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Sapphire Radeon R9 280X Toxic und R7 260X OC im Test

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Seite 23: Fazit

Sapphire Radeon R9 280X Toxic

Die Sapphire Radeon R9 280X Toxic erlaubt sich leider einen Schönheitsfehler. Während die Lautstärke im normalen Windows-Betrieb noch erfreulich gering ausfällt, drehen die drei Lüfter mit einem Durchmesser von 85 bis 90 Millimetern unter Last zu sehr auf. Zwar wird die 50-dB(A)-Marke knapp unterboten, doch liegt die Geräuschkulisse der Rotoren gut sechs Dezibel über dem Niveau einer Radeon R9 280X im Referenzlayout. Da hilft es auch nicht, wenn der Grafikprozessor mit 74 °C gut zwölf Grad kühler bleibt als die AMD-Vorlage. Hier hätte Sapphire eine bessere Mischung aus Lautstärke und Temperatur bei der Lüftersteuerung der Grafikkarte wählen sollen. Experimentierfreudige Leser bekommen die Sapphire Radeon R9 280X Toxic aber durchaus flüsterleise - so wie sie es ab Werk im 2D-Betrieb ist.

Leistungsmäßig gibt es nicht viel zu meckern. Dank der stark erhöhten Werksfrequenzen von ehemals 1.050 bzw. 1.500 MHz auf 1.150 respektive 1.600 MHz wird die Toxic-Version der Radeon R9 280X auf das Niveau einer deutlich teureren GeForce GTX 780 katapultiert, mit einer GeForce GTX 770 hat sie ein leichtes Spiel. Die höheren Taktraten haben jedoch auch ihre Schattenseiten, fällt die Leistungsaufnahme doch etwas höher aus, als wir es bislang von einer Radeon R9 280X gewohnt waren. Vor allem aber im 2D-Betrieb genehmigt sie sich eindeutig zu viel. Unser Messgerät attestierte unserem Testsystem in diesem Szenario 133,2 Watt und damit fast genauso viel wie bei einer NVIDIA GeForce GTX 570 oder GeForce GTX 680. Die Referenz begnügte sich hier mit 124,5 Watt. 

Zu gefallen wusste die Sapphire Radeon R9 280X Toxic vor allem aber im Overclocking-Test. Hier konnten wir die 1,2-GHz-Marke fast schon mit Leichtigkeit durchbrechen. Unser Testmuster arbeitete selbst mit 1.210 bzw. 1.840 MHz stabil. Etwa 60 Euro mehr als für die aktuell günstigste Radeon R9 280X möchte Sapphire für seine Toxic-Version haben. Im Hinblick auf die Lautstärke ist das ganz schön viel.

Sapphire Radeon R7 260X OC

Wer eine günstige Grafikkarte sucht, ist mit der Sapphire Radeon R7 260X OC bestens bedient. Für etwa 125 Euro erhält man eine für aktuelle Spiele ausreichend schnelle Grafikkarte, die auch noch besonders leise agiert - egal, ob im normalen Windows-Betrieb oder aber unter Volllast. Dank der leichten Takterhöhung auf 1.150 bzw. 1.650 MHz ist der Sapphire-Ableger stets schneller als eine normale Radeon R7 260X und kommt einer Radeon HD 7870 oder GeForce GTX 560 Ti je nach Benchmark schon sehr gefährlich nahe. 

Wem das nicht ausreicht, der kann seine Grafikkarte noch weiter übertakten. In unserem Test waren 1.219 bzw. 1.800 MHz für Chip und Speicher problemlos möglich. Doch auch das Lautstärke- und Temperatur-Verhalten kann sich sehen lassen. Selbst unter Volllast wurde unser Testmuster nicht lauter als 37,2 dB(A) und nicht wärmer als 62 °C. Damit zählt sie zu den kühlsten und leisesten Grafikkarten überhaupt. Der Aufpreis im Vergleich zur günstigsten Radeon R7 260X hält sich mit 15 Euro in Grenzen.

 

Persönliche Meinung

Das Design der neuen Toxic-Grafikkarten gefällt mir! Nicht aber deren Lautstärke - zumindest nicht im Falle der heute getesteten Sapphire Radeon R9 280X Toxic! Die drei Lüfter drehen mir unter Last einfach zu sehr auf. Sicherlich kann ich mit Hilfe von Tools oder einem angepassten BIOS Abhilfe schaffen, doch der Mehraufwand steht in meinem Augen in keinem Verhältnis zum Aufpreis, den ich im Vergleich zur günstigsten Radeon R9 280X berappen muss. Da suche ich mir lieber gleich ein anderes Modell.

Als kleiner Sparfuchs gefällt mir die Sapphire Radeon R7 260X OC da schon deutlich besser. Sie ist angenehm leise und bietet genügend Leistung, um aktuelle Spieltitel ruckelfrei auf den Bildschirm zu zaubern. (Andreas Stegmüller)