester Erinnerung geblieben.
    Heute ist Enermax wesentlich breiter im PC-Markt vertreten. Neben den besagten Netzteilen ist Enermax einer der solidesten Kühlerhersteller,
    die preislich attraktiv und mit einer guten Leistung überzeugen können.

    Mit dem Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition möchte der Hersteller neue Käuferschichten erschließen.



    Kühler und Zubehör:

    Der Kühler wird mit ein bisschen Schaumstoff, der vor Beschädigung schützen soll, in einer Verpackung geliefert.

    An Zubehör finden wir Schrauben für die Montage, ein Backplate, einen Rahmen, Wärmeleitpaste in einer separaten Tube und zwei Lüfterklammern für den mitgelieferten 140mm großen Lüfter.

    Als neues und nicht gerade alltägliches Zubehör wird ein sogenannter Air Guide mitgeliefert. Mit dem können Anwender den Luftstrom bei Bedarf beeinflussen, um den Airflow im Gehäuse besser zu optimieren.

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    Kernmerkmale bzw. Detailbetrachtung:

    Der Kühlkörper ist schwarz lackiert und mit fünf Heatpipes je 6mm im Direct-Touch-Verfahren realisiert wurden. So soll die Wärmeübertragung ohne Bodenplatte effizienter geschehen.
    Auf eine Vernickelung des Kühlerbodens wurde verzichtet!
    Zusätzlich sind die Heatpipes asymmetrisch angeordnet, damit der Lüfter die RAM Bänke des Mainboards nicht behindert.

    Der 140mm Lüfter ist mit neun Blades ausgestattet, zudem sind an den Ecken Gummipads angebracht, um Vibrationen abzumildern. Regeln lässt sich der Lüfter zwischen 500 und 1000 RPM.

    Insgesamt bringt der Kühlkörper ohne Lüfter circa 864g auf die Waage.

    Die Höhe beträgt 163mm, daher sollte man darauf achten, dass das Gehäuse die entsprechenden Maße aufnehmen kann.

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    Zwischenfazit:

    Die Verarbeitung ist makellos, es gibt bezüglich diesen Aspekts überhaupt nichts zu beanstanden. Anders sieht es beim Zubehör aus, lediglich zwei Lüfterklammern werden geliefert,
    wodurch bei Bedarf eine zusätzliche, zweite Lüfterinstallation nicht möglich ist.
    Ansonsten bietet das Design weder LEDs noch andere optische Highlights wie Heatpipe-Abdeckungen. Anderseits, wer schaut schon ständig seinen CPU-Kühler an.

    Am Kühlkörper findet sich nur ein Makel: da die Bodenplatte nicht vernickelt wurde, kann keine Flüssigmetallpaste verwendet werden, sie würde das Aluminium zwischen den Heatpipes angreifen.

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    Testsystem:

    CPU: Ryzen 5 1600X
    Mainboard: MSI X370 Gaming M7 ACK
    RAM: 16 GB G.Skill 3200Mhz CL 16
    Gehäuse: AeroCool Quartz Pro RGB


    Einrichten des Enermax Kühlers:

    Zuerst wird die original Backplate des Mainboard abgeschraubt und durch das Enermax Gegenstück ersetzt, danach der Rahmen mit dem Backplate fest verschraubt.

    Der CPU Kühlkörper wird dann mit zwei Schrauben befestigt, die Installation ähnelt hier sehr den Noctua Kühlern.

    Besonders schön ist, dass man hier theoretisch den Anpressdruck des Kühlkörpers regulieren kann, da die zwei Schrauben mit Federn ausgestattet sind.
    Desöfteren wird den Intel Core i Prozessoren nachgesagt, dass das Granulat für die CPU-Platine weniger wertig und daher ein niedriger Anpressdruck eines CPU-Kühlers besser sei,
    um die Langlebigkeit der Prozessoren nicht zu reduzieren.

    Insgesamt ist die Installation wegen dem dezidierten Enermax Backplate nur einen Arbeitsschritt aufwendiger, als bei den Mitbewerber Noctua.

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    Tools:

    Prime 95
    Core Temp


    Test:

    Getestet wird der neue Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition mit dem AMD Ryzen 1600X. Hierzu wird die CPU mit Prime 95 für zehn Minuten unter Last gesetzt.

    Danach wird ein Youtube HardwareLuXX Video abgespielt, um die Alltagsbelastung zu simulieren. Mit Hilfe von Core Temp wird die Temperatur ausgelesen.

    Unter Prime95 erreichte die CPU eine maximale Temperatur von 75 Grad, die Taktfrequenz pro Kern lag bei 3698,33MHz, wobei die Zimmertemperatur 23,7 Grad ******.
    Im Alltagsbetrieb erreichte die CPU z.B. bei Youtube Videos zwischen 27 bis 43 Grad, in der Mitte 31 Grad, ein sehr guter Wert!

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    Lautstärke:

    Der neue Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition ist sprichwörtlich wirklich als leise zu bezeichnen. Mag sein, dass bei zirka 1000RPM der Lüfter zu hören ist, dies fällt in der Regel nur nachts auf,
    wenn es allgemein sehr still ist und man mit Prime 95 die CPU unter Last setzt. Stören tut der Lüfter dennoch nie. Ansonsten kann der Enermax im Alltagsbetrieb nicht wahrgenommen werden,
    z.B. beim Musik hören auf Youtube oder arbeiten mit Office. Beim täglichen Gaming fällt der Lüfter ebenfalls nicht auf. Eventuell störende Laufgeräusche des Lüfters waren nicht existent.

    Fazit:

    Nach guten drei Wochen bin ich vom Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition recht angetan. Anfangs hat mich die schiere Größe des Lüfters überrascht, andererseits hat es auch einen praktischen Nutzen.
    Der Lüfter erzeugt mehr Luftdruck mit weniger Umdrehungen, und verursacht dadurch weniger Lärm.

    Vom Konzept her gefiel mir das Installationssystem besonders gut, da der Anpressdruck theoretisch leichtgängig zu regeln ist. Auch wenn es möglicherweise gar nicht von Enermax so gedacht war.
    Entscheiden ist doch nur, dass man es nach eigenem Bedarf modifizieren kann. Wie bereits erwähnt, könnte es bei Intel Prozessoren von Vorteil sein.

    Die Verarbeitung des Kühlkörpers ist tadellos. Beim 140mm Lüfter sind Dämpfer eingearbeitet, um Geräuschemissionen bzw. Vibrationen beim Betrieb zu reduzieren.
    Einen genaueren Eindruck des Kühlers könnt ihr in meinem kommenden Unboxing Video auf Youtube entnehmen.

    Als negativer Punkt ist mir das fehlende zweite Paar Lüfterklammern aufgefallen. Weshalb Enermax darauf verzichtete, bleibt mir verborgen. Denn mit einem weiteren Lüfter könnte die Leistung enorm gesteigert werden,
    auch wenn die Geräuschemissionen minimal steigen würde.
    Auch wenn der Kühlerboden nicht vernickelt, wodurch kein Einsatz von Flüssigmetallpaste möglich ist. Muss man realistisch sein, bei den angesetzten Verkaufspreis von circa 35,-€ kann man es nicht verlangen.
    Ich möchte nochmals erwähnen, dass ich das gesamte Konzept eines Kühlers betrachte und nicht nach der Nadel im Heuhaufen gesucht habe, um ein Produkt zwanghaft schlecht zu machen.

    Insgesamt gefällt mir der Enermax ETS-T50 AXE Silent Edition sehr gut. Abschließend kann ich mit ruhigen Gewissen eine Empfehlung für den Kühler aussprechend.

    Pro:
    leiser 140mm Lüfter / keine störende Laufgeräusche wahrnehmbar
    gutes Installationssystem
    gute Kühlleistung bei günstigem Preis
    Wärmeleitpaste für einige Anwendungen

    Contra:
    ein weiteres Paar Lüfterklammern ist nicht vorhanden
    Geändert von L1 Terminal Fault (01.04.19 um 09:01 Uhr)

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  3. #2
    Kapitänleutnant Avatar von GorgTech
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    Flüssigmetall kann sehr wohl mit Kupfer verwendet werden.

    Aus welchem Material ist die Montagevorrichtung? Falls aus Aluminium, sollte man tatsächlich ganz auf Flüssigmetall verzichten.

    Zitat Zitat von L1 Terminal Fault Beitrag anzeigen
    ..Auch wenn der Kühlerboden nicht vernickelt, wodurch kein Einsatz von Flüssigmetallpaste möglich ist...
    Geändert von GorgTech (31.03.19 um 22:05 Uhr)
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    3D Drucker - Low Noise MOD & andere Tweaks
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    The Skull of Gul'dan
    The Punisher & The Punisher - Second Batch
    Oldtimer Reborn - ein antikes Gehäuse wird zu neuem Leben erweckt

    CPU zu heiß? Delid & Relid gewünscht? Machbar für Ivy/Haswell/Broadwell/Devil´s Canyon/Skylake/Kabylake/Coffe Lake. PN!

  4. #3
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    Zitat Zitat von GorgTech Beitrag anzeigen
    Flüssigmetall kann sehr wohl mit Kupfer verwendet werden.

    Aus welchem Material ist die Montagevorrichtung? Falls aus Aluminium, sollte man tatsächlich ganz auf Flüssigmetall verzichten.
    Das Material am Kühlerboden zwischen den Heatpipes besteht aus Aluminium, daher kann kein Flüssigmetallpaste verwendet werden.

    Danke für den Hinweis,habe die entsprechende Stelle geändert, damit man mich nicht missversteht.
    Geändert von L1 Terminal Fault (01.04.19 um 09:02 Uhr)

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