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Test: AMD 890FX und 880G

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Seite 1: Test: AMD 890FX und 880G

8XX_LogoNachdem AMD Anfang März und damit pünktlich zur CeBIT den neuen 890-GX-Chipsatz ankündigte, folgen nun weitere Modellvarianten. Mit dem 890FX ist nun auch die High-End-Variante mit von der Partie, die sich besonders an Gamer und Overclocker richtet. 880G und 870 sollen eher den Office-Markt und Heimanwender ohne Gaming-Ambitionen ansprechen. Die wichtigsten Features sind dabei nahezu identisch und so spielt erneut die Ausstattung eine entscheidende Rolle. In einigen Benchmarks und Messungen wollen wir uns neben den Details die Vor- und Nachteile etwas genauer anschauen.

Danke an dieser Stelle an ASUS, die uns sowohl mit dem Crosshair IV Formula wie auch dem M4A88TD-V EVO/USB3 versorgten.

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AMD bleibt dem Prinzip der North- und Southbridge treu. Doch in nicht allzu ferner Zukunft soll sich auch das ändern. Allerdings können wir zu diesem Zeitpunkt noch keine weiteren Details bekannt geben. Zentraler Baustein ist entsprechend die 8XX-Northbridge. Hieran angebunden ist der AM3-Sockel über das HyperTransport-Interface. Dieses bietet 32 HyperTransport-Links pro Richtung und arbeitet mit 2600 MHz. Die maximale Bandbreite pro Richtung beträgt 20,8 GB/Sek., somit ergibt sich eine Gesamtbandbreite von 41,6 GB/Sek. Da die aktuellen AMD-Prozessoren über einen integrierten Speichercontroller verfügen, ist der DDR3-Speicher über diesen angebunden. Unterstützt wird Speicher mit bis zu 1333 MHz.

AMD 890FX AMD 890GX AMD 880G AMD 785G
Sockel AM2+/AM3 AM2+/AM3 AM2+/AM3 AM2+/AM3
Fertigung (NB) 65 nm 55 nm 55 nm 55 nm
Southbridge SB850 SB850 SB810/SB850 SB710/SB750
Bus HT 3.0 HT 3.0 HT 3.0 HT 3.0
PCI-Express-Lanes 42 22 22 22
SATA 3 GBit/s 6 6 6 6
SATA 6 GBit/s 6 6 6 0
RAID 0, 1, 5, 0+1 0, 1, 5, 0+1 0, 1, 0+1 0, 1, 0+1
USB 2.0 12 14 14 14
HDMI 1.3 1.3 1.3 1.3
DisplayPort-Support Ja Ja Ja Ja


Weiterhin an der Northbridge angebunden ist der HyperMemory, also der dedizierte Speicher für die integrierte GPU (falls vorhanden). Die Board-Hersteller haben die Wahl zwischen 64 und 128 MB an DDR3-Speicher. AMD selbst gibt an, dass es zwischen diesen beiden Versionen keinen größeren Performance-Unterschied gibt. In den Benchmarks werden wir dazu aber noch einige Messungen machen. Wer nicht auf die integrierte GPU setzen möchte, der kann natürlich auch eine dedizierte Karte verwenden. AMD lässt es den Board-Herstellern offen, ob sie einen PCI-Express-x16-Slot mit den vollen 16 Lanes verwenden wollen oder zwei Slots mit jeweils acht Lanes. Zusätzlich stehen noch sechs weitere Lanes zur Verfügung.

Die SB850/SB810-Southbridge ist über das A-Link-Express-III-Interface an die Northbridge angebunden. AMD gibt eine Bandbreite von 2 GB/Sek. an und spricht dabei von einer Verdopplung derselbigen. Allerdings bestand auch das A-Link-Express-II-Interface bereits aus bis zu vier PCI-Express-Lanes, was ebenfalls einer Bandbreite von 2 GB/Sek. entspricht. Die Southbridge bietet die wichtigsten I/O-Features. Darunter sind 14x USB 2.0, einige PCI-Slots, 6x SATA 6 GBit/s und PATA. Zusätzlich werden über NICs noch HD-Audio sowie die Gigabit-Ethernet-Ports verfügbar gemacht. Der Chipsatz verfügt allerdings auch über einen direkten Zugang zu einem Ethernet-Port. Mithilfe eines PHY-Chip wäre also eine Anbindung eines externen, über PCI-Express angebundenen Chip, nicht nötig. Allerdings sieht AMD hier einen ganz bestimmten Chip von Broadcom vor und dieser ist laut Aussage der Mainboardhersteller teurer als eine "externe Lösung", z.B. mit einem Realtek-Chip.

Auf den 880G-Mainboards kommt die abgespeckte Version SB810 zum Einsatz. Diese muss auf die Unterstützung von SATA 6 GBit/s verzichten.