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XXL-Test: AMD Radeon HD 6870 und 6850

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Seite 1: XXL-Test: AMD Radeon HD 6870 und 6850

6870_LogoNach monate- und wochenlanger Gerüchteküche ist der Tag gekommen, an dem AMD seine neue Grafikkarten-Generation, besser gesagt Teile davon, offiziell vorstellt und den kompletten Vorhang fallen lässt. Bereits vor wenigen Tagen durften wir den Namen der neuen Karten sowie dazugehörige Bilder der Karten präsentieren. Heute erblicken also AMD Radeon HD 6870 und 6850 komplett und mit allen Informationen das Licht der Welt. AMD hatte dazu vor einer Woche zu einer Veranstaltung nach Los Angeles eingeladen, auf der wir mit allen nötigen Informationen versorgt wurden, die wir heute weitergeben wollen. Neben der Betrachtung der Architektur werden wir uns auch die neuen Features wie ein Ausbau der Eyefinity-Technologie anschauen, bevor wir dann zu den Benchmarks kommen werden.

Bevor wir allerdings tiefer in das Thema einsteigen, wollen wir versuchen von AMDs Botschaft zur neuen Generation weiterzugeben. So sieht sich AMD derzeit sehr gut aufgestellt, auch wenn die letzten Quartalsergebnisse noch von einem Verlust sprechen. Lässt man den finanziellen Aspekt einmal außer Acht, so hält man sich nach eigenen Angaben derzeit an den selbst gesteckten Zeitplan, weiß aber auch um die Arbeit, die man derzeit noch aufzuarbeiten hat und sieht sich mit den Fusion-Produkten auch für die Zukunft gerüstet.

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Die beiden heute vorgestellten Karten werden bereits seit Monaten mit dem Codenamen "Northern Island" bezeichnet. Rückblickend auf die Radeon-HD-5800er-Serie sieht AMD sich als führend in der Einführung von DirectX 11 und der Eyefinity-Technologie. Northern Island soll die Messlatte in allen Bereichen höher legen und gleichzeitig einen Ausblick auf die Performance zukünftiger Fusion-Produkte geben. Aufgrund der aktuellen Marktsituation sieht man sich zum jetzigen Zeitpunkt in einer idealen Position für ein solches Update. Für 2010 wird der Verkauf von 193 Millionen GPUs erwartet. 38 Prozent davon werden in Notebooks eingesetzt. 33 Prozent finden sich in Desktop-Systemen wieder. Auch die Konsolen bleiben für AMD ein entscheidender Markt, der immerhin 27 Prozent ausmacht. Auch wenn nur 2 Prozent des Markts auf Workstation-Karten fallen, so stellen sie doch 14 Prozent des Umsatzes und werden auch für AMD immer wichtiger. Auf diesen Fakt werden wir aber später noch genauer eingehen.

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Auch wenn gerade bei AMD natürlich immer wieder die Rede von den bald zu erwarteten Fusion-Produkten ist, so sieht man weiterhin einen wachsenden Trend für den Einsatz von diskreten GPUs. Die in den Fusion-Produkten zu Anfang verwendeten GPUs sind nur in der Lage das untere Preissegment abzudecken. Wer auf ein bestimmtes Performance-Level angewiesen ist, wird auch weiterhin zu diskreten GPUs bzw. Grafikkarten greifen und AMD will diesen Kunden auch in absehbarer Zukunft noch weiter Produkte anbieten.

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Aber natürlich spielte Fusion auch auf der Präsentation der Radeon HD 6870 und 6850 eine Rolle. AMD sieht sich als einziger Hersteller in der Lage eine derartige Produktkategorie anbieten zu können. NVIDIA habe zwar gute GPUs, dort fehle es aber offensichtlich an der CPU. Intel möchte man bei AMD zwar ebenfalls die guten CPUs absprechen, konzentriert sich bei der Kritik aber eher auf die GPUs, die zwar zahlenmäßig auf dem Markt überlegen sind, nicht aber in ihrer Leistung. AMD will seine Fähigkeiten in den beiden Produktbereichen CPU und GPU also kombinieren um so die bestmögliche Kombination als Fusion auf den Markt zu bringen.

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Erst durch AMDs APU (Accelerated Processing Unit) soll die Lücke zwischen GPU und IGP nach eigener Aussage geschlossen werden.