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Test: One M56-2N - GTX 680M im kleinen Gehäuse

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Seite 1: Test: One M56-2N - GTX 680M im kleinen Gehäuse

one m56 teaser kleinHigh-End-Performance im Großformat, daran hat man sich gewöhnt. Dass es in der heutigen Zeit aber auch möglich ist, extreme Gaming-Leistung im 15-Zoll-Segment zu liefern, will One mit dem M56-2N beweisen. Der 15-Zöller kommt mit NVIDIAs aktuell dickster Grafikeinheit in Form der GeForce GTX 680M daher und hat auch darüber hinaus einiges zu bieten, wie unser umfangreicher Test zeigt.

Eigentlich erscheint das One M56-2N als logischer Schritt der aktuellen Hardware-Entwicklung. Die Strukturbreiten werden schließlich immer kleiner, also muss leistungsfähige Hardware in immer kleinere Gehäuse passen. Das ist im Grunde genommen auch richtig, was man gut am aktuellen Ultrabook-Hype sehen kann. Auf die Gaming-Notebooks haben aktuelle 22-nm-Prozessoren der Ivy-Bridge-Generation oder NVIDIAs Kepler-Kerne aber im Grunde genommen nur peripheren Einfluss. Die Hardware-Produzenten halten an den bereits seit längerer Zeit etablierten TDP-Klassen fest. So arbeiten Intels Quadcore-Prozessoren beispielsweise noch immer mit einer TDP von 45 Watt (einzig der Intel Core i7-3612QM schert mit einem Wert von 35 Watt erstmals aus diesem Schema aus).

Vor diesem Hintergrund ist die Konfiguration des One M56-2N durchaus beachtenswert. Denn während es kein allzu großes Wunder ist, dass Alienware im M18x R2 (zum Test) die Kühlung von gleich zwei Radeon HD 7970M oder Schenker Notebooks im P702 (zum Test) eine GeForce GTX 680M in den Griff bekommt, handelt es sich beim M56-2N um einen MSI-Barebone der 15,6-Zoll-Klasse, das mit NVIDIAs aktueller Top-GPU klarkommen muss. Ob die Kühlung damit zurechtkommen wird, das werden wir im weiteren Verlauf des Tests klären. MSI-Gehäuse haben wir in letzter Zeit schon beim One M73-2N (zum Test), dem Medion Erazer X7817 (zum Test), dem One M73-2O (zum Test) oder aber natürlich dem MSI GT70 (zum Test) gesehen.

Darüber hinaus kann auch die weitere Hardware-Ausstattung überzeugen. Es kommt Intels aktuell beliebtester 4-Kerner, der Intel Core i7-3610QM, zum Einsatz. Als Massenspeicher gibt es eine  mSATA-SSD mit 128 GB und eine mechanische HDD mit 1 TB Volumen. Das Display besitzt nicht nur die hohe FullHD-Auflösung, sondern kann auch mit einer matten Oberfläche aufwarten.

Dabei handelt es sich aber nur um eine beispielhafte Konfiguration, denn bei One handelt es sich um einen Built-to-Order-Hersteller, sodass die Zusammenstellung bis ins kleinste Detail auf die eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Für erfahrene User ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil, weniger Erfahrene können aber auch ein wenig überfordert sein. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass die Hersteller auf ihre Barebone-Zulieferer, in diesem Fall MSI, angewiesen sind – die Individualität bleibt da oft ein wenig auf der Strecke. Ein Vorteil der meisten BTO-Anbieter: Nervige Bloatware bleibt (wie im Falle des M56-2N) meist auf der Strecke. Das ist nicht nur gut für die Performance, sondern schont auch die Nerven.

Der Einstiegspreis für unser Testmuster liegt bei überschaubaren 860 Euro. Durch die exzessive Komponentenbestückung steigt der Preis unseres Testmuster aber auf rund 1700 Euro. Wer schnell sein will, muss zahlen – oder so ähnlich.